Presse-Informationen des Bayerischen Staatsballetts

Platzl 7 - Probengebäude des Bayerischen Staatsballetts
Herausgegeben vom Bayerischen Staatsballett

Kontakt: Susanne Ullmann, Referentin für Presse und Marketing
T +49.(0)89.21 85 17 19
F +49.(0)89.21 85 17 03
susanne.ullmann@st-oper.bayern.de

Die Pressemeldungen bleiben hier in der Reihenfolge ihres Erscheinens veröffentlicht. Bitte beachten Sie daher das Ausgabedatum.

Sprünge nach oben - Ivan Liška befördert vier Tänzer

München, Juni 2014 - Nach der letzten Premiere der Spielzeit am vergangenen Samstag gab Ballettdirektor Ivan Liška die Beförderung von vier weiteren Tänzern bekannt, die ab der nächsten Spielzeit in höhere Ränge aufsteigen werden.
Javier Amo wird ab 2014/15 als Erster Solist in der Spitzenriege des Staatsballetts tanzen. Vor neun Jahren trat er dem Ensemble als Gruppentänzer bei, 2009/10 wurde er Solist. Sowohl in den Hauptpartien aller großen Handlungsballette im Repertoire des Staatsballetts als auch im zeitgenössischen Tanz und den neuesten Kreation für die Compagnie zeigt Javier Amo seine Vielseitigkeit.
Den Rang von Solisten erhielten Stephanie Hancox, die vor allem mit ihren Interpretationen im modernen Repertoire auf sich aufmerksam gemacht hat, und Ilia Sarkisov, bekannt für seine mitreißende Solopartien im zeitgenössischen Tanz und seine Interpretation komödiantischer Charakterrollen.
Der Engländer Jonah Cook, der erst vor zwei Spielzeiten als Volontär der Junior Company beitrat und seit letztem Herbst im Corps de ballet tanzt, wird ab September als Halbsolist auf der Bühne stehen.

Bereits im Januar wurden Ekaterina Petina und Ivy Amista zu Ersten Solistinnen, Léonard Engel zum Solisten und Luiza Bernardes BerthoMia Rudic und Dustin Klein zu Halbsolisten ernannt.

Foto-Download
Ballettdirektor Ivan Liška mit Jonah Cook, Stephanie Hancox, Ilia Sarkisov und Javier Amo. ©Charles Tandy
mehr lesen

"Les Ballets Russes" am 21. Juni live auf Staatsoper.TV

Les Ballets Russes: Shéhérazade
München, Juni 2014 - Zum 2. Mal in dieser Spielzeit überträgt das Bayerische Staatsballett eine Vorstellung live und kostenlos im Internet. Am 21. Juni sehen Sie Les Ballets Russes auf STAATSOPER.TV.

Sinnverwirrende Exotik, Leidenschaft, Virtuosität und eine luxuriöse Ausstattung: das waren die Markenzeichen der Ballets Russes, die Anfang des vorigen Jahrhunderts, ins Leben gerufen von Sergei Diaghilev, Westeuropa im Sturm eroberten. Drei Hauptwerke dieser Epoche hat das Bayerische Staatsballett zu einem spektakulären Abend zusammengefasst: Les Biches, L'Après-midi d’un faune und Shéhérazade.
Die Vorstellung am 21. Juni wird weltweit live auf www.staatsoper.de/tv gezeigt. Beginn der audiovisuellen Übertragung ist 19.30 Uhr

Bronislawa Nijinska / Vaslav Nijinsky / Mikhail Fokine
Les Ballets Russes
Sa 21.06.14, 19.30 Uhr
Nationaltheater
www.staatsoper.de/tv

STAATSOPER.TV
Als erstes internationales Opernhaus präsentiert die Bayerische Staatsoper mit STAATSOPER.TV seit der  Saison 2012/13 eine Auswahl von sieben Opernproduktionen und zwei Ballettvorstellungen live im Internet. Die Übertragungen sind für die Zuschauer wie immer kostenlos.

mehr lesen

Staatsballett in der Reithalle

Plakat 'Bayerisches Staatsballett in der Reithalle'
München, Juni 2014 - Unter dem Motto Staatsballett in der Reithalle feiert das Bayerische Staatsballett vom 4. bis zum 19. Juni das TANZLAND DEUTSCHLAND in der Heßstraße mit den Premieren von Das Triadische Ballett und Le Sacre du printemps sowie der Wiederaufnahme von Das Mädchen und der Messerwerfer.
Nach 25 Jahren bringt das Bayerische Staatsballett, in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin, Gerhard Bohners Rekonstruktion von Oskar Schlemmers Das Triadische Ballett wieder auf die Bühne.
Mit imposanten, raumeinnehmenden Kostümen, mechanisch-anmutendem Tanzvokabular und dem abstrakten Charme der Bauhaus-Tänze lässt das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II mit Bohners Werk Tanzgeschichte neu aufleben. Die Neuproduktion feiert am 4. Juni in der Reithalle Premiere.

Oskar Schlemmer / Gerhard Bohner
Das Triadische Ballett
Mi 04.06.14, 11.00 Uhr (Voraufführung)
Premiere
Mi 04.06.14, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen
Do 05.06.14, 11.00 Uhr
Fr 06.06.14, 20.00 Uhr
Sa 07.06.14, 20.00 Uhr
Reithalle

Vor jeder Vorstellung bietet die Dramaturgie des Staatsballetts im Auditorium der Reithalle eine kostenlose Werkeinführung an.
Beginn: 60 Minuten vor der Vorstellung, Dauer: 20 Minuten

Ein TANZFONDS ERBE Projekt


In Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin
 


101 Jahre nach der Uraufführung von Nijinskys Le Sacre du printemps feiert das Bayerische Staatsballett am 14. Juni die Premiere der Rekonstruktion von Mary Wigmans 1957 entstandener Fassung des Frühlingsopfers. Anhand von Skizzen und Aufzeichnungen Wigmans und im intensiven Austausch mit ehemaligen Tänzern dieser Produktion haben Henrietta Horn, Susan Barnett und Katharine Sehnert in akribischer Kleinstarbeit Wigmans Ballett für die Städtischen Bühnen Osnabrück und Bielefeld rekonstruiert und 2013 zur Aufführung gebracht.
Das Staatsballett studiert diese Produktion nun in der von der Choreographin ursprünglich konzipierten Besetzungsgröße ein. 42 Tänzerinnen und Tänzer auf einer schrägen Ellipse, dazu die hämmernden Klänge von Strawinskys Musik in der Fassung für zwei Klaviere, gespielt von Myron Romanul und Simon Murray.
Gezeigt wird Le Sacre du printemps gemeinsam mit der Wiederaufnahme von Simone Sandronis Das Mädchen und der Messerwerfer. 2012 setzte Sandroni mit den Solisten des Staatsballetts seine Lesart von Wondratscheks gleichnamigem Gedichtzyklus in Bühnengeschehen um. Entstanden ist eine berührende Geschichte über die zerbrochenen Träume eines jungen Mädchens. Zur Musik von 48nord lässt Sandroni seine Tänzer immer wieder in blinden (Tanz-)Aktionismus verfallen und an ihrer eigenen Lebensrealität verzweifeln.

Mary Wigman / Simone Sandroni
Le Sacre du printemps / Das Mädchen und der Messerwerfer
Premiere/Wiederaufnahme
Sa 14.06.14, 15.00 Uhr
Weitere Vorstellungen
Sa 14.06.14, 19.30 Uhr
So 15.06.14, 19.30 Uhr
Mo 16.06.14, 19.30 Uhr
Di 17.06.14, 19.30 Uhr
Mi 18.06.14, 19.30 Uhr
Do 19.06.14, 19.30 Uhr
Reithalle

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

Le Sacre du printemps
Ein TANZFONDS ERBE Projekt


In Kooperation mir den Städtischen Bühnen Osnabrück und Bielefeld
mehr lesen

BallettFestwoche 2014 – Uraufführung "Der gelbe Klang"

Der gelbe Klang. Ensemble. ©Wilfried Hösl
München, März 2014 - Das Bayerische Staatsballett eröffnet die diesjährige BallettFestwoche mit einem abstrakten, dreiteiligen Kunstwerk aus Tanz, Ton und Malerei: Der gelbe Klang/Spiral Pass/Konzert für Violine und Orchester.
Inspiriert von Wassily Kandinskys gleichnamigem Konzept vom Zusammenwirken und Interagieren von Klang und Farbe, Der gelbe Klang, widmet sich Choreograph und Bühnenbildner Michael Simon seiner Lesart dieses Manifests, das zu Lebzeiten des Schöpfers schon aus technischen Gründen unrealisierbar gewesen wäre, brauchte es doch eine so elaborierte Bühnen-, Beleuchtungs- und Illusionstechnik, wie sie damals noch gar nicht zur Verfügung stand. Zur gar nicht abstrakten Musik von Frank Zappa kreiert Simon ein humorvolles und poetisches Bildertheater aus Farbe, Klang, Projektion, Licht und Bewegung, die zu immer neuen Tableaus verschmelzen.

Nach Broken Fall und AfterLight feiert der Engländer Russell Maliphant mit Spiral Pass, seiner ersten Kreation für das Bayerische Staatsballett, im Nationaltheater praktisch einen home-run. Spiral Pass steht im American Football und im Rugby für eine Wurftechnik, bei der sich der Ball besonders schnell um seine eigene Achse dreht während er um das Spielfeld geschleudert wird. Wie Russell Maliphant dies in akrobatische Tanzfiguren verwandelt, zieht Tänzer und Zuschauer gleichermaßen in seinen Bann. Musikalische Unterstützung bekommt er von Mukul, einem Londoner Multitalent und Szene-Komponisten, der eigens für dieses Werk eine Komposition kreiert hat.

Aszure Bartons erste deutsche Produktion Konzert für Violine und Orchester bildet das Finale des Abends. Im Kontrast zum minimalistisch gehaltenen Bühnendesign, setzen die Tänzer und das Licht die Farbakzente: An die Neoklassik erinnernde, leicht hingetupft scheinende Bewegungen, die immer wieder von Modern Dance Elementen und Alltagsgesten unterbrochen werden, in komplexen Mustern wie ein kostbarer Spitzenvorhang. Aszure Barton kreiert zu Mason Bates' Konzert für Violine und Orchester.

In der Hauptpartie von Der gelbe Klang ist Charakterdarsteller Peter Jolesch in verschiedenen Rollen zu sehen. Zusammen mit Maira Fontes, Alba Sempere, Martina Balabanova, Vittorio Alberton, Ilya Shcherbakov, Nicola Strada und dem Ensemble lässt er Kandinskys Konzept lebendig werden. Lucia Lacarra und Marlon Dino tanzen die zentralen solistischen Partien in Spiral Pass, sowie Katherina Markowskaja und Lukáš Slavický in der dritten Uraufführung des Abends.
Myron Romanul leitet das Bayerische Staatsorchester.

Michael Simon/Russell Maliphant/Aszure Barton
Der gelbe Klang/Spiral Pass/Konzert für Violine und Orchester
Uraufführung
Fr 04.04.2014, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen
Sa 05.04.14, 19.30 Uhr
So 27.04.14, 19.30 Uhr
Fr 02.05.14, 19.30 Uhr
Do 08.05.14, 19.30 Uhr
So 11.05.14, 19.30 Uhr
Sa 17.05.14, 19.30 Uhr
Nationaltheater

gefördert durch


Bilderdownload
Der gelbe Klang - Ensemble mit Projektion
Der gelbe Klang - Ensemble
Spiral Pass - Lucia Lacarra, Marlon Dino
Konzert für Violine und Orchester - Katherina Markowskaja, Lukáš Slavický
Alle Bilder ©Wilfried Hösl

Für Pressekarten und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts. 
mehr lesen

Beginn des Schalter-, Online- und Telefonverkaufs für die BallettFestwoche 2014

Dido & Aeneas. Ensemble Sasha Waltz. ©Bolesch
München, Januar 2014 - Ab 04. Februar können Tickets für die gesamte BallettFestwoche 2014 an den Tageskassen, über das Call Center und online erworben werden.
Die Uraufführung des Abends Der gelbe Klang eröffnet am 04. April die Festwoche. Aszure Barton choreographiert ein Werk zum Violinkonzert des amerikanischen DJs und Komponisten Mason Bates. Michael Simon, der Musik von Frank Zappa verwendet, kreiert ein choreographisches Bildertheater basierend auf Wassily Kandinskys synästhetischem Konzept 'Der gelbe Klang'. Russell Maliphant konnte den aufregenden Londoner Szenemusiker Mukul verpflichten. Die Kostüme für seine Kreation stammen von Designerin Stevie Stewart, Gründerin des Labels Bodymap und Designerin für Stars wie Kylie Minogue.
Am 8. und 9. April begrüßt das Staatsballett Choreographin Sasha Waltz und ihr Ensemble mit Dido & Aeneas. Ein zusätzlich angesetztes Ballett extra zum Phänomen Sasha Waltz am 06. April geht dem künstlerischen (Erfolgs-)Konzept der international renommierten Choreographin auf den Grund.
Zwei Uraufführungen stehen auf dem Programm der Junior Company am 13. April. Sebastian Goffin kreiert nach Astres Errants ein zweites Werk für das Staatsballett II zur Musik von Graham Fitkin. Gemeinsam mit Norbert Graf und Ayman Harper entwirft Ballettdirektor Ivan Liška für das Ensemble Bilder einer Ausstellung zu Mussorgskys gleichnamiger Komposition.
Aus dem Repertoire zeigt das Staatsballett La Bayadère, Helden, Ein Sommernachtstraum und Forever Young und lädt am 07. April zu einem Probentag.

BallettFestwoche 2014
04. bis 13. April
Nationaltheater
Zum Programm

gefördert durch


Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Uraufführung "Repeater RPTR"

 
München, Januar 2014 - Es ist die zweite Kreation von Dustin Klein mit und für Solisten des Bayerischen Staatsballetts. Nach dem choreographischen Projekt Myopic Bounds, das 2012 im Stadttheater Landsberg gezeigt wurde, bringen Dustin Klein und Komponist Simon Karlstetter am 15. Februar 2014 Repeater RPTR zur Uraufführung.
Repeater RPTR kreist, dem Titel verpflichtet, um immer gleiche Abläufe des täglichen Lebens. Ausgehend von ihren persönlichen Blickwinkeln setzen KünsterInnen unterschiedlicher Sparten Wiederholungsmuster ihrer Kunstpraxen zu einem großen Ganzen zusammen, fügen tänzerische, musikalische und sprachliche Schlüsselmotive in ein Kaleidoskop des Alltags, der doch nie Alltag ist.
Im Bühnenbild von Matthias Lohscheidt und mit den Kostümen von Louise Flanagan, die bereits für das Design von Terence Kohlers Streichquintett verantwortlich zeichnete, zeigen Emma Barrowman, Zuzana Zahradníková, Ilia Sarkisov, Stephanie Hancox, Peter Jolesch und Dustin Klein tänzerisch die Variationen ihrer Lebensrealität. Schauspieler Felix von Bredow und Autorin Anna Gschnitzer fassen in Gesten und Worten zusammen. Die Musik stammt von Simon Karlstetter.

Dustin Klein/Simon Karlstetter
Repeater RPTR
Sa 15.02.14, 20.00 Uhr
Stadttheater Landsberg

Pressekarten bestellen Sie bitte im Theaterbüro des Stadttheater Landsberg (T. +49.(0)8191 12 83 33, F. +49.(0)8191 12 83 82, stadttheater@landsberg.de). Für Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Staatsballett II in Dessau, Essen und Spanien

Das Triadische Ballett. ©Gert Weigelt 1977
München, Januar 2014 - Das Staatsballett II hat mit der choreographischen Arbeit zu Das Triadische Ballett begonnen. Am 08. Februar zeigen Nicholas Losada und Alexander Bennett aus der Rekonstruktion von Gerhard Bohner aus dem Jahre 1977 den so genannten 'Scheibentanz' im Bauhaus Dessau.
Im Rahmen der Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises 2014 an Bertram Müller, des Deutschen Tanzpreises Zukunft an Demis Volpi und des Anerkennungspreises an Nina Hümpel wird das die Junior Company am 08. März im Aalto Theater in Essen Richard Siegals The New 45 tanzen.

Ende März geht die Junior Company auf Spanientournee. Am 20. März tanzen die jungen Talente im Teatro Campoamor in Oviedo. Special guests dort werden Lucia Lacarra und Marlon Dino sein. Am 22. März zeigen die Junioren mit Allegro Brillante, Concertante, Jardí Tancat u.a. ein spannendes Programm im Centro Cultural de la Caixa in Terrassa.

Bayerisches Staatsballett II
Sa 08.02.14, Bauhaus Dessau
Sa 08.03.14, Aalto Theater Essen
Do 20.03.14, Teatro Campoamor Oviedo
Sa 22.03.14, Centro Cultural de la Caixa Terassa  
mehr lesen

Lucia Lacarra und Marlon Dino in Sochi

München, Januar 2014 - Auf Einladung Igor Zelenskys reisen Lucia Lacarra und Marlon Dino zu den Olympischen Spielen nach Sochi.
Im dortigen Wintertheater, dem ersten Haus am Platz für Ballett, Oper und Konzert, tanzen sie am 22. Februar in der Ballett-Gala internationaler Stars Ben Stevensons Trois préludes.

 

mehr lesen

50 Jahre Nationaltheater – das Ballettjubiläum

Nänie. Konstanze Vernon, Winfried Krisch 1963. ©Sabine Toepffer
München, November 2013 - Vor 50 Jahren wurde das Nationaltheater wiedereröffnet als ein Haus für Oper, Ballett und Konzert.

Die erste Ballettvorstellung im 'neuen' Haus von 1963 fand am 3. Dezember statt und zelebrierte den Wiederaufbau mit den Uraufführungen dreier Choreographien von Heinz Rosen, dem damaligen Direktor des Balletts der Bayerischen Staatsoper (heute Bayerisches Staatsballett). Entrata-Nänie-Dithyrambe, Dance-Panels In Seven Movements und Tryptichon war ein Mixed-Bill-Abend mit Kompositionen von Carl Orff, Aaron Copland und der 7. Symphonie von Karl Amadeus Hartmann, getanzt von den damaligen Star-Solisten Natascha Trofimova, Margot Werner, Konstanze Vernon, Heino Hallhuber und Winfried Krisch, Hella Schönbrunn, ergänzt um Stars aus Paris und Stuttgart wie Liane Daydé und Ray Barra.
Am 03. Dezember 2013 zeigt das Bayerische Staatsballett ein Werk, das als letzte große Premiere der Ära Vernon als Ballettdirektorin und Deutsche Erstaufführung Furore machte und in dieser Fassung nur in München existiert: Marius Petipas und Patrice Barts La Bayadère. In diesem Fall getanzt von den Stars von heute: Lucia Lacarra, Marlon Dino, Evgenia Dolmatova, Séverine Ferrolier und Javier Amo.

Marius Petipa / Patrice Bart
La Bayadère
Di 03.12.13, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Fr 22.11.13, 19.30 Uhr
Do 29.11.13, 19.30 Uhr
Fr 30.11.13, 19.30 Uhr
Do 05.12.13, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Bild-Download
Konstanze Vernon und Winfried Krisch in Nänie. ©Sabine Toepffer

mehr lesen

Bosl-Matinee mit Uraufführung „Streichquintett“

 
München, November 2013 - Mit Terence Kohlers Streichquintett stellt sich das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II der Saison 2013/14 dem Münchner Publikum vor.

