Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten
Dritter Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen"
Mit seiner Prosadichtung
Siegfrieds Tod hatte Wagner einst seinen Zyklus begonnen und ihn dann in die Vergangenheit aufgerollt, so wie die Nornen, die zu Beginn des dritten Tages der Tetralogie versuchen, ihre Seile zu knüpfen zwischen dem Gestern und dem Morgen.
Hagen und Siegfried – die Kinder fechten weiter den Kampf der Väter aus. Doch Hagen spielt mit unlauteren Waffen – Zauber, Lüge und Verrat. Siegfried erklärt den Ring, der aus der Verfluchung der Liebe erstand, zum Symbol seiner Liebe. Der Fluch ist dennoch stärker: Siegfried verrät die Liebe. Brünhilde verrät Siegfried. Siegfried schwört einen Eid auf die Waffe, die ihn wenig später durchbohrt.
Die Götter schauen tatenlos dem eigenen Untergang zu. Der Kampf um die Macht kommt unter die Menschen, die die Katastrophe überdauern und vielleicht einmal vom Ende her alles verstehen.
In deutscher Sprache mit Übertiteln
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