Die Rheintöchter
Die Rheintöchter, Ausgangs- und Endpunkt des gesamten
Ring des Nibelungen: Ihnen wird im
Rheingold das Gold geraubt, wodurch die ganze Geschichte in Gang kommt; am Ende der
Götterdämmerung bekommen sie es, nach dem Untergang der Götter wieder zurück. Die Geschichte könnte von Neuem beginnen.
Bei Richard Wagner sind die Rheintöchter nixenähnliche Geschöpfe. Für die Sängerinnen wurde damals zur Uraufführung in München 1869 eigens ein Gestell gebaut, damit es so aussah als würden sie waagerecht in den Wellen liegen bzw. schwimmen.
Heute, in Herbert Wernickes neuer Inszenierung sind sie Menschen wie Du und ich. "Ich wehre mich gegen eine Kategorisierung der Figuren, zum Beispiel durch Kostüme. Sie sind ambivalent, jeder kann jeden darstellen. Die Musik illustriert das sehr anschaulich, man muß sie nicht noch zusätzlich bebildern. Wir inszenieren keine Allegorien, und wir brauchen auch keine aus alten Theaterkisten herausgezogene Gottheiten, die später mit Menschen konfrontiert werden. Alle Figuren im
Ring - das ist das großartige an diesem Werk - sind von Anfang an ganz plastische, vielschichtige menschliche Charaktere, oder anders ausgedrückt: Gleichnisse für menschliches Verhalten." (Herbert Wernicke)
An der Bayerischen Staatsoper singen erstmals
Margarita De Arellano (Woglinde),
Ann-Katrin Naidu (Wellgunde) und
Hana Minutillo (Floßhilde) die Partien der drei Rheintöchter.
1.2.02
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