Streichquintett ist bereits das fünfte Auftragswerk Kohlers für das Bayerische Staatsballett und wird neben Intermezzo das zweite Werk des australischen Choreographen im Repertoire der Junior Company sein. Kohler arbeitet seit September an der Kreation seiner 25-minütigen Choreographie zu Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur mit den 16 Tänzerinnen und Tänzern des Bayerischen Staatsballetts II.
Uraufgeführt wird das Werk im Rahmen der Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung / Junior Company am 01. Dezember um 10.30 Uhr im Nationaltheater

Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung / Junior Company
Winter 2013
So 01.12.13, 10.30 Uhr
So 15.12.13, 11.00 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten wenden Sie sich bitte an das Kartenbüro der Heinz-Bosl-Stiftung, Dagmar Springer.

mehr lesen

Vorstellung zu Ehren der "Herz für Herz-Stiftung für Leben!"

Ein Sommernachtstraum. Lucia Lacarra, Marlon Dino. ©Wilfried Hösl
München, November 2013 - Seit 10 Jahren kümmert sich die "Herz für Herz-Stiftung für Leben!" um kranke Kinder in Vietnam und seit einiger Zeit auch in Südafrika.
Deshalb stellt das Bayerische Staatsballett auch in dieser Saison eine Vorstellung in den Dienst dieser Organisation. Am 08. Dezember wird John Neumeiers Ein Sommernachtstraum zum Jubiläumsfestakt der Stiftung.

2003 vom Unternehmerehepaar Dr. h.c. Irène Lejeune, Botschafterin des Bayerischen Staatsballetts, und Dr. phil. h.c. Dr. h.c. Erich Lejeune ins Leben gerufen, hat sich die Stiftung zum Ziel gesetzt, mittellose Kinder mit schwersten Herzfehlern zu retten und Ihnen dadurch eine Zukunft zu schenken. Mit Erfolg! In Vietnam und Südafrika wurden seit der Gründung über 3000 Kinder operiert und geheilt.

Am 08. Dezember laden Erich und Irène Lejeune in die Vorstellung Ein Sommernachtstraum ein. Die Zuschauer haben Gelegenheit, sich mit der Stiftung und ihren Zielen vertraut zu machen und für einen guten Zweck zu spenden.

John Neumeier
Ein Sommernachtstraum
Vorstellung zu Ehren der "Herz für Herz-Stiftung für Leben!"
So 08.12.13, 18.00 Uhr
Nationaltheater
mehr lesen

Wlademir Faccioni erhält den Bayerischen Kunstförderpreis 2013

Wlademir Faccioni.©Sascha Kletzsch
München, November 2013 - Solist Wlademir Faccioni wird am kommenden Montag, den 11. November, von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2013 in der Kategorie 'Musik und Tanz' ausgezeichnet.
Wlademir Faccioni trat 2002 als Volontär dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts bei. Zum Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde er zum Halbsolisten und 2011/2012 zum Solisten ernannt. Von der Klassik des 'Kleinen Däumling' in Dornröschen, die seine Basis bildet und zu der er immer wieder zurückkehrt, reizt Wlademir Faccioni im Repertoire des Bayerischen Staatsballetts seine künstlerischen Qualitäten voll aus, ist im Drama wie in der Komödie gleichermaßen zuhause. Sein Repertoire umfasst insbesondere Solopartien in zeitgenössischen Werken, denen er seine ganz persönliche Handschrift verleiht. Ob Caliban in Der Sturm von Jörg Mannes, sein Solo in Jiří Kyliáns Zugvögel, die Hauptrolle in Gods and Dogs oder die männliche Titelpartie in Sandronis Das Mädchen und der MesserwerferWlademir Faccioni ist ein Tänzer, der in allem über seine Grenzen geht und eine derartige Ausdrucksvielfalt und -tiefe über seinen Körper bereitstellen kann, die jeden seiner Auftritte zu einer atemberaubenden psychologischen Reise werden lassen, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Bilderdownload Wlademir Faccioni
Porträt download
Als Däumling in Dornröschen download
In Gods and Dogs download
Als Caliban in Der Sturm download
Mit Emma Barrowman in Das Mädchen und der Messerwerfer download 
Porträt ©Sascha Kletzsch, Bühnenfotos ©Wilfried Hösl, Gods and Dogs ©Stephan Joachim

Akkreditierungsanfragen für die Preisverleihung am 11. November um 18.00 Uhr richten Sie bitte an die Pressestelle des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
mehr lesen

Die ersten Gastspiele der Junior Company

Jardi Tancat. ©Charles Tandy
München, Oktober 2013 - Erstmals in dieser Spielzeit geht das Bayerische Staatsballett II auf Tournee.
Das Ensemble aus 16 jungen Tänzerinnen und Tänzern wird am 27. Oktober in Erlangen, am 7. November in Kassel und am 8. November in Wolfsburg gastieren.
Auf dem Programm stehen George Balanchines Allegro Brillante, Concertante von Hans van Manen und Jardí Tancat von Nacho Duato.

In München stellt sich das Bayerische Staatsballett II am 01. Dezember in der Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung/Junior Company vor.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der neuen Website der Heinz-Bosl-Stiftung

Termine Gastspiele Junior Company
Markgrafentheater Erlangen
So 27.10.2013, 19:30 Uhr

Staatstheater Kassel
Do 07.11.2013, 19:30 Uhr

Theater der Stadt Wolfsburg
Fr 08.11.2013, 19:30 Uhr 
mehr lesen

Spielplanänderung am 28. Februar, 01. und 03. März 2014

Ein Sommernachtstraum. ©Wilfried Hösl
München, Oktober 2013 - Romeo und Julia am 28. Februar, 01. und 03. März 2014 wird durch Ein Sommernachtstraum ersetzt.
Eine Gastspielreise ist stets eine große logistische Aufgabe, in der alle Risiken kalkuliert sein wollen. Für die Reise des Bayerischen Staatsballetts nach Muscat im April 2014 waren die letzten Romeo und Julia-Vorstellungen vorsichtshalber bereits für Anfang März geplant, um eine rechtzeitige Ankunft der Produktion in Muscat zu gewährleisten.
Aufgrund verlängerter Schiffslaufzeiten können die bereits großzügig kalkulierten Transportzeiten nicht mehr eingehalten werden. Deshalb müssen die Vorstellungen von Romeo und Julia am 28. Februar, 01. und 03. März 2014 durch Ein Sommernachtstraum ersetzt werden.

John Neumeier
Ein Sommernachtstraum
Zusätzliche Vorstellungen
Fr 28.02.14, 19.30 Uhr
Sa 01.03.14*, 19.30 Uhr
Mo 03.03.14, 19.30 Uhr
Nationaltheater
  * Familienvorstellung / Programm Junges Publikum
mehr lesen

Premiere "Ein Sommernachtstraum" am 13. Oktober

 
München, Oktober 2013 - Innerhalb der letzten Dekade hat John Neumeier seine Sommernachtstraum-Choreographie an vielen Stellen verändert, verfeinert und erweitert. Im Oktober wird deshalb die Neueinstudierung des Werkes zu einer tatsächlichen Premiere des Bayerischen Staatsballetts.
Ein Sommernachtstraum ordnet sich ein als zweites Ballett im Rahmen des Spielzeitmottos "Tanzland Deutschland". Entstanden 1977 ist es ein Meisterwerk des klassischen Handlungsballetts, wie es wohl nur im Deutschland der 70er Jahre hat entstehen können. Neumeier mischt musikalische Ebenen analog seiner Figurenzeichnung. Felix Mendelssohn Bartholdys atmosphärische Sommernachtstraum-Partitur als Klangbild der Welt der Aristokratie, Györgi Ligetis sirenenhafte Orgelklänge zur Kennzeichnung der Feenwelt, und – für die Handwerker-Szenen - zwerchfellerschütternde Opernparaphrasen auf einer Drehorgel. Gemeinsam mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose mischt Neumeier auch die historischen Bild-Ebenen. Zu Mendelssohns Klängen ein liebevoll zitathaft eingesetztes Biedermeier-Ambiente und für die Versinnbildlichung von Antike, Märchen und Mythos der Olivenbaum.

Nahezu alle Ersten Solisten und Solisten verlangt die Besetzung von Neumeiers Sommernachtstraum.
Am 13. Oktober werden Lucia Lacarra (Hippolyta/Titania), Marlon Dino (Theseus/Oberon), Shawn Throop (Puck), Lisa-Maree Cullum (Helena), Javier Amo (Demetrius), Daria Sukhorukova (Hermia), Maxim Chashchegorov (Lysander) und Cyril Pierre (Zettel) in den Hauptpartien zu sehen sein. Die meisten von ihnen geben damit auch ihr Rollendebut. Michael Schmidtsdorff hat die musikalische Leitung.

John Neumeier
Ein Sommernachtstraum
Premiere
So 13.10.13, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Mo 14.10.13, 19.30 Uhr
Do 17.10.13, 19.30 Uhr
Sa 19.10.13, 19.30 Uhr
Sa 26.10.13, 19.30 Uhr
Nationaltheater
mehr lesen

Polina Semionova wieder in München zu Gast

Polina Semionova. © Enrico Nawrath
An der Seite von Matej Urban als Theseus/Oberon wird Polina Semionova am 08. Dezember ihr Rollendebut als Hippolyta/Titania in John Neumeiers Ein Sommernachtstraum geben und noch einmal in der Vorstellung am 14. Dezember und während der BallettFestwoche 2014 in dieser Partie zu sehen sein.
Vorher, am 22. und 30. November, tanzt sie die Rolle der unglücklichen Tempeltänzerin Nikija in Marius Petipas La Bayadère. Die spektakuläre Fassung des Werkes stammt von Patrice Bart und wurde 1998 für Münchner geschaffen.
Außerdem steht Semionova am 18. und 26. Januar in der Partie der Louise in John Neumeiers Der Nussknacker auf der Bühne, in der sie im Dezember 2012 während des ersten Live-Streams des Bayerischen Staatsballetts debütierte und von weit über 40.000 Zuschauern weltweit bewundert wurde.

Termine Polina Semionova
Marius Petipa/Patrice Bart
La Bayadère
Fr 22.11.13, 19.30 Uhr
Sa 30.11.13, 19.30 Uhr
Sa 12.04.14, 19.30 Uhr

John Neumeier
Ein Sommernachtstraum
So 08.12.13*, 18.00 Uhr
Sa 14.12.13, 19.30 Uhr
   * Vorstellung zu Ehren der "Herz-für-Herz Stiftung für Leben!"

John Neumeier
Der Nussknacker
Sa 18.01.14, 19.30 Uhr
So 26.01.14, 19.30 Uhr
Nationaltheater
mehr lesen

Wiederaufnahme "Romeo und Julia" am 21. September

Romeo und Julia. ©Wilfried Hösl/Bureau Mirko Borsche
München, September 2013 - Das Bayerische Staatsballett eröffnet mit John Crankos Romeo und Julia am 21. September seine Spielzeit "Tanzland Deutschland".
Crankos 1962 entstandene Version von Shakespeares tragischem Liebesdrama rückte Deutschland damals wieder in den internationalen Fokus. Sehr lange hatte es auf der Weltkarte des Tanzes eine geringe Rolle gespielt, obwohl der 'Deutsche Tanz' oder 'Ausdruckstanz' als Synonym für die Moderne im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts internationale Maßstäbe gesetzt hatte.

Crankos Romeo und Julia zeichnet sich durch eine ganz unverschlüsselt geradlinige Handlungsführung aus, die das Geschehen für jeden verständlich erzählt. Und durch eine geniale choreographische Handschrift, die jede seelische Regung in spezifische tänzerische Bewegung verwandelt. John Crankos Vokabular ist klassisch. Es vereinigt Einflüsse der bis ins Akrobatische gehenden Virtuosität des sowjetischen Balletts mit der Subtilität der englischen Schule, ganz besonders in seinen Liebes-Pas de deux. Seit 1968 steht dieses Ballett unverändert auf dem Spielplan des Nationaltheaters. Und immer neue Generationen von Zuschauern und Tänzern lassen sich davon mitreißen und erschüttern.

Ivy Amista und Lukáš Slavický werden als Julia und Romeo die Spielzeit eröffnen. Sie tanzen auch am 30. September. Lucia Lacarra und Marlon Dino werden am 05. und 07. Oktober sowie am 10. November abends zu sehen sein. Tigran Mikayelyan und Katherina Markowskaja übernehmen die Titelpartien in der Nachmittagsvorstellung am 10. November. Die musikalische Leitung hat Robertas Šervenikas.

John Cranko
Romeo und Julia
Sa 21.09.13, 19.30 Uhr
Mo 30.09.13, 19.30 Uhr
Sa 05.10.13, 19.30 Uhr
Mo 07.10.13, 19.30 Uhr
So 10.11.13, 14.30 Uhr
So 10.11.13, 19.30 Uhr
Nationaltheater

 
mehr lesen

Premiere "Heinrich tanzt II – Ohne dich ist alles nichts"

Heinrich tanzt II. Sophie Dekkers, Firas Saka. © Franz Kimmel
München, Juli 2013 - Auch in diesem Jahr haben 127 Schüler der 8. Jahrgangsstufe des Heinrich-Heine-Gymnasium München, Neuperlach und Schüler der Städtischen Berufsschule für den Einzelhandel im Juli das Klassenzimmer mit dem Ballettstudio getauscht.
Unter der künstlerischen Leitung eines 14-köpfigen Teams internationaler und lokaler Choreographen, Tänzer, Trainingsleiter, Musiker, Sänger, Performancekünstler und Studenten gehen sie unter dem Motto Ohne dich ist alles nichts der Frage nach der Einsamkeit, nach sozialen Gefügen und zwischenmenschlichen Beziehungen nach. Das Stück erzählt keine lineare Geschichte. Es umkreist musikalisch, tänzerisch und mit Sprache die Gefühle von Liebenden, Freunden und Feinden.

Als musikalische Grundlage dienen Motive aus Mozarts Oper Mitridate, rè di Ponto, ein Werk, das Mozart im Alter von 14 Jahren komponiert hat. In diesem Alter sind auch die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Für die künstlerische Leiterin Bettina Wagner-Bergelt ist wichtiger Teil des Projekts, den Schülern Musik aus den Kontexten Ballett und Oper nahezubringen, also nicht ihre eigene Rap-, Hip-Hop oder andere populäre Musik einzusetzen.

In den Schlussproben werden nun alle Sequenzen und Szenen, die die Schüler mit den Künstlern erarbeitet haben, dramaturgisch miteinander zu einem großen Ganzen verbunden.
Jeder Zuschauer ist aufgefordert, seine eigene Geschichte in diesem Stück zu entdecken. Das große Engagement, die Freude und die Leidenschaft der Schüler und der Künstler werden mit Sicherheit für jeden spürbar sein!

Gefördert wird Heinrich tanzt im Jahr 2013 von der Kulturstiftung des Bundes, die als TANZFONDS PARTNER Projekte mit hoher sozialer Nachhaltigkeit finanziell unterstützt.

Heinrich tanzt II – Ohne dich ist alles nichts
Ein TANZFONDS PARTNER Projekt
Premiere
Mi 24.07.13, 11.00 Uhr
weitere Vorstellungen
Mi 24.07.13, 19.00 Uhr
Do 25.07.13, 11.00 Uhr
Do 25.07.13, 19.00 Uhr
Muffathalle

Choreographie/Inszenierung/Musik/Bühne: Lenka Flory, Ruth Geiersberger, Rafaèle Giovanola, Norbert Graf, Martina la Ragione, Mathis Nitschke, Martina Koppelstetter
Probenleitung: Anna Beke, Anna Perälä, Anna Ressel, Peter Jolesch, Marcelo Omine
Idee/Leitung: Bettina Wagner-Bergelt
Produktionsleitung: Simone Schulte-Aladag mit Nora Boettger und Lisa Nagler
Technische Leitung: Joachim Ehrler, Ulli Napp (Muffathalle)

Foto Download: Proben zu Heinrich tanzt II
© Franz Kimmel

1 Heinrich tanzt II
(SchülerInnen des Heinrich-Heine-Gymnasiums)
2 Heinrich tanzt II
(Sophie Dekkers und Firas Saka)
3 Heinrich tanzt II
(SchülerInnen des Heinrich-Heine-Gymnasiums)
4 Heinrich tanzt II
(Nelia Tensi und Luca Vocale)

gefördert durch

mehr lesen

Premiere "Exits and Entrances"

Exits and Entrances. ©Design Bureau Mirko Borsche, Foto Wilfried Hösl
Am 25. Juni zeigt das Bayerische Staatsballett im Prinzregententheater Merce Cunninghams Schlüsselwerk BIPED von 1999 und die Uraufführung von Richard Siegals Kreation Unitxt.
BIPED ist ein postmodernes Ballett wie aus dem Bilderbuch, ein Cunningham par excellence, sinnlich, beiläufig hingetupft, gehüpft, gesprungen die so schwierigen Bewegungen, als wären sie so organisch wie nichts anderes. Exits und Entrances, fliegende Wechsel in den Richtungen, manchmal – zufällig - der Komposition von Gavin Bryars begegnend, einem der großen Post-Minimalisten der 80er Jahre, der live das Ensemble in München begleiten wird, wie er es jahrelang mit der Cunningham Company getan hat. Musik und Choreographie werden, ebenfalls wie bei Cunningham üblich, erst am Tag der Generalprobe zusammengebracht.

Wahl-Münchner Richard Siegal, der den Junioren des Staatsballett II sein wirbelndes The New 45 anpasste, wurde erst vor wenigen Wochen mit dem "Tanzpreis der Landeshauptstadt München" ausgezeichnet. In Unitxt schafft Siegal gemeinsam mit dem Industriedesigner Konstantin Grcic und dem bildenden Künstler und Komponisten Carsten Nicolai eine Art genreübergreifende Bühneninstallation: Projektionen tauchen die Bühne in ein neues Licht; Kostüm-Objekte beeinflussen die Bewegungen der Tänzer, erweitern ihren Radius und ihre Dynamik ins Unendliche und verleihen gleichzeitig deren Bewegungssprache eine neue Qualität. Sie verschmelzen zu virtuosen Skulpturen, denen Siegals maßgeschneiderte Choreographie gut zu Gesicht steht.

Merce Cunningham / Richard Siegal
Exits and Entrances – BIPED / Unitxt
Premiere / Uraufführung
Di 25.06.13, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen
Mi 26.06.13, 19.30 Uhr
Fr 28.06.13, 19.30 Uhr
Di 16.07.13, 19.30 Uhr
Prinzregententheater
mehr lesen

Zu Gast bei den 39. Hamburger Ballett-Tagen

Gods and Dogs. Zuzana Zahradníková, LukᚠSlavický. ©Wilfried Hösl
Mit Goldberg-Variationen / Gods and Dogs gastiert das Bayerische Staatsballett bei den 39. Hamburger Ballett-Tagen, die mit einem Rekordprogramm das 40-jährige Bestehen des Hamburg Ballett John Neumeier zelebrieren.
Anlässlich des Jubiläums der Hamburger Compagnie lud John Neumeier in diesem Jahr zwei Gastensemble ein, die heute geleitet werden von ehemaligen Tänzern seines Ensembles. Neben den Vorstellungen der Ballets de Monte-Carlo unter Jean-Christophe Maillot wird das Bayerische Staatsballett am 11. und 12. Juni den zweiteiligen Ballettabend Goldberg-Variationen / Gods and Dogs in der Hamburgischen Staatsoper tanzen.

