Tristan und Isolde: Waltraud Meier, Robert Dean Smith


Tristan und Isolde: Waltraud Meier, Kwangchul Youn, Robert Dean Smith


Tristan und Isolde: Petra Lang, Waltraud Meier 
Inhaltsangabe

Tristan und Isolde
Richard Wagner


Vorgeschichte

Tristan, Neffe und Vasall König Markes von Cornwall, hat Ritter Morold, den Verlobten der irischen Königstochter Isolde, im Kampf getötet und dessen Kopf Isolde zugeschickt.

Tristan selbst wurde bei dem Kampf durch ein von Isolde vergiftetes Schwert verwundet. Unter dem Namen Tantris reiste er nach Irland, um sich von ihr gesund pflegen zu lassen.

Isolde erkannte seine wahre Identität, da ein Splitter, der im Kopf von Morold steckte, in die Lücke von Tristans Schwert paßte. Sie beschloß, Morold zu rächen, aber in dem Moment, in dem sie Tristan in die Augen sah, verwandelte sich ihr Haß in Liebe.

Wieder genesen reiste Tristan nach Cornwall, kehrte aber nach einiger Zeit zurück, um für König Marke um Isolde zu werben. Gemeinsam traten Tristan und Isolde die Schiffsreise nach Cornwall an.

1. Akt

Isolde fühlt sich von Tristan verraten und weist ihre Vertraute Brangäne an, Tristan zu einer Aussprache zu bewegen. Dieser reagiert ausweichend. Sein Diener Kurwenal erklärt, ein Held könne niemals der Magd untertan sein, die dieser selbst seinem Onkel gefreit hätte, und er singt ein Spottlied auf Morolds Tod.

Isolde erzählt Brangäne von ihrer ersten Begegnung mit Tristan. Brangäne will ihre Herrin trösten und erinnert an die von Isoldes Mutter mitgegebenen Zaubertränke. Isolde verzweifelt bei dem Gedanken, in der Nähe des geliebten Mannes als Frau eines anderen leben zu müssen. Deshalb will sie gemeinsam mit Tristan sterben.

Als Tristan bei ihr erscheint, fordert Isolde ihn auf, als Sühne für Morold den Todestrank mit ihr zu trinken. In dem Bewußtsein, nun zu sterben, gestehen Tristan und Isolde sich ihre Liebe.

Doch der Trank, den Brangäne ihnen gereicht hatte, war nicht der Todestrank gewesen. Unter dem Jubel des Volkes erreichen Tristan und Isolde Cornwall.

2. Akt

König Marke ist nachts mit seinem Gefolge auf die Jagd gegangen. Isolde wartet im Garten auf Tristan. Brangäne warnt Isolde vor Melot, dem Gefolgsmann Markes, von dem sie meint, daß er die Liebenden verraten will. Isolde hört nicht auf sie.

Ungeduldig löscht sie die Fackel an der Tür und gibt Tristan damit das verabredete Zeichen. Überglücklich, einander in Ruhe sehen zu könne, kommen Tristan und Isolde zu dem Entschluß, diese Welt, die Liebe nicht zuläßt, zu verlassen und nur noch ihrer Liebe zu leben.

Im Morgengrauen erscheint, von Melot alarmiert, König Marke mit seinem Gefolge. Enttäuscht über Tristans Verrat an Treue und Freundschaft, sieht er die Existenz aller moralischen Werte in Frage gestellt. In diesem Augenblick ist Tristans Schuldbewußtsein stärker als seine Liebe zu Isolde. Er läßt sich auf einen Zweikampf mit Melot ein und stürzt sich in dessen Schwert.

3. Akt

Kurwenal hat Tristan in dessen Heimat Kareol in der Bretagne gebracht. Da Tristans Wunde nicht heilt, hat Kurwenal nach Isolde geschickt, damit sie Tristan gesund pflegen möge. Ein Hirte hält Ausschau nach dem Schiff. Er soll die Ankunft mit einer fröhlichen Weise ankündigen.

Tristans Gedanken kreisen um Herkunft und um eine Kindheit, die er ohne Eltern verbringen mußte: Sein Vater starb nach der Zeugung, seine Mutter nach der Geburt. Endlich trifft Isolde ein, doch zu spät: Tristan hat seine irdische Existenz im Augenblick ihrer Ankunft aufgegeben.

Brangäne hat auch Marke zur Reise nach Kareol bewegt, damit er dem Liebespaar vergeben könne. Kurwenal will dem eintreffenden König und seinem Gefolge den Zugang zu Tristan und Isolde verwehren. Dabei töten Kurwenal und Melot sich gegenseitig. Isolde folgt Tristan in eine andere Welt.

© Bayerische Staatsoper