

Beim Faschingskammerkonzert am 14. Februar stehen Mozarts Bäsle-Briefe im Mittelpunkt: Wolfgang Amadeus Mozart war nicht nur ein musikalisches Genie, er war auch Zeit seines Lebens ein produktiver Briefeschreiber. Unter anderem unterhielt er mit seiner Cousine, Maria Anna Thekla Mozart, einen regen Briefwechsel.
In den neun erhalten gebliebenen Bäsle-Briefen trieb Mozart ausgelassenen, derben Schabernack, schrieb gerne spiegelverkehrt, reimte darauf los und unterzeichnete schon mal mit dem kuriosen Namen „der alte junge Sauschwanz, Wolfgang Amadé Rosenkranz“. Seine Briefe strotzten vor respektlosem Witz, Verbalerotik und Fäkalwörtern.
Christoph Well, ehemals Teil der Biermösl Blosn und Solotrompeter der Münchner Philharmoniker, liest Mozarts unterhaltsame postalische Schelmereien mit trockenem Humor, dazwischen erklingen die etwa zur gleichen Zeit entstandenen Flötenquartette.
Die Instrumentalisten des Abends sind Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters. Es spielen Andrea Ikker (Flöte), Ulrike Collins (Violine), Wolfgang Berg (Viola) und Yves Savary (Violoncello).
Faschingskammerkonzert
Di 14.02.2012, 20 Uhr k-a-r-t-e-n
Allerheiligen Hofkirche