Jerome Robbins / Jiří Kylián
Goldberg-Variationen / Gods and Dogs
Di 11.06.13, 19.30 Uhr
Mi 12.06.13, 19.30 Uhr
Hamburgische Staatsoper

Für weitere Informationen zu den Hamburger Ballett-Tagen und Rezensionskarten für die Vorstellungen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Hamburg Balletts.  
mehr lesen

Uraufführung "Helden"

Plakat Helden. ©Wilfried Hösl/Bureau Mirko Borsche
Am 21. April eröffnet Terence Kohlers
Helden die diesjährige BallettFestwoche. Es ist das vierte Auftragswerk und die zweite abendfüllende Kreation des australischen Choreographen für das Bayerische Staatsballett.
Helden ist ein umfassendes Thema, das Kohler zunächst konzentriert auf die Kontroverse zwischen Epimetheus, der der Mythologie nach den Tieren ihre vielfältigen Eigenschaften verlieh, und Prometheus, der den Menschen das Feuer und damit die Kultur bringt. Gleichzeitig öffnet er ihnen damit die Schleusen der Macht, die sie vernünftig und zum Nutzen der Menschheit gebrauchen, aber auch als Wahn ihrer Allmacht gegen sich selbst richten können. Terence Kohler verlängert diese Herausforderung an die Vernunft und die Einsicht des Menschen ins Hier und Jetzt, transportiert den ursprünglichen Konflikt der Mythologie in die voranschreitende Technologisierung der modernen Welt und sucht nach der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Prometheus (Lukáš Slavický) wird auf seiner Reise begleitet von Athena Parthenos (Emma Barrowman), Epimetheus (Ilia Sarkisov) von Pandora (Katherina Markowskaja).

Die Musik zu diesem 'sinfonischen Ballett mit Handlung' stellte Terence Kohler aus Werken von Alfred Schnittke und der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach zusammen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Choreographen eigene Kompositionen für seine Kreation bearbeitete. Raum, Objekte und Kostüme entwarf die Stuttgarter Künstlerin rosalie. Die musikalische Leitung hat Myron Romanul.

Terence Kohler
Helden
Uraufführung So 21.04.13, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Sa 27.04.13, 19.30 Uhr – Verleihung des 4. Irène Lejeune Ballettpreises
Fr 10.05.13, 19.30 Uhr
Fr 31.05.13, 20.00 Uhr
Sa 01.06.13, 19.30 Uhr – Live auf www.staatsoper.de/tv
So 07.07.13, 19.30 Uhr
Nationaltheater

sponsored by


Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

"Tanzland Deutschland". Die Spielzeit 2013/14 beim Bayerischen Staatsballett

Ivan Liška, Ballettdirektor. ©Sascha Kletzsch
München, März 2013 - Ballettdirektor Ivan Liška gab in einer Pressekonferenz die Pläne des Bayerischen Staatsballetts für die Saison 2013/2014 bekannt.

Unter dem auch die nachfolgenden Spielzeiten einbeziehenden Thema "Tanzland Deutschland" will das Bayerische Staatsballett mit seinem Programm entschieden auf die viel unterschätzte Welt-Bedeutung Deutschlands als kreativem Zentrum für den Tanz in Geschichte und Gegenwart hinweisen. Mag man unter rein nationalistischen Gesichtspunkten zu Recht feststellen, dass sich die Zahl der deutschstämmigen Tänzer und Choreographen in vergleichsweise bescheidenen Dimensionen bewegt. Es bleibt die Tatsache, dass sich ein großer Teil des wesentlichen schöpferischen Geschehens auf dem Gebiet des Tanzes in Deutschland ereignet. Von Cranko über Neumeier, von Pina Bausch bis Sasha Waltz, von William Forsythe bis Martin Schläpfer reicht die Zahl der in Deutschland beheimateten Choreographen, von deren Werk die bedeutendsten Compagnien der Welt zehren.

Die gewichtigste Premiere der Spielzeit (4.4.14) steht beispielhaft für ein Konzept, dem historisches und avantgardistisches Bewusstsein gleichermaßen wichtig sind. Kandinskys Ideengebäude Der gelbe Klang bildet für Michael Simon den Ausganspunkt für eine Erkundung der synästhetischen Ästhetik des großen Avantgardisten mit den Mitteln von Klang, Bewegung und Raum-Bild. Am gleichen Abend werden Russell Maliphant (England) und Aszure Barton (Kanada) mit zwei Uraufführungen ihr Debut als Choreographen mit einer deutschen Ballettcompagnie geben.

Zwei Premieren an alternativer Spielstätte (Reithalle) widmen sich ebenso spektakulären wie kontroversen Rekonstruktionen von Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts: Mary Wigmans Le Sacre du printemps und Oskar Schlemmers Das Triadische Ballett (in der Choreographie von Gerhard Bohner).

Der übrige Spielplan der Saison bildet, wie immer, eine Auswahl aus dem umfangreichen Repertoire an maßstabsetzenden Werken des Weltballetts: John Neumeiers Ein Sommernachtstraum (als revidierte Neueinstudierung nach einer Pause von 10 Jahren), John Crankos Romeo und Julia, Marius Petipas La Bayadère in der Fassung von Patrice Bart, Terence Kohlers Helden, ein Abend mit Choreartium (Leonide Massine), Broken Fall (Russell Maliphant) und The Moor’s Pavane (José Limón) unter dem Titel Forever Young, der Abend Les Ballets Russes mit Shéhérazade, Les Biches und L’Après-midi d’un faune, Jerome Robbins' Goldberg-Variationen und Jiří Kyliáns Gods and Dogs sowie ein Abend mit Merce Cunninghams BIPED und Richard Siegals Unitxt unter dem Titel Exits and Entrances.
Als Gastcompagnie im Rahmend der alljährlichen BallettFestwoche werden Sasha Waltz & Guests erwartet, die im Nationaltheater eine ihrer Signaturproduktionen zeigen werden: Dido und Aeneas.

mehr lesen

Polina Semionova gibt ihr Münchner Debut als Nikija

Polina Semionova. © Enrico Nawrath
München, Feburar 2013 - Nach ihrem umjubelten Rollendebut als Louise in John Neumeiers "Der Nussknacker", 2012, wird Polina Semionova erneut beim Bayerischen Staatsballett gastieren.
Am 8. und 11. März zeigt sie ihre Interpretation der schönen Priesterin Nikija in Marius Petipas / Patrice Barts La Bayadère. Als Solor wird Maxim Chashchegorov an Semionovas Seite sein Rollendebut geben. Ivy Amista tanzt zum ersten Mal die Partie der Gamzatti.

Marius Petipa / Patrice Bart
La Bayadère
Di 05.03.13, 19.30 Uhr
Termine Polina Semionova
Fr 08.03.13, 19.30 Uhr
Mo 11.03.13, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Jiří Kyliáns "Zugvögel" kehren zurück

Zugvögel. ©Foto Wilfried Hösl, Design Bureau Mirko Borsche
München, Februar 2013 - 2009 kreierte Jiří Kylián die "Zugvögel" für das Bayerische Staatsballett. Anhand des Motivs, dass alle Künstler sich auf einer Reise befinden, alle wie Zugvögel sind, die die Theater für kurze Zeit beleben, um dann weiterzuziehen, erforscht und öffnet Kylián alle Winkel des Nationaltheaters und nimmt die Zuschauer mit auf seine Reise.
Am 15. Februar kehren die Zugvögel zurück ins Nationaltheater. Ob unter, hinter oder auf der Bühne, ob auf der Leinwand oder im Zuschauerhaus - die Zugvögel erobern den Raum und laden ein, sie zu begleiten. Bis sie Ende Februar wieder entschwinden – auf unbestimmte Zeit…

Jiří Kylián
Zugvögel
Fr 15.02.13, ab 19.30 Uhr
Fr 22.02.13, ab 19.30 Uhr
Do 28.02.13, ab 19.30 Uhr
Nationaltheater
Alle Vorstellungen im Programm Junges Publikum

Der erste Teil der Vorstellung ist ein choreographisch geführter Rundgang durch die Unterbühnengewölbe. Dieser ist ohne Sitzmöglichkeiten und für bewegungseingeschränkte Besucher nicht geeignet. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
mehr lesen

"Forever Young" feiert am 17. November Premiere

Forever Young. Foto Wilfried Hösl, Design Bureau Mirko Borsche
München, November 2012 - Unter dem Titel "Forever Young" vereint die erste Premiere der Saison 2012/13 drei Ballette aus unterschiedlichen Zeiten, die aufgrund ihrer herausragenden Qualität Gültigkeit über alle Epochen hinweg besitzen dürften.
2003 kreierte der englische Choreograph Russell Maliphant das Trio Broken Fall für Sylvie Guillem, William Trevitt und Michael Nunn am Royal Opera House Covent Garden. Broken Fall thematisiert eine unabwendbare menschliche Konstante: die Gefahr zu fallen, und macht es zu einem subtilen Stück Kunst. Es spielt mit der Schwerkraft und setzt die Körperbeherrschung der Tänzer dagegen. Die Solistin klettert auf die männlichen Partner, fordert ihre Reaktionsschnelligkeit heraus, wenn sie scheinbar mühelos Balancen in großer Höhe hält, um sich dann von einer Sekunde zur anderen fallen zu lassen und sofort in die nächste halsbrecherische Situation zu stürzen. Eine falsche Reaktion hätte unweigerlich den gefährlichen Sturz zur Folge.

José Limón verwandelt Shakespeares große Tragödie Othello in die tänzerische Form einer kaum fünfzehnminütigen Pavane. The Moor's Pavane ist, wie Choreartium, ein Schlüsselwerk für eine Zeit und für einen Stil. 'Modern Dance' heißt das für Limóns Werk. Geschaffen 1949, war es Limóns künstlerischer Kommentar zu den McCarthy-Prozessen, die Intrige, Verleumdung und Spitzelei auf den Höhepunkt trieben. Bewusst vermeidet der Choreograph im Titel und auch in der Bezeichnung seiner vier Figuren jeden direkten Bezug zu Othello. Konzentrierter lässt sich das abgründige Verhältnis der Protagonisten, hinter denen Othello, Desdemona, Jago und Emilia stehen, nicht darstellen wie in der von Limón gewählten Form des formalisierten Schreit-Tanzes einer Pavane.

Choreartium ist wohl das erste Ballett der Geschichte, das rein abstrakt aufgefasst werden kann: keine dramatische Handlung, kein außermusikalisches, außertänzerisches Thema, keine psychologisch motivierten Charaktere. Léonide Massine setzt die Struktur und Stimmung der 4. Symphonie von Johannes Brahms um in klassischen Tanz und in vielfältigste räumlich-zeitliche Formationen. "Ich schuf die Choreographie von Choreartium entsprechend der Instrumentation der Partitur. Ich setzte Frauen ein, um die delikaten Passagen zu akzentuieren, während die Männer zu den schwereren und robusteren Stellen tanzen. Die Musik, mit ihrer reichen Orchestrierung und ihren zahlreichen Kontrasten eignet sich bewundernswert für diese Art Spiel zwischen maskulinen und femininen Bewegungen und Schritten." (L. Massine)
Entgegen der eigentlichen Münchner Regel der Rekonstruktion eines historischen Werkes, wird Keso Dekker, Hollands berühmtester Bühnen- und Kostümbildner der Gegenwart, das Ballett neu und ganz in seiner so persönlichen wie modernen Handschrift ausstatten.

Robertas Šervenikas, der zuletzt in der Spielzeit 2008/09 die musikalische Leitung für Der Sturm übernommen hatte, kehrt für den Abend Forever Young ans Pult des Bayerischen Staatsorchesters zurück.

Russell Maliphant / José Limón / Léonide Massine
Forever Young
Sa 17.11.12, 19.30 Uhr P-r-e-m-i-e-r-e
Mo 19.11.12, 19.30 Uhr
Fr 23.11.12, 19.30 Uhr
Do 29.11.12, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

gefördert durch


in Kooperation mit

mehr lesen

Saisonauftakt beim Bayerischen Staatsballett - Vadim Muntagirov, Yun Wang und Svetlana Zakharova zu Gast in "La Bayadère"

La Bayadère. ©Wilfried Hösl, Bureau Mirko Borsche
München, September 2012 - Am 21. September eröffnet das Bayerische Staatsballett seine Saison 2012/13 mit der Wiederaufnahme von Marius Petipas "La Bayadère" in der Inszenierung von Patrice Bart. Für die erste Vorstellungsserie konnte Ballettdirektor Ivan Liška neben einer internationalen Starballerina auch zwei aufsehenerregende Newcomer verpflichten.
Kreiert 1877, ist La Bayadère exotisches Märchen, Psychodrama und Tanzfest in einem und das vielleicht glanzvollste und aufwändigste der abendfüllenden Ballette aus der Hoch-Zeit der russischen Klassik, die unmittelbar verbunden ist mit dem Namen Marius Petipa. Im Mittelpunkt stehen die Priesterin - die Bayadère - Nikija und der tapfere Krieger Solor. Ihrer Liebe steht der Heiratsanspruch entgegen, den Gamzatti, die Tochter des Radja, auf Solor erhebt. Auch der Große Brahmane ist seiner Oberpriesterin Nikija in Liebe verfallen. Sie aber erliegt dem Mordanschlag der Rivalin. Solor träumt sich ihr nach ins 'Königreich der Schatten', einem der spektakulärsten und schönsten weißen Akte der Ballettgeschichte.

Vadim Muntagirov, Solist beim English National Ballet, 2011 in London zum herausragenden männlichen Nachwuchstänzer nominiert und im Frühjahr 2012 auch als jüngster Star des American Ballet Theatre in den USA gefeiert, gibt am 21. und 22. September sein Deutschland-Debut als Solor. Die Staatsballett-Solistin Ekaterina Petina wird seine Partnerin sein und tanzt ihre erste Nikija.

Der Gewinn des Internationalen Ballettwettbewerbs in Helsinki 2012 rückte die chinesische Ballerina Yun Wang in den Aufmerksamkeitsfokus von Ballettdirektor Ivan Liška. Er lud sie daraufhin ein, als Nikija in La Bayadère zu gastieren. Am 28. September und 4. Oktober 2012 wird sie, an der Seite von Lukáš Slavický als Solor, ihr Deutschland-Debut geben.

Svetlana Zakharova, Primaballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts, bedarf als Superstar der internationalen Ballettszene keiner Vorstellung. In München kennt man sie seit 1999, wo sie beim Gesamtgastspiel des Kirov-Balletts die Odette/Odile in Schwanensee getanzt hat und zuletzt 2001 als Gast zum Bayerischen Staatsballett nach München zurückgekehrt war. Am 5. und 13. Oktober 2012 gastiert sie als Nikija in La Bayadère, jetzt an der Seite von Marlon Dino als Solor.

Marius Petipa / Patrice Bart
La Bayadère
Fr 21.09.12, 20.00 Uhr Wiederaufnahme
Sa 22.09.12, 19.30 Uhr
Fr 28.09.12, 19.30 Uhr
Do 04.10.12, 19.30 Uhr
Fr 05.10.12, 19.30 Uhr
Sa 13.10.12, 18.00 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerische Staatsballetts.
mehr lesen

Erfolgreiches Gastspiel in Granada – Beförderungen für drei Tänzer

Schwanensee. Ekaterina Petina, Tigran Mikayelyan. ©Dayuth Kol
München, Juli 2012 - Auf dem Internationalen Festival für Musik und Tanz in Granada, dem ältesten und renommiertesten Outdoor–Festival Spaniens, setzte das Bayerische Staatsballett mit Ray Barras "Schwanensee" einen Höhepunkt im Festspielprogramm. Nach der Vorstellung gab Ballettdirektor Ivan Liška die Beförderungen für die kommende Spielzeit bekannt.

Den Auftakt des sechstägigen Gastspiels bildete am vergangenen Mittwoch der englische Abend Steps & Times. Im Teatro del Generalife präsentierte das Ensemble die auch für das spanische Publikum eher ungewöhnlichen Choreographien von Frederick Ashton und Kenneth MacMillan. Vor allem MacMillans Lied von der Erde schmiegte sich auf poetische Weise in die magische Zypressen-Kulisse des Theaters ein, die den Einsatz von Bühnenbildern überflüssig machte.

Als Mittelpunkt und vielbeachtetes Highlight des Festivals galt der Schwanensee, der extra für das Gastspiel wieder aufgenommen wurde. Auch Choreograph Ray Barra war für die Endproben nach Granada gereist. Frenetischen Beifall erhielten nach der Vorstellung Ekaterina Petina, die ihr Rollendebut als Odette/Odile tanzte, Matej Urban als Rotbart, ebenfalls im Rollendebut, und Tigran Mikayelyan als Siegfried.

Nach der Vorstellung gab Ivan Liška die Beförderungen für die kommende Spielzeit bekannt. Ilana Werner, ab dem 5. Juli als Lise in Frederick Ashtons La Fille mal gardée zu sehen, und Karen Azatyan werden ab der Saison 2012/13 als Solisten tanzen. Der Franzose Léonard Engel wird zum Demi-Solisten ernannt.

Fotodownload Gastspiel Granda
Bild 1: Scènes de ballet, Ensemble
Bild 2: Five Brahms Waltzes, Séverine Ferrolier
Bild 3: Schwanensee, Ekaterina Petina und Tigran Mikayelyan
Bild 4: Teatro del Generalife
©Dayuth Kol

mehr lesen

Wiederaufnahme "La Fille mal gardée"

 
München, Juni 2012 - Das Bayerische Staatsballett beendet seine englische Saison im Prinzregententheater. Getreu dem Spielzeitmotto "Very British!?" setzt die Wiederaufnahme von Frederick Ashtons La Fille mal gardée am 5. Juli einen Höhepunkt des englischen Humors.
1960 vom Royal Ballet uraufgeführt avancierte Ashtons La Fille mal gardée unmittelbar zum Klassiker. Mit seinem Ballett fügt sich der Choreograph in eine lange Reihe unterschiedlichster Bearbeitungen, die sich den Stoff der Urfassung von Jean Dauberval (Das Strohballett oder Vom Schlechten zum Guten ist es nur ein Schritt, 1789) neu anverwandelten. Und er schafft eines der technisch anspruchsvollsten Ballette des 20. Jahrhunderts, das den Protagonisten alles abverlangt.

Frederick Ashtons Neuinszenierung erzählt die Geschichte der jungen Liebenden Lise und Colas, der Witwe Simone, die eben jene Liebe zu verhindern versucht, des Farmers Thomas und seines tölpelhaften Sohnes Alain mit kunstvollster Einfachheit und virtuosester Naivität. Wir sehen Heuwagen, Ponys, einen Hahn mit seinen Damen, man tanzt um den Maibaum und wird vom sommerlichen Gewitterregen überrascht… Gleichzeitig aber genießt man einen choreographischen Geniestreich, durch den all diese harmlos-zauberhaften Bilder mitsamt der süß-wohlklingenden Musik John Lanchberys in blitzenden Tanz verwandelt werden.

Am 05. Juli gibt Ilana Werner ihr Rollendebut als schlecht behütetes Mädchen Lise, Lukáš Slavický übernimmt, ebenfalls zum ersten Mal, die Partie ihres Geliebten Colas. Cyril Pierre tanzt, traditionell en travestie, Witwe Simone, die besorgte Mutter. Einmal mehr kann Ilia Sarkisov als tölpelhafter Alain sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen.
Rollendebuts auch in der zweiten Vorstellung am 06. Juli. Es tanzen Katherina Markowskaja, Matej Urban, Vittorio Alberton und Nikita Korotkov die Partien Lise, Colas, Witwe Simone und Alain.
Nach langer Zeit werden wieder die Münchner Symphoniker dem Staatsballett aufspielen, die zuletzt im Juni 2000 Ray Barras Don Quijote begleiteten. Die musikalische Leitung hat Myron Romanul.

