Tanzplan München

Allgemeines




Tanzplan Deutschland, Tanzplan vor Ort: München
Kooperationen des Bayerischen Staatsballetts im Rahmen von Access to Dance

Access to Dance, das Münchner Projekt zum Tanzplan der Kulturstiftung des Bundes, präsentiert seine Pläne


Tanzplan München: „Studies“ und „Tanz von und für Jugendliche"

„Access to Dance“ ist ein Programm zur Förderung von zeitgenössischem Tanz, das von einem Zusammenschluss verschiedener Münchner Tanzorganisationen und Institutionen – der Tanzbasis e.V. – initiiert und ausgeführt wird. Es umfasst die Bereiche Studies, Produktion und Präsentation – darunter „Tanz von und für Jugendliche“ – sowie Kommunikation und Dokumentation und schafft neue Strukturen für tänzerische Aus- bzw. Fortbildung im schulischen, universitären und künstlerischen Bereich.

Die Bereiche „Studies“ sowie „Tanz von und für Jugendliche“ werden im Rahmen von Tanzplan München durchgeführt.

Der künstlerische zeitgenössische Tanz wird für Schülerinnen und Schüler aller Schultypen in München und Bayern im Klassenverband erlebbar und erfahrbar gemacht. Simone Schulte und Andrea Marton übernehmen mit dem Verein "Tanz und Schule" e.V. die Vermittlung und Betreuung von qualifizierten Tanzpädagogen, Choreographen und Tänzern für die Arbeit an den Schulen. Tanz und Schule entwickelt kontinuierlich ein Angebot zur Qualifizierung der Künstler. Dieses wird in Form von Fortbildungsmodulen mit dem Schwerpunkt „Vermittlung von Methoden für den zeitgenössischen Tanz an Schulen“ veranstaltet. Themen sind u.a.: Bewegungs- und Raumlehre von Rudolf Laban, Improvisation Technologies nach William Forsythe, Partnering, Kontaktimprovisation, Tanzmedizin. Zusätzlich gibt es Angebote zu themengebundenem Arbeiten (z.B. Tanz und bildende Kunst), zu Methodik und Didaktik für Schulprojekte, sowie regelmäßiges Coaching. Wichtig ist dabei die Verbindung zur künstlerischen Praxis. Der Besuch einer Tanzvorstellung oder einer Probe, der Blick hinter die Kulissen, das Künstlergespräch sind wesentliche Elemente in dem Prozess, Schülern, Lehrern und Eltern Wissen über Tanz und Theater zu vermitteln. "Tanz und Schule" arbeitet hier eng zusammen mit dem Bayerischen Staatsballett und den jeweils vor Ort ansässigen Theatern, Produktionsstätten und Künstlern.

Das Bayerische Staatsballett bietet ein umfangreiches eigenes freies Kursprogramm für Kinder und Jugendliche unter dem Titel "Erlebnis Ballett" an, das eng gekoppelt ist an das klassische und moderne Repertoire. Außerdem erarbeiteten Staatsballett und Staatsoper ein vielschichtiges musiktheatralisches Angebot für THEATerLeben, das Programm für Schüler und Studenten, das bayernweit allen Schultypen zugänglich ist. Viele Angebote des Bayerischen Staatsballetts basieren auf der engen Zusammenarbeit mit "Tanz und Schule", mit der twm an der LMU München und dem Internetportal "Access to Dance" sowie Vertretern der freien Tanzszene Münchens. Gemeinsam wurden verschiedene Formate für die Arbeit mit Schulen entwickelt, wie Langzeit-Tanzschulprojekte (Das tanzende Klassenzimmer) und Intensivprojekte (Anna tanzt).

"Access to Dance" konzipiert auch Gastspiele und Koproduktionen für ein jugendliches Publikum. Das jährlich stattfindende Intensivprojekt „Anna tanzt“ mit dem Bayerischen Staatsballett und jeweils der 8. Jahrgangsstufe des St. Anna Gymnasiums in München sowie Schülern einer Förderschule wird Ende Juli in der Muffathalle München aufgeführt. Kooperationen mit Tanzproduktionen aus dem In- und Ausland, die sich an bayerische Kinder und Jugendliche wenden, sind immer gekoppelt mit einer intensiven Vor-und Nachbereitung durch ein Team von Künstlern und Pädagogen.

