




Ballett von Slava Samodurov
Musik von Ottorino Respighi
"Gli Uccelli" nennt der russische Choreograph und ehemalige Solist des Kirov Balletts und des Royal Ballet, Slava Samodurov, seine Kreation für das Bayerische Staatsballett II. Das Ensemble fliegt durch den Raum, Pas des deux und Trios wechseln sich ab. Dabei umwerben und umspielen die Tänzer einander.
Ballet von Jiří Kylián
Musik von Antonín Dvořák
Ein frühes Meisterwerk von Jiři Kylián zu Kompositionen von Antonin Dvořak, in dem bereits eines seiner Lebensthemen anklingt, der tanzende Körper als Teil der Weltkultur. Seine Inspiration durch regionale Folkloretänze wird in der poetischen Umsetzung mit vier Tänzerinnen und drei Tänzern anschaulich.
Ballett von Terence Kohler
Musik von Dimitri Schostakowitsch
Terence Kohler spielt mit dem klassischen Idiom und setzt auf Virtuosität. In seinen Choreographien bildet die Musik häufig den Ausgangspunkt. In Intermezzo formieren sich die Tänzerinnen in immer neuen Linien passgenau zu Schostakowitschs Ballettsuiten. Terence Kohler: „Wir müssen die Grenzen des klassischen Tanzes erweitern, um ihn lebendig zu halten“. Dazu gehören dann durchaus auch Inspirationen aus HipHop, Modern Dance und anderen zeitgenössischen Formen.
Ballett von Rolando D'Alesio
Musik von Saltacello (Peter Schindler)
Ein virtuoser Pas de deux auf flacher Sohle, in dem ein verflixtes T-Shirt die Hauptrolle spielt.
Ballett von Nacho Duato
Musik von Heitor Villa-Lobos, arrangiert von Wagner Tisso (Floresta Amazonica)
Na Floresta ist ein atemberaubendes Ballett, in dem der Schönheit Amazoniens Tribut gezahlt wird. Das abstrakte Stück zu Musik von Villa-Lobos thematisiert eine tiefe Verbundenheit zur Natur, die menschliche Beziehungen übersteigt. „Nacho Duato hat die seltene Begabung in seinen Choreografien Emotionen auf subtile und behutsame Art und Weise effektiv darzustellen.“ Na Floresta findet sich im Repertoire vieler international bekannter Compagnien wieder, unter anderem Les Grands Ballets Canadiens (Montreal–Kanada), Le Ballet du Capitole
(Toulouse-Frankreich), Royal Swedish Ballet (Stockholm-Schweden) und dem Bayerischen Staatsballett II.
Ballett von Marius Petipa, Ray Barra
Musik von Alexander Glasunow
Krönung des abendfüllenden Balletts Raymonda und eines der am besten überlieferten Meisterwerke von Marius Petipa ist der Grand Pas hongrois im letzten Akt. Zu Ehren des Königs von Ungarn und des Hochzeitsfests von Raymonda und Jean de Brienne tanzt der Hof eine Folge von Tanzen in der Form eines Grand pas im ungarischen Stil. Dem dynamischen Entrée folgt das ausladende Adagio, in dem die beiden Solisten von einem Ensemble aus acht Paaren begleitet werden. Es folgen Solo-Variationen aus dem Ensemble und die großen Soli von Jean und Raymonda… Nirgendwo in seinem Schaffen hat Petipa so souverän die klassische Technik mit der Essenz nationaltänzerischer Elemente verwoben.
Ballett von Jiří Kylián
Musik von Josef Haydn
In Symphony in D zeigt Jiři Kylián einmal mehr sein Talent, großartiges Ballett mit Komik zu verbinden. Er spielt mit den Konventionen des Bühnentanzes und führt sie ad absurdum. Unterlegt mit Haydns Sinfonie Nr. 101 „Die Uhr“ und Sinfonie Nr. 73 „Die Jagd“ zeigen die Tänzer des Bayerischen Staatsballetts II selbstironisch ihr tänzerisches und komödiantisches Können.
Ballett von Robert North
Musik von Batucada / Bob Downes
Das brasilianische Flair von Robert Norths Troy Game wird untermalt von Bob Downes Komposition. Die athletischen Soli und Gruppentänze machen den Reiz des Stückes aus. Troy Game ist ein innovativer Mix aus Schauspiel und Bewegung, der sich zu einem homogenen und durchaus puristischen Tanzstück zusammenfügt. Neben Push-Ups, Handständen und Witzen, fügen sich feinfühlig aneinandergereihte Standbilder zu einer interessanten Serie zusammen. Aufregenden Diagonalen folgen träumerische Sequenzen in Zeitlupe. Troy Game ist ein unterhaltsames Stück mit 13 Tänzern, die nicht nur mit ihren Muskeln, sondern vor allem mit ihrer Persönlichkeit beeindrucken müssen.
Ballett von George Balanchine
Musik von George Gershwin
1937 schon hatte George Gershwin (1898 – 1937) Balanchine gefragt, ob er nach Hollywood kommen wolle, um mit ihm an Samue Goldwyns Follies zu arbeiten. Gershwins Krankheit und Tod verhinderten diese Zusammenarbeit. Dreiunddreißig Jahre später wandte sich Balanchine der Musik Gershwins zu und choreographierte eine Reihe von Songs des großen amerikanischen Komponisten. Das Ballett sprüht vor Lebendigkeit und einer ganz besonderen, für Manhattan typischen Energie. Die Gala-Fassung von Who Cares konzentriert sich auf eine Besetzung von drei Ballerinen und einem Solotänzer.