Repertoire

Streichquintett (Uraufführung)

Ballett von Terence Kohler
Musik von Franz Schubert

Als „choreographer in residence“ schuf der Australier bereits zahlreiche Ballette für das Bayerische Staatsballett, so zum Beispiel Daphnis und Chloé und Helden. Nun konzipiert er zu Kammermusik von Franz Schubert eigens für die Junior Company ein neues Ballett.

 

Concertante


Choreographie von Hans van Manen
Musik von Frank Martin („Petite Symphonie concertante“)

Inspiriert durch Frank Martins Petite Symphonie Concertante schuf der niederländische Choreograph Hans van Manen ein Meisterwerk für acht Tänzerinnen und Tänzer voll explosiver Spannung. Er zeigt vier weibliche und vier männliche Tänzer, gegensätzliche Typ en, die sich einander annähern, und sich wieder voneinander entfernen. Das Ballett beeindruckt durch die Vielfalt der dramatischen Gesten im Aufeinandertreffen der Tänzer.
 

Gli Uccelli

Ballett von Slava Samodurov
Musik von Ottorino Respighi

"Gli Uccelli" nennt der russische Choreograph und ehemalige Solist des Kirov Balletts und des Royal Ballet, Slava Samodurov, seine Kreation für das Bayerische Staatsballett II. Das Ensemble fliegt durch den Raum, Pas des deux und Trios wechseln sich ab. Dabei umwerben und umspielen die Tänzer einander.

Gli Uccelli. Claudia Ortiz Arraiza, Matteo Dilaghi. ©Charles Tandy 

Evening Songs

Ballet von Jiří Kylián
Musik von Antonín Dvořák

Ein frühes Meisterwerk von Jiři Kylián zu Kompositionen von Antonin Dvořak, in dem bereits eines seiner Lebensthemen anklingt, der tanzende Körper als Teil der Weltkultur. Seine Inspiration durch regionale Folkloretänze wird in der poetischen Umsetzung mit vier Tänzerinnen und drei Tänzern anschaulich.

Evening Songs. Bayerisches Staatsballett II. ©Ursula Kaufmann 

Intermezzo

Ballett von Terence Kohler
Musik von Dimitri Schostakowitsch

Terence Kohler spielt mit dem klassischen Idiom und setzt auf Virtuosität. In seinen Choreographien bildet die Musik häufig den Ausgangspunkt. In Intermezzo formieren sich die Tänzerinnen in immer neuen Linien passgenau zu Schostakowitschs Ballettsuiten. Terence Kohler: „Wir müssen die Grenzen des klassischen Tanzes erweitern, um ihn lebendig zu halten“. Dazu gehören dann durchaus auch Inspirationen aus HipHop, Modern Dance und anderen zeitgenössischen Formen.

Intermezzo © Charles Tandy 

Na Floresta

Ballett von Nacho Duato
Musik von Heitor Villa-Lobos, arrangiert von Wagner Tisso (Floresta Amazonica)

Na Floresta ist ein atemberaubendes Ballett, in dem der Schönheit Amazoniens Tribut gezahlt wird. Das abstrakte Stück zu Musik von Villa-Lobos thematisiert eine tiefe Verbundenheit zur Natur, die menschliche Beziehungen übersteigt. „Nacho Duato hat die seltene Begabung in seinen Choreografien Emotionen auf subtile und behutsame Art und Weise effektiv darzustellen.“ Na Floresta findet sich im Repertoire vieler international bekannter Compagnien wieder, unter anderem Les Grands Ballets Canadiens (Montreal–Kanada), Le Ballet du Capitole
(Toulouse-Frankreich), Royal Swedish Ballet (Stockholm-Schweden) und dem Bayerischen Staatsballett II.

Na Floresta © Charles Tandy 

Raymonda Grand pas hongrois (+/- Kindertanz)

Ballett von Marius Petipa, Ray Barra
Musik von Alexander Glasunow

Krönung des abendfüllenden Balletts Raymonda und eines der am besten überlieferten Meisterwerke von Marius Petipa ist der Grand Pas hongrois im letzten Akt. Zu Ehren des Königs von Ungarn und des Hochzeitsfests von Raymonda und Jean de Brienne tanzt der Hof eine Folge von Tanzen in der Form eines Grand pas im ungarischen Stil. Dem dynamischen Entrée folgt das ausladende Adagio, in dem die beiden Solisten von einem Ensemble aus acht Paaren begleitet werden. Es folgen Solo-Variationen aus dem Ensemble und die großen Soli von Jean und Raymonda… Nirgendwo in seinem Schaffen hat Petipa so souverän die klassische Technik mit der Essenz nationaltänzerischer Elemente verwoben.

Raymonda © Charles Tandy 

Who cares?