Frederick Ashton
La Fille mal gardée
Wiederaufnahme
Do 05.07.12, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Fr 06.07.12, 19.30 Uhr
So 08.07.12, 15.00 Uhr und 19.30 Uhr
Mi 11.07.12, 19.30 Uhr
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts

mehr lesen

Gastspiel des Bayerischen Staatsballetts in Granada

Schwanensee
München, Juni 2012 - Auf Einladung des Festival-Direktors Diego Martínez reist das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts am 25. Juni für zwei Vorstellungen zu einem der weltweit renommiertesten Kultur-Festivals nach Spanien.
Das Internationale Festival für Musik und Tanz in Granada findet alljährlich im erhabenen Ambiente der Alhambra, der Generalife Gärten und der Klöster und Kirchen statt und ist ein Muss für jeden Musikfan. Weitere Spielstätten sind die Cafés und Clubs Granadas. Die Straßen flirren von Gitarrenklängen, dem Klappern der Kastagnetten, Gesprächen und Tanz.
Das Programm enthält mehr als 40 verschiedene Gruppen, unter diesen ist das Bayerische Staatsballett eines der Highlights mit Ray Barras Schwanensee und dem englischen Mixed Bill Abend Steps & Times mit Balletten von Frederick Ashton und Kenneth MacMillan im Teatro del Generalife.

Frederick Ashton / Kenneth MacMillan
Steps & Times
Mi 27.06.12, 22.30 Uhr

Ray Barra / Marius Petipa / Lew Iwanow
Schwanensee
Fr 29.06.12, 22.30 Uhr

Für Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
Anfragen für Pressekarten können ebenfalls über das Pressebüro gestellt werden. Diese werden direkt an den Veranstalter weitergeleitet.
mehr lesen

KINDER ZUM OLYMP-Preis 2012 für "Anna tanzt VI - Anna liebt"

Anna tanzt VI - Anna liebt. ©Oskar Henn
München, Juni 2012 - KINDER ZUM OLYMP, ein Forum der Kulturstiftung der Länder, vergibt seit vielen Jahren Preise an inhaltlich und konzeptionell herausragende Kooperationen von Schulen mit Kunstinstitutionen.
Die Jurys der acht Sparten von KINDER ZUM OLYMP 2012 für herausragende Schulkooperationen mit Kulturpartnern haben im Mai getagt und in der Kategorie 'Tanz-altersübergreifend' Anna tanzt VI – Anna liebt ausgezeichnet und gleichzeitig für den diesjährigen Gesamtpreis nominiert.

Das 2011 letzte Projekt der sechsjährigen Kooperation zwischen der 8. Jahrgangsstufe des St. Anna Gymnasiums München, einer Lehrlingsklasse der Berufsschule für den Einzelhandel und dem Bayerischen Staatsballett überzeugte durch seine Qualität in der Themenfindung, der ästhetischen Umsetzung, der verantwortungsbewussten und poetischen Behandlung des Themas Liebe und dem Amalgam von Text, Musik – darunter Eigenkompositionen, Chor und Soli der Jugendlichen - und der Choreographie als Gesamtleistung der Beteiligten.

Foto-Download
Anna tanzt VI - Anna liebt
Bild 1
Bild 2
© Oskar Henn
mehr lesen

Premiere "Goldberg-Variationen / Gods and Dogs"

 
München, April 2012 - Zum Auftakt der BallettFestwoche 2012 zeigt das Bayerische Staatsballett Jerome Robbins' Goldberg-Variationen zur gleichnamigen Musik von Johann Sebastian Bach und Jiří Kyliáns Ballett Gods and Dogs im Nationaltheater.
Der Amerikaner Jerome Robbins kreierte über sechzig Ballette. Zu den Juwelen seines Schaffens, und nur von den renommiertesten Compagnien weltweit getanzt, gehören The Cage (1951), Afternoon of a Faun (1953), The Concert (1956) und Dances at a Gathering (1969). Von den Gipfelwerken blieben nur die Goldberg-Variationen von 1971 über vierzig Jahre unter Verschluss und exklusiv dem Ensemble des New York City Ballet vorbehalten. Nun tanzt das Bayerische Staatsballett das Werk zur Eröffnung seiner BallettFestwoche.
In 30 Variationen des Themas der Aria und dem Da Capo al fine dieser Aria strukturiert Bach seine Komposition. Robbins greift in seiner Choreographie darauf zurück, lässt sein Werk mit einem Pas de deux beginnen, immer neue Pas de trois, Gruppenpartien, Soli und Pas de deux folgen, bis sich eine "Herde von Tänzern aus den Seiten auf die Bühne ergießt" (Apollinaire Scherr) und schließlich das Werk in einem einsamen Pas de deux endet. Robbins' unverwechselbare Aneignung und zwanglose Variierung des klassischen Bewegungskanons, von den repräsentativen Gesten des höfischen Tanzes bis zum American Contemporary Dance, angereichert mit jazzigen, Broadway-nahen Elementen, sein Gespür für Struktur und sein Aufgehen in Bachs musikalischem Kosmos - die physische Vollkommenheit des Balletts transzendiert zum metaphysischen Ereignis.

2008 kreierte Jiří Kylián ein geheimnisvolles, fast mystisches Ballett für vier Paare für das Nederlands Dans Theater mit nahezu dem identischen Team aus Komponist, Bühnenbildner und Projektionsdesignern, das auch Zugvögel in München realisierte. Gods and Dogs, eine rätselhafte Doppelfigur, die auf einen Mythos zurückgeht, wonach Gott den Hund schuf, damit Adam nicht mehr so allein in der Welt spazieren gehen muss. Das Tier an seiner Seite, der treue Begleiter, sollte Erinnerung sein an die Liebe Gottes. Auch in der Welt der Pharaonen taucht ein rätselhafter HundGott auf. Dabei ist der Name Dog das Palindrom von God. Der Choreograph mag die Geschichte kennen oder nicht, in seinem Stück Gods and Dogs wird ab und zu ein geisterhafter, wölfischer Hund auf den Bühnenhintergrund projiziert - ein weiterer Schritt in den aktuellen rätselhaften Kosmos des tschechischen Choreographen, der von sich sagt: "Mich interessieren die Grenzen zwischen Normalität und Verrücktheit, zwischen Gesundheit und Krankheit und die Normen, die beides definieren."

Über dreißig TänzerInnen werden in den Goldberg-Variationen auf der Bühne stehen. Angeführt von den Ersten Solisten Lucia Lacarra, Roberta Fernandes, Tigran Mikayelyan und Lukáš Slavický. Am Piano begleitet von Elena Mednik.
Wlademir Faccioni, Emma Barrowman, Matej Urban, Roberta Fernandes, Karen Azatyan, Monika Hejduková, Lukáš Slavický und Zuzana Zahradníková machen sich auf die Suche nach dem mythischen Doppelwesesn Gods and Dogs.

Jerome Robbins / Jiří Kylián
Goldberg-Variationen / Gods and Dogs
Premiere
So 22.04.12, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Do 26.04.12, 19.30 Uhr
Mi 30.05.12, 19.30 Uhr
Fr 08.06.12, 19.30 Uhr
Sa 23.06.12, 19.30 Uhr
Mo 02.07.12, 19.30 Uhr
Nationaltheater

gefördert durch:


Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Von "La Bayadère" bis "Biped"

Jiří Kylián: Zugvögel. © Charles Tandy
München, März 2012 - Ballettdirektor Ivan Liška hat gemeinsam mit seinen Dramaturgen und Stellvertretern Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender das Programm der kommenden Spielzeit 2012/13 vorgestellt, deren Premieren Werke der klassischen Moderne und Uraufführungen von Terence Kohler und Richard Siegal einander gegenüberstellen.
Um "vier Figuren und ein Taschentuch" geht es in José Limóns Ballett The Moor's Pavane. Er führt Shakespeares Drama um Othello und Desdemona zurück auf das Ungenügen am Menschen, seine Unfähigkeit zu vertrauen, seine Unfähigkeit zu lieben, seinen Mangel an Mitgefühl und Empathie. Gemeinsam mit Choreartium - einem Meisterwerk aus den 30er Jahren des in der Tradition der Ballets Russes stehenden russischen Choreographen Léonide Massine - bildet es die erste Premiere 2012/13 unter dem Titel Forever Young im November 2012. Choreartium, wohl das erste vollkommen abstrakt gedachte Ballett des 20. Jahrhunderts, zur 4. Symphonie von Johannes Brahms, stellt einen Meilenstein der Ballettgeschichte dar, der außerdem noch nie von einer deutschen Compagnie getanzt worden ist.

Zur Eröffnung der BallettFestwoche 2013 wird der australische Choreograph Terence Kohler seine Helden auf die Bühne bringen. Kohler, vorletzte Spielzeit choreographer in residence beim Bayerischen Staatsballett hat bereits mit seiner Kreation Once Upon An Ever After in der Saison 2008/09 einen zentralen Beitrag zu dem Abend 100 Jahre Ballets Russes geleistet. Er setzt nun mit Helden seine Zusammenarbeit mit der Künstlerin rosalie fort. Die Wiederaufnahme von Once Upon An Ever After wird außerdem Teil der 11. Terpsichore-Gala sein. Unter dem Titel "Spitze auf Spitze. Oder: Barfuß ist nicht automatisch modern" wird die Gala in gewohnter Manier große Künstler der internationalen Ballettszene in substantiellen Werken von Klassik und Moderne ins Nationaltheater holen. In der BallettFestwoche begrüßt das Bayerische Staatsballett auch die Compagnie des Mikhailovsky Balletts St. Petersburg mit dem Gastspiel Dornröschen in der Choreographie von Nacho Duato, der vor rund zwei Jahren die Leitung des russischen Ensembles übernommen hat. Sein Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere begeistert das Publikum in München nunmehr schon in der dritten Spielzeit.

Die im Juni 2013 im Prinzregententheater stattfindende Premiere Exits and Entrances hält Werke von Merce Cunningham und Richard Siegal bereit. Die Einstudierung eines großen Cunningham-Werkes hat Signalcharakter, weil sie Teil einer Initiative des Ungehorsams ist. Während der große Pionier mit seinem Tod auch sein Werk nach kurzer Frist dem Vergessen anheimgeben wollte, sind seine Tänzer und Ballettmeister entschlossen, Cunninghams Ballette in Zusammenarbeit mit Compagnien weiter zu pflegen, die die künstlerischen und finanziellen Mittel dafür haben. In Deutschland hat sich das Bayerische Staatsballett sofort dazu bereit erklärt und wird mit Biped von 1999 zum ersten Mal ein Cunningham-Ballett in sein Repertoire nehmen. Neben und gegen dieses subtile Riesenwerk wird die Kreation eines vieldiskutierten Newcomers aus dem Umfeld von William Forsythe, Richard Siegal, gesetzt, der vor allem bekannt ist für seine radikale Suche nach neuen performativen Formen und dessen Duett The New 45 gerade vom Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II einstudiert wird.

Behutsame wissenschaftlich fundierte Rekonstruktion der Werke des 19. Jahrhunderts, die Präsentation von Zeitgenossen, die ein eigenes ästhetisches Statement abgeben und Integration der reichen Tradition des 20. Jahrhunderts bilden das Signet des Staatsballetts. Mit Siegals Kreation ist ein Punkt in der Moderne erreicht, dem die Eröffnung der Spielzeit mit der Wiederaufnahme von La Bayadère im September als Kontrapunkt gegenübersteht. Die zweite Wiederaufnahme der Saison wird die Zuschauer in die entlegensten Winkel des Nationaltheaters entführen. Jiří Kyliáns Zugvögel, kreiert 2009 zum 20 jährigen Jubiläum des Bayerischen Staatsballetts, kehren im Februar zurück und präsentieren Tanzspektakel, Multimediashow und Fantasiereise. Im Repertoire verbleiben Frederick Ashtons La Fille mal gardée, Neumeiers Illusionen – wie Schwanensee und sein Nussknacker, der englische Abend Steps & Times und Jerome Robbins' und Jiří Kyliáns Goldberg-Variationen / Gods and Dogs, die Eröffnungspremiere der diesjährigen BallettFestwoche.

Die Junior Company des Bayerischen Staatsballetts wird mit ihrem breitgefächerten Repertoire von Kylián, Balanchine, Duato, Kohler, Siegal und Samodurov auch in der Spielzeit 2012/13 im Nationaltheater und vielen Gastspielorten zu sehen sein. Darüber hinaus wird das 2004 gestartete Projekt „Ballett und Wildnis“ von den Junioren fortgesetzt. Zum Jubiläum der Stadt Kelheim präsentiert das Bayerische Staatsballett II im Juli 2013 Werke wie Na Floresta („Im Wald“, Nacho Dauto) oder Gli Uccelli („Die Vögel“, Slava Samodurov) vor der Befreiungshalle.

Auch das CAMPUS Kinder- und Jugendprogramm des Bayerischen Staatsballetts hat mit Spiel-Balletten, Ballett-Werkstätten, dem "tanzenden Klassenzimmer", P-Seminaren, Generalprobenbesuchen und vielen anderen Programmen für Kinder und Jugendliche etliches zu bieten.
mehr lesen

Natalia Osipova zu Gast für "Dornröschen" am 20. Februar und gemeinsam mit Ivan Vasiliev am 09. April 2012

Natalia Osipova. © Joachim
München, Januar 2012 - Natalia Osipova, als spektakulärste junge Ballerina des Bolschoi Balletts Moskau zu Weltruhm aufgestiegen und seit Beginn des Jahres Principal Dancer sowohl in Nacho Duatos Compagnie am Mikhailovsky Theater in St. Petersburg als auch des American Ballet Theatres in New York, wird am 20. Februar 2012 die Partie der Aurora in Marius Petipas Dornröschen übernehmen.
Bereits in der vergangenen Spielzeit begeisterte sie das Publikum im Nationaltheater als Katharina in John Crankos Der Widerspenstigen Zähmung durch ihre atemberaubende Technik und ihren spritzigen Charme. Gerne nahm sie das Angebot von Ballettdirektor Ivan Liška an, erneut mit dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts auf der Bühne zu stehen. Ihr Partner als Prinz Desire ist Lukáš Slavický.
In der Vorstellung am 09. April tanzt an ihrer Seite Ivan Vasiliev den Prinzen Desire. Auch Vasiliev hat in wenigen Jahren als aufsehenerregendster Jungstar des Bolschoi Balletts die internationale Ballettwelt erobert, ehe er sich mit Natalia Osipova als Principal Dancer Nacho Duatos Mikhailovsky-Ballett anschloss. Gemeinsam werden sie am 9. April im Münchner Dornröschen ihre Qualitäten als eines der Ausnahmepaare der internationalen Ballettszene unter Beweis stellen.

Marius Petipa / Ivan Liška
Dornröschen
Mo 20.02.12, 19.30 Uhr, (Gast: Natalia Osipova)
Mo 09.04.12*, 18.00 Uhr, (Gäste: Natalia Osipova und Ivan Vasiliev)
Weitere Vorstellungen
Fr 02.03.12, 19.30 Uhr
Sa 03.03.12, 19.30 Uhr
Mi 04.04.12, 19.30 Uhr
Do 12.04.12, 19.30 Uhr
Nationaltheater
* Familienvorstellung und Programm Junges Publikum

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts
mehr lesen

"Ich bin, wenn Du mich suchst, das Mädchen, das barfuß geht." - Premiere beim Bayerischen Staatsballett am 30. Januar 2012

Das Mädchen und der Messerwerfer, AfterLight, Las Hermanas. ©Christin Losta, Bureau Mirko Brosche
München, Januar 2012 - "Very British" wurde das vergangene Jahr beendet, und ebenso beginnt auch das neue. Am 30. Januar 2012 zeigt das Bayerische Staatsballett mit "Das Mädchen und der Messerwerfer / AfterLight / Broken Fall / Las Hermanas" Uraufführung, Deutsche Erstaufführung und Premiere in einem Abend.
Ein Mädchen, verloren und unbehaust, selbstbewusst und stolz, vertraut dem Mann, der jeden Abend die Messer auf sie wirft, ihr Leben an. Angesichts der Gefahr verdichten sich Fühlen und Denken. Seit der Veröffentlichung von Wolf Wondratscheks Gedichtzyklus Das Mädchen und der Messerwerfer (1997) war es ein Wunsch des Autors, dass sein Werk als Ballett-Libretto dienen sollte. Diesem Wunsch kam Ballettdirektor Ivan Liška nach und verpflichtete den Choreographen Simone Sandroni, der wie Sidi Larbi Cherkaoui oder Russell Maliphant sowohl für die freie Szene als auch für klassische Ensembles choreographiert. Lenka Florys Bühnenbild - ein heruntergekommener verlassener Kinderspielplatz, auf dem sich gelangweilte Jugendliche aufhalten, kicken, streiten, rumhängen. Immer, wenn sie nichts anderes mehr zu tun wissen, bricht das Tanzen aus ihnen heraus und setzt überraschende gruppendynamische Prozesse in Gang. Eine Atmosphäre von Tristesse, Redundanz und Einsamkeit, die plötzlich umschlägt in Aktion, Tempo und Attacke. Simone Sandroni kreiert zum musikalischen Arrangement von 48nord die Choreographie. Sein von Kampftechniken beeinflusster, stark physisch betonter Stil versetzt die Tänzer in ständige lauernde Alarmbereitschaft, die einen hohen Grad an Konzentration und Energie fordert. Hier entfaltet sich die Geschichte um die junge Frau, die sich erst in der bedrohlichen Situation der allabendlichen Messerwerfer-Nummer wirklich lebendig fühlt. In den Titelpartien werden Emma Barrowman und Wlademir Faccioni zu sehen sein.
Der englische Choreograph Russell Maliphant arbeitete als Tänzer mit den wichtigsten und stilbildenden Ensembles der zeitgenössischen englischen Szene – DV8 Physical Theatre, Michael Clark Company, Laurie Booth u.a. 2003 begann seine fruchtbare und dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Weltstar Silvie Guillem, für die er zahlreiche international überaus erfolgreiche Kreationen schuf. Aus dieser Zusammenarbeit mit Guillem entstand das Trio Broken Fall, das zwei der berühmten Ballet Boyz beim Bayerischen Staatsballett mit Ekaterina Petina, Marlon Dino und Erik Murzagaliyev einstudieren. In seiner Arbeit vereint Maliphant Tradition und Avantgarde und geht selbst immer wieder neue Wege. Aus der Auseinandersetzung mit den Ballets Russes entstand das Solo AfterLight zur Musik von Erik Satie. Kreiert wurde es für den Tänzer Daniel Proietto, der für die Vorstellungen im Prinzregententheater verpflichtet wurde.

Eröffnet wird der Abend von einem Werk Kenneth MacMillans: Las Hermanas. 1963 übersetzte er Lorcas Bernarda Albas Haus in 25 Minuten konzentriertesten Tanz. Frank Martins Konzert für Cembalo und kleines Orchester scheint wie für MacMillans Strukturierung der Geschichte komponiert. Der englische Choreograph erweitert die Ausdrucks- und Bewegungsmöglichkeiten des klassischen Balletts und formt das in die Katastrophe führende Geschehen kühn und beklemmend zu einem choreographischen Meisterwerk des 20. Jahrhunderts.
In der Rolle der Mutter wird Beatrice Cordua zu sehen sein, langjährige herausragende und ausdrucksstarke Solistin bei John Neumeier in Hamburg, Tänzerin und Trainingsleiterin bei Johann Kresnik in Berlin und seit 2004 freie Tänzerin und Choreographin. Die Partie der ältesten Schwester übernimmt Lucia Lacarra, ihren Verlobten tanzt Cyril Pierre. Roberta Fernandes, Monika Hejduková, Mia Rudic und Ilana Werner komplettieren das Schwesternquintett.