Die twm – Theaterwissenschaft München an der Ludwig-Maximilians-Universität erweitert in Kooperation mit "Access to Dance" ihr tanzwissenschaftliches Lehrangebot im Grundstudium. Der Schwerpunkt liegt hier zum einen auf der kontinuierlichen wissenschaftlichen Begleitung und Dokumentation der "Tanz und Schule"-Projekte. Untersucht wird die Entwicklung der ästhetischen Bildung bei Kindern und Jugendlichen während und nach der aktiven Teilnahme an diesen Projekten. Einen weiteren Fokus der Theaterwissenschaft bildet die Auseinandersetzung mit aktuellen Tanzproduktionen: dabei steht neben der akademischen Ausbildung der Kontakt zu verschiedenen Tanz-Berufsfeldern im Vordergrund. Wissenschaftliches Arbeiten, Live-Erleben von Aufführungen, Kommunikation mit Praktikern und erste eigene berufliche Praxis greifen hier eng ineinander mit dem Ziel, Wissen über Tanz aufzubauen, zu vertiefen und anzuwenden.

Programmierung und Organisation:
Tanz und Schule e.V., Simone Schulte
Theaterwiss. Institut der LMU, Dr. Katja Schneider,
Bayerisches Staatsballett, Bettina Wagner-Bergelt  

Aktueller Stand


Januar 2008
Wieder ein Etappensieg!

Das Projekt TANZ AN BAYERNS GRUNDSCHULEN erhält eine weitere Förderung vom Kulturfonds des Kultusministeriums. Damit kann das Projekt im Sommer in den Städten Regensburg, München, Rosenheim, Augsburg und Nürnberg starten.
Unter der Leitung von Andrea Marton und Simone Schulte bringt die Initiative seit 2006 im Rahmen von Access to Dance - Tanzplan München den zeitgenössischen Tanz in den Schulunterricht an Münchener Schulen. Die Projekte, die bei Schülern, Eltern und Lehrern auf wachsendes Interesse treffen, finden in der Regel einmal wöchentlich im regulären Unterricht statt und werden von qualifizierten Tanzpädagogen und Tänzern durchgeführt.  Das bewährte Konzept soll nun 2008 und 2009 als Intensivprojekt für Grundschulkinder der dritten Klasse in  mehreren bayerischen Städten durchgeführt werden. Hierzu hat Tanz und Schule e.V. sich mit kompetenten Partnern in Augsburg, Nürnberg, Regensburg und Rosenheim zusammengeschlossen. In zwei Projektwochen (vom 14. Juli 2008 bis 25. Juli 2008) werden in jeder Stadt ein bis  zwei Grundschulklassen mit einem Tanzprofi  zusammen arbeiten. Alle Kinder zeigen dann in einer gemeinsamen Aufführung in der Nürnberger Tafelhalle am 26. Juli 2008 ihre Stücke vor Publikum („Kids on Stage“). In 2009 wird das Projekt mit 40 Grundschulklassen und in weiteren bayerischen Städten stattfinden.


Termine 2007/2008

SPIEL BALLETT
wendet sich an Kinder und Jugendliche ohne tänzerische Vorkenntnisse. Es soll eine erste Annäherung an das künstlerische Medium Tanz durch die Auseinandersetzung – verbal und körperlich – mit bestimmten Themen stattfinden. Karten 18,- (inkl. Verpflegung);

„Piraten und Korsaren, Herren der sieben Meere“ für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren; Leitung Peter Jolesch und Katja Schneider (Tänzer/Pädagogen); 6.10. und 20.10. 2007 14.00-17.30 Uhr

„Feen, Hexen und Zauberer“ für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren; Leitung Peter Jolesch und Katja Schneider; 10.11. und 17.11.2007, 14.00-17.30 Uhr


THEATerLEBEN – Ballett im Fokus
„Paket“ für Schüler- und Studentengruppen mit Führung durch das Nationaltheater, Einführung in Werk und Inszenierung und Aufführungsbesuch; Leitung: Dramaturgie des Bayerischen Staatsballetts
„Le Corsaire“ 25.10.2007
„Onegin“ 21.11.2007


Stück für Stück - für Lehrer und Schüler
Speziell für Lehrer und Schulklassen szenisch-musikalische Workshops über Inhalte, Musik und tänzerische Umsetzung.

„Der Sturm“, Workshop für eine Schulklasse ab der 6. Jahrgangsstufe; Termin für Workshop und Vorstellungsbesuch nach Absprache; Anmeldung bis 26.10.2007; Karten 16,- pro Schüler (Workshop und Vorstellung)


Tanzwissenschaftliche Seminare und Kolloquien, Dr. Katja Schneider
An der Theaterwissenschaft München (twm) stehen neben einem E-Learning-Kurs in Tanzwissenschaft und einer Einführung in die Dramenanalyse in enger Kooperation mit Münchner Tanzinstitutionen und "Tanz und Schule e.V." folgende Veranstaltungen für das Wintersemester 2007/08 fest.

