
Nachdem über 100 Jahre lang das Repertoire des Orchesters von Kirchenmusik geprägt worden war, fand 1653 in der Residenz mit Maccionis L'Arpa festante die erste Opernaufführung in München statt. Der Komponist Agostino Steffani machte sich in den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts um zahlreiche Aufführungen von italienischen Opern verdient.
Erst 1762 wird der Begriff Orchesters eingeführt. Durch zahlreiche Opernaufführungen an festgesetzten Tagen begann Mitte der 70er Jahre des 18. Jahrhunderts erstmals ein regelmäßiger Operndienst des Hoforchesters, geleitet von Andrea Bernasconi. 1778 trat der Mannheimer Kurfürst Karl Theodor sein Regierungserbe in München an. Er brachte 33 Musiker des Mannheimer Hofmusikstabes nach München mit. Am 1. Oktober 1778 fand die Vereinigung der Mannheimer Musiker mit 32 ausgewählten Mitgliedern der Münchner Hofmusik statt.