Vertragsverlängerung von Ivan Liska
Pläne für die Spielzeit 2002/2003 Ivan Liška hat seinen Vertrag mit dem Freistaat Bayern als Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts bis Juli 2006 verlängert. Der bayerische Kunstminister Hans Zehetmair würdigte die Arbeit Ivan Liškas, dem es seit seinem Amtsantritt 1998 gelungen sei, die hervorragende Qualität der Münchner Kompagnie zu festigen und weiter auszubauen. Liškas Spielplan- und Ensemblepolitik sei es zu verdanken, dass das Bayerische Staatsballett international zu den bedeutendsten Ballettensembles gehöre.
Gleichzeitig gab Ivan Liška seine Premieren-Pläne für die nächsten zweieinhalb Spielzeiten bis Dezember 2004 bekannt.
In der kommenden Saison beginnt eine Premieren-Serie Porträt im Nationaltheater, die jeweils einem Choreographen gewidmet ist.
Zunächst Porträt Jiri Kylián am 4. Dezember 2002. Es bringt als Erstaufführungen beim Bayerischen Staatsballett Kylians Bella Figura und Sechs Tänze, dazu als Neueinstudierung Svadebka, das sich seit 1992 im Münchner Repertoire befindet.
Porträt John Neumeier folgt am 23. März 2003. John Neumeier wird unter dem Gesamttitel In the Blue Garden sein 1994 unter diesem Titel für Hamburg entstandenes Ballett zu einem abendfüllenden Werk erweitern mit Uraufführungen u.a. zu Ravels Valses nobles et sentimentales und La Valse. Zack Brown entwirft die Ausstattung.
Porträt Mats Ek am 10. März 2004 präsentiert die Deutsche Erstaufführung von Eks Appartement sowie die Wiederaufnahme von A Sort of.
Weitere Premieren sind ein neues Dornröschen, inszeniert von Anthony Dowell in der Ausstattung von David Roger (2. Dezember 2003), sowie die Münchner Erstaufführung von Maurice Béjarts Ring um den Ring (7. Dezember 2004).
Die kommende Spielzeit 2002/2003 bringt als Wiederaufnahmen John Neumeiers Ein Sommernachtstraum sowie Saburo Teshigawaras 1999 fürs Bayerische Staatsballett kreiertes Ballett Le Sacre du printemps in einer durch den Choreographen überarbeiteten Fassung. Dazu William Forsythes the second detail und Artifact II.
Weiter im Repertoire der kommenden Spielzeit 2002/2003 bleiben John Crankos Onegin und Der Widerspenstigen Zähmung, Ray Barras für München entstandene Klassiker-Neufassungen Raymonda und Schwanensee, sowie der soeben im April 2002 als Eröffnungspremiere der Ballettwoche herausgekommene Abend Balanchine/Robbins/Godani mit George Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jerome Robbins’ In the Night und Jacopo Godanis After Dark.
Mit Balanchine/Robbins/Godani wird das Bayerische Staatsballett am 28., 29. und 30. April 2003 auch im Pfalztheater Ludwigshafen gastieren. Ein fünftägiges Gastspiel in Venedig vom 18. bis 22. September 2002 eröffnet die Saison des Bayerischen Staatsballetts. Getanzt wird Ray Barras 1991 für München entstandene Fassung von Don Quijote.
Als Gastkompagnie im Rahmen der Ballettwoche werden im März 2003 Les Ballets du Monte Carlo erwartet mit Cinderella, einem Werk ihres Direktors Jean-Christophe Maillot.
Zwei Veranstaltungsreihen ergänzen das Angebot des Bayerischen Staatsballetts. Die eine, Ballett extra, in dieser Saison gestartet und vom Publikum stark angenommen, wird fortgesetzt. Meisterklassen, Vorträge, öffentliche Proben, Tage der offenen Tür u.a. beleuchten theoretische und Aspekte „hinter der Bühne“. Neu ist die Einrichtung von Ballett Labor. Hier haben Choreographen die Möglichkeit von Zeit zu Zeit mit Tänzern der Kompagnie Neues auszuprobieren, „Grenzgänge“ zu wagen, ohne in jedem Fall den Druck einer öffentlichen Aufführung zu haben. Einstieg ist eine Produktion im Rahmen des Münchner Festivals DANCE 2002 mit Jean Luc Ducourt, das ganz von den architektonischen Prinzipien des Ortes, an dem es stattfindet, bestimmt wird. Es ist die grosse Eingangshalle des Münchner Hauptzollamtes.
Veränderungen im Ensemble gibt es durch die Verpflichtung von zwei neuen Ersten Solisten: Lucia Lacarra und Cyril Pierre vom San Francisco Ballet. Barbora Kohoutkova vom Finnischen Nationalballett kommt als neue Solistin.
Innerhalb der Kompagnie wird mit Beginn der Spielzeit 2002/2003 der bisherige Gruppentänzer Lukas Slavicky zum Solisten ernannt und die bisherigen Gruppentänzerinnen Laure Bridel-Picq und Michelle Nossiter zu Halbsolistinnen.
Neu in die Kompagnie als GruppentänzerInnen kommen Cosmina Maria Zaharia vom Slovenischen Nationalballett, Vittorio Alberton von der Heinz-Bosl-Stiftung, Ryan Ocampo vom Ballett Graz, sowie die VolontärInnen Quin Sitin von der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim und Vladimir Faccioni von der Heinz-Bosl-Stiftung.
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