Das Bayerische Staatsballett von April bis Juli 2002

Italien-Gastspiel vom 22. bis 29. April

Mit John Crankos Romeo und Julia gastiert das Bayerische Staatsballett Ende April in Italien. Am 24. April in Modena, am 27. und 28. April in Ferrara. Staatsballett Principal Alen Bottaini, (an der Seite von Maria Eichwald als Julia) wird sich in seiner Heimat zum ersten Mal als Romeo präsentieren. Bottaini gilt heute in Italien bereits als eine Art nationaler Tanz-Ikone. Eine weitere Besetzung der Titelrollen sind Lisa-Maree Cullum und Lukas Slavicky.  Maria Eichwald (mit Alen Bottaini) am 26. April bei der Prix Benois-Gala im Moskauer Bolschoi-Theater  Das Italien-Gastspiel unterbrechen Maria Eichwald und Alen Bottaini für einen Tag, um am 26. April 2002 im Moskauer Bolschoi-Theater  an der Prix-Benois-Gala teilzunehmen. Die beiden tanzen eine Pas de deux aus Kenneth MacMillans Manon. Nach Davide Bombana, der den Preis für Choreographie1998 erhielt, ist damit zum zweiten Mal ein Mitglied des Bayerischen Staatsballetts für diesen „Oscar des Tanzes“ nominiert. Bleibt zu hoffen, dass Maria Eichwald bei der Gala zur bereits äußerst ehrenvollen Nominierung auch den Preis selbst gewinnt.  Patrick Teschner mit El Café „Orfeo“ als Choreograph, Regisseur und Ausstatter im Cuvilliés-Theater am 7. Mai 
Eine ganz aus der Initiative der Mitwirkenden von Staatsorchester und Staatsballett hervorgegangene Veranstaltung gibt es am 7. Mai 2002 um 20.00 Uhr im Cuvilliés-Theater: El Café „Orfeo“, mit dem Untertitel „Tanz auf Musik von Astor Piazzolla, Mauricio Kagel, Leoš Janacek und Igor Strawinsky“. Patrick Teschner, Staatsballett-Solist und verschiedentlich auch als Choreograph hervorgetreten, hat das Projekt mit den Staatsorchester-Mitgliedern Susanne Gargerle (Violine), Gerhard Zank (Violoncello), Massimiliano Murrali (Klavier) und dem Darsteller Erich Gargerle entwickelt und seine Staatsballett-Tänzerkollegen Silvia Confalonieri, Cheryl Wimperis, Laure Bridel-Picq, Amilcar Moret Gonzalez, Bruce McCormick und Jürgen Wienert dafür gewonnen. Teschner selbst zeichnet als Choreograph, Regisseur und Ausstatter.  El Café „Orfeo“ nimmt, wie schon der Titel sagt, den Orpheus-Mythos auf und überträgt ihn in einen zeitgenössischen Kontext. Tanz, Musik und Sprache treffen sich an einem imaginären Spielort, inspiriert vom Flair eines südamerikanischen Literatencafés, wo Patrick Teschner seine Phantasien über Orpheus und Eurydike ansiedelt.  Schwanensee kehrt nach drei Jahren wieder in den Spielplan zurück  8. Mai 2002, 20.00 Uhr Lisa-Maree Cullum, Roman Lazik*
10. Mai 2002, 19.30 Uhr Lisa-Maree Cullum, Roman Lazik
13. Mai 2002, 20.00 Uhr Maria Eichwald, Alen Bottaini
16. Mai 2002, 20.00 Uhr Maria Eichwald, Alen Bottaini
18. Mai 2002, 20.00 Uhr Lisa-Maree Cullum, Oliver Wehe
2. Juni 2002, 16.00 Uhr Kusha Alexi, Oliver Wehe
*Rollendebut  Ray Barras 1995 für München entstandene Version von Peter I. Tschaikowskys Ballett Schwanensee wird am 8. Mai 2002, nach drei Jahren Pause, wieder in den Spielplan aufgenommen. Für die sechs Vorstellungen dieser Spielzeit sind drei Besetzungen geplant: Lisa-Maree Cullum und Roman Lazik, der sein Rollendebut als Prinz Siegfried gibt, tanzen am 8. und 10. Mai, Maria Eichwald und Alen Bottaini am 13. und 16. Mai, Oliver Wehe mit Lisa-Maree Cullum am 25. Mai und Oliver Wehe mit Kusha Alexi am 2. Juni. 
 In der Vorstellung am 2. Juni verabschiedet sich Natalja Trokaj, die die Odette/Odile bei der Premieren getanzt hat, in der Rolle der Königin-Mutter von der Bühne. Sie wird sich, nach einer langen und schönen Karriere, in der sie beim Bayerischen Staatsballett so gut wie alle Hauptrollen des Repertoires getanzt hat, aus gesundheitlichen Gründen vom Tanzen zurückziehen und zu neuen beruflichen Ufern aufbrechen.  Masterclass Maja Plissezkaja im Rahmen von „Ballett extra“ am 30. Mai 2002  Eine Legende, deren Ruhm mit den Jahren immer noch wächst, ist Maja Plissezkaja. 1994 erschien ihre aufsehenerregende Autobiographie „Ich, Maja“ auf Deutsch, soeben kam diese Biographie in den USA auf Englisch heraus und erregte dort nicht weniger Aufmerksamkeit. Maja Plissezkaja, die mit ihrem Ehemann, dem Komponisten Rodion Schtschedrin in München ihren Wohnsitz hat, ist im Rahmen der Reihe „Ballett extra“ nun, nach Anthony Dowell, Antoinette Sibley und Marcia Haydée die vierte historische Ballettpersönlichkeit, die im Heinz-Bosl-Saal des Staatsballett-Probenhauses am Platzl 7 eine öffentliche Masterclass gibt. Am 30. Mai 2002, 20.00 Uhr wird sie mit einer Solistin des Bayerischen Staatsballetts an der Partie der Odette/Odile in Schwanensee arbeiten. Kenneth MacMillans Manon - die letzten Vorstellungen
25. Mai 2002, 20.00 Uhr Lisa-Maree Cullum, Judith Turos, Oliver Wehe, Kirill Melnikov
27. Mai 2002, 20.00 Uhr Elena Pankova, Maria Eichwald, Robert Tewsley, Alen Bottaini
13. Juni 2002, 19.30 Uhr Maria Eichwald, Kusha Alexi, Alen Bottaini, Amilcar Moret Gonzalez
8. Juli 2002, 19.30 Uhr Lisa-Maree Cullum, Kusha Alexi, Oliver Wehe, Amilcar Moret Gonzalez

