Aktuelle Meldungen - Bayerisches Staatsballett

Bühnen-Dinner am 16. September 2014

Bühnen-Dinner
Erleben Sie einen künstlerischen und kulinarischen Abend auf der Bühne des Nationaltheaters mit Solisten der Bayerischen Staatsoper, des Bayerischen Staatsballetts und dem Bayerischen Staatsorchester.

Das Bühnen-Dinner findet zu Gunsten des Kinder- und Jugendprogramms CAMPUS statt. Mit dem Spendenerlös des Abends möchten wir die vielfältigen Angebote und Projekte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter ausbauen. Das CAMPUS-Programm setzt sich mit Begeisterung für die Vermittlung von Wissen und Freude an Musik, Tanz und Theater sowie Talentförderung ein. Kinder mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund können so an die aufregende Welt der Oper, des Balletts und des Orchesters herangeführt werden.

Bühnen-Dinner
Di 16.09.2014, 19.00 Uhr
Nationaltheater

Reservierungen auf Anfrage beim Development-Büro oder über unser Anmeldeformular

Bayerische Staatsoper
Development-Büro
Max-Joseph-Platz 2
80539 München
buehnen-dinner@staatsoper.de
T. +49.(0)89.21 85 10 40
F. +49.(0)89.21 10 48 015

Gastspiel in der Oper am Dom in Köln

Shéhérazazde. Daria Sukhorukova, Cyril Pierre. ©Charles Tandy
Am 26. und 27. September zeigt das Bayerische Staatsballett Les Biches, L'Après-midi d'un faune und Shéhérazade, zusammengefasst im Abend Les Ballets Russes, in der Oper am Dom in Köln.

Die stilistische Vielfalt der Werke, ihre rätselhafte Mischung aus kühnster Gegenwärtigkeit und Vergötterung einer opulenten Exotik, haben bis heute ihre Faszination nicht verloren. Penible Rekonstruktion einer überbordenden Bildwelt, die fast schon verloren schien, in Shéhérazade, einer tragischen Episode von Liebe und Tod. Federleichter Witz der zwanziger Jahre im Ambiente einer idealischen Côte d’Azur. Hier treiben allzu kecke Backfische (oder im Französischen Les Biches) ihre Scherze mit einer dazu mehr als bereitwilligen männlichen Jugend. Und der Nachmittag eines Fauns, dessen selbstverliebte, unverschämt zur Schau gestellte Sexualität bei der Uraufführung 1912 einen Skandal hervorrief. Auch hier liegt der Wert der Rekonstruktion im Detail. Claudia Jeschke und Ann Hutchinson-Guest haben die zerbrechliche Miniatur durch penible Dechiffrierung der Nijinskischen Aufzeichnungen mit äußerster Delikatesse wieder zum Leben erweckt. Sie haben dafür gesorgt, dass weder Vulgarität noch Flüchtigkeit in den Bewegungsnuancen das subtile Geschehen trüben.

Les Ballets Russes
Les Biches / L’Après-midi d’un faune / Shéhérazade
Fr 26.09.14, 19.30 Uhr, k-a-r-t-e-n
Sa 27.09.14, 19.30 Uhr, k-a-r-t-e-n
Oper am Dom (Musical Dome)
Köln

Gastspiel des Ballet National de Marseille in der Muffathalle

Im September präsentiert das Muffatwerk im Rahmen von Access to Dance drei Produktionen des Ballet National de Marseille. Tamago von Leonard Eto und Yasuyuki Endo ist gemeinsam mit Richard Siegals Metric Dozen am 10.09. in einem Doppelabend zu sehen. Élégie von Olivier Dubois steht am 11.09. auf dem Programm.

Tamago ist japanisch für Ei. Choreograph Yasuyuki Endo sagt über sein Werk mit dem ungewöhnlichen Titel: "Geboren im Ei, der Herzschlag bricht die Schale, ein Wesen ist geboren, verschiedene Stationen und Möglichkeiten des Seins durchwandernd: langsam, zart, manchmal wild… unterschiedliche Wesen treten einander gegenüber, sich gegenseitig beeinflussend, Konflikte, Abweichungen, Symbiosen und die vibrierende Energie niemals endend, immer fortschreitend… beides… primitiv und gleichsam sehr kompliziert existieren zur selben Zeit." Untermalt wird Tamago vom Klang der Wadaiko, einer traditionellen, japanischen Trommel. Das Schlagen der O-Taiko (große Trommel) steht für den Herzschlag. Somit wird bei Tamago die O-Taiko mit dem Ei, dem Ursprung des Lebens, gleichgesetzt.

