Ballettfestwochen 2010 vom 25. April bis 9. Mai 2010

München, April 2010 – Vom 25. April bis 9. Mai feiert das Bayerische Staatsballett im Münchner Nationaltheater den Abschluss seines Jubiläumsjahres und präsentiert Meilensteine aus zwei Jahrzehnten Ballett- und Tanzgeschichte – von der Klassik bis zur Gegenwart.

Mit der Premiere von William Forsythes Artifact, dem Gastspiel des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und den beiden Terpsichore-Galavorstellungen mit internationalen Gästen stehen gleich mehrere Glanzlichter auf dem Programm. Begleitet werden sie von Erfolgstücken aus dem reichen Repertoire des Bayerischen Staatsballetts: Le Corsaire, Der Sturm, 100 Jahre Ballets Russes, Zugvögel und Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere.

Den Auftakt setzt eines der Schlüsselwerke der Moderne: Die Münchner Compagnie zeigt Artifact; Forsythes erstes abendfüllendes Ballett aus seiner frühen Zeit beim Ballett Frankfurt (1984). Für das Bayerische Staatsballett ist es die zweite große Forsythe-Premiere nach Limb's Theorem vor gut sechs Jahren. In der vierteiligen Choreographie zur Musik von Johann Sebastian Bach und Eva Crossmann-Hecht treiben der erste und der dritte Akt die Handlung voran, der zweite und der vierte Akt zeigen abstrakten-neoklassischen Tanz. Forsythes Stück folgt damit der Struktur eines klassischen Handlungsballetts, zeigt es jedoch unter einer neuen Perspektive – ironisch, überraschend und höchst dynamisch.

In Masurca Fogo lässt das Tanztheater Wuppertal den Geist von Pina Bausch, der großen Protagonistin des deutschen Tanz, im Nationaltheater weiterleben. Pina Bausch kann ihr lang erwartetes Gastspiel in München nicht mehr begleiten. Sie starb im Sommer letzten Jahres.
Mascura Fogo entstand 1998 in Lissabon und präsentiert sich als Hymne an das Leben und den Tanz. Die Inspiration hierzu fand Pina Bausch mit ihrer Compagnie im portugiesischen Alltag und den Begegnungen mit verschiedenen Repräsentanten der portugiesischen Kunst- und Kulturszene. Es entstand ein farbenprächtiges, den Süden feierndes Tanztheaterstück, ein Bekenntnis zu Schönheit, zu Intimität, Nähe und Zärtlichkeit.

Die beiden Terpsichore Gala-Abende IX und X vollenden die Ballettfestwochen mit einem Rückblick auf 20 Jahre Münchner Tanzgeschichte. Zwei unterschiedliche, thematisch jedoch zusammenhängende Programme, versprechen ein Wiedersehen mit ausgewählten Choreographien aus 63 Premieren und 42 Kreationen dieser zwei Jahrzehnte.

Das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts und internationale Gäste, darunter u.a. Alina Cojocaru/Royal Ballett London, Uljana Lopatkina/Ballett des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, Daniil Simkin/American Ballet Theatre New York, Viengsay Valdes/Kubanisches Nationalballett, gehen auf eine Zeitreise des Tanzes. Sie zeigen ihre eigene Interpretation herausragender Werke des Münchner Repertoires und der ihm eng verbundenen Choreographen. Vom Pas de Quatre von Leonid Jacobson über einen Pas de deux aus Emma B und aus Shannon Rose bis hin zur Chaconne von José Limon – eine Begegnung mit der Vergangenheit, die die Zukunft sucht.
 
Nicht zuletzt erhält die Zukunft auch im Rahmen der tänzerischen Rück-schau einen besonderen Stellenwert: Das Ensemble des Bayerische Staatsballetts präsentiert zu Beginn beider Gala-Aufführungen eine Uraufführung des jungen australischen Choreographen Terence Kohler zu einem Satz aus Saint-Saens erstem Klavierkonzerts. Eine eigens für das Jubiläum geschaffene Kreation, mit der Terence Kohler nach Once Upon an Ever After und vor der Uraufführung von Série Noire - Ein choreographischer Krimi seine enge Verbindung zum Staatsballett intensiviert.

Karten sind über den Schalter-, Telefon- und Online-Verkauf erhältlich. Ein kostenloses Begleitheft zu den Ballettfestwochen liegt an der Tageskasse der Bayerischen Staatsoper am Marstallplatz 5 aus.

Für Pressekarten und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts. Bildmaterial kann direkt über den Pressebereich der Website des Bayerischen Staatsballetts oder über das Pressebüro angefordert werden.

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Pina Bausch: Masurca Fogo. Julie Shanahan  © Francesco Carbone