Die Bayerische Staatsoper im März: Höhepunkte mit Premiere „Tamerlano“, Wiederaufnahme „Parsifal“ und Verdi-Festwochen


PREMIERE VON HÄNDELS "TAMERLANO" AM 16. MÄRZ


Mit Georg Friedrich Händels Tamerlano, der nächsten Neuproduktion am 16. März 2008, widmet sich die Bayerische Staatsoper einem weiteren Werk des durch die Barock-Renaissance der letzten Jahre wieder zu ungeahnter Popularität gekommenen Komponisten.
Mit dem Stoff dieser 1724 entstandenen Oper traf Händel den Nerv seiner Zeit, denn London war eine Stadt des Umbruchs, die zu einer Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Monarch, Adel und Bürgertum drängte. Wie viele andere Händel-Opern auch, handelt Tamerlano im Kern vom Verhalten von und gegenüber politischen Autoritäten. Hier ist es der Titel gebenden Tartarenfürst, der mit seinem Machtmissbrauch und Despotismus heftige Reaktionen und fatale Verwicklungen bei den von ihm unterdrückten Menschen auslöst.
Die Konzeption dieser Münchner Erstaufführung liegt in den Händen von Pierre Audi, der im Händel-Repertoire einen ganz neuen ästhetischen Akzent setzen wird. Dem Münchner Publikum ist der Regisseur vor allem durch die Uraufführung von Hans Werner Henzes „Venus und Adonis“ am Nationaltheater sowie durch Arbeiten im Rahmen der Münchner Biennale bekannt. Barock-Spezialist Ivor Bolton dirigiert ein hochkarätig besetztes Ensemble um David Daniels in der Titelpartie. Der Star unter den Counter-Tenören war im Nationaltheater bereits in zahlreichen Rollen zu erleben, so ist er hier beispielsweise Nerone in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ oder zuletzt als Orlando in bester Erinnerung.

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Dramaturgin Ingrid Zellner im Gespräch


Tamerlano
Premiere am So 16.03.2008, 18.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
Mi 19.03.2008, 18.30 Uhr
Mo 24.03.2008, 18.30 Uhr
Fr 28.03.2008, 18.30 Uhr
Di 01.04.2008, 18.30 Uhr

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David Daniels (c) Jillian Edelstein