Das Programm der Spielzeit 2008/2009

Ivan Liška hat auf der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Staatsballetts die Pläne seiner Compagnie für die Spielzeit 2008/2009 vorgestellt – er ist seit zehn Jahren Ballettdirektor des Münchner Ensembles.

Die erste Spielzeitpremiere am 7. Dezember 2008 ist den „Ballets Russes“ gewidmet, der legendären, von Serge Diaghilew gemanagten Truppe russischer Tänzer, die vor 100 Jahren den Aufbruch in die Moderne begannen. Der dreiteilige Ballettabend „100 Jahre Ballets Russes“ präsentiert neben zwei Münchner Erstaufführungen aus der Zeit Diaghilews - „Shéhérazade“ von Mikhail Fokine und „Les Biches“ von Bronislawa Nijinska - die Uraufführung „Once Upon An Ever After“ von Terence Kohler. Das Werk, das der junge australische Choreograph gemeinsam mit der bildenden Künstlerin rosalie erarbeitet, soll die Idee der Ballets Russes, die gegenseitige Durchdringung von Choreographie und bildender Kunst, aufs Neue beleben.

Mit der zweiten Spielzeitpremiere - gleichzeitig Auftakt der Feierlichkeiten zum zwanzigjährigen Bestehen des Bayerischen Staatsballetts - kommt eine einzigartige Uraufführung ins Nationaltheater München: Jirí Kylián wird mit „Zugvögel“ erstmals eine abendlange Kreation für München schaffen. Gemeinsam mit Künstlerkollegen wie Susumu Shingu, Michael Simon und Yoshiki Hishinuma wird er ein Gesamtkunstwerk präsentieren, welches das Nationaltheater mit all seinen versteckten Räumen hinter und unter der Bühne sowie den öffentlichen Raum rund um das Theater mit Installationen, Objekten, Film, Theater, Musik und Tanz einbezieht. „Zugvögel“ erlebt am 3. Mai zur Eröffnung der Ballettfestwoche 2009 seine Uraufführung.

Eröffnet wird die neue Saison am 3. Oktober 2008 mit der Wiederaufnahme von John Neumeiers Ballett „A Cinderella Story“, das seit über sechs Jahren nicht mehr in München gezeigt wurde. Darüber hinaus kehrt im Februar 2009 mit „Die Kameliendame“ ein zweites Werk des Choreographen auf den Spielplan zurück. „Don Quijote“ wird im Juni 2009 nach achtjähriger Pause im Cuvilliés-Theater wiederaufgenommen. Im Repertoire bleiben neben den klassischen Handlungsballetten „Le Corsaire“ und „Schwanensee“ die beiden Uraufführungen der letzten Spielzeit, „Der Sturm“ sowie der Dreiteiler „Schläpfer/Van Manen/Sandroni“. „Romeo und Julia“ kehrt ebenfalls ins Repertoire zurück und feiert am 12. November mit einer Galavorstellung das vierzigste Jubiläum der Münchner Premiere.

Die Ballettfestwoche 2009 präsentiert die „Terpsichore-Gala VIII“, die zum Thema „Ballets Russes“ sowohl die Dezember-Premiere des Staatsballetts als auch eine zeitgleiche Ausstellung im Münchner Theatermuseum ergänzt.
Gastspiele führen das Staatsballett im Frühjahr 2009 auf eine mehrwöchige Tournee durch Spanien sowie nach Ingolstadt.

Das Staatsballett kooperiert in der kommenden Saison mit zwei Projekten mit dem biennalen Tanzfestival der Landeshauptstadt München DANCE, das von der Stellvertretenden Direktorin und Dramaturgin des Bayerischen Staatsballetts, Bettina Wagner-Bergelt, kuratiert wird: mit der „Langen Nacht des Tanzes“ im Nationaltheater am 18. Oktober 2008 sowie mit dem Gastspiel der Compania Nacional de Danza Madrid unter der Leitung von Nacho Duato, das am 1. und 2. November 2008 im Prinzregententheater stattfindet.

Mit Beginn der kommenden Spielzeit hat das Bayerische Staatsballett eine neue Partnerin zur Seite: Irène Lejeune, Vorsitzende der "Herz-für-Herz Stiftung für Leben" und langjährige Förderin der Münchner Kultur, wird als Botschafterin des Bayerischen Staatsballetts die Compagnie unterstützen und mit individueller finanzieller Förderung zahlreiche Sonderprojekte möglich machen.

Das neue Spielzeitheft des Bayerischen Staatsballetts für die kommende Saison erscheint im Juli 2008.

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Bayerisches Staatsballett