Die zweite Festspiel-Premiere und Höhepunkt eines Strauss-Schwerpunktes folgt am 24. Juli mit Richard Strauss’
Ariadne auf Naxos im Prinzregententheater. Für das „Theater auf dem Theater“, von Strauss und Hofmannsthal geistreich konstruiert aus Bezügen, Stilzitaten und Allusionen, bietet der intimere Rahmen dieses Theaterbaus die perfekte Kulisse für Regisseur
Robert Carsen.
Kent Nagano übernimmt nach seinem gefeierten Dirigat von „Salome“ zum zweiten Mal an der Bayerischen Staatsoper die musikalische Leitung einer Oper des Münchner Komponisten.
Weitere Werke von Richard Strauss stehen auf dem Programm des
Festspiel-Konzerts am 12. Juli im Rahmen von „Oper für alle“ mit den „Vier letzten Liedern“ (Solistin Anja Harteros) und „Don Juan“ auf dem Marstallplatz. Das Konzertprogramm ist damit eine Verbeugung vor der Münchner Musikgeschichte anlässlich des 850. Stadtjubiläums.
Am darauffolgenden Tag, dem 13. Juli, verzaubert Tschaikowskys
Eugen Onegin, eine der schönsten und bekanntesten russischen Opern, das Publikum auf dem Max-Joseph-Platz, das dort die Aufführung im Nationaltheater live auf einer Leinwand miterlebt.
An beiden Abenden, zu denen das Publikum bei freiem Eintritt und unter freiem Himmel eingeladen ist, steht Generalmusikdirektor Kent Nagano am Pult des Bayerischen Staatsorchesters.
Die Vorstellungen von „Eugen Onegin“ werden darüber hinaus für eine geplante Veröffentlichung auf DVD durch Unitel aufgezeichnet.
Einen weiteren Glanzpunkt in der Festspielzeit setzt das
Galakonzert im Nationaltheater am 28. Juli 2008 mit Karita Mattila und Thomas Hampson, die unter der Leitung von Kent Nagano Arien, Duette und Szenen aus Opern von Giuseppe Verdi, Peter I. Tschaikowsky und anderen Werken singen.
Am Freitag, 27. Juni, erwartet die
HVB Festspiel-Nacht (Moderation: Roger Willemsen) ihre Gäste zum großen Auftaktfest in den Fünf Höfen, wo ein spanndendes Programm an Film, Lesungen, Musik und Tanz zum Zuhören, Zuschauen, Flanieren und Verweilen einlädt. Auch hier bietet sich die Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der deutschen Mythenfigur schlechthin: eine Faust-Film-Reihe im Theatiner Kino und ein Lesemarathon mit Auszügen aus Thomas Manns Roman "Doktor Faustus".
Einige der Mitwirkenden der siebten HVB Festspiel-Nacht sind Adrianne Pieczonka, Nikolai Schukoff, Wolfgang Brendel, Alen Bottaini, Stefan Hunstein, Doris Dörrie, Oberbürgermeister Christian Ude, das Schumann-Quartett, OperaBrass und ATTACCA, das Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters.
Zum zweiten Mal präsentieren die Bayerische Staatsoper und die Pinakothek der Moderne gemeinsam ein Programm für Festspiel+ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2008, dessen künstlerisches Konzept die Verbindung der Kunstformen Neue Musik und Bildende Kunst in den Mittelpunkt stellt. Inhaltlich ist das Programm einer Aussage Ferrucio Busonis entlehnt, der in der Verbindung der klanglichen mit der visuellen Dimension eine neue akustische Perspektive entdeckte, aus der auf der Bühne Unsichtbares sichtbar wird: „Das Ungeschaute wird durch das Gehörte enthüllt“.
Diesem Gedanken folgt einer der prägendsten Köpfe des Pariser Forschungsinstituts für Akustik / Musik IRCAM: Jean-Baptiste Barrière. Er konzipiert für Festspiel + die Reihe der „Visuellen Konzerte“ in der Pinakothek der Moderne. Auch für den Berliner Künstler Julian Göthe war Busonis „Doktor Faust“ Ausgangspunkt seiner Auseinandersetzungen. Er setzt dessen Klanghorizonte in seiner Installation um.
Freuen Sie sich mit uns auf den Festspielsommer 2008!

25.06.2008
Herausgegeben von der Bayerischen Staatsoper
Dr. Ulrike Hessler
Kontakt: Susanne Lutz, Pressebüro
Tel.: 089-2185 -1021, Fax: 089-2185 –1023
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