Petrenko dirigiert Skrjabin, Strawinsky und Schtschedrin

Kirill Petrenko am Pult des Bayerischen Staatsorchesters
Drei Werke russischer Komponisten vom Anfang bis zum Ende des 20. Jahrhunderts präsentiert Kirill Petrenko im Programm des 5. Akademiekonzerts. Das Konzert am 29. April 2014 wird live auf BR-Klassik übertragen.

Alexander Skrjabin schildert in seiner Symphonie Nr. 3 Le Divin Poème den Kampf zwischen einem durch eine personifizierte Gottheit versklavten Menschen und jenem Menschen, der die Gottheit in sich selbst trägt; nach vielerlei Kämpfen kann letzterer sich endlich siegreich der „Freude einer befreiten Existenz“ hingeben, getreu Skrjabins Leitspruch: „Die Musik muss ein Fest sein.“

Igor Strawinsky setzt in seinem Violinkonzert dem Soloinstrument verschiedenste Gruppen aus dem Orchester entgegen, kombiniert neoklassische Anklänge und die unwiderstehliche Rhythmik von Sacre du printemps und schlägt so einen Bogen vom barocken Concertino bis in die jüngste Moderne. Bis heute nimmt das Stück eine außergewöhnliche Stellung im Repertoire ein; der Geiger Julian Rachlin, den Zubin Mehta als „sehr großherzige Persönlichkeit“ bezeichnet hat, spielt den Solopart.

Rodion Schtschedrin ist einer der bedeutendsten Komponisten Russlands in unserer Zeit; er lebt mit seiner Frau Maja Plissetzkaja – der einstigen Primaballerina assoluta des Bolschoi-Balletts – in Moskau und in München. In seiner Alten russischen Zirkusmusik lässt er eine Zirkustruppe in einem Dorf ankommen, die Artisten sich in Positur stellen, Kunststücke vorführen, Applaus aufbranden und schließlich alle wieder abziehen – ein effektvolles Werk »in der Tradition der virtuosen, der konzertanten Musik«.

5. Akademiekonzert
Mo 28.04.2014, 20 Uhr k-a-r-t-e-n
Di 29.04.2014, 20 Uhr k-a-r-t-e-n
Nationaltheater 

Das Konzert am 29. April 2014 wird live auf BR-Klassik übertragen.

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Ganz Paris auf der Bühne!

Giacomo Puccini: La bohème
Einer der Repertoireklassiker der Bayerischen Staatsoper kehrt auf den Spielplan zurück: Giacomo Puccinis La bohème ist in der legendären Produktion von Otto Schenk ab 4. Mai wieder auf der Bühne zu erleben.

Die musikalische Leitung übernimmt mit Marco Armiliato ein ausgewiesener Experte für das italienische Repertoire. Die Sopranistin Anita Hartig, gefeierte Liù in der letzten Aufführungsserie von Turandot, übernimmt die Rolle der todkranken Mimì. Ihr Geliebter Rodolfo ist der junge Tenor Teodor Ilincai, der mit dieser Partie an der Bayerischen Staatsoper debütiert.

Giacomo Puccini
La bohème
So 04.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Mi 07.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Sa 10.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Nationaltheater

Verdis „Rigoletto“ ist wieder da!

Rigoletto: Franco Vassallo, Statisterie Rigoletto: Joseph Calleja Rigoletto: Ensemble, Chor und Statisterie
Ein notorischer Frauenverführer, sein zynischer Entertainer und dessen Tochter, die für ihre Liebe zu jedem Opfer bereit ist: Das sind die Zutaten für Giuseppe Verdis Meisterwerk Rigoletto.

„Verdi kann, was Shakespeare kann: Er kann eine Geschichte so erzählen, dass es uns schauert“, so der Regisseur Árpád Schilling. Ab 26. April ist die Tragödie in seiner minimalistischen Produktion wieder im Nationaltheater zu sehen!

Wie bei der Premiere im Dezember 2012 leitet Marco Armiliato das Bayerische Staatsorchester. Die Titelpartie übernimmt Franco Vassallo, der ebenfalls bereits in der Premiere als Rigoletto auftrat. Die junge Sopranistin Erin Morley feiert in dieser Produktion nach Auftritten an den Opernhäusern von New York über Paris bis Wien ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Als Duca di Mantova treten Piero Pretti (26./30.04.) und Joseph Calleja (03./06./09.05.) auf.

Für die Vorstellungen am 3. und 9. Mai gibt es noch Karten!

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Giuseppe Verdi
Rigoletto
Sa 26.04.2014, 19 Uhr a-u-s-v-e-r-k-a-u-f-t
Mi 30.04.2014, 19 Uhr a-u-s-v-e-r-k-a-u-f-t
Sa 03.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Di 06.05.2014, 19 Uhr a-u-s-v-e-r-k-a-u-f-t
Fr 09.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Nationaltheater

Opernstudio-Premiere „Mirandolina“

Das Opernstudio der Saison 2013/14
Premiere fürs Opernstudio! Ab 30. April zeigen die jungen Sängerinnen und Sänger der Bayerischen Staatsoper im Cuvilliés-Theater Bohuslav Martinůs selten gespielte Oper Mirandolina.

