Kultur live aus der Bayerischen Staatsoper am Samstag, den 29. Juni um 10.00 Uhr im Königssaal des Nationaltheaters
Am 29. Juni findet im Rahmen der Münchner Opern-Festspiele 2002
Kultur live aus der Bayerischen Staatsoper zu dem Thema "Über:Väter" – Glanz und Elend des großen Namens statt.
Jürgen Seeger (Gesprächsleitung) versucht mit Nike Wagner, Hilde Schramm (geb. Speer) und Rudi-Marek Dutschke eine gemeinsame "Suche nach dem Vater": Ein Gespräch über die Prägung und die Verantwortung, die über den Vater auf die Töchter und Söhne kommen kann.
Kostenlose Eintrittskarten gibt es im Opernladen/Kassenhalle Nationaltheater.
Die Diskussion wird live in Bayern2Radio von 10.00 bis 11.00 Uhr übertragen.
Als
Rudi-Marek Dutschke 1980 geboren wurde, war sein Vater tot. Er starb Weihnachten 1979 an den Folgen eines Attentats. Mehr als 20 Jahre später reiste der Sohn nach Berlin, um herauszufinden, wer Rudi Dutschke wirklich war. "Spuren meines Vaters" heißt das Buch, in dem er seine Recherchen zusammenfaßte...
Als
Hilde Speer 1952 als Austauschschülerin in die USA ging, saß ihr Vater, der Hitlers Chefarchitekt und Rüstungsminister war, im Kriegsverbrechergefängnis Spandau ein. In Washington erreichte sie sogar eine Begegnung mit US-Außenminister Dean Acheson, um sich für eine vorzeitige Haftentlassung Alberts Speers einzusetzen. Erst 1966, nach 20 Jahren Haft, kam Speer frei. "Was ihn aufrecht hielt, mehr als alles andere", schreibt Joachim Fest in seiner Speer-Biographie, war "auch die moralisch strenge, teilnehmende Sorge seiner Tochter". Heute steht der Name Hilde Schramm, geb. Speer, für wichtige Initiativen zur Förderung der Versöhnung, Toleranz und Zivilcourage....
Als
Nike Wagner in jüngster Zeit als Kandiatin für die künftige Leitung der Bayreuther Festspiele zur Diskussion stand, legte sie die profiliertesten, fortschrittlichsten und kühnsten Pläne für eine Erneuerung der Richard-Wagner-Festspiele vor. Aus ihren Ideen, Entwürfen und dem geschärften intellektuellen Profil ihrer Äußerungen zur Kunst spricht auch die Gedankenwelt ihres Vaters, des Festspielleiters und Regisseurs Wieland Wagner, der nach 1952 das von Nazi-Ballast entrümpelten "Neu-Bayreuth" wesentlich
6.6.02
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