Sandroni / Maliphant / MacMillan
Das Mädchen und der Messerwerfer / AfterLight / Broken Fall / Las Hermanas
Premiere
Mo 30.01.12, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
Di 31.01.12, 19.30 Uhr
Mi 01.02.12, 19.30 Uhr
Do 02.02.12, 19.30 Uhr
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts
mehr lesen

Ivan Liška bis 2016 Direktor des Bayerischen Staatsballetts

Ivan Liška. © Bettina Stöß
München, Dezember 2011 - Mit der Vertragsunterzeichnung am vergangenen Montag wurde Ivan Liška als Ballettdirektor bis Ende der Spielzeit 2015/16 bestätigt.
Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch freut sich darüber, dass Liška bereit war, das Angebot anzunehmen und ab der Spielzeit 2013/14 weitere drei Jahre als künstlerischer Leiter der Münchner Compagnie zu agieren. Es sei "wunderbar zu wissen, dass die Qualität des renommierten Bayerischen Staatsballetts unter der Führung seines profilierten Direktors erhalten bleibt", sagt der Minister.
Liška selbst meint: "Ich bin seit über 13 Jahren Chef dieses tollen Ensembles – länger als jeder Direktor vor mir - und werde auch in den nächsten Jahren mit ungebremster Leidenschaft die Freude am Tanzen und an der unglaublichen Ausdruckskraft faszinierender Choreographien mit meinen Tänzern, dem Team und dem Publikum teilen."

Ivan Liška wurde am 8. November 1950 in Prag geboren und erhielt seine Ausbildung am Konservatorium in Prag. Nach dem Abschluss im Jahr 1969 emigrierte er aus seiner Heimat und ging zum Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Von 1974 bis 1977 war er Vortänzer (= Halbsolist) beim Ballett der Bayerischen Staatsoper (Staatsballett seit 1989), bevor er als Erster Solist zum Hamburger Ballett ging und dort Hauptrollen in zahlreichen Werken von John Neumeier tanzte und kreierte – Ein Sommernachtstraum, Matthäus Passion, Wie es Euch gefällt, die Hauptrolle in Zwischenräume - Neunte Sinfonie von Gustav Mahler, Titelpartien in Peer Gynt, Odyssee, außerdem in Werken von Robbins, Béjart, van Manen, Kylián, Balanchine, Cranko, Louis, Lubovitch, Limón, Tudor. Weltweite Gastspiele, u.a. als Onegin mit Natalia Makarova, führten ihn nach Paris, London, New York. Er tanzte in der Verfilmung der Kameliendame den Armand an der Seite von Marcia Haydée. Beim Plissetskaya-Wettbewerb erhielt er den Preis als bester Partner. Liška choreographierte im Rahmen der Hamburger Ballettwerkstätten und 1997 in Brno (Der Streit).

Seit Beginn der Spielzeit 1998/99 ist Ivan Liška Direktor des Bayerischen Staatsballetts und hat seinen Vertrag, der derzeit bis 2016 läuft, inzwischen viermal verlängert. Unter seiner Leitung Ausweitung der Tourneen, u.a. nach St. Petersburg, Madrid und Indien, Budapest, Italien, Kanada, Prag, Athen, Türkei, Taiwan und China. Er präsentierte zahlreiche für das Bayerische Staatsballett neue Choreographen u. a. William Forsythe, José Limón, Jean Grand-Maître, Saburo Teshigawara, Amir Hosseinpour, Jacopo Godani, Jerome Robbins, Martin Schläpfer, Simone Sandroni, Terence Kohler, Jörg Mannes und Nacho Duato. Die Reihe der Klassiker-Neuproduktionen im Repertoire vervollständigte Liška mit Raymonda, die er Ray Barra anvertraute. In Liškas eigenen Produktionen von Dornröschen (2003/2004) und Le Corsaire (2007) demonstrierte er den für das Bayerische Staatsballett charakteristischen historisch reflektierenden Umgang mit der choreographischen Überlieferung. Gleichzeitig zeigt sich seine eigene künstlerische Handschrift in der freien Einrichtung des Materials für das Publikum unserer Zeit.

Ivan Liška ist stellvertretender Sprecher der BBTK (Bundesdeutsche Ballett- und Tanzdirektoren Konferenz) und seit 2005 Mitglied des künstlerischen Rates des Nationaltheaters in Prag.
Im Frühjahr 2007 wurde er vom Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten mit der "Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa" ausgezeichnet. Im Herbst 2008 würdigte ihn das Chinesische Kulturministerium mit dem "Preis für herausragende Verdienste um den internationalen kulturellen Austausch". Am 9. Juli 2009 überreichte ihm Ministerpräsident Horst Seehofer den "Bayerischen Verdienstorden".
Im Februar 2012 wird er für seine Weltkarriere als Tänzer und als künstlerischer Leiter der Münchner Compagnie mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet.

In Kooperation mit Konstanze Vernon, Leiterin der Heinz-Bosl-Stiftung, und Jan Broeckx, Leiter der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München, gründete Ivan Liška im Herbst 2010 das Bayerische Staatsballett II / Junior Company.
mehr lesen

"STEPS & TIMES" - Premiere beim Bayerischen Staatsballett am 22.12.2011

 
München, Dezember 2011 – Mit dem Prädikat "Very British!?" versieht das Bayerische Staatsballett seine aktuelle Spielzeit. Der Premierenabend "Steps & Times" am 22. Dezember 2011 führt diese Thematik nun vollständig aus und präsentiert Werke von Frederick Ashton und Kenneth MacMillan, den vielleicht bedeutendsten englischen Choreographen.

Scènes de ballet schuf Frederick Ashton bereits 1948 für die damals noch Sadler's Wells Ballet genannte, seit Jahrzehnten zum Royal Ballet geadelte englische Elite-Compagnie. Bis zu seinem Tode sprach er von diesem Werk als seinem eigentlichen Meisterstück. Knappe 25 Minuten lang, besticht es durch eleganten, virtuosen klassischen Tanz, geistreich strukturiert zu Strawinskys frechem musikalischem Neoklassizismus. Im Mittelpunkt des glanzvoll ausgestatten Balletts – die brillantgeschmückten Damen in Tutus - stehen die Ballerina und ihr Kavalier, umspielt von einer Gruppe aus zwölf Tänzerinnen und vier Tänzern.

Zu fünf Walzern des Komponisten Johannes Brahms kreierte Ashton 1976 seine choreographische Miniatur als Hommage an Isadora Duncan. Die Ikone des modernen Tanzes brach die rigide Ballettästhetik ihrer Zeit auf, barfüßig und in einer dem griechischen Stil nachempfundenen Tunika, die sich nicht die Mühe machte, die Geheimnisse des weiblichen Körpers zu verbergen. Der Interpretin gibt Ashtons Werk Gelegenheit zu leidenschaftlichen Gefühlsexplosionen, die durch die klare Thematik der einzelnen Teile kontrolliert sind.

Der 1977 entstandene Frühlingsstimmen-Pas de deux, zum gleichnamigen Walzer von Johann Strauß, steht in seiner Dynamik den Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan in nichts nach. Dynamisch, temporeich und mit glanzvollen Hebungen choreographiert versetzt er den Zuschauer in Gala-Laune.

Kenneth MacMillans Lied von der Erde gehört heute zum unverzichtbaren Grundstock des internationalen Ballettrepertoires. Bereits bei der Uraufführung 1965 war klar, dass hier ein Meisterwerk von historischer Bedeutung vorlag. MacMillans choreographische Sprache beruht auf dem klassischen Tanz. Seine Choreographie wird eins mit dem lyrischen Gehalt in der Musik von Gustav Mahlers Lied von der Erde. Erzählerisch, ohne im traditionellen Sinn zu erzählen, verwandelt MacMillan Lieder wie "Von der Jugend" oder "Von der Schönheit" in kostbare Stimmungsbilder. Drei Figuren dominieren das Werk: eine Art Todesbote, genannt 'der Ewige', sowie 'die Frau' und 'der Mann'. MacMillan reflektiert in seinem Ballett zu Mahlers Musik Leben, Tod und Hoffnung auf Transzendenz.

In der Premiere tanzen Daria Sukhorukova und Maxim Chashchegorov die Hauptpartien in Scènes des ballet, als Isadora Duncan werden Séverine Ferrolier / Stephanie Hancox zu sehen sein, Ashtons Frühlingsstimmen interpretieren Lukáš Slavický und Gast Solistin Katherina Markowskaja. Lucia Lacarra, Tigran Mikayelyan und Marlon Dino tanzen, wie bereits 2007, 'die Frau', 'den Ewigen' und 'den Mann' im Lied von der Erde.
Es dirigiert Ryusuke Numajiri, einer der profilierten Opern- und Konzertdirigenten Japans, seit 2007 Musikdirektor der Biwako Oper Japan, außerdem international als Gast unter anderem beim Montreal Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Sydney Symphony und dem Wiener Kammerorchester tätig. 2007 gab er sein Debut als Dirigent beim Bayerischen Staatsballett. Mezzo-Sopranistin Heike Grötzinger und Tenor Bernhard Berchtold sind die Gesangssolisten im Lied von der Erde.

Frederick Ashton / Kenneth MacMillan
Steps & Times
Do 22.12.11, 19.30 Uhr   Premiere
Fr 23.12.11, 19.30 Uhr
Mi 28.12.11, 19.30 Uhr
Mi 04.01.12, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

gefördert durch:

 

mehr lesen

Drosselmeier bittet zum Tanz

Plakat Der Nussknacker. Fotografie von Christin Losta. Design Bureau Mirko Borsche
München, September 2011 - Das Bayerische Staatsballett nimmt John Neumeiers "Der Nussknacker" am 16. Oktober wieder ins Repertoire.
Choreographiert, inszeniert und erzählt als Geschichte über die Liebe zum Tanzen wird die Wiederaufnahme von Der Nussknacker beim Bayerischen Staatsballett, ganz ohne Zuckerfee oder Mäusekönig, als Huldigung an das Ballett und Hommage an Marius Petipa zelebriert.

John Neumeier kreierte seine Neufassung des Balletts bereits zu Beginn seiner choreographischen Karriere. Sein Nussknacker führt die Idee von Petipa/Tschaikowsky weiter, ohne das klassische Erbe zu zerstören oder zu verleugnen. So wird bei Neumeier aus dem ursprünglich ganz auf eine Weihnachstgeschichte konzentrierten Stück die bewegende Geschichte der kleinen Marie, die zu ihrem zwölften Geburtstag nicht nur einen Nussknacker, sondern auch Spitzenschuhe geschenkt bekommt. Und – ähnlich dem kleinen Lorchen in Thomas Manns Erzählung "Unordnung und frühes Leid" – verliebt sich Marie auf der Schwelle zum Erwachsensein an diesem Tag gleich zweimal – in den Freund der großen Schwester und in die Welt des Balletts. Kein geringerer als der große Petipa (alias Drosselmeier!) entführt Marie in eine fremde (Traum)-Theater-Welt, in der sie den Gestalten großer Ballette begegnet und deren Charme und Faszination erliegt, – und der Zuschauer mit ihr.

Neumeier studierte seinen Nussknacker bereits 1973, ein Jahr nach der Frankfurter Uraufführung, in München ein. Seitdem ist sein Ballett, das 2004 zum letzten Mal im Nationaltheater getanzt wurde, fester Bestandteil des Repertoires.
Für die erste Vorstellungsserie steht eine ganze Reihe von Rollendebuts auf dem Programm. Am Abend der Wiederaufnahme werden zum ersten Mal Marlon Dino als Günther, Tigran Mikayelyan als Drosselmeier und Ilia Sarkisov als Fritz zu sehen sein. Katherina Markowskaja, ehemalige Erste Solistin des Semperoper Balletts in Dresden und Gastballerina beim Bayerischen Staatsballett, gibt ihr Münchner Debut als Marie. Als Louise wird Lucia Lacarra auf der Bühne stehen, die bereits 2004 in der Rolle der 'Ballerina am Hoftheater' glänzte. Einen Tag später, am 17. Oktober, debütieren Daria Sukhorukova in der Partie der Louise, Cyril Pierre als Drosselmeier und Karen Azatyan als Fritz. Als Günther wird Lukáš Slavický zu sehen sein, der mit dieser Rolle bereits in der Spielzeit 2003/2004 seine Ernennung zum Ersten Solisten gefeiert hat.

John Neumeier
Der Nussknacker
So 16.10.11, 19.30 Uhr
Mo 17.10.11, 19.30 Uhr
Sa 22.10.11, 19.30 Uhr
Sa 26.11.11, 19.30 Uhr
Di 29.11.11, 19.30 Uhr
Mi 30.11.11, 20.00 Uhr
Und 2012
Nationaltheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Die Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung. Neues Programm und neue Gesichter im Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II, Junior Company

Na Floresta. Nicha Rodboon. ©Vincent Loermans
München, September 2011 - "Junge Tänzer sind wie geschlossene Blüten", sagt Prof. Konstanze Vernon, Leiterin der Heinz-Bosl-Stiftung, "je intensiver man sie pflegt, desto mehr blühen sie auf zu einer prächtigen Blume".
Seit über drei Jahrzehnten hat sich die Heinz-Bosl-Stiftung darum verdient gemacht, die finanziell bedürftigen Studenten der Ballett-Akademie München zu unterstützen und zu fördern, und ihnen künstlerische Weiterbildung zukommen zu lassen (durch internationale Pädagogen, Pianisten, Choreographen). Außerdem wurde den Studenten die Möglichkeit gegeben, vier Mal im Jahr die Ergebnisse ihres Studiums im Rahmen der Bosl-Matineen in künstlerisch anspruchsvollen Programmen auf der Bühne des Nationaltheaters zu präsentieren.

Momentan sind es leider nicht alle Klassen, die an dieser Matinee teilnehmen können, da die Vorbereitungszeit nach den Sommerferien bis zur ersten Vorstellung knapp bemessen ist. Deshalb hat Konstanze Vernon zusammen mit der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München und dem Bayerischem Staatsballett ihre Förderung auf die 2010 gegründete Junior Company konzentriert.
Die 16 Junioren - Stipendiaten der Stiftung und Volontäre des Staatsballetts - sind inzwischen viel unterwegs und gastieren in Deutschland und demnächst in Italien und Spanien.

Am 16.Oktober um 11.00 Uhr präsentieren sie ihr neues Programm: Intermezzo von Terence Kohler, Nacho Duatos Na Floresta und Werke anderer Choreographen im Nationaltheater im Rahmen der Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung.

Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung
So 16.10.11, 11.00 Uhr
So 20.11.11, 11.00 Uhr
Nationaltheater
Moderation: Prof. Konstanze Vernon

Karten nur über:
T. +49.(0)89 33 77 63
F. +49.(0)89 33 77 65
tickets@ballettstiftung-heinz-bosl.de
mehr lesen

Gözde Özgür erhält den Bayerischen Kunstförderpreis 2011

Mats Ek: Giselle. Gözde Özgür, LukᚠSlavický
München, August 2011 - Seit 1965 wird der Bayerische Kunstförderpreis in unterschiedlichen Kategorien, darunter Musik, Tanz, Literatur, Bildende und Darstellende Kunst, verliehen. Am 18. November wird Kunstminister Wolfgang Heubisch Gözde Özgür in der Kategorie Tanz auszeichnen.
"Mit ihrer Interpretation der Titelfigur der Giselle in der Choreographie von Mats Ek begeisterte sie nicht nur die Fachpresse. Auch die Gutachter waren beeindruckt von ihrer vielschichtigen, ausdrucksvollen und einfühlsamen Darstellung, die gerade für eine so junge Künstlerin außergewöhnlich sei." So die Begründung des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Gözde Özgür wurde in Ankara geboren und erhielt ihre Ausbildung am Staatlichen Konservatorium Ankara. Mit 15 Jahren wechselte sie an die Ballettakademie Zürich und erhielt dort 2008 ihr Diplom. Mit der Spielzeit 2008/09 begann sie als Gruppentänzerin beim Bayerischen Staatsballett und wurde zu Beginn der Spielzeit 2011/12 zur Halbsolistin ernannt. Zuletzt debutierte sie als Amor in Ray Barras Don Quijote.

Gözde Özgürs eindrucksvolle Interpretation der Giselle, für die sie in der Münchner Residenz den mit 5000 Euro dotierten Preis entgegen nehmen wird, ist am 1. Oktober im Prinzregententheater zu sehen.
mehr lesen

Kitri in "Don Quijote" - Gast-Ballerinen tauschen Vorstellungsdatum

Don Quijote. Ekaterina Krysanova. © Thomas Kirchgraber
München, August 2011 - Aus terminlichen Gründen tauschen Iana Salenko und Ekaterina Krysanova jeweils einen Termin ihrer Gastauftritte in Ray Barras Don Quijote.
Iana Salenko und Karen Azatyan tanzen somit die Vorstellungen am 23. und 25. September, Ekaterina Krysanova wird mit Lukáš Slavický am 24. und 27. September zu sehen sein.

Termine Iana Salenko:
Fr 23.09.11, 19.30 Uhr
So 25.09.11, 15.00 Uhr

Termine Ekaterina Krysanova:
Sa 24.09.11, 19.30 Uhr
Di 27.09.11, 19.30 Uhr 
mehr lesen

Spielzeitauftakt beim Bayerischen Staatsballett mit großen Gast-Ballerinen in "Don Quijote"

 
München, August 2011 - Nach inspirierender Sommerpause haben die Tänzer des Bayerischen Staatsballetts die Proben wieder aufgenommen. Unter dem Motto "Very British!?" stehen in der Spielzeit 2011/12 Werke der bedeutendsten englischen Choreographen aus Klassik und Moderne auf dem Programm.
Vorhang auf! Ein Ausblick auf die Saison heißt es am 22. September im Prinzregententheater. Ballettdirektor Ivan Liška und seine Tänzer präsentieren in einer Art Kurzrevue aus Tanz, Projektionen und Texten die künstlerische Vision, mit der die Spielzeit konzipiert wurde.

Ab dem 23. September werden in Ray Barras Don Quijote die schöne Wirtstochter Kitri und der arme Barbier Basilio ihre Liebe gegen die Geldgier von Kitris Vater behaupten. Mit Witz und Raffinesse und der nicht unerheblichen Hilfe von Don Quijote kann am Ende eine Hochzeit gefeiert werden, die tänzerisch alles fordert und bietet!

Zum Auftakt der Spielzeit begrüßt das Bayerische Staatballett als Gäste in diesem humorvollen, aber tänzerisch wie darstellerisch überaus anspruchsvollen Ballett zwei der profiliertesten weiblichen Stars der internationalen Tanz-Szene: Iana Salenko, Erste Solistin am Staatsballett Berlin, die damit ihr Debut in München gibt, und die Bolschoi-Ballerina Ekaterina Krysanova, die bereits Ende der vergangenen Saison beim Staatsballett einen Sensationserfolg als Kitri verbuchen konnte. Partner von Iana Salenko wird Karen Azatyan sein, der in der Spielzeit 2010/11 sein Debut als Basilio gegeben hat. Lukáš Slavický wird an der Seite von Ekaterina Krysanova sein Rollendebut als Basilio geben, das er in der vergangenen Spielzeit verletzungsbedingt verschieben musste.

Für die Vorstellung am 2. Oktober sind die Verhandlungen mit einem weltberühmten Gast-Paar noch nicht abgeschlossen. Am 3. Oktober wird Ivy Amista ihr in der vergangenen Spielzeit erstmals erprobtes Rollenporträt als Kitri weiter perfektionieren, an der Seite von Tigran Mikayelyan, zurück nach längerer Verletzungspause und außerdem zum ersten Mal in München als Basilio zu erleben.