Volkstheater-Intendant Christian Stückl wird die Komödie nach einem Stoff Carlo Goldonis auf die Bühne bringen. Der junge Dirigent Alexander Prior übernimmt die musikalische Leitung.

Die Gastwirtin Mirandolina wird von allen Männern in ihrer Umgebung umgarnt – doch sie will ausgerechnet den Frauen hassenden Cavaliere. Schließlich jedoch kommt nach allerlei Verwicklungen alles doch ganz anders.

Bereits vor der ersten Aufführung können Sie bei der Premierenmatinee mit den jungen Künstlern des Opernstudios am 27. April Einblicke in die Neuproduktion gewinnen. Wie immer wird Intendant Nikolaus Bachler die Matinee moderieren.

Premierenmatinee: Mirandolina
So 27.04.2014, 11 Uhr k-a-r-t-e-n
Probengebäude am Marstallplatz 5

Bohuslav Martinů
Mirandolina
Premiere
Mi 30.04.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Vorstellungen
Fr 02.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Sa 03.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Fr 09.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
So 11.05.2014, 19 Uhr k-a-r-t-e-n
Cuvilliés-Theater

Die unmögliche Enzyklopädie 28: Biographie

Die unmögliche Enzyklopädie 28: Biographie
Eine neue Folge unserer Reihe Die unmögliche Enzyklopädie steht am 29. April auf dem Spielplan: Das Thema ist diesmal Biographie.

Mit runden Geburtstagen von Berühmtheiten geht häufig ein gesteigertes Interesse an deren Biographien einher: Indem wir den Lebensweg von Komponisten, Regisseuren, Sängern oder Dirigenten, aber auch die Historie von Institutionen wie der Bayerischen Staatsoper nachvollziehen, machen wir uns ein Bild des Jubilars und erfahren so zugleich exemplarisch „wie man wird, was man ist“. Die erzählende Rückschau auf ein Leben formt dieses zu einer Geschichte und stellt es somit in einen sinnstiftenden Zusammenhang.

Biographien helfen bei der Orientierung im eigenen Leben, zugleich befriedigt der Einblick in fremde Lebensläufe voyeuristische Bedürfnisse. Noch die kleinste biographische Information prägt unsere Wahrnehmung des Gegenübers – wer nicht erkannt werden will, halte es daher mit Lohengrin: „Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam’ und Art.“

Die unmögliche Enzyklopädie 28: Biographie
Di 29.04.2014, 20 Uhr k-a-r-t-e-n
Probengebäude am Marstallplatz

Neu in der Staatsopern-App: das Ballett-Update

Die mobile App der Bayerischen Staatsoper
Die mobile App der Bayerischen Staatsoper für Smartphones und Tablets hat Zuwachs bekommen: Ab sofort ist im Rahmen eines Updates die Erweiterung des virtuellen Rundgangs durch das Nationaltheater zu haben.

Darin führt der Weg über die Bühne nun in den Ballettsaal, wo ein Audio-Feature, eine Bildergalerie und weitere Informationen aus der Welt des Tanzes zu finden sind. Die Ersten Solisten Daria Sukhorukova und Tigran Mikayelyan erwarten Sie im Saal, denn erstmals sind in dem aufwändig hergestellten Panorama auch Menschen zu sehen.

Sie besitzen kein Smartphone oder Tablet? Kein Problem: Zusätzlich ist dieser virtuelle Rundgang auch auf unserer Website verfügbar.

Weitere Informationen zur App

  

365 Tage Oper - Das Buch „50 Jahre Nationaltheater“

50 Jahre Nationaltheater. Tag für Tag
Auf 365 Doppelseiten gestaltet Autor Pascal Morché mit Bildern aus den umfangreichen Archiven der Bayerischen Staatsoper und deren Theaterfotografen, des Theatermuseums und der Freunde des Nationaltheaters eine interessante, witzige, lustvolle „Tour d’Horizon“ durch die Jahre 1963 bis 2013.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit arbeitet das Buch mit ähnlichen Mitteln wie das Theater selbst: Es zitiert, collagiert, montiert hemmungslos. Emotional und assoziativ präsentiert das Buch einerseits die großen Namen und Produktionen aus Vergangenheit und Gegenwart, stellt Ereignisse an der Bayerischen Staatsoper dem Weltgeschehen gegenüber, gewährt Einblicke in die sonst unzugänglichen Räumlichkeiten des Hauses wie Hinterbühne, Garderoben, Werkstätten oder Büros, zeigt teilweise unveröffentlichte Bilder von Künstlern bei Proben oder im Privatleben und bietet so für jeden Tag des Jahres eine neue Überraschung.

50 Jahre Nationaltheater München - Tag für Tag 1963 - 2013
Konzeption und Texte: Pascal Morché
Mit einem Vorwort von Nikolaus Bachler
2013, ISBN 978-3-00-043058-9
740 Seiten

Das Buch ist im Opernshop am Marstallplatz sowie in unserem Online-Shop erhältlich.