"Der Ring des Nibelungen" nach dem Tod Herbert Wernickes

Der schmerzliche und unerwartete Tod von Herbert Wernicke am 16. April - vier Wochen vor Beginn der Proben zur Walküre - hat die Bayerische Staatsoper vor zunächst unüberwindbar scheinende Probleme gestellt. Innerhalb der seither vergangenen zwei Wochen konnte aber eine Lösung für die Fortsetzung des Ring-Projektes gefunden werden. Die Bayerische Staatsoper sieht es als künstlerische Herausforderung an, nun die Konzeption Herbert Wernickes neuen Dimensionen zu öffnen. Die kontinuierliche kreative Weiterentwicklung gerade eines aus dem Repertoire herausgehobenen Werkes wie des Ring des Nibelungen ist nicht nur im Sinne Richard Wagners sondern entspricht auch dem geistigen Erbe Herbert Wernickes.

Für den ersten Tag Die Walküre hatte Herbert Wernicke bereits ein detailliertes Konzept für alle szenischen Abläufe erarbeitet. Dieses Konzept wird nun von Prof. Hans-Peter Lehmann als Regisseur realisiert. Die Proben beginnen wie geplant am 21. Mai. Premiere ist am 30. Juni 2002.

Für Siegfried und Götterdämmerung - beide in der Spielzeit 2002/2003 - sind die Detailplanungen noch nicht soweit ausgearbeitet, daß sie als Grundlage für eine Realisierung dienen könnten. David Alden wird die beiden Werke in dem visuellen Grundkonzept von Herbert Wernicke inszenieren.

Das übrige Produktionsteam (Zubin Mehta als Dirigent, Max Keller als Lightdesigner und Nike Wagner als Produktionsdramaturgin) bleibt unverändert ebenso die angekündigte Sängerbesetzung und die Premierentermine (Siegfried 3.11.2002, Götterdämmerung 28.2.2003). David Alden wird auch die Gesamtzyklen - erstmals im Mai 2003 - betreuen.

München, 2. Mai 2002 back