Eröffnung der Opernsaison

Mit einem umjubelten Konzert im Prinzregententheater hat sich Kent Nagano dem Münchner Publikum als neuer Generalmusikdirektor und künstlerischer Leiter der Bayerischen Staatsoper vorgestellt. Solisten waren Elke Heidenreich und Michaela Kaune.
Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde“ und Mahlers 4. Symphonie stehen ebenfalls, neben Werken von Wagner und Bruckner, auf dem Programm, wenn Kent Nagano nun mit dem Bayerischem Staatsorchester auf Europa-Tournee geht. Die Ziele sind u.a. Zagreb, Wien, Paris, Frankfurt, Stuttgart, Madrid und Barcelona.

Die Spielzeit 06/07 bietet neben 39 verschiedenen Opernproduktionen, davon sieben Neuproduktionen mit zwei Uraufführungen sowie den Vorstellungen des Bayerischen Staatsballetts ein außergewöhnlich reichhaltiges Konzertprogramm.
Neben den Akademie- und Kammerkonzerten, den Festspielkonzerten und den Konzerten der Reihe XX/XXI-Neue Kammermusik, findet erstmals das von Kent Nagano ins Leben gerufene OktoberMusikFest statt. In dessen Rahmen werden u.a. ein Konzert mit Werken von Wolfgang Rihm sowie das Benefizkonzert des Bundespräsidenten am 15. Oktober zu erleben sein. Wolfgang Rihm ist für die Saison 2006/2007 "composer in residence" an der Bayerischen Staatsoper.

Neben den Repertoirevorstellungen von Billy Budd und Parsifal übernimmt Kent Nagano die musikalische Leitung von drei der Neuproduktionen der Spielzeit 06/07:
Modest Mussorgskys Chowanschtschina am 18. März und die Uraufführung von Unsuk Chins Alice in Wonderland am 30. Juni sowie Wolfgang Rihms Das Gehege und Richard Strauss’ Salome am 27. Oktober.

Mit diesem Doppelabend wird die Opernsaison eröffnet.
Wolfgang Rihms jüngstes Musiktheater-Werk, das aus einem Text aus Botho Strauss’ „Schlusschor“ entstanden ist, wird hier der Neuproduktion von Richards Strauss’ Klassiker des frühen zwanzigsten Jahrhunderts vorangestellt. Dabei greift der Einakter, ein Monodram für eine Sänger-Darstellerin (interpretiert von Gabriele Schnaut), die Thematik der im Menschen unvermittelt nebeneinander stehenden und miteinander streitenden Sehnsüchte nach Stärke und Hingabe, nach individueller Verwirklichung und gesellschaftlicher Integration auf und verweist damit auf den zweiten Teil des Premierenabends.
William Friedkin zeichnet, erstmals an der Bayerischen Staatsoper, für die Inszenierung verantwortlich. Vielen durch seine Arbeit als Filmregisseur (u.a. „Der Exorzist“) bekannt, hat William Friedkin sich längst auch als Opernregisseur einen Namen gemacht. So inszenierte er 1998 Bergs „Wozzeck“ in Florenz, an der Los Angeles Opera „Herzog Blaubarts Burg“, „Gianni Schicchi“ und „Ariadne auf Naxos“, „Samson et Dalila“ in Israel 2005 sowie „Aida“ in Turin 2005.

In Salome darf sich das Münchner Publikum auf einige Debüts freuen: Angela Denoke in der Titelpartie, Iris Vermillion als Herodias und Nikolai Schukoff als Narraboth stellen sich erstmals an der Bayerischen Staatsoper vor. In den weiteren Rollen sind u.a. Alan Titus (Jochanaan), Wolfgang Schmidt (Herodes), Daniela Sindram (Page) zu erleben.

Premiere ist am 27. Oktober, 19.00 Uhr im Nationaltheater,
Folgevorstellungen am 30. Oktober und 3. November um 19.00 Uhr sowie am 5. November um 18.00 Uhr.

Für Rückfragen und Pressekartenwünsche stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Pressekarten nur in Verbindung mit einer Berichterstattung und nach Verfügbarkeit vergeben können.


21.09.2006

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Kent Nagano
Wolfgang Rihm (c) Eric Marinitsch