Termine:
Vorhang auf! Ein Ausblick auf die Saison
Do 22.09.11, 19.30 Uhr

Don Quijote
Fr  23.09.11, 19.30 Uhr   (Iana Salenko mit Karen Azatyan)
Sa 24.09.11, 19.30 Uhr   (Iana Salenko mit Karen Azatyan)

So 25.09.11, 15.00 Uhr* (Ekaterina Krysanova mit Lukáš Slavický)
Di  27.09.11, 19.30 Uhr   (Ekaterina Krysanova mit Lukáš Slavický)

So 02.10.11, 15.00 Uhr* (Gäste als Kitri und Basilio in Verhandlung)
Mo 03.10.11, 19.30 Uhr  (Ivy Amista mit Tigran Mikayelyan)
  * Familienvorstellung und Programm Junges Publikum
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Anna tanzt VI - Anna liebt...

Anna tanzt VI - Anna liebt... © Oskar Henn
München, Juli 2011 - "O wie sie auf die Hand die Wange lehnt! Wär' ich der Handschuh doch auf dieser Hand, und küsste diese Wange!" - nicht gerade der Jargon, in dem Jugendliche heute ihre Liebe artikulieren würden… Zum sechsten und letzten Mal präsentieren die Schüler des Städtischen St. Anna Gymnasiums München das Ergebnis ihrer choreographischen Arbeit am 27. und 28. Juli in der Muffathalle. Dieses letzte Jahr unter dem Titel: "Anna liebt…"
Aber was ist Liebe? Wen lieben wir, wie, wann und warum? Seit Jahrhunderten versuchen Philosophen, Poeten und Verliebte, das Mysterium der Liebe zu ergründen und doch scheint es keine befriedigende wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen zu geben. Die Teilnehmer des erfolgreichen Jugendprojekts des Bayerischen Staatsballetts Anna tanzt ergründen für sich die Frage nach der Liebe. Und was kann als Inspirationsquelle anderes dienen als Shakespeares Romeo und Julia, die größte Liebesgeschichte aller Zeiten?

Vier Wochen lang haben die Schüler des 8. Jahrgangs des Münchner St. Anna Gymnasiums und Jugendliche der Berufsschule für den Einzelhandel gemeinsam ihre persönlichen Ansichten und Erfahrungen über die Frage nach der Liebe ausgetauscht, diskutiert und in Texte, Musik und Tanz gefasst. Das umfangreiche Material, das dabei entstand ist unter der Leitung der tschechischen Choreographin Lenka Flory und der Performerin Ruth Geiersberger zu einer facettenreichen Inszenierung verarbeitet worden. So vielfältig wie der Begriff Liebe zeigt sich auch die Produktion: Eine multimediale Verflechtung aus Tanz, Musik und Gesang, Projektionen, Fotoaufnahmen und Texten.

Anna tanzt erhielt die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2008" im Rahmen der Kampagne "Deutschland – Land der Ideen" und den "Zukunftspreis der PwC-Stiftung" 2009. Es war Vorreiter für viele andere Kooperationen deutschlandweit und initiierte eine Fülle von Forschungsprojekten, unter anderem im Rahmen von AGE IN MOTION des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, der Abteilung Neuropsychologie der Münchner Universitätskliniken und der Münchner Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Anna tanzt wird abgelöst durch Heinrich tanzt…!, eine ähnlich angelegte Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium München. Das St. Anna Gymnasium wird in einem anderen Format weiterhin mit dem Bayerischen Staatsballett kooperieren.

Anna tanzt VI – Anna liebt…
Mittwoch, 27. Juli 2011, 11.00 Uhr
Mittwoch, 27. Juli 2011, 19.00 Uhr
Donnerstag, 28. Juli 2011, 11.00 Uhr
Donnerstag, 28. Juli 2011, 15.00 Uhr
Donnerstag, 28. Juli 2011, 19.00 Uhr (ausverkauft)
Muffathalle

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

Anna tanzt VI – Team, Teilnehmer, Partner

Idee und Produktionsleitung:
Bettina Wagner-Bergelt, Stellvertreterin des Ballettdirektors und Dramaturgin beim Bayerischen Staatsballett

Konzeption und Choreographie:
Lenka Flory, tschechische Choreographin, Mitglied des Ensembles "Déjà donné" aus Italien (Tanz/Choreographie) 
Ruth Geiersberger, Performerin aus München (Text)
Mathis Nitschke, Komponist
Tänzer des Bayerischen Staatsballetts und der freien Tanzszene München, u.a. Anna Ressel, Martina La Ragione und Peter Jolesch

Technische Leitung: 
Joachim Ehrler, Bayerisches Staatsballett

Teilnehmer:
SchülerInnen der 8. Jahrgangsstufe des Münchner Städtischen St. Anna Gymnasiums 
Schüler der Berufsschule für Einzelhandel Mitte

mehr lesen

Isabelle Sévers erhält den "Irène-Lejeune-Ballettpreis" 2011

P.S. Isabelle Sévers - Mein Herz brach nur einmal. © Charles Tandy
Noch im rauschenden Applaus der gestrigen Vorstellung von "Dornröschen" wurde das Publikum im Nationaltheater Zeuge der diesjährigen Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten "Irène-Lejeune-Ballettpreises", den die Botschafterin des Bayerischen Staatsballetts, Frau Dr. h.c. Irène Lejeune, alljährlich an ein Ensemblemitglied verleiht.
Preisträgerin 2010 war Daria Sukhorukova, die inzwischen gefeierte Erste Solistin ist und die Titelpartie tanzte.
Diesjährige Preisträgerin ist die Gruppentänzerin Isabelle Sévers, seit 1995 Ensemblemitglied des Staatsballetts. Frau Sévers tanzte in diesen Jahren in fast allen Produktionen des Bayerischen Staatsballetts von Mats Ek über William Forsythe bis Martius Petipa, darin auch immer wieder kleine Solopartien.

Frau Lejeune wies in ihrer Laudatio darauf hin, dass es nicht nur die Solisten und ersten Protagonisten eines Ensembles seien, die dessen Qualität ausmachten, sondern ebenso das Corps de ballet mit seinen erstklassigen Mitgliedern, die den Gesamteindruck und die Atmosphäre einer Vorstellung entscheidend prägten.
Isabelle Sévers gastiert zur Zeit außerdem mit einem Soloabend, der der Laudatorin und Preisstifterin besonders nahe gegangen war, ein Solo über die Höhen und Tiefen im Leben einer Tänzerin mit dem Titel: P.S. Isabelle Sévers - Mein Herz brach nur einmal, Choreographie Simone Sandroni.
Wir gratulieren!
mehr lesen

Von Windmühlen und verliebten Barbieren. Das Bayerische Staatsballett feiert am 24. Juni die Wiederaufnahme von "Don Quijote"

Lisa-Maree Cullum Foto: Charles Tandy
Mit dem Beginn der Sommersaison des Bayerischen Staatsballetts werden der Ritter von der traurigen Gestalt und sein treuer Knappe Sancho Pansa die Bühne des Prinzregententheaters erobern. Für die Vorstellungen am 24. und 26. Juni hat Ballettdirektor Ivan Liška außerdem die gefeierte Bolshoi-Ballerina Ekaterina Krysanova als Kitri verpflichtet.
Vor zwanzig Jahren bildete die Premiere von Don Quijote die erste Klassiker-Neuinterpretation des frisch formierten Bayerischen Staatsballetts. Ray Barras Fassung von Marius Petipas 1896 uraufgeführtem Ballettklassiker ist bis heute ein gefeierter Glanzpunkt des Münchner Repertoires, der nach nunmehr acht Jahren Pause im Prinzregententheater wieder aufgenommen wird.

Barra hat durch die Akzentuierung der Dulcinea-Figur für eine zweite herausragende Ballerinenrolle neben der Kitri gesorgt und mit der humorvoll-brillanten Zeichnung des Ritters von der traurigen Gestalt und seines Dieners Sancho Pansa die klassische Vorlage liebevoll erweitert. Der Komponist Ludwig Minkus schuf gemeinsam mit Marius Petipa eine Reihe von großen Werken wie La Bayadère, Paquita und Don Quijote. Er zählt neben Peter I. Tschaikowsky zu einem der kreativsten musikalischen Köpfe der russischen Ballettklassik.

Das Ballett Don Quijote konzentriert sich auf eine Episode im zweiten Teil von Cervantes' Roman, die die Liebesgeschichte des Barbiers Basilio und der Wirtstochter Kitri erzählt. Kitri soll auf Wunsch ihres Vaters den reichen Gamacho heiraten, liebt aber den mittellosen Barbier Basilio. Mit Witz und Raffinesse (sowie einiger Hilfe durch Don Quijote) ertrotzen sich die beiden Liebenden schließlich die Heirat.

Während der erste Teil in einem farbenprächtigen Tanzpanorama die von guter Laune und Temperament sprühende Welt eines spanischen Marktplatzes vorführt, setzt Don Quijotes Traumwelt, eine der legendären klassischen Tanzszenen, die in der Solovariation von Don Quijotes unerreichbarem Idol Dulcinea gipfelt, einen Kontrastpunkt zum bunten Treiben der Anfangssequenz. Die glanzvolle Hochzeit von Kitri und Basilio bildet den Höhe- und Schlusspunkt dieses "atemberaubenden Tanzfestes".

In der Wiederaufnahme am 24. und in der Nachmittagsvorstellung am 26. Juni wird Ekaterina Krysanova vom Boshoi Ballett in Moskau als Kitri zu sehen sein. Ihr Partner ist Lukáš Slavický, der den Basilio zum ersten Mal in München tanzt. Am 25. Juni geben Ivy Amista und Karen Azatyan ihre Debuts als Kitri und Basilio, sie tanzen noch einmal in der Abendvorstellung am 26 Juni.

Marius Petipa/Ray Barra/Ludwig Minkus
Don Quijote
Freitag, 24. Juni 2011, 19.30 Uhr  Wiederaufnahme
Samstag, 25. Juni, 19.30 Uhr
Sonntag, 26. Juni, 15.00 Uhr* und 19.30 Uhr
  * Familienvorstellung und Programm Junges Publikum
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Paradiese und poetische Zufluchtsorte

Illusionen - wie Schwanensee. Tigran Mikayelyan, Marlon Dino. © Hösl
Das Bayerische Staatsballett eröffnet die BallettFestwoche mit John Neumeiers "Illusionen – wie Schwanensee"
"Es ist notwendig, sich Paradiese zu schaffen, poetische Zufluchtsorte, wo man auf einige Zeit die schauderhafte Welt, in der wir leben, vergessen kann." (König Ludwig II.)

München, März 2011 - Die Münchner Einstudierung von Illusionen – wie Schwanensee kann als lange fälliges Heimkehren eines Werkes an die Stätte gelten, an der es seinen Ausgang nimmt: dem Nationaltheater – einem Zufluchtsort des Bayernkönigs vor den Forderungen des Tagesgeschäfts. Am 21. April präsentiert das Bayerische Staatsballett die Eröffnugspremiere der BallettFestwoche.

Der Choreograph und Direktor des Hamburg Balletts, John Neumeier, ließ sich für sein Ballettdrama Illusionen – wie Schwanensee vom Leben und Leiden König Ludwigs II. inspirieren. In diese Geschichte verwob er die sorgfältige Rekonstruktion eines balletthistorischen Gipfelpunktes, des zweiten Aktes von Schwanensee in der Choreographie von Lew Ivanow; und den "Schwarzer-Schwan-Pas de deux", womit auch der wesentliche choreographische Beitrag von Marius Petipa zur definitiven St. Petersburger Schwanensee-Version gerettet war.
Der König flüchtet sich in die theatralische Wirklichkeit einer Schwanensee-Aufführung, in der er sich Erlösung von seinen existentiellen Qualen ersehnt. Auch die unvollendeten Mauern des Schlosses von Herrenchiemsee finden sich wieder, ein Bild seiner nicht zu stillenden Sehnsucht nach Vollendung und gleichzeitig sein Gefängnis. Keine der ihn umwerbenden Frauen kann ihm Erfüllung bedeuten; der Tod und der ständig präsente Mann im Schatten werden eins im atemberaubenden Schlussbild, das die existentiell-tragische Dimension menschlichen Liebes-Verlangens in ihrer ganzen Unerfüllbarkeit erfasst.

John Neumeiers 1976 uraufgeführtes Ballett ist Teil seiner Reihe von Neufassungen historischer Handlungs- und Märchenballette, zu denen auch Der Nussknacker, Dornröschen und Sylvia zählen. Die künstlerische Intention des Choreographen gilt dabei der großen Form. Ein wesentliches Ziel ist es, neue, zeitgenössische Formen für das abendfüllende Ballett zu finden und sie in den Kontext der klassischen Ballett-Tradition zu stellen.

John Neumeier
Illusionen – wie Schwanensee
Donnerstag, 21. April 2011, 19.00 Uhr  Premiere
Samstag, 23. April 2011, 19.00 Uhr
Donnerstag, 28. April 2011, 19.00 Uhr
Freitag, 06. Mai 2011, 19.30 Uhr
Sonntag, 15. Mai 2011, 19.30 Uhr
Mittwoch, 18. Mai 2011, 19.00 Uhr
Samstag, 21. Mai 2011, 19.00 Uhr*
Montag, 23. Mai 2011, 19.00 Uhr
  * Familienvorstellung und Programm Junges Publikum 
Nationaltheater

Mit freundlicher Unterstützung von


Am Premierentag laden wir Sie um 18.00 Uhr herzlich zur Eröffnung der Ausstellung All the world's a stage von Hubertus Hamm in den Ionischen Sälen und dem Königssaal ein. Molded Mirrors ist der Titel einer Werkgruppe, in der Hubertus Hamm mit der Verformung von hoch spiegelnden, gefärbten Edelstahlplatten arbeitet und sich dem Thema "Transformation" widmet. Begonnen hat dieses Projekt 2010 mit der Realisierung von drei aus Fotografien entwickelten Stahlreliefs, die im Atrium der LHI Leasing GmbH installiert wurden. Weitergeführt wird diese Arbeit nun unter dem Titel All the world's a stage (Shakespeare) anlässlich der BallettFestwoche 2011.
Beachten Sie bitte, dass die Ausstellung nur in Verbindung mit einer gültigen Eintrittskarte für die Vorstellung besuchbar ist.

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.
mehr lesen

Young Horses Lounge II - Das Dreispartenprojekt geht in die nächste Runde.

Young Horses Lounge II. T(r)anzformation. © Hösl
Am 18. März findet die Premiere der Choreographie "T(r)anzformation" statt.

München, März 2011 - Die zweite Etappe der von Schauspiel, Ballett und Oper gemeinsam konzipierten Young Horses Lounge wird eine Tanzproduktion mit 19 Jugendlichen sein, die hier teilweise zum ersten Mal tänzerisch auf einer professionellen Bühne stehen.

Das Leben ist Transformation und alles was man tut, löst etwas Neues aus: Spüli wird zu Seifenblasen, Träume können wahr werden, ein erster Blick wird zu Liebe, ein Wort kann die Welt verändern.
"Transformation" - ein Begriff, ein Vorgang, der im Alltag vorkommt, der Thema in Wissenschaften ist und den sich die Kunst immer wieder zunutze macht. Veränderung, Mutation, Wechsel, Durchdringung - im positiven wie im negativen Sinne bewegte Prozesse - sind die Themen, an denen die jungen Darsteller arbeiten.
Ausgangsmaterial sind gefundene oder geschriebene Texte, Fotos, Bilder, Musik und tänzerisches Material, das gemeinsam mit dem Choreographen Norbert Graf, Solist beim Bayerischen Staatsballett, zusammengestellt, bearbeitet, miteinander verschränkt und in Beziehung gesetzt wird. Auf der Party im Anschluss an die Premiere können eigene "Trans Formationen" ertanzt, erfeiert und erfunden werden.

Die Young Horses Lounge ist eine Zusammenarbeit von Bayerischem Staatsschauspiel, Bayerischem Staatsballett und der Bayerischen Staatsoper, der SchlaU-Schule (schulanaloger Unterricht für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge) und Hermès Paris.

Norbert Graf
Young Horses Lounge II
T(r)anzformation
Künstlerische Leitung/Choreographie: Norbert Graf
Assistenz: Amelie Mayr, Thomas Rost
Musik: Claudio Monteverdi, Chemical Brothers und andere
Ausstattung: Susanne Stehle
Idee und Herstellung: Schüler der "SchlaU-Schule" in Zusammenarbeit mit
HERMES, München
mit: Amelie Knaus, Andreas Unruh, Bettina Langehein, Dennis Gutmann, Desirée Flore, Hamid Azizi, Jannina Brosowsky, Joana Hajnaj, Johanna Baindl, Johanna Eller, Leonie Fest, Loris Kubeng, Markus Strobl, Michel Kopmann, Miriam Thurau, Nastasia Erceg, Sophia Weidemann, Svenya Böller, Tami Theissen

Freitag, 18. März 2011, 20.00 Uhr   Premiere
Samstag, 19. März 2011, 20.00 Uhr
Sonntag, 20. März 2011, 20.00 Uhr
  Marstall

Mitarbeit: Ursula Gessat, Cindy Jänicke
Technische Realisierung : Das Team des Bayerischen Staatsschauspiels in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper und dem Bayerischen Staatsballett

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts oder des Bayerischen Staatsschauspiels.

mehr lesen

Katharina wehrt sich noch...

Der Widerspenstigen Zähmung_Lisa-Maree Cullum_Foto Charles Tandy
Wiederaufnahme von "Der Widerspenstigen Zähmung" beim Bayerischen Staatsballett

München, Januar 2011 - John Crankos wunderbare Choreographie, basierend auf William Shakespeares gleichnamiger Komödie, kehrt zurück. Knapp acht Jahre nach der letzten Vorstellung von Der Widerspenstigen Zähmung, befindet sich das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts mitten in der Vorbereitung zur Wiederaufnahme am 26. Februar 2011.

Zentrum der Aufmerksamkeit ist zunächst die schöne Bianca, Katharinas jüngere Schwester und Schwarm von Hortensio, Lucentio und Gremio. Auf Geheiß des Vaters der jungen Damen, bleibt alles Werben des Freiertrios allerdings so lange vergeblich, bis die kratzbürstige große Schwester unter der Haube ist.
Gefunden wird schließlich der trinkfreudige, wilde Petrucchio als ein potenzieller Ehemann. Die Aussicht auf eine große Mitgift lässt ihn einwilligen, um Katharinas Hand anzuhalten, die nach einem dramatischen Zweikampf ihren Widerstand aufgibt. Ein Glück auch für Lucentio, dessen Weg in Biancas Herz nun frei ist.
Frisch vermählt macht sich das Ehepaar auf die Reise in Petrucchios Heimat. Doch steht einer glücklichen und harmonischen Beziehung noch Katharinas Widerspenstigkeit im Weg, die Petrucchio mit List und Witz zu überwinden weiß…

1976 zum ersten Mal im Nationaltheater aufgeführt, bildet Der Widerspenstigen Zähmung, gemeinsam mit Onegin und Romeo und Julia, die großartige Trias abendfüllender Werke von John Cranko, die seit Jahrzehnten Glanzpunkte des Münchner Ballettrepertoires bilden. John Cranko erzählt die Kernhandlung des Balletts in drei großen Pas de deux: die sich verweigernde Katharina im ersten, der sie überzeugende, überwältigende Petrucchio im zweiten, und schließlich das liebende Paar im dritten Pas de deux. In Choreographie verwandelte Weltliteratur.

