Ein Opernportal fürs Publikum
"Nutzen stiften" war das Ziel bei der Neugestaltung der Internet-Seiten der Bayerischen Staatsoper: Welche Informationen werden gesucht, welche Prioritäten setzen Opernbesucher im Internet? Herausgekommen ist eine Vielzahl an Informationen, Funktionen und Möglichkeiten, die unter den Domains
www.staatsoper.de,
www.staatsballett.de,
www.staatsorchester.de und
www.opern-festspiele.org Fans und Laien gleichermaßen zufriedenstellen. Der komplette Internet-Auftritt ist datenbank-gestützt und wird dadurch den aktuellen Anforderungen an das Medium Internet gerecht. Das webdesign entspricht dem klaren CI der Bayerischen Staatsoper und damit auch dem Internet: wichtig sind einfache, intuitive Navigation sowie klare, schnelle und gut lesbare Informationen.
Die Homepage.
Bereits auf der Homepage trifft der Besucher auf die wichtigsten Neuigkeiten: was wird heute gespielt, gibt es Umbesetzungen, was gibt es an aktuellen Meldungen zur Staatsoper. Und als besonderen Service die dpa-Kulturnews. Alle 10 Minuten werden die neuesten Meldungen der Deutschen Presseagentur zu Bühne und Kunst auf die Homepage der Bayerischen Staatsoper geladen.
Infos.
Die Tiefe des Informationsgehalts läßt sich am besten an den Stücken ablesen: Neben kurzen Teasern gibt es Inhaltsangaben, Inszenierungsbilder, Hörproben, Videofiles, Texte zum Werk im allgemeinen und zur Inszenierung im besonderen, die Münchner Rezeptionsgeschichte (im Aufbau), Biografien und Fotos der Mitwirkenden, Pressestimmen zur Aufführung und – Neuland auf der internationalen Opernbühne – Publikumsrezensionen. Dem Überblick über alle kommenden Termine eine Stückes (mit den unterschiedlichen Besetzungen) stehen die noch detaillierteren Seiten zu den einzelnen Terminen gegenüber. Die FAQs beantworten alle Fragen rund um den Opernbesuch, Facts & Figures, mediengerecht gestaltete Sitzpläne, Lagepläne der Theater, Panorama-Bilder und Foto-Rundgang, Speisekarte und Opern-Magazine als PDF ... sowie eine Fülle weiterer informativer Texte tragen dem allgemeinen Informationsbedürfnis Rechnung.
Die Suche.
Die datenbank-generierten Inhalte ermöglichen eine schnelle und effiziente Suche. Die Spielplan-Suche wird vom Benutzer selbst eingestellt: Für den gewünschten Zeitraum wird der Spielplan als Kurzübersicht oder detailliert gelistet – fokussiert auf die Interessensgebiete des Users wie Oper, Ballett oder Konzert oder auch für einen bestimmten Veranstaltungsort. Die Schlagwortsuche durchsucht alle Seiten des Angebotes und findet z.B. alle Seiten, in denen Peter Seiffert vorkommt, auch wenn Seiffert falsch geschrieben wird!
Interaktiv.
Das bereits auf den alten Staatsopern-Seiten erfolgreiche "Schwarze Brett" wurde – mit allen Inhalten – in das neue Layout übernommen und gilt weiterhin als "das" Opernforum im deutschsprachigen Raum. Als weiteres Forum wurde die "Kartenbörse" ausgegliedert, eine überregionale Nutzung ist abzusehen. Via Newsletter wird das interessierte Publikum mit wichtigen Informationen "versorgt": Aktuelle Umbesetzungen, Infos, Aktionen. Studenten erhalten ca. alle zehn Tage eine Übersicht, an welchen Tagen die Chancen gut stehen, Restkarten an der Abendkasse zu ergattern.
Events.
Am 19. Juni um 20.00 Uhr wird Sir Peter Jonas bei einem Live-Chat den Opernbesuchern Rede und Antwort stehen. Weitere Chats sind geplant.
Les Troyens in der neuen Inszenierung von Graham Vick wird am 8. Juli im Rahmen von "Oper für alle" live im Internet übertragen.
Online-Resevierung.
Eines der Hauptziele des Relaunchs: die "echte" Online-Reservierung. Der User wählt unter den noch vorhandenen Karten im Sitzplan aus, bucht, und die Karten werden zugeschickt bzw. liegen an der Abendkasse. Damit ist der Vorverkauf der Bayerischen Staatsoper 7 Tage in der Woche 24 Stunden lang erreichbar. Bereits nach den ersten Tagen zeigt sich, daß Publikum aus Übersee vor allem dann surft, wenn hier die Kassen geschlossen sind - und nun trotzdem Karten kaufen kann.
Schnell.
Besonderes Augenmerk wurde auf die schnelle Information gelegt. Neben der logischen Besucherführung, die in "drei Klicks" zum Ergebnis führen soll, wurden auch im technischen Bereich Optimierungen vorgenommen: abgefragte Seiten werden in einem Zwischen-Cache gespeichert, so daß die Datenbank diese nicht jedes Mal neu auslesen muß; die Übertragung der Daten zwischen Web-Server und Home-PC erfolgt komprimiert: dadurch werden im Schnitt 6 – 8 fach schnellere Ladezeiten erreicht. Eine Technik, die in Deutschland übrigens neu ist und nicht nur schnellere Zugriffe erlaubt sondern durch die verringerte Datenmengen auch Kosten einspart.
Ziel.
Zielsetzung ist eine Steigerung der Zugriffszahlen: bis in einem Jahr sollen pro Monat rund 70.000 Opernbesucher und Fans die Seiten der Bayerischen Staatsoper klicken und dabei 300.000 Seiten aufrufen. Durch die Online-Reservierung sollen Karten im Wert von 1,5 – 2 Millionen DM verkauft werden.
21.5.2001
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