Ballett von George Balanchine
Musik von George Gershwin

1937 schon hatte George Gershwin (1898 – 1937) Balanchine gefragt, ob er nach Hollywood kommen wolle, um mit ihm an Samue Goldwyns Follies zu arbeiten. Gershwins Krankheit und Tod verhinderten diese Zusammenarbeit. Dreiunddreißig Jahre später wandte sich Balanchine der Musik Gershwins zu und choreographierte eine Reihe von Songs des großen amerikanischen Komponisten. Das Ballett sprüht vor Lebendigkeit und einer ganz besonderen, für Manhattan typischen Energie. Die Gala-Fassung von Who Cares konzentriert sich auf eine Besetzung von drei Ballerinen und einem Solotänzer.

Who cares?. Chinatsu Sugishima. ©Charles Tandy 

The New 45


Ballett von Richard Siegal
Musik von Oscar Peterson, Clark Terry, Harry Belafonte, Benny Goodman

Richard Siegals The New 45 ist ein Dialog der Tänzer mit ihrem Körper, mit der Musik, mit dem Raum und miteinander. Die humorvollen Texte von Harry Belafonte und die kühlen jazzigen Rhythmen nehmen in den tänzerischen Kommentaren neue Gestalt an, charmant, witzig und sprühend vor Energie.
The New 45/16'55''. Nicha Rodboon. ©Charles Tandy

Pas de six aus Schwanensee


Ballett von Ray Barra (inspiriert von Marius Petipa)
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Schwanensee gehört zu den bekanntesten Werken der Ballettgeschichte. Inspiriert von Marius Petipa choreographierte Barra das Stück neu, aus dessen Fassung das Bayerische Staatsballett II den klassischen Pas de six aus dem 1. Akt zeigt.
Schwanensee. Pas de six. ©Charles Tandy 

Boy meets Girl

Ballett von Simone Sandroni
Musik von Joe Hisaishi (Madness, Mario Brunello / Porta die Greci / Nana)

Simone Sandroni kreierte das Stück Boy meets Girl, das von drei Paaren getanzt wird, eigens für die Junior Company des Bayerischen Staatsballetts. Mit viel Witz und Ironie, aber vor allem auch mit Liegestützen und Muskelspiel versuchen hier die Burschen Eindruck auf die scheinbar gelangweilten Mädchen zu machen. Ein freches, pfiffiges Stück.

Boy meets Girl. ©Charles Tandy 

Nuages

Ballett von Jiří Kylián
Musik von Claude Débussy

Nuages ist eine Hommage von Kylián an Claude Débussys berühmte Komposition Trois Nocturnes. Aus der dreiteiligen Orchester-Partitur aus dem Jahre 1899 nahm sich Kylián Nuages heraus und kreierte dazu ein dramatisches Ballett für ein Paar.

Nuages. ©Charles Tandy 

Allegro Brillante

Ballett von George Balanchine
Musik von Peter I. Tschaikowsky

In Allegro Brillante wird keine Geschichte erzählt, sondern das Ballett macht – ganz im Balanchine'schen Sinn - die Struktur der Musik für den Zuschauer sichtbar. Das Stück erfreut sich nicht zuletzt großer Beliebtheit, weil es mit einer kleinen Besetzung von einem Solistenpaar, vier weiblichen und vier männlichen Corps-de-ballet-Tänzern auskommt. Spritzig und mit amerikanischer Attitüde setzt es Tschaikowskys Komposition in Szene.

Allegro Brillante. ©Chales Tandy 

Intuition Blast

Ballett von Ralf Jaroschinski
Musik von Peter I. Tschaikowsky (Schwanensee, Walzer aus dem 1. Akt und Pas de quatre der Kleinen Schwäne aus dem 2. Akt)

Ein geistreicher Pas de deux für zwei Männer zu Musik aus Tschaikowskys Schwanensee. Der Witz des Stückes lebt vor allem aus einer sehr indirekten Art von Parodie, den scheinbaren Unvereinbarkeiten, die jedem bei einer derart bekannten Musik und einem derart festgelegten Sujet sofort auffallen. Ein ausgesprochener Presse- und Publikumsliebling!

 

Intuition Blast. ©Charles Tandy 

Jardí Tancat

Ballett von Nacho Duato
Musik komponiert und gesungen von Maria del Mar Bonet (1981)

Jardí Tancat – katalanisch für „geschlossener Garten“ – basiert auf katalanischen Volkserzählungen, gesammelt und gesungen von Maria del Mar Bonet. Drei ländliche Paare trauern sanft und anmutig über ihr vertanes Leben. In diesem virtuosen Ballett, mit dem Nacho Duato 1984 den ersten Preis im Choreographischen Wettbewerb in Köln gewann, lässt sich der Einfluss seines Stilvorbilds und Mentors Jiří Kylián erkennen.

 

Le Corsaire – Drei Odalisken (Variationen)


Choreographie von Marius Petipa
Musik von Adolphe Adam, Léo Delibes

Ein Tanz- und Ausstattungsfest, das uns den Charme und den abenteuerlichen Witz der Geschichte um den Piraten Konrad und seine wieder und wieder entführte Geliebte Medora eindrucksvoll vor Augen führt. Aus dem Ballett des wohl bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts tanzt die Junior Company die Variationen der drei Odalisken, die der Unterhaltung des Paschas und seines Harems dienen sollen.