CAMPUS
Bayerische Staatsoper
Bayerisches Staatsballett
Bayerisches Staatsorchester

Die Karte „Junges Publikum“ 2014/15

Das Nationaltheater im Abendrot
Eine Spielzeit lang völlig unkompliziert Karten für alle Vorstellungen im Programm „Junges Publikum“ bestellen? Und das für nur € 8.- pro Aufführung? Dann jetzt bestellen!

Die Karte „Junges Publikum“ kostet € 20,- pro Spielzeit und ermöglicht Schülern, Studenten, Zivil- und Wehrdienstleistenden sowie Auszubildenden unter 30 Jahren mit entsprechendem Ausweis den Erwerb von Karten im Programm „Junges Publikum“ zu € 8,-. Zudem können Inhaber der Karte „Junges Publikum“ auch telefonisch und schriftlich Karten aus dem Programm „Junges Publikum“ bestellen, ohne den entsprechenden Ausweis vorzulegen.

Hier als PDFs zum Herunterladen:

Benutzungsbedingungen und Informationen zur Karte „Junges Publikum“
Bestellformular

Zur Bestellung einfach das Bestellformular ausdrucken, ausfüllen und abschicken – gerne auch per Fax (+49.(0)89.21 85 19 03). Bitte nicht vergessen, die Kopie eines gültigen Ausbildungsnachweises und (bei Erstbestellung) ein Passbild beizulegen!

Alle Vorstellungen im Programm "Junges Publikum"

Das Nationaltheater wird zum CAMPUS!

Das Programm für Kinder, Jugendliche und junge Musiker und Tänzer stellt sich vor.

Das Nationaltheater hat nun seinen eigenen CAMPUS! Unter diesem Namen präsentieren sich ab sofort alle Initiativen der Bayerischen Staatsoper, des Staatsballetts und des Staatsorchesters, die sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene richten. Ob Führungen durch das Nationaltheater für Kinder ab vier Jahren, Jugend-Workshops, das Opernstudio oder die Orchesterakademie - mit CAMPUS setzt sich die Bayerische Staatsoper mit einem breit gefächerten Programm für Begeisterung und die Weitergabe von Wissen und Können ein.

Wie auf einem Universitäts-Campus zentrieren sich diese Einrichtungen um das gemeinsame Ziel: die Vermittlung von Wissen und Freude an Musik und Theater sowie Talentförderung. Der CAMPUS wird somit zum fächer- und genreübergreifenden Treffpunkt, an dem die einzelnen Initiativen in Austausch miteinander treten und ihre Kräfte bündeln können.

Zwischen Pädagogik und Marketing – Die Kinder-Website der Bayerischen Staatsoper

Ein Interview mit Maestro Margarini, Dirigent an der Bayerischen Staatsoper, zu finden unter www.maestro-margarini.de.

Werter Maestro Margarini, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Internetspiel für Kinder über Oper zu machen?

Ich selbst liebe Musik über alles und es gibt für mich nichts Schöneres, als die Oper in München. Aber viele Kinder sitzen lieber am Computer. Da habe ich überlegt, ob man das vielleicht verbinden kann. Und so kam ich mit den Kollegen vom Kinder- und Jugendprogramm auf die Idee, ein Opernhaus im Internet zu entwickeln, das unserem richtigen Opernhaus entspricht. Dazu haben wir uns Computerspiele mit Musik, Ballett und Oper ausgedacht.

Sie möchten Kinder also dort abholen, wo sie sind, und benutzen dazu Mittel, die ihnen gerecht werden.

Ja, das möchten wir. Die Kinder sollen mit dem Spiel vor allem Spaß haben.

Wie gehen Sie dazu vor?

Die Bayerische Staatsoper beinhaltet ja auch das Bayerische Staatsorchester und das Bayerische Staatsballett. Jedes für sich ist schon ein sehr komplexer und umfangreicher Bereich. Außerdem arbeiten hier über 850 Menschen in ganz unterschiedlichen Abteilungen, die alle etwas zu dem Gesamtkomplex beitragen. Das soll sich alles auch für die Kinder widerspiegeln, zusätzlich zu dem, was sich jeden Abend auf der Bühne abspielt.

Kinder hier in München haben die Möglichkeit, das Haus kennen zu lernen, wenn sie eine Führung mitmachen. Oder sich vor einem Vorstellungsbesuch in einer Kindereinführung vorzubereiten. Kinder von weiter weg können das nicht. Auf unserer Website finden sie aber entsprechende Informationen.