Mit dem Ende der zweiten Spielzeit verabschiedet sich Kenneth MacMillans grosses Ballett-Drama Manon vorläufig wieder aus dem Repertoire des Bayerischen Staatsballetts. Kostüme und Dekorationen kehren an die Wiener Staatsoper zurück, woher sie ausgeliehen waren. Die vier letzten Vorstellungen präsentieren noch einmal eine Vielfalt von Besetzungen: die ursprüngliche Premierenbesetzung mit Lisa-Maree Cullum und Oliver Wehe tanzt am 25. Mai und 8. Juli, das Gastpaar Elena Pankova und Robert Tewsley tanzt am 27. Mai. Robert Tewsley, bisher beim Stuttgarter Ballett, geht ab der kommenden Spielzeit als Principal Dancer ans Royal Ballet in London und hat damit seinen Rang als einer der Top-Ten unter den männlichen Superstars des Tanzes endgültig bestätigt. Maria Eichwald und Alen Bottaini tanzen am 13. Juni. Das zweite Hauptpaar des Balletts, Lescaut und seine Geliebte, wird am 25. Mai von Judith Turos und Kirill Melnikov getanzt, am 27. Mai von Maria Eichwald und Alen Bottaini, am 13. Juni und 8. Juli von Kusha Alexi und Amilcar Moret Gonzalez.

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