Eugen Onegin - Biographien

Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle, Olga Guryakova Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Olga Guryakova, Elena Maximova Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle
Eugen Onegin
Peter I. Tschaikowsky
Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin

Nationaltheater

Russische Nächte
Freitag, 29. Februar 2008

 

Musikalische Leitung
Peter Feranec
Peter Feranec, geboren in Bratislava, studierte am Konservatorium seiner Geburtsstadt sowie bei Peter Eötvös und Mariss Jansons. Nach Engagements in Bratislava und an der Kammeroper Wien debütierte er 1995 am Bolschoitheater in Moskau mit einer Produktion von Le nozze di Figaro, woraufhin er zum ersten ausländischen - und zugleich jüngsten - Chefdirigenten des Bolschoitheaters ernannt wurde. 1997 bis 2000 war er Erster Gastdirigent bei den St. Petersburger Philharmonikern, 2001 bis 2002 Chefdirigent des Slowakischen Nationaltheaters in Bratislava. Er dirigierte u.a. das SWR Sinfonieorchester, das Gürzenich Orchester Köln und die Oslo Philharmonic und leitete Opernvorstellungen in Prag, Berlin, Köln und Lissabon. Seit seinem Debüt am Zürcher Opernhaus 2004 dirigierte er dort u.a. Der Nussknacker, Cinderella, Schwanensee sowie Das schlaue Füchslein. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper: La traviata, Macbeth.
Peter Feranec

 


Choreographie
Saar Magal
studierte u.a. Tanz an der Telma Yalin Art High School in Tel Aviv sowie am Laban Centre for Movement and Dance in London. Anschließend gewann sie den ersten Preis beim Choreagraphiewettbewerb „On the Way to London“. Seither arbeitete sie u.a. am Nationaltheater “Habima“, am Suzanne Dellal Center for Dance and Theater, bei der Beit Zvi School of Performing Arts, mit der Bat Sheva Ensemble Dance Company und der Koldmana Dance Company in Tel Aviv, beim Theater for a New Audience in New York, im Laban Centre for Movement and Dance in London und mit „Multifrazione Progetti & Fabbrica Europa“ in Florenz. Seit 1997 arbeitet Saar Magal regelmäßig mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Hamlet in Tel Aviv, Perikles am Piccolo Teatro in Mailand sowie weitere Produktionen in Warschau und Stuttgart. Darüberhinaus unterrichtet sie Bewegung, Tanz, Improvisation und Choreographie an diversern Tanzschulen in Israel. Choreographie an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Saar Magal

 


Inszenierung
Krzysztof Warlikowski
studierte Regie sowie Geschichte, Philosophie und Romanistik in Krakau und Paris. Sein Regiedebüt gab er 1992 mit Weiße Nächte (Dostojewski) und Die Blendung (Elias Canetti).Er assistierte Peter Brook, Krystian Lupa und Giorgio Strehler, inszenierte in Krakau, Stuttgart, Hannover, Nizza und Amsterdam. Am Warschauer Teatr Rozmaitości entstanden u.a. Der Sturm (Shakespeare), Gesäubert (Sarah Kane), Dibbuk (Szymon Anski und Hanna Krall), Krum (Hanoch Levin) und zuletzt Tony Kushners Angels in America 1&2. Diese Arbeiten riefen beachtliche Reaktionen beim polnischen Publikum hervor und wurden mehrfach auf internationale Festivals eingeladen (Festival d’Avignon,  Next Wave Festival New York, euro-scene Leipzig, Wiener Festwochen u.a.). 2008 erhielt Warlikowski den Europäischen Preis „Neue Realitäten im Theater“. An der polnischen Nationaloper inszenierte er Don Carlo, Ubu Rex und Wozzeck. Internationale Beachtung fand er mit den Glucks Iphigénie en Tauride, Janáčeks Vec Macropulos und Wagners Parsifal an der Opéra National de Paris sowie Cherubinis Médée am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Seit Januar 2008 ist er künstlerischer Direktor des neu entstandenen Nowy Teatr Warszawa. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Krzysztof Warlikowski

 


Bühne und Kostüme
Malgorzata Szczesniak
wurde in Krakau/Polen geboren und studierte zunächst Malerei an der Kunstakademie Krakau und Psychologie an der Krakauer Jagiellonen-Universität. Sie begann eine wissenschaftliche Laufbahn an der psychiatrischen Klinik Krakau, bevor sie 1989 bis 2003 ein Bühnenbildstudium an der Kunstakademie Krakow absolvierte. Seit Beginn ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin arbeitet sie eng mit Krzysztof Warlikowski zusammen. In Deutschland stattete sie Inszenierungen am Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Bonn, bei den Festivals Theater der Welt und theaterformen sowie an der Berliner Schaubühne aus. Sie schuf Bühnenbilder und Kostüme für die Warschauer Nationaloper, das Festival Warschauer Herbst und die Opera National de Paris, dort zuletzt Iphigénie en Tauride und Die Sache Makropulos. An der Bayerischen Staatsoper gestaltet sie Bühne und Kostüme von Eugen Onegin.
Malgorzata Szczesniak