Am 26. und 28. Februar werden Roberta Fernandes und Marlon Dino als Katharina und Petrucchio auf der Bühne des Nationaltheaters zu sehen sein. Natalia Osipova, erste Solistin am Bolshoi Ballett Moskau, die am 11. Februar die Rolle der Aurora in Dornröschen tanzt, wird am 12. und 17. März gemeinsam mit Lukáš Slavický das Titelpaar verkörpern. Alle Besetzungen werden rechtzeitig auf der Website des Bayerischen Staatsballetts bekannt gegeben. Die musikalische Leitung hat Myron Romanul.

John Cranko
Der Widerspenstigen Zähmung
Samstag, 26. Februar 2011, 19:30 Uhr (Wiederaufnahme)
Montag, 28. Februar 2011, 19.30 Uhr
Mittwoch, 02. März 2011, 19.30 Uhr
Samstag, 12. März 2011*, 19.30 Uhr
Donnerstag, 17. März 2011, 19.30 Uhr
Dienstag, 26. April 2011, 19.30 Uhr
Sonntag, 03. Juli 2011, 19.30 Uhr
 *Familienvorstellung
Nationaltheater

Für Pressekarten und weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Natalia Osipova tanzt "Dornröschen" am 11.02.2011

 

München, Dezember 2010 - Ballettdirektor Ivan Liška konnte für die Vorstellung von Dornröschen am 11. Februar 2011 die erste Solistin des Bolshoi-Balletts, Natalia Osipova, verpflichten. Sie wird die Rolle der Prinzessin Aurora tanzen.

Natalia Osipova, Erste Solistin am Bolshoi Ballett in Moskau, ist Absolventin der Moskauer Ballett-Akademie. Unmittelbar nach dem Examen trat sie 2004 ins Corps de ballet des Bolschoi-Balletts ein. Ihre Karriere vollzog sich mit atemberaubender Geschwindigkeit: Innerhalb weniger Jahre ertanzte sie sich einen Platz unter den prominentesten Ballerinen der Welt. In Deutschland wurde sie mit einem Schlag zum Begriff durch ihre Kitri in Don Quixote, die sie beim Gastspiel des Bolschoi-Balletts im Rahmen der Münchner Ballett-Festwoche im Mai 2007 tanzte. Bestimmend für ihre internationale Stellung waren vor allem die Bolschoi-Gastspiele in London, Paris, New York und Tokyo, wo sie in klassischen (Don Quixote, Giselle) und zeitgenössischen Werken (Twyla Tharp, Balanchine) triumphierte. Seitdem ist sie als umworbener Gast unter anderem beim American Ballet Theatre in New York, beim Ballett der Opéra in Paris oder beim Ballett der Mailänder Scala regelmäßig zu sehen.

Beim Bolschoi-Ballett verlief ihre nominelle Karriere zunächst langsamer als die Karriere auf der Bühne. Erst im Mai 2010 erhielt sie den Rang einer Ersten Solistin, als sie bereits alle Hauptpartien ihres Faches getanzt hatte, darunter in Giselle, La Sylphide, Esmeralda, Le Corsaire, Coppelia, La Bayadère und Die Flamme von Paris, in Neuproduktionen meist als Premierenbesetzung.

Wenig verwunderlich, dass Natalia Osipova auch Gewinnerin zahlloser Auszeichnungen ist: angefangen beim Grand Prix in Luxemburg (2003, noch als Studentin), bis zum Benois de la Danse (2007), dem englischen Richard-Sherrington-Award (2007) und dem italienische Positano Dance Award Leonide Massine und der Moskauer „Goldenen Maske“ (2008). Das deutsche Tanzmagazin „ballet-tanz“ wählte sie 2007 zur Tänzerin des Jahres.

Marius Petipa/Ivan Liška
Dornröschen
Freitag, 11. Februar 2011, 19:30 Uhr, Karten

Alle Aufführungsdaten zu Dornröschen finden Sie hier

Für Pressekarten und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Uraufführung von „Mein Ravel: Wohin er auch blickt…/Daphnis und Chloé“

Mein Ravel_Sukhorukova, Pierre.©Wilfried Hösl
München, Oktober 2010 - In der ersten Premiere der Spielzeit 2010/2011 präsentiert das Bayerische Staatsballett zwei Uraufführungen zu Musik von Maurice Ravel: Wohin er auch blickt… von Jörg Mannes und Daphnis und Chloé von Terence Kohler.
Kohler erzählt den Mythos um das junge Liebespaar Daphnis und Chloé aus einer neuen Perspektive mit besonderer Akzentuierung der psychologischen Entwicklung der Figuren. Jörg Mannes ließ sich durch das „Klavierkonzert für die linke Hand D-Dur“, das umrahmt wird von „Une barque sur l’océan“ und der „Pavane pour une infant défunte“ zu einem Ballett inspirieren, dessen Themen um Motive wie Trennung und Abschied in Zeiten von Krieg und Elend kreisen.
Am Pult steht nach über 50 Jahren wieder ein amtierender GMD der Bayerischen Staatsoper: Maestro Kent Nagano! Es singt der Chor der Bayerischen Staatsoper.
In jeder Hinsicht also ein Ballettabend in voller Besetzung!

Jörg Mannes/Terence Kohler
Mein Ravel: Wohin er auch blickt.../Daphnis und Chloé 
Sonntag, 21.11.2010, 19.30 Uhr, Uraufführung
Montag, 22.11.2010, 19.30 Uhr
Freitag, 26.11.2010, 19.30 Uhr
Sonntag, 28.11.2010, 18.00 Uhr
Nationaltheater
mehr lesen

Wiederaufnahme „Dornröschen“

Nach dreijährigem Dornröschenschlaf und pünktlich zur Weihnachtszeit, wird im Dezember Marius Petipas und Peter I. Tschaikowskys epochales Meisterwerk wieder wach geküsst.

München, Oktober 2010Ivan Liška bewahrt in seiner Fassung die klassische Tradition so treu wie möglich - das Märchen kommt ebenso wenig zu kurz wie das artistische klassische Meisterwerk. Eine Kombination, die Dornröschen seit jeher in die Reihe der seltenen Kunstwerke stellt, in denen der naive wie der intellektuelle Zuschauer gleichermaßen zu seinem Recht kommt. In den Hauptpartien werden Lucia Lacarra, Daria Sukhorukova und Ivy Amista (Aurora), Tigran Mikayelyan, Marlon Dino und Lukáš Slavický (Prinz Désiré), Cyril Pierre und Norbert Graf als Carabosse und Séverine Ferrolier, Roberta Fernandes und Ekaterina Petina als Fliederfee zu sehen sein. Die musikalische Leitung hat Valery Ovsianikov.

Marius Petipa/Ivan Liška
Dornröschen
Freitag, 17.12.2010, 18.00 Uhr, Wiederaufnahme
Montag, 20.12.2010, 19.30 Uhr
Samstag, 25.12.2010, 18.00 Uhr
Nationaltheater

mehr lesen

Sechs Auszeichnungen von Dance Europe

  
In der Kritiker-Umfrage des in London erscheinenden Tanzmagazins „Dance Europe“ ist das Bayerische Staatsballett erneut vielfach unter der Rubrik "Outstanding dancers of the year genannt".
Lucia Lacarra wurde für Ihre Rolle der französischen Ballerina in Serie Noire – ein choreographischer Krimi hervorgehoben. Alen Bottaini, bis zum Ende der vergangenen Spielzeit Erster Solist, im selben Ballett für die Rolle des Detektivs. Solist Norbert Graf erhielt eine Nennung für sein Solo von Simone Sandroni in der Terpsichore-Gala X. Die ehemalige Demi-Solistin Silvia Confalonieri ist mit ihrer Partie in Forsythes Artifact genannt. Zwei Gasttänzerinnen beim Bayerischen Staatsballett fanden ebenfalls Anerkennung: Kate Strong in Artifact und Sylvie Guillem bei der Terpsichore-Gala X in einem Pas de deux aus Mats Eks Apartment.
mehr lesen

Hochzeiten beim Bayerischen Staatsballett

Lucia Lacarra, Marlon Dino
Ballerina Lucia Lacarra heiratete den Ersten Solisten Marlon Dino; Maira Fontes, Gruppentänzerin, heiratete den Solisten Javier Amo Gonzalez.

Spektakulär beherrschen sie die Bühne, und nicht weniger glamourös fand diesen Sommer die Hochzeit von Lucia Lacarra und Marlon Dino statt. Die Ersten Solisten des Bayerischen Staatsballetts feierten zunächst in der Heimat der Ballerina, im spanischen Baskenland, um dann mit einem nicht weniger großen Fest in Albanien Vermählung zu halten, wo Marlon Dinos Familie ihre Wurzeln hat. Die Auftritte des Paares, dessen Liebesgeschichte vor drei Jahren mit der künstlerischen Partnerschaft in MacMillans Lied von der Erde begann, wird seither auch auf der Bühne als anrührende Attraktion wahrgenommen, wenn sie in den großen tragischen Liebesgeschichten zu sehen sind: als Romeo und Julia, als Onegin und Tatjana, als Zobéide und der Goldene Sklave, um nur einige zu nennen.

Nicht weniger farbenprächtig ging es bei den tagelangen Festivitäten der Brasilianerin Maira Fontes und des Spaniers Javier Amo Gonzalez zu. Auch sie gingen in ihren jeweiligen Heimatländern Brasilien und Spanien den Bund der Ehe ein.

mehr lesen

Das Bayerische Staatsballett mit Artifact zu Gast beim Festival DANCE 2010

The Forsythe Company: Artifact. © Dieter Schwer

München, Oktober 2010 – wie in allen vorangegangenen Ausgaben des Festivals DANCE, seit seiner Gründung 1987, wird das Bayerische Staatsballett auch in diesem Jahr mit einem gewichtigen Beitrag im Programm vertreten sein. Ein Aspekt des Festivalprogramms 2010 ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Erinnerung und Vergessen“.

William Forsythes abendfüllendes, aus der danse d'école erwachsenes Ballett Artifact zu Musik von Johann Sebastian Bach und Eva Crossman-Hecht, das er in der vergangenen Spielzeit mit dem Bayerischen Staatsballett einstudiert hat, thematisiert u.a. die Spannung zwischen diesen beiden Polen. „Good evening. Remember me?“ beginnt die „Frau im historischen Kostüm“ den Abend, in dessen Verlauf sie immer wieder nach der Vergangenheit fragen wird, nach dem Jetzt, nach der Erinnerung…; sich selbst, den „Mann mit Megaphon“, die „graue, andere Person“ und die 40 Tänzerinnen und Tänzer.
Im Anschluss an die Vorstellung lädt Ballettdirektor Ivan Liška zu einem offenen Publikumsgespräch in den Capriccio-Saal, wo er mit Solisten und Gästen des ehemaligen Ballett Frankfurt Rede und Antwort stehen wird.

Am 29. Oktober bereits können Interessierte sich in einer öffentlichen Probe mit den Solisten und dem Ensemble einen Einblick in die tägliche Probenarbeit zu Artifact verschaffen. Hierzu öffnet die BMW-Welt ihre Pforten und lässt Tanz dort stattfinden, wo sonst die neuesten Fahrzeugkreationen gezeigt werden. Ballettdirektor Ivan Liška und Forsythe-Ballettmeisterin Agnès Nolténius geben eine Einführung.

Termine:

Öffentliche Probe:
Freitag 29.10.2010, 21.30 Uhr, BMW-Welt, Am Olympiapark 1
Einlass 21.00 Uhr, Eintritt frei, Stehplätze auf der Besucherbrücke

Vorstellungen Artifact:
Samstag 30.10.2010, 19.30 Uhr*
(Anschließend Publikumsgespräch im Capriccio-Saal, Nationaltheater)
Freitag, 05.11.2010, 19.30 Uhr*
Dienstag, 09.11.2010, 19.30 Uhr*
 *Programm Junges Publikum

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

Weitere Vorstellungen des Festivals unter www.dance2010.de

mehr lesen

Licht aus... Vorhang auf! Das Bayerische Staatsballett eröffnet die neue Spielzeit 2010/11 mit einer Herbstsaison im Prinzregententheater

München, September 2010 - Zum 21. Mal wird sich nach den Theaterferien für die Compagnie des Bayerischen Staatsballetts der Vorhang zu einer neuen Spielzeit öffnen. Die Saison wird geprägt sein von Themen, die ganz nah dran an München und dem Nationaltheater sind, aber auch die große weite Welt nach München holen!

Die Eröffnungsmatinee "Vorhang auf! Ein Ausblick auf die Saison" zeigt am 19. September um 11.00 Uhr im Prinzregententheater in kleinen Ausschnitten die gesamte Vielfalt der neuen Spielzeit. Mit
choreographischen Partien aus dem Repertoire, Filmausschnitten und Gesprächen mit Künstlern, begrüßt die Compagnie ihr Publikum und ihre neuen Tänzer, Volontäre und Stipendiaten. Durch das Programm führt das bewährte Trio aus Ballettdirektor Ivan Liška, Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender.

Am 21. September setzen wir die "Giselle - Mats Ek"-Serie fort. Gözde Özgür wurde für ihre zauberhafte Interpretation der Giselle in der Kritikerumfrage der internationalen Zeitschrift "Tanz" unter der Rubrik "Tänzerinnen des Jahres" nominiert. Sie eröffnet gemeinsam mit Matej Urban als Albrecht, Lukáš Slavický als Hilarion und Emma Barrowman als Bathilde den Reigen um Liebe, Verrat und Verzicht.

Mit Terence Kohlers "Série Noire – ein choreographischer Krimi" zur Musik von Phil Glass, beginnt am 28. September erneut die Suche nach dem Mörder der Primaballerina… Nachdem der Hollywood-Thriller "Black Swan" nun auch die mörderische Atmosphäre hinter den Kulissen eines Ballett-Ensembles entdeckt hat, liegt Série Noire absolut im Trend…

Vorstellungen im Prinzregententheater

"Vorhang auf! Ein Ausblick auf die Saison"
Sonntag, 19.09.2010, 11.00 Uhr
Einheitspreis 8,00€

Mats Ek
"Giselle – Mats Ek"
Dienstag, 21.09.2010, 19.30 Uhr
Mittwoch, 22.09.2010, 19.30 Uhr
Freitag, 24.09.2010, 19.30 Uhr (Familienvorstellung)
Samstag, 25.09.2010, 19.30 Uhr
Sonntag, 26.09.2010, 18.00 Uhr
Preise 19,00€-48,00€

Terence Kohler
"Série Noire – ein choreographischer Krimi"
Dienstag, 28.09.2010, 19.30 Uhr
Mittwoch, 29.09.2010, 19.30 Uhr
Freitag, 01.10.2010, 19.30 Uhr
Samstag, 02.10.2010, 18.00 Uhr
Preise 19,00€-48,00€

Für alle Vorstellungen sind noch Karten in allen Preiskategorien erhältlich.

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Abschiedsvorstellungen von Alen Bottaini

Le Corsaire: Alen Bottaini

In „Série Noire – Ein choreographischer Krimi“ tanzt der gefeierte Solist die jüngste für ihn kreierte Rolle

München, Juni 2010Alen Bottaini, Erster Solist, und seit 17 Jahren Mitglied des Bayerischen Staatsballetts, wird das Ensemble zum Ende der Spielzeit verlassen und sich zukünftig auf internationale Gastauftritte konzentrieren.

Beim Bayerischen Staatsballett gelang Bottaini eine erfüllte Tänzerkarriere, in der er alle großen Rollen des klassischen Repertoires von Solor in der Bayadère, Siegfried in Schwanensee über Petrucchio in Der Widerspenstigen Zähmung, Lenski in Onegin und Armand in Neumeiers Kameliendame u.v.a. interpretierte und als charismatischer Darsteller die Herzen des Publikums eroberte. Ebenso zählten Hauptpartien in zeitgenössischen Kreationen und Neueinstudierungen, darunter Werke von Schläpfer, Mannes, Van Manen, Kylián, Forsythe, Ek, zu seinem umfangreichen Repertoire.

In Viareggio/Italien geboren, absolvierte Alen Bottaini seine Ballettausbildung an der Schule seiner Mutter in Massacarrara. 1992 beendete er seine Ausbildung am Waganowa-Institut in St. Petersburg und wurde mit Beginn der Spielzeit 1993/94 Mitglied des Bayerischen Staatsballetts, seit der Saison 1999/2000 tanzt er als Erster Solist.

1996 erhielt Alen Bottaini den Positano-Preis für den besten italienischen Tänzer im Ausland, außerdem die Goldmedaille der Herren und den Sonderpreis für künstlerische Interpretation beim Internationalen Ballettwettbewerb in Varna. Internationale Gastspiele führten ihn u.a. nach Italien, Japan, Frankreich, Kuba, Russland und Australien, häufig zusammen mit seiner Partnerin Lisa-Maree Cullum. 2008 wurde Alen Bottaini von Staatsminister Dr. Thomas Goppel der Titel Bayerischer Kammertänzer verliehen.

Bis zum Ende dieser Spielzeit wird Alen Bottaini noch in 100 Jahre Ballets Russes am 1. Juli und in Artifact am 16. Juli zu sehen sein. Eine letzte große Hauptrolle tanzt er in Terence Kohlers Ballett Série Noire – Ein choreographischer Krimi, das am 22. Juni im Prinzregententheater Premiere feiert. Am 25. Juni 2010 wird sich der herausragende Solist nach der Série Noire-Vorstellung offiziell von seinem Münchner Publikum verabschieden.

Vorstellungen

Artifact
Do. 1. Juli, 19.30 Uhr
Nationaltheater

100 Jahre Ballets Russes
Fr. 16. Juli, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Série Noire – Ein choreographischer Krimi
Di. 22. Juni, 19.30 Uhr Uraufführung
Mi. 23. Juni, 19.30 Uhr
Fr. 25. Juni, 19.30 Uhr
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Uraufführung "Série Noire - Ein choreographischer Krimi" von Terence Kohler

Série Noire. Lucia Lacarra, Cyril Pierre. © Charles Tandy

Arsen und Spitzenschuhe...

Am 22. Juni, 19.30 Uhr im Prinzregententheater

München, Juni 2010 - Mit der Uraufführung von Série Noire – Ein choreographischer Krimi am 22. Juni im Prinzregententheater zeigt das Bayerische Staatsballett seine mörderische Lust am Tanz. Série Noire ist ein Ballett, das der junge Choreograph Terence Kohler für das Münchner Ensemble kreiert hat. Inspiriert durch Krimiklassiker und Agentenfilme setzt Kohler ein kriminalistisches Sujet in eine spannungsgeladene, klassische Choreographie um und verbindet dabei drei Handlungsstränge miteinander.

Im Mittelpunkt steht ein fiktives Ballett, das in 150 Jahren nur zweimal aufgeführt worden ist. Bei jeder Premiere kam die Primaballerina auf tragische und ungeklärte Weise zu Tode. Auch die Wiederaufnahme des Stücks zu Beginn des 21. Jahrhunderts umgibt eine bedrohliche Aura: Während der Proben erlebt die ahnungslose Compagnie eine Verkettung merkwürdiger Vorfälle, die bei den beiden früheren Premieren jedes Mal zu dem mysteriösen Tod der Solistin geführt hatten.

In tänzerischen Rückblicken erfahren die Zuschauer mehr über die Hintergründe des verhängnisvollen Geschehens: Die Spurensuche führt auf eine Zeitreise zu den Aufführungsorten der beiden ersten Produktionen – ins Paris des 20. Jahrhunderts und noch weiter zurückliegend nach St. Petersburg ins 19. Jahrhundert.