Proseminar:
"Der Sturm" und andere Ballette nach William Shakespeare
2-stündig
Der Choreograph Jörg Mannes kreiert für das Bayerische Staatsballett "Der Sturm" nach William Shakespeare (UA: Dezember 2007) und fügt so der umfangreichen Liste an Bearbeitungen von Shakespeare-Stoffen für die Tanzbühne eine weitere hinzu. Wie transformiert Mannes diesen Stoff? Das Proseminar begleitet zunächst die Entstehung in enger Kooperation mit dem Bayerischen Staatsballett. Probenbesuche und Interviews mit den Beteiligten sollen Einblicke verschaffen in den Produktionprozess eines zeitgenössischen Handlungsballetts. Anschließend werden wir paradigmatische Tanzwerke untersuchen, die nach Vorlagen von William Shakespeare entstanden sind. Darunter sind Handlungsballette, Tanztheaterstücke und Werke des Modern Dance. Teilnehmer sollten zeitlich so flexibel sein, dass Besuche von Proben und Vorstellungen, Gesprächsrunden und Meisterklassen möglich sind.

Kolloqium:
»Rhythm Is It!« oder Was macht der Tanz an der Schule? III
2-stündig
Dieses Kolloqium ist Teil eines zunächst bis 2010 laufenden Forschungsprojekts auf Bundesebene über Tanzunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen. In Zusammenarbeit mit dem Münchner Verein Tanz und Schule e.V. begleitet das Kolloqium den Unterricht in Münchner Schulen. Gegenstand des Kolloqiums sind am Rande die Auswirkungen des Tanzunterrichts auf Lernverhalten und Sozialkompetenz, im Zentrum jedoch steht die vermittelte ästhetische Bildung. In Unterrichtsbesuchen und begleitenden Sitzungen wird untersucht, mit welcher Tanzästhetik Kinder und Jugendliche an Schulen konfrontiert werden, wie sie diese erleben, auf welche Weise sie das Erlebte in ihre Rezeption bei Besuchen von Tanzevents integrieren und wie sie das spezifisch Ästhetische des jeweiligen Erlebens verbalisieren. Für die konkrete Arbeit heißt das: Fragestellungen zu entwickeln für die eigenen Beobachtungen in den Schulen, aber auch ein Design für Fragebögen zu entwerfen, die an die Kinder und Jugendlichen ausgegeben werden sowie Kriterien für deren Auswertung zu erarbeiten. Außerdem soll schriftlich dokumentiert werden, was in den Unterrichtsstunden passiert; diese Ergebnisse sollen in den Sitzungen vorgestellt und diskutiert werden.

Zweijähriges Tanz-Projekt an einer Förderschule im Münchner Norden
Ab Oktober 07 wird jede zweite Woche der Tanzunterricht alternierend mit dem Sportunterricht zweistündig mit einer ersten Förderklasse im 2. Schulbesuchsjahr stattfinden. Das Projekt geht über 2 Jahre, von Herbst 2007 bis Sommer 2009.
Weitere Informationen über laufende Schulprojekte in München unter Tel. 089-30700238.

Intensivprojekt an einer Münchner Realschule mit der Tänzerin und Choreographin ANA C. ROMÁN
Das Projekt findet vom 24.-28. September 2007 mit einer 8. Klasse an der Joseph von Fraunhofer Schule, Engadiner Str. 1, 81475 München statt. Die Woche (Mo-Fr täglich 4 Schulstunden) endet mit einer schulinternen Präsentation. 5 Tänzerinnen und Tänzer, Projektleiter von "Tanz und Schule", werden die gesamte Projektwoche begleiten.
Ergänzend zu diesem Schülerprojekt wird Ana Román im Rahmen einer Pädagogenfortbildung vom 28.-30.9.07 allen Projektleitern von "Tanz und Schule" ihre Arbeitsweise vorstellen, den Aufbau des Schulprojekts nachvollziehbar und zugänglich machen.

Tanz an Bayerns Grundschulen
Konzept für Intensivtanzprojekte an Grundschulklassen im Juli 2008 in Würzburg, Augsburg, Nürnberg und München mit Präsentation in Nürnberg

Fortbildungen
Nik Haffner, Forsythe Technologies
II. 1.- 4.11.07 täglich 10.00-14.00
III.11.1.-13.1.08 Fr. 16.00-20.00/ Sa./So. 10.00-14.00

Eva M. Bader, Laban
2.2.08

Eva M. Bader + Andreas Abele, Partnering
1.-2.3.08

Susanne Reitz, Themenbezogene Arbeit in Schulprojekten
26.-27.4.08

Lectures „Tanz und Kontext“
Mit Dr. Katja Schneider, Dr. Daniela Rippl u.a.
Termine in Kürze

Weitere Fortbildungen in Planung.