 


Licht
Felice Ross
Felice Ross wurde in New Jersey geboren und lebt in Israel. Sie studierte u.a. an der Rutgers University (New Jersey) und dem Polokov’s Studio of Design in New York. Seither arbeitete sie als Light Designerin weltweit für Schauspiel, Oper und Tanz u.a. in Tel Aviv (u.a. Habima National Theatre), Paris (Palais Garnier), Nizza, Washington, Berlin (Schaubühne), Hannover, Warschau und Amsterdam. Sie arbeitete an Stücken von Shakespeare, Kushner, Polanski, Brecht bis hin zu Donizetti, Britten, Verdi und Mozart. Sie arbeitet regelmäßig mit Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Iphigénie en Tauride in Paris. An der Bayerischen Staatsoper entwirft sie das Licht für Eugen Onegin.
Felice Ross

 


Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Miron Hakenbeck, geboren in Berlin, wechselte von der Medizin zum Musiktheater und ging nach seinem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ als Assistent ans TR Warszawa. Als Dr. Szebojgan in Hanoch Levins Krum gastierte er mit dessen Ensemble u.a. beim Festival d’Avignon, der Brooklyn Academy of Music, dem Moskauer Meyerhold-Zentrum, dem Théâtre Odeon und beim Athens Festival. Als Produktionsdramaturg arbeitete er eng mit Krzysztof Warlikowski bei dessen Operninszenierungen zusammen, so beim Münchner Eugen Onegin, am Teatr Wielki (Wozzeck), der Opéra National de Paris (Iphigénie en Tauride, Die Sache Makropoulos, Parsifal und Król Roger) und dem Théâtre de la Monnaie (Médée). Seit Beginn der Spielzeit 2008/09 ist er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper. Inszenierung hier 2010/11: Rothschilds Geige/Die Entscheidung/Herzland.
 

 


Dramaturgie
Peter Heilker
Peter Heilker, geboren in Mülheim/Ruhr. Studium der Theaterwissenschaft, der Neueren deutschen Literatur und Psycholinguistik in München. Dramaturgieassistent der Münchener Biennale für Neues Musiktheater 1994. 1997/98 Musikdramaturg am Theater St. Gallen/Schweiz. AB 1998 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper München, 2005 dort Referent der Operndirektion, von 2006 bis 2008 Leitender Dramaturg. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München (Studiengang Regie). Produktionsdramaturgie u.a. für Jürgen Rose und Christof Loy etwa beim Glyndebourne Festival, an der Deutschen Oper am Rhein und der Bayerischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Operndirektor am Theater St. Gallen (Schweiz).
Peter Heilker

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Larina
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Tatjana
Olga Guryakova
Olga Guryakowa wurde in Novokusnetzk in Russland geboren und erhielt ihre Ausbildung am Moskauer Konservatorium. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Tatiana (Eugen Onegin), Lisa (Pique Dame), Mimì (La bohème), Micaëla (Carmen) und Desdemona (Otello). Olga Guryakova debütierte 1998 als Marina in Tschaikowskys Mazeppa an der Metropolitan Opera New York und der Mailänder Scala. Es folgten weitere Engagements in New York und Mailand, an der Opéra National de Paris, der Wiener Staatsoper, am Marijnsky-Theater in St. Petersburg, an den Opernhäusern von Lyon, Monte Carlo, Genf, Brüssel, Houston, San Francisco sowie beim Festival von Aix-en-Provence und den Salzburger Festspielen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Cio-Cio-San (Madama Butterfly), Elisabeth von Valois (Don Carlo); 2010/11: Rusalka.
Olga Guryakova

 


Olga
Elena Maximova
Elena Maximova schloss ihre Gesangsausbildung am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ab. Im Anschluss wurde sie 2000 ans Moskauer Stanislawski-Theater engagiert, wo sie in Partien wie Polina (Pique Dame), Siébel (Faust), Orlofsky (Die Fledermaus), Carmen, Despina (Così fan tutte) und Suzuki (Madama Butterfly) auftrat. Sie war Preisträgerin u.a. beim Michail-Glinka-Gesangswettbewerb und beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb. An der Bayerischen Staatsoper war sie in der vergangenen Spielzeit als Federica (Luisa Miller) sowie Olga (Eugen Onegin) zu erleben. Weitere Engagements führten sie an die Opéra National de Lyon sowie als Carmen an die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Auf dem Konzertpodium war sie u.a. in Verdis Requiem in Valencia und in Montréal zu hören. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Olga (Eugen Onegin).
Elena Maximova (c) Vadim Lapin