Die Musik für das Ballett entstammt dem großen Oeuvre von Philip Glass und begleitet die Reise durch die Jahrhunderte. Dazu kommt das Klavierstück „Série noire“ von Pierre Jodlowski, das dem Ballett seinen Titel verleiht, die „Musik der Wahrheit“, wie Kohler es formuliert, die Musik des Detektivs.

Terence Kohler, Choreograph aus Sydney, Australien, ist derzeit „Choreographer in residence“ beim Bayerischen Staatsballett. Zuvor war er Tänzer und Choreograph beim Badischen Staatstheater und wurde während seines vierjährigen Engagements mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Mit Ende der Spielzeit 2007/2008 löste sich Kohler vom Karlsruher Ensemble und kreierte Once Upon an Ever After für das Bayerische Staatsballett. Mit der Uraufführung dieses Werks gelang ihm ein erfolgreicher Start in eine Karriere als freier Choreograph.

Vorstellungen 
Série Noire – Ein choreographischer Krimi
Di. 22. Juni, 19.30 Uhr Uraufführung Karten
Mi. 23. Juni, 19.30 Uhr Karten
Fr. 25. Juni, 19.30 Uhr Karten
Prinzregententheater

Alle Vorstellungen finden im Prinzregententheater statt. Karten für die Uraufführung sind in den Kategorien von 21,- € bis 58,- €, für die weiteren Vorstellungen von 19,- € bis 48,- €, erhältlich.

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Im Namen der Liebe

Mats Ek: Giselle. Gözde Özgür, LukᚠSlavický

Mats Ek moderne „Giselle“ feiert Wiederaufnahme mit junger Besetzung – am 19. Juni im Prinzregententheater

München, Juni 2010 – Liebe ist die Essenz des Lebens! Und kann in den Wahnsinn führen. Giselle, die Protagonistin des gleichnamigen Balletts, liebt leidenschaftlich und stirbt an gebrochenem Herzen. Am 19. Juni nimmt das Bayerische Staatsballett Mats Ek moderne Fassung des Ballettklassikers, wieder in den Spielplan auf.

Die Münchner Premiere von Mats Eks Giselle wurde im Dezember 1996 zu einem der größten Erfolge in der Geschichte des Bayerischen Staatsballetts. Im September 1998 präsentierte das Münchner Ensemble die Produktion bei seinem Gastspiel im Mariinsky-Theater in St. Petersburg und feierte mit dieser provozierend modernen Aufführung auf der vielleicht traditionsbewusstesten Ballettbühne der Welt einen uneingeschränkten Triumph.

Giselle, eines der großen Ballette des 19. Jahrhunderts, handelt von der betrogenen Liebe des Bauernmädchens Giselle. Herzog Albrecht, als Bauer verkleidet, erschleicht sich ihre Zuneigung, bis sie erkennt, dass er in Wahrheit bereits standesgemäß mit Bathilde verlobt ist. Giselle wird wahnsinnig und stirbt an gebrochenem Herzen. Giselles Liebe aber reicht über den Tod hinaus und rettet Albrecht, der sie betrogen hat, das Leben.

Zur traditionellen Musik von Adolphe Adam schuf Mats Ek eine völlig neue Choreographie in seinem eigenen, modernen Idiom. Er verlegte die Handlung in die Gegenwart. Die um ihre Liebe betrogene Giselle erwacht im 2. Akt nicht zu einem Geisterdasein, sondern befindet sich in einer Heilanstalt. Aber auch in dieser radikal zeitgenössischen Fassung bleibt die Essenz des Werkes erhalten: „Am Ende eines katastrophischen Jahrhunderts setzt Mats Eks Giselle einen beinahe verstörend humanistischen Akzent, denn sie zeugt vom unerschütterlichen Vertrauen in die Liebe“ (D. Weickmann in Max Joseph, Ausgabe 6/10).

Die aufstrebende Nachwuchstänzerin Gözde Özgür wird die Hauptpartie tanzen, flankiert von Lukáš Slavický als Hilarion, Matej Urban als Albrecht und Emma Barrowman als Bathilde/Myrtha.

Vorstellungen
Giselle-Mats Ek
Sa. 19. Juni, 19.30 Uhr Wiederaufnahme
So. 20. Juni, 18.00 Uhr
Do. 24. Juni, 10.30 Uhr
Do. 24. Juni 19.30 Uhr
Sa. 26. Juni, 19.30 Uhr
Prinzregententheater

Für Pressekarten, Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts.

mehr lesen

Artifact feiert Premiere

The Forsythe Company: Artifact. © Dieter Schwer

Das Bayerische Staatsballett tanzt William Forsythes frühes Meisterwerk am kommenden Sonntag, 25. April

München, April 2010 - Die Vorbereitungen zur Premiere von William Forsythes Artifact laufen auf Hochtouren, und die Münchner Compagnie geht höchst konzentriert in die letzte Probenphase. Am kommenden Sonntag, 25. April ist es dann soweit: Zum Auftakt der Ballettfestwochen präsentiert das Bayerische Staatsballett William Forsythes frühes Werk, das über Struktur und Geschichte des Tanzes reflektiert. Die Compagnie zeigt das Stück, nachdem sie vor vielen Jahren schon einmal einen Teil daraus getanzt hat, nun zum ersten Mal in voller Länge.

Das 1984 uraufgeführte Ballett ist Forsythes erstes abendfüllendes Werk, das er als neuer Intendant für das Ballett Frankfurt schuf. Artifact ist ein Stück über Ballett. Das vierteilige Werk zur Musik von Johann Sebastian Bach und Eva Crossmann-Hecht entspricht zwar in seiner Struktur einem klassischen Handlungsballett des 19. Jahrhunderts, seine Intention geht jedoch weit darüber hinaus. Es analysiert die Elemente und Funktionsweise des Balletts und spielt dabei mit den Sehgewohnheiten des Publikums, der Realität und der Wahrnehmung.

Im Mittelpunkt stehen drei Charaktere: eine "Person im historischen Kostüm", eine "Person mit Megaphon" und eine gespenstische graue "Andere Person". Sie bewegen sie sich wie Traumfiguren durch den Raum, durchqueren die symmetrische Bewegungslinien und Formationen der großen Ballettgruppe losgelöst von jeglicher Organisation.

Die Frau im Kostüm erzählt immer neue Geschichten mithilfe eines gleichbleibenden Vokabulars, die beiden anderen Figuren kommunizieren mittels Hand- und Armzeichen – eine Verbildlichung von Forsythes Vorstellung von Tanz. Es geht ihm um Beziehungen – choreographische Zeichen, die miteinander verbunden werden, um menschliche Körper, die in eine Beziehung zueinander treten: „Der Tanz in meinen Stücken, wie auch die Sprache, ist gewissen Zeichen und Regeln unterworfen. Diese Zeichen existieren nicht selbständig, sondern nur in Beziehung zueinander, wie in jedem System. Deshalb spreche ich im Ballett nicht von Bewegung, sondern von Beziehungen. Die sind bei mir neu. Die einzelnen Bewegungen bleiben in jedem Ballett die gleichen, waren es schon immer.“ (William Forsythe)

William Forsythe ist einer der großen Pioniere des zeitgenössischen Tanzes. Sein Wirken hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Praxis des Balletts die Grenzen des klassischen Repertoires gesprengt und sich zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts entwickelt hat. Forsythe arbeitet heute an einem breiten Spektrum von Projekten, wie Installationen, Filme und Internet-basierte Wissensentwicklung. Auf der diesjährigen Biennale in Venedig wird er den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk erhalten.

Die Premiere findet am Sonntag 25. April, 19.30 Uhr im Nationaltheater statt. Während der Ballettfestwochen wird das Stück ein zweites Mal am Sonntag 2. Mai, 19.30 Uhr gezeigt.

Weitere Artifact-Vorstellungen folgen am:
Fr. 28. Mai, 19.30 Uhr
Mo. 31. Mai, 19.30 Uhr
Sa. 5. Juni, 19.30 Uhr
Fr. 16. Juli, 19.30 Uhr
Nationaltheater

Für Pressekarten und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts. Bildmaterial kann direkt über den Pressebereich der Website des Bayerischen Staatsballetts oder über das Pressebüro angefordert werden.

mehr lesen

Vorschau auf die Spielzeit 2010/2011

Ivan Liska
Ballettdirektor Ivan Liška hat auf der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Staatsballetts die Pläne seiner Compagnie für die Spielzeit 2010/2011 vorgestellt.

München, April 2010Ivan Liška gab gestern auf der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Staatsballetts die Pläne für die kommende Spielzeit bekannt. Die Saison 2010/2011 wird geprägt sein von Kreationen und Produktionen, die einen ganz besonderen Bezug zu München und zum Nationaltheater haben.

Die 14. Spielzeit unter seiner Direktion hält zunächst eine veritable Münchner Sensation bereit: Zum ersten Mal seit 50 Jahren dirigiert der Generalmusikdirektor des Hauses wieder ein Premierenprogramm mit zwei Kreationen des Bayerischen Staatsballetts! War es damals kein geringerer als Sir Georg Solti, der „Le Sacre du printemps“ dirigierte, ist es heute Kent Nagano. Der GMD hatte immer schon eine große Affinität zu Tanz und Ballett und ist mit seiner Fa-milie ein häufiger Besucher der Vorstellungen des Bayerischen Staatsballetts. Die Konzeption des Abends mit Werken von Maurice Ravel geht auf seinen persönlichen Vorschlag zurück und auf seinen Wunsch, eine Staatsballett-Premiere zu leiten. Ivan Liška wählte als Choreographen die beiden dem Staatsballett bereits vertrauten Künstler Terence Kohler, der Daphnis und Chloé choreographieren wird, und Jörg Mannes, der eine Uraufführung unter dem Titel Wohin er auch blickt… zu Ravels „Klavierkonzert für die linke Hand“, „Une barque sur l’océan“ und „Pavane pour une infante defunte“ erarbeitet.

Die zweite Premiere ist aus ganz anderen Gründen spektakulär: John Neumeier hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten in regelmäßigen Intervallen einige seiner schönsten Choreographien nach München gegeben, wo er neben anderen den Sommernachtstraum, den Nussknacker, die Kameliendame, A Cinderella Story zuerst bei Konstanze Vernon und dann bei seinem ehemaligen Ersten Solisten Ivan Liška stets in guten Händen wusste. Eine Choreographie aber gehört gewissermaßen schon lange nach München, und im Frühjahr 2011 wird sie kommen – Illusionen…wie Schwanensee.

In diesem Werk hat John Neumeier – von jeher auch genialer Dramaturg seiner Werke – die tragische Lebens- und Liebesgeschichte des Bayernkönigs Ludwig II. mit dem Mythos vom Schwanensee verknüpft. Zum 125. Todesjahr Ludwigs II. wird dieses Ballett mit dem Bayerischen Staatsballett im Frühjahr 2011 Premiere haben und damit zum ersten Mal in München im Nationaltheater gezeigt werden – in dem Haus also, das für Ludwig II. selbst einst zum Fluchtpunkt vor der Wirklichkeit geworden war, wenn er sich in die gespenstische Einsamkeit seiner Privatvorstellungen zurückzog.

Eröffnet wird die neue Saison am 21. September mit Mats Eks frisch einstudierter, moderner Giselle, die in der aktuellen Spielzeit im Juni noch ihre Wiederaufnahme feiern wird. Zur klassischen Musik von Adolphe Adam tanzt das Ensemble im zeitgenössischen Idiom, der kraftvoll-derben, manchmal aber auch zart ziselierenden Variante des Modern Dance, wie sie typisch ist für den schwedischen Choreographen Mats Ek.

Im Repertoire verbleiben, neben den noch im April und Juni erwarteten Premieren Artifact von William Forsythe und Série Noire – Ein choreographischer Krimi von Terence Kohler, John Crankos Meisterwerk Onegin und das Kultstück der aktuellen Spielzeit Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere von Nacho Duato.

Außerdem wird es ein Wiedersehen geben mit den drei großen Klassikern Don Quijote, Dornröschen und Crankos Der Widerspenstigen Zähmung.

Das Kinder- und Jugendprogramm des Bayerischen Staatsballetts, Campus, bietet auch 2010/2011 ein breit gefächertes Programm mit vielen neuen kreativen Projekten für Schulklassen und Jugendgruppen. Neben einer Fortsetzung des bereits mehrfach ausgezeichneten Erfolgsprojekts Anna tanzt, das seit 2009 als Zwei-Generationen-Projekt hohe Wellen geschlagen und eine Lawine an Forschungsvorhaben losgetreten hat, arbeitet das Bayerische Staatsballett weiter im Tanzenden Klassenzimmer und in der städtisch-staatlichen Kooperation TuSCH mit der BOS Sozialwesen.

Der schriftliche Vorverkauf für die Spielzeit 2010/2011 startet am 19. Juni 2010. Der Schalter, Telefon- und Onlineverkauf findet im Zeitraum vom 17. bis zum 31. Juli 2010 statt sowie nach den Theaterferien ab 1. September.

Für weitere Informationen und Fotoanfragen steht Ihnen das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts jederzeit gerne zur Verfügung.

mehr lesen

Ballettfestwochen 2010 vom 25. April bis 9. Mai 2010

Pina Bausch: Masurca Fogo. Julie Shanahan  © Francesco Carbone
Das Tanz-Highlight des Jahres feiert zwei Jahrzehnte Ballett- und Tanzgeschichte

München, April 2010 – Vom 25. April bis 9. Mai feiert das Bayerische Staatsballett im Münchner Nationaltheater den Abschluss seines Jubiläumsjahres und präsentiert Meilensteine aus zwei Jahrzehnten Ballett- und Tanzgeschichte – von der Klassik bis zur Gegenwart.

Mit der Premiere von William Forsythes Artifact, dem Gastspiel des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und den beiden Terpsichore-Galavorstellungen mit internationalen Gästen stehen gleich mehrere Glanzlichter auf dem Programm. Begleitet werden sie von Erfolgstücken aus dem reichen Repertoire des Bayerischen Staatsballetts: Le Corsaire, Der Sturm, 100 Jahre Ballets Russes, Zugvögel und Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere.

Den Auftakt setzt eines der Schlüsselwerke der Moderne: Die Münchner Compagnie zeigt Artifact; Forsythes erstes abendfüllendes Ballett aus seiner frühen Zeit beim Ballett Frankfurt (1984). Für das Bayerische Staatsballett ist es die zweite große Forsythe-Premiere nach Limb's Theorem vor gut sechs Jahren. In der vierteiligen Choreographie zur Musik von Johann Sebastian Bach und Eva Crossmann-Hecht treiben der erste und der dritte Akt die Handlung voran, der zweite und der vierte Akt zeigen abstrakten-neoklassischen Tanz. Forsythes Stück folgt damit der Struktur eines klassischen Handlungsballetts, zeigt es jedoch unter einer neuen Perspektive – ironisch, überraschend und höchst dynamisch.

In Masurca Fogo lässt das Tanztheater Wuppertal den Geist von Pina Bausch, der großen Protagonistin des deutschen Tanz, im Nationaltheater weiterleben. Pina Bausch kann ihr lang erwartetes Gastspiel in München nicht mehr begleiten. Sie starb im Sommer letzten Jahres.
Mascura Fogo entstand 1998 in Lissabon und präsentiert sich als Hymne an das Leben und den Tanz. Die Inspiration hierzu fand Pina Bausch mit ihrer Compagnie im portugiesischen Alltag und den Begegnungen mit verschiedenen Repräsentanten der portugiesischen Kunst- und Kulturszene. Es entstand ein farbenprächtiges, den Süden feierndes Tanztheaterstück, ein Bekenntnis zu Schönheit, zu Intimität, Nähe und Zärtlichkeit.

Die beiden Terpsichore Gala-Abende IX und X vollenden die Ballettfestwochen mit einem Rückblick auf 20 Jahre Münchner Tanzgeschichte. Zwei unterschiedliche, thematisch jedoch zusammenhängende Programme, versprechen ein Wiedersehen mit ausgewählten Choreographien aus 63 Premieren und 42 Kreationen dieser zwei Jahrzehnte.

Das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts und internationale Gäste, darunter u.a. Alina Cojocaru/Royal Ballett London, Uljana Lopatkina/Ballett des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, Daniil Simkin/American Ballet Theatre New York, Viengsay Valdes/Kubanisches Nationalballett, gehen auf eine Zeitreise des Tanzes. Sie zeigen ihre eigene Interpretation herausragender Werke des Münchner Repertoires und der ihm eng verbundenen Choreographen. Vom Pas de Quatre von Leonid Jacobson über einen Pas de deux aus Emma B und aus Shannon Rose bis hin zur Chaconne von José Limon – eine Begegnung mit der Vergangenheit, die die Zukunft sucht.
 
Nicht zuletzt erhält die Zukunft auch im Rahmen der tänzerischen Rück-schau einen besonderen Stellenwert: Das Ensemble des Bayerische Staatsballetts präsentiert zu Beginn beider Gala-Aufführungen eine Uraufführung des jungen australischen Choreographen Terence Kohler zu einem Satz aus Saint-Saens erstem Klavierkonzerts. Eine eigens für das Jubiläum geschaffene Kreation, mit der Terence Kohler nach Once Upon an Ever After und vor der Uraufführung von Série Noire - Ein choreographischer Krimi seine enge Verbindung zum Staatsballett intensiviert.

Karten sind über den Schalter-, Telefon- und Online-Verkauf erhältlich. Ein kostenloses Begleitheft zu den Ballettfestwochen liegt an der Tageskasse der Bayerischen Staatsoper am Marstallplatz 5 aus.

Für Pressekarten und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts. Bildmaterial kann direkt über den Pressebereich der Website des Bayerischen Staatsballetts oder über das Pressebüro angefordert werden.

Zum Spielplan

mehr lesen

Sprung nach ganz oben

Marlon Dino wird Erster Solist

Marlon Dino wird Erster Solist

München, Februar 2010 - Marlon Dino hat den Sprung in die oberste Tänzerriege des Bayerischen Staatsballetts geschafft. Ballettdirektor Ivan Liška beförderte den bisherigen Solisten ab Februar 2010 zum Ersten Solisten. Marlon Dino überzeugte insbesondere im klassischen Repertoire durch ausdrucksstarke Rollenportraits: Als zunächst unterkühlter und später leidenschaftlicher Onegin versetzte er zusammen mit seiner Partnerin Lucia Lacarra das Münchner Publikum in Begeisterung. In Raymonda (M. Petipa/R. Barra) als Jean de Brienne oder in Die Kameliendame (J. Neumeier) als Armand gelangen ihm ebenfalls emotionsgeladene, wie auch technisch vollkommene Interpretationen. In seinem jüngsten Rollendébut in Nacho Duatos Bach-Hommage Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere übernahm er erstmals eine moderne Hauptpartie.

Marlon Dino wurde in Albanien geboren und begann seine Ausbildung 1991 an der School of Choreography and Ballet in Tirana/Albanien. 1998 wechselte er nach Genf in der Schweiz ans Geneve Dance Center unter der Leitung von David Allen. Im Januar 2001 bekam er einen Vertrag an der Wiener Staatsoper. Seit 2002 ist er beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Schnell wurde er mit solistischen Partien betraut, so dass schließlich 2005 die Ernennung zum Halbsolisten und zur Spielzeit 2007/2008 die Beförderung zum Solisten erfolgte.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Pressebüro des Bayerischen Staatsballetts. Bildmaterial kann direkt über den Pressebereich der Website des Bayerischen Staatsballetts heruntergeladen oder über das Pressebüro angefordert werden.

mehr lesen