Tanzplan Deutschland - www.tanzplan-deutschland.de - ist ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, das im Rahmen der Spitzenförderung von Kunst und Kultur nachhaltige Maßnahmen für den Tanz bis zum Jahr 2010 vorsieht. Es soll die strukturellen Bedingungen für den Tanz als eigenständige Kunstsparte stärken sowie bestehende und sich entwickelnde Initiativen unterstützen und in einem kontinuierlichen Dialog deren Projekte begleiten. Der "Masterplan" für den Tanz versteht sich nicht nur als bloßes Förderinstrument, sondern möchte sich gemeinsam mit den Tanzschaffenden der Herausforderung stellen, neue Wege zur kulturpolitischen Durchsetzung künstlerischer Ideen zu beschreiten.

Im Zentrum von Tanzplan Deutschland stehen zwei Projekte: Tanzplan vor Ort und Tanzplan Ausbildungsprojekte. In einer Allianz von Kulturpolitik und Tanzschaffenden werden mit Tanzplan vor Ort in verschiedenen Städten Deutschlands nicht nur spannende, sondern auch nachhaltige Kooperationsprojekte zur Tanzentwicklung umgesetzt. Mit Tanzplan Ausbildungsprojekte werden darüber hinaus in engem Zusammenhang mit den Städteprojekten Modelle zur Verbesserung und Aktualisierung der Ausbildung in den Bereichen Tanz, Choreografie und Pädagogik entwickelt.

Im Rahmen von Tanzplan vor Ort wurde das Münchner Konzept „Access to Dance“ des Vereins Tanzbasis in das Förderkonzept aufgenommen. In der Tanzbörse inserieren bayerische Tanzschaffende ihre Arbeitsgesuche und -angebote.

Das mediale Angebot wird durch Fotogalerien und Videos bayerischer Tanzevents ergänzt.

Die Website „Access to Dance” ist in Bezug auf die Programmierung und Nutzung eng an das überregionale Tanzportal tanznetz.de geknüpft. Wer dort bereits registriert ist, kann seine Anmeldedaten auch dort nutzen.

Ein Projekt im Rahmen von Access to Dance gefördert durch die Landeshauptstadt München.
anna tanzt II  Foto: Oskar Henn

Neu: Tanzportal für Bayern

Seit Anfang März 2007 gibt es erstmalig ein Tanzportal für Bayern unter den Adressen www.accesstodance.de und www.tanzinbayern.de. Es verleiht dem Tanz in Bayern eine größere Präsenz, informiert die Öffentlichkeit gezielt und ermöglicht einen verstärkten Austausch von Künstlern und Publikum.
In Weblogs berichten Künstler von ihren Produktionsprozessen und Schüler und Studenten von ihren Erfahrungen mit dem Tanz in der Schule oder dem Tanz im universitären Bereich.

Ein Diskussionsforum für die Tanzszene und ihre Zuschauer soll Fragen aufwerfen, klären und so nicht nur eine Öffentlichkeit schaffen, sondern auch den dringend notwendigen Diskurs über den künstlerischen Bühnentanz in eine größere Öffentlichkeit bringen. Darüber hinaus bieten die Foren die Chance, dass die Zuschauer mit den Künstlern in Verbindung treten können, um das Verständnis für die Tanzkunst und die Zuschauerbindung zu stärken.

Das Portal bietet für den Tanz in Bayern relevante Informationen: Es veröffentlicht Tanztermine für Bayern. Eine Linksammlung verbindet den Leser mit bayerischen Institutionen wie Spielstätten und Theatern, Ballettschulen, Tanzausbildungen, Volkshochschulen, Verlage, Tanzshops usw.

Daneben stellt das Portal Kritiken zur Verfügung und Links zu online verfügbare Kritiken zu bayerischen Vorstellungen. In enger Kooperation mit dem universitären Bereich werden semiprofessionelle Tanzkritiken der Studenten veröffentlicht.

In der Tanzbörse inserieren bayerische Tanzschaffende ihre Arbeitsgesuche und -angebote.

Das mediale Angebot wird durch Fotogalerien und Videos bayerischer Tanzevents ergänzt.

Die Website „Access to Dance” ist in Bezug auf die Programmierung und Nutzung eng an das überregionale Tanzportal tanznetz.de geknüpft. Wer dort bereits registriert ist, kann seine Anmeldedaten auch dort nutzen.


Ein Projekt im Rahmen von Access to Dance gefördert durch die Landeshauptstadt München.