Wenn wir uns ein Spiel ausdenken, gehen wir dazu in eine Abteilung und schauen uns ganz genau an, was die Menschen dort machen, welche Aufgaben sie haben und welche Probleme sich ihnen dabei stellen. Schön ist es zu hören und zu sehen, auf was die Kollegen ganz besonders stolz sind, wie zum Beispiel unsere Schuhmacher. Da haben wir einfach eine Auswahl von Schuhen fotografiert und ein Schuhschrank-Memory entworfen. Das ist eines der einfacheren Spiele. Aber nun wird es auch pädagogisch: denn ich erkläre zu jedem Schuh auch noch, in welcher Oper der mitspielt. Vielleicht können vor allem kleine Kinder damit noch nichts anfangen, aber sie haben den Namen der Oper schon mal gehört und können sie für sich einordnen.

Die einzelnen Spiele sind ja sehr unterschiedlich.

Ja, das entspricht den verschiedenen Bereichen, mit denen wir es zu tun haben. Aber natürlich muss ein Spiel auch in sich logisch sein und ein definiertes Spielziel haben. Oder es ist ein Erlebnisspiel, wie der Instrumentenhimmel, wo man einfach nur das jeweilige Instrument anhören kann. Dazu haben wir dann einzelne Orchestermusiker gebeten, uns ein kurzes Stück vorzuspielen.

Werden weiterhin neue Spiele entwickelt?

Ja, pro Spielzeit entwickeln wir ca. drei neue Spiele. Die sind immer zu Themen, die uns besonders interessieren, zum Beispiel arbeiten wir gerade an einem Spiel über die Tanzschrift. Ja, man kann Tanz nämlich auch aufschreiben. Dazu gibt es den Beruf des Choreologen. Es wird ein weiteres Spiel zur Beleuchtungsabteilung geben, und zur Dramaturgie. So erfahren die Kinder auch, welche unterschiedlichen Arten von Arbeit in so einer Vorstellung stecken.

Entspricht das virtuelle Opernhaus dem richtigen?

Das richtige Haus, also das Nationaltheater, sieht im Querschnitt genauso aus. Die einzelnen Bereiche befinden sich auch dort, wo sie im Spiel angelegt sind.

Welche Angebote für Kinder bietet die Bayerische Staatsoper sonst noch?

Es gibt einen Maestro Margarini als Marionette. In den Kinderführungen braucht er immer die Hilfe der Kinder, um seinen Taktstock im Haus zu suchen, den er mal wieder verlegt hat und dringend finden muss, um das Orchester zu dirigieren. Unser Kinder- und Jugendprogramm bietet darüber hinaus auch sonst noch Vieles für Kinder an, Workshops, Konzerte, und für Schüler sehr viele unterschiedliche pädagogische Vermittlungsprogramme. Es ist immer besser, wenn Kinder abends zu einer Vorstellung kommen und ein bisschen auf das vorbereitet sind, was sie sehen. Dann können sie besser verstehen, worum es geht. Oper und Ballet ist ja nicht nur für Erwachsene da, finde ich.

Wer hat die Seite entworfen und umgesetzt?

Verschiedene Kinder haben der Designerin geholfen, sowohl die Oper als auch mich als Figur zu entwickeln. An dieser Stelle möchte ich die Gestaltung von Fons Hickmann m23, Berlin sowie die Programmierung von Michael Butschkau besonders erwähnen.

Die Website ist auch eine Imagekampagne für die Bayerische Staatsoper. Wie viele Kinder erreichen Sie?

Im Moment sind es über 3.000 Klicks pro Monat. Und 480 Anmeldungen für den Newsletter. Außerdem viele Kinderbriefe an mich, die ich auch immer beantworte.

Sicher ist diese Website auch eine Image-Kampagne. Sie ist aber politisch völlig unkorrekt: sie ist nicht barrierefrei, im Gegensatz zur Homepage der Bayerischen Staatsoper. Sie ist spielerisch angelegt und man muss viel ausprobieren, um ein Spiel zu finden, denn sie ist ohne Schrift. Sie ist modern, technisch up-to-date, qualitativ hochwertig und kreativ. Sie soll auch vermitteln, dass die Bayerische Staatsoper eine lebendige, innovative und gesellschaftlich offene Institution ist. Und sie soll schön gestaltet sein und Freude bereiten. Auch uns. Deshalb ist auch immer viel Musik dabei, auch wenn das bei manchen Systemen lange Wartezeiten bedeutet. Aber ohne Musik keine Oper und kein Spaß, oder?

Werter Maestro Margarini, ich danke Ihnen für dieses Gespräch. Es hat mich sehr gefreut, dass Sie sich die Zeit dafür genommen haben.

Das Interview führte Heike Stuckert
Bayerische Staatsoper
Leitung Kinder- und Jugendprogramm