Geboren in Frankfurt am Main. Studium der Opernregie in Berlin. Ab 1980 Inszenierungen an deutschen Bühnen, in Basel, Graz, Paris und Barcelona. Theatergeschichtliche Bedeutung erlangte sein konzeptioneller und struktureller Neuansatz bei der szenischen Interpretation Händelscher Opern, mit dem er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Ebenso eröffneten seine Interpretationen von Wagners
Parsifal und
Tristan und Isolde an der Bayerischen Staatsoper,
Tannhäuser in Dresden,
Lohengrin in Hamburg sowie
Götterdämmerung in Stuttgart eine neue Phase der Auseinandersetzung mit den Werken Richard Wagners. Wichtige Inszenierungen in letzter Zeit waren u.a.
Don Carlos, Moses und Aron, Die Meistersinger von Nürnberg (alle in Hamburg),
Elektra (Kopenhagen, Stuttgart) sowie
Don Giovanni und
Così fan tutte (Komische Oper, Berlin). Konwitschny erhielt 1988 den Kunstpreis der damaligen DDR, 1993 den Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste. Er ist Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Seit 2002 Honorarprofessor an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler”, Berlin. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte er 2006 den
Fliegenden Holländer.