 


Filipjewna
Elena Zilio
Elena Zilio stammt aus Bozen. Sie studierte Gesang und Klavier am Monteverdi-Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie in Rom und Siena. Sie singt an zahlreichen italienischen Bühnen, aber auch u.a. in Dresden, Paris, Madrid, Mailand, Genf, Chicago, London, Zürich, beim Edinburgh Festival und den Bregenzer Festspielen. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Pierotto (Linda di Chamounix), Armando di Gondì (Maria di Rohan), Nutrice (L’incoronazione di Poppea), Ciesca (Gianni Schicchi), Pippo (La gazza ladra), Orsini (Lucrezia Borgia) und Mrs. Quickly (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Filipjewna (Eugen Onegin).

 


Eugen Onegin
Dalibor Jenis
studierte am Konservatorium von Bratislava und an der Accademia Italiana in Osimo. Nach mehreren Erfolgen bei internationalen Gesangswettbewerben war er 1990 dreifacher Preisträger beim Wettbewerb Belvedere in Wien. Seither gastierte der Bariton an den Opernhäusern von Wien, Hamburg, Berlin, Dresden, London, Paris, Barcelona, Madrid, Bologna, Rom, Buenos Aires und Tokio. Darüber hinaus wirkte er bei zahlreichen konzertanten Aufführungen in Köln, Montpellier, Berlin und beim Festival de Radio France mit. Sein Repertoire umfasst die Titelpartien von Il barbiere di Siviglia, Don Giovanni, Eugen Onegin sowie Doktor Faust, Giorgio Germont (La traviata), Lord Enrico Ashton (Lucia di Lammermoor), Marcello (La bohème), Tomskij (Pique Dame), Lescaut (Manon Lescaut), Marquis von Posa (Don Carlo), Sharpless (Madamme Butterfly) und Guglielmo (Così fan tutte). Partien an der Bayerischen Staatsoper: Marcello, Onegin.
Dalibor Jenis

 


Lenski
Marius Brenciu
Marius Brenciu, geboren in Rumänien, studierte an der Musikhochschule Bukarest und debütierte 1997 als Don Ottavio in Don Giovanni. Als erster Sänger in der Geschichte des Wettbewerbs BBC Singer of the World erhielt er 2001 sowohl den Preis für Lied als auch die Auszeichnung Singer of the World. Sein Repertoire umfasst neben den Titelpartien in Mozarts Idomeneo und La clemenza di Tito auch Nemorino (L’elisir d’amore), Rodolfo (La bohème) sowie die Titelpartie in Les contes d’Hoffmann. Weitere Engagements führten ihn als Alfredo (La traviata) an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin und in La Rondine an das Théâtre de Châtelet in Paris. Als Konzertsänger trat er u.a. in Berlioz’ Te Deum mit den Berliner Philharmonikern auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Lenski (Eugen Onegin).
Marius Brenciu. © Anne de Gelas

 


Fürst Gremin / Saretzki
Michail Schelomianski
wuchs in Moskau auf und absolvierte ein Gesangsstudium an der Moskauer Hochschule für Kultur sowie ein Aufbaustudium an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Er gastierte bereits an den Opernhäusern von Paris, Lyon, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Mannheim, Wien, Salzburg sowie beim Schleswig-Holstein-Musikfestival. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn in die Konzerthäuser von Hamburg, Berlin, Zürich, Frankfurt, München, Amsterdam und Göteborg. Zu seinen Partien zählen u. a. Osmin (Die Entführung aus dem Serail), Seneca (L’incoronazione di Poppea), Phillip (Don Carlo), Wassermann (Rusalka), Gremin (Eugen Onegin). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Gremin.
Michail Schelomianski

 


Triquet
Guy de Mey
Guy de Mey stammt aus Belgien, studierte in Brüssel sowie in Amsterdam und begann seine Karriere zunächst als Konzertsänger. Inzwischen tritt er an den wichtigen internationalen Opernhäusern auf, darunter das Londoner Royal Opera House Covent Garden, das Teatro alla Scala in Mailand, das Opernhaus Zürich, De Nedelandse Opera Amsteram und das Teatro Real de Madrid sowie die Festspielen von Schwetzingen, Innsbruck und Spoleto. Sein Schwerpunkt liegt auf Partien des Renaissance- und Barock-Repertoires von Monteverdi bis Gluck; weiterhin war er u.a. als Maler (Lulu), Tichon (Katja Kabanova), Monostatos (Die Zauberflöte) und Triquet (Eugen Onegin) sowie bei der Uraufführung von Unsuk Chins Alice in Wonderland an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Partie hier 2010/11: Tanzmeister (Ariadne auf Naxos).
Guy de Mey (c) A. Klora, P. Montauban

 


Ein Hauptmann
Chorsolo