Choreograph Richard Siegal, im Jahrbuch der Zeitschrift tanz jüngst zu einem der Hoffnungsträger der kommenden Saison gewählt, befasst sich in seinem neuen Stück Metric Dozen erneut mit Kommunikation. Für ihn hat dieses Wort besondere Bedeutung und er stellt es immer wieder in den Fokus seiner Arbeiten. Er bezieht sich dabei auf unsere Fähigkeit, neue Verbindungen zwischen unserer physischen, emotionalen, klanglichen und sogar architektonischen Umgebung ans Tageslicht zu bringen.
Man darf also gespannt sein, welche Brückenschläge bei Metric Dozen zum Vorschein kommen. Ihm selbst war während der Kreationsphase mit den Tänzern besonders wichtig "to work with the performers around relationships between them that have never been explored before, producing a genuine explosion of joy".

Dunkelheit beherrscht die Bühne. Auch das Publikum wird von dieser alles verschluckenden Schwärze umhüllt. Nur schwach kann man einen Mann erkennen, ein letztes Fragment der Menschheit getragen von Magma aus Schatten. Diese Lava miteinander kämpfender und verflochtener Wesen hat es an der Höllenpforte zusammengeführt – es ist unklar, ob sie sie verlassen wollen oder gemeinsam eine Flucht verhindern…
Mit diesem Trauerlied der Engel, getragen von der Musik von François Caffenne und Richard Wagner, erinnert Olivier Dubois in Élégie daran, dass Menschsein nicht gleichzusetzen ist mit Menschlichkeit. Als Inspirationsquelle dienten Dubois die Duineser Elegien von Rainer Maria Rilke.

Gastspiel des Ballet National de Marseille
Leonard Eto / Yasuyuki Endo / Richard Siegal
Tamago / Metric Dozen
Mi 10.09.14, 20.00 Uhr, k-a-r-t-e-n

Olivier Dubois
Élégie
Do 11.09.14, 20.00 Uhr, k-a-r-t-e-n
Muffathalle

 

Die Spielzeitvorschau 2014/15

Die Spielzeitvorschau 2014/15 des Bayerischen Staatsballetts bietet alle Informationen rund um die kommende Saison.

Die Spielzeit 2014/15 wird die zweite zum Thema Tanzland Deutschland sein. Wegweisende Choreographen und Choreographien stehen im Zentrum, Werke, die die vergangenen 100 Jahre im Tanz in Deutschland geprägt haben. Daneben feiern wir den 25. Geburtstag einer großen Compagnie im Tanzland Deutschland – nämlich unsern eigenen.

Die Saison eröffnet Der gelbe Klang / Spiral Pass / Konzert für Violine und Orchester, ein dreiteiliger Abend, inspiriert von Kandinskys synästhetischem Konzept. Les Ballets Russes wird in dieser Saison ergänzt durch Once Upon An Ever After als drittem Teil des Abends nach Shéhérazade und Les Biches. Die Kameliendame kehrt ebenfalls im Oktober ins Repertoire zurück.

Einen Höhepunkt der Wiederentdeckung verlorengeglaubter Klassiker setzt im Dezember Alexei Ratmanskys Neufassung von Petipas Paquita. Eine Rekonstruktion, mit der über Jahre ein Team aus Dramaturgen, Tanz- und Musikwissenschaftlern beschäftigt war. Die Premiere von Limóns The Exiles im Februar wird eingerahmt von Forsythes Artifact II und Kyliáns für München kreierte Zugvögel.

Zur Eröffnung der BallettFestwoche 2015 erarbeitet Richard Siegal, der uns mit seiner Highspeed-Choreographie Unitxt 2013 einen Blockbuster bescherte, einen Abendfüller für das Ensemble. Danach wird gefeiert mit anschließendem TanzFest mit allen Künstlern und mit Ihnen im Nationaltheater. Während der Festwoche heißen wir Martin Schläpfers Ballett am Rhein mit 7, einem abendfüllenden Werk zu Gustav Mahlers 7. Symphonie, willkommen.

Im Juli sehen Sie im Prinzregententheater Das Triadische Ballett/ Le Sacre du printemps, letzteres begleitet von den Münchner Symphonikern. Freuen Sie sich weiter auf Onegin, Romeo und Julia und Ein Sommernachtstraum, vier Matineen der Heinz-Bosl-Stiftung, in denen die Junior Company ihre neusten Werke präsentiert, und ein spannendes Campus-Programm für Kinder und Jugendliche.