Eugen Onegin - Biographien

Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle, Olga Guryakova Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Olga Guryakova, Elena Maximova Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle
Eugen Onegin
Peter I. Tschaikowsky
Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin

Nationaltheater

Sonntag, 08. November 2009

 

Musikalische Leitung
Dmitri Jurowski
Dmitri Jurowski wurde 1979 in Moskau geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violoncello-Studium am Tschaikowski-Konservatorium. Nach dem Umzug der Familie nach Berlin, studierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock sowie Dirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. In der Spielzeit 2006/07 dirigierte er Rimski-Korsakows Der goldene Hahn an der Komischen Oper Berlin, Peter und der Wolf sowie Die Liebe zu den drei Orangen am Teatro Carlo Felice in Genua. Beim Wexford Festival leitete er Rusalka und Rimski-Korsakows Schneeflöckchen, darüber hinaus Andrea Chénier an der Deutschen Oper Berlin, Tschaikowskis Mazeppa in Antwerpen, Pique Dame in Monte Carlo und Lady Macbeth von Mzensk in Santiago. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Eugen Onegin.
Dmitri Jurowski

 


Choreographie
Saar Magal
studierte u.a. Tanz an der Telma Yalin Art High School in Tel Aviv sowie am Laban Centre for Movement and Dance in London. Anschließend gewann sie den ersten Preis beim Choreagraphiewettbewerb „On the Way to London“. Seither arbeitete sie u.a. am Nationaltheater “Habima“, am Suzanne Dellal Center for Dance and Theater, bei der Beit Zvi School of Performing Arts, mit der Bat Sheva Ensemble Dance Company und der Koldmana Dance Company in Tel Aviv, beim Theater for a New Audience in New York, im Laban Centre for Movement and Dance in London und mit „Multifrazione Progetti & Fabbrica Europa“ in Florenz. Seit 1997 arbeitet Saar Magal regelmäßig mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Hamlet in Tel Aviv, Perikles am Piccolo Teatro in Mailand sowie weitere Produktionen in Warschau und Stuttgart. Darüberhinaus unterrichtet sie Bewegung, Tanz, Improvisation und Choreographie an diversern Tanzschulen in Israel. Choreographie an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Saar Magal

 


Inszenierung
Krzysztof Warlikowski
studierte Regie sowie Geschichte, Philosophie und Romanistik in Krakau und Paris. Sein Regiedebüt gab er 1992 mit Weiße Nächte (Dostojewski) und Die Blendung (Elias Canetti).Er assistierte Peter Brook, Krystian Lupa und Giorgio Strehler, inszenierte in Krakau, Stuttgart, Hannover, Nizza und Amsterdam. Am Warschauer Teatr Rozmaitości entstanden u.a. Der Sturm (Shakespeare), Gesäubert (Sarah Kane), Dibbuk (Szymon Anski und Hanna Krall), Krum (Hanoch Levin) und zuletzt Tony Kushners Angels in America 1&2. Diese Arbeiten riefen beachtliche Reaktionen beim polnischen Publikum hervor und wurden mehrfach auf internationale Festivals eingeladen (Festival d’Avignon,  Next Wave Festival New York, euro-scene Leipzig, Wiener Festwochen u.a.). 2008 erhielt Warlikowski den Europäischen Preis „Neue Realitäten im Theater“. An der polnischen Nationaloper inszenierte er Don Carlo, Ubu Rex und Wozzeck. Internationale Beachtung fand er mit den Glucks Iphigénie en Tauride, Janáčeks Vec Macropulos und Wagners Parsifal an der Opéra National de Paris sowie Cherubinis Médée am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Seit Januar 2008 ist er künstlerischer Direktor des neu entstandenen Nowy Teatr Warszawa. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Krzysztof Warlikowski

 


Bühne und Kostüme
Malgorzata Szczesniak
wurde in Krakau/Polen geboren und studierte zunächst Malerei an der Kunstakademie Krakau und Psychologie an der Krakauer Jagiellonen-Universität. Sie begann eine wissenschaftliche Laufbahn an der psychiatrischen Klinik Krakau, bevor sie 1989 bis 2003 ein Bühnenbildstudium an der Kunstakademie Krakow absolvierte. Seit Beginn ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin arbeitet sie eng mit Krzysztof Warlikowski zusammen. In Deutschland stattete sie Inszenierungen am Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Bonn, bei den Festivals Theater der Welt und theaterformen sowie an der Berliner Schaubühne aus. Sie schuf Bühnenbilder und Kostüme für die Warschauer Nationaloper, das Festival Warschauer Herbst und die Opera National de Paris, dort zuletzt Iphigénie en Tauride und Die Sache Makropulos. An der Bayerischen Staatsoper gestaltet sie Bühne und Kostüme von Eugen Onegin.
Malgorzata Szczesniak

 


Licht
Felice Ross
Felice Ross wurde in New Jersey geboren und lebt in Israel. Sie studierte u.a. an der Rutgers University (New Jersey) und dem Polokov’s Studio of Design in New York. Seither arbeitete sie als Light Designerin weltweit für Schauspiel, Oper und Tanz u.a. in Tel Aviv (u.a. Habima National Theatre), Paris (Palais Garnier), Nizza, Washington, Berlin (Schaubühne), Hannover, Warschau und Amsterdam. Sie arbeitete an Stücken von Shakespeare, Kushner, Polanski, Brecht bis hin zu Donizetti, Britten, Verdi und Mozart. Sie arbeitet regelmäßig mit Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Iphigénie en Tauride in Paris. An der Bayerischen Staatsoper entwirft sie das Licht für Eugen Onegin.
Felice Ross

 


Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Miron Hakenbeck, geboren in Berlin, wechselte von der Medizin zum Musiktheater und ging nach seinem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ als Assistent ans TR Warszawa. Als Dr. Szebojgan in Hanoch Levins Krum gastierte er mit dessen Ensemble u.a. beim Festival d’Avignon, der Brooklyn Academy of Music, dem Moskauer Meyerhold-Zentrum, dem Théâtre Odeon und beim Athens Festival. Als Produktionsdramaturg arbeitete er eng mit Krzysztof Warlikowski bei dessen Operninszenierungen zusammen, so beim Münchner Eugen Onegin, am Teatr Wielki (Wozzeck), der Opéra National de Paris (Iphigénie en Tauride, Die Sache Makropoulos, Parsifal und Król Roger) und dem Théâtre de la Monnaie (Médée). Seit Beginn der Spielzeit 2008/09 ist er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper. Inszenierung hier 2010/11: Rothschilds Geige/Die Entscheidung/Herzland.
 

 


Dramaturgie
Peter Heilker
Peter Heilker, geboren in Mülheim/Ruhr. Studium der Theaterwissenschaft, der Neueren deutschen Literatur und Psycholinguistik in München. Dramaturgieassistent der Münchener Biennale für Neues Musiktheater 1994. 1997/98 Musikdramaturg am Theater St. Gallen/Schweiz. AB 1998 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper München, 2005 dort Referent der Operndirektion, von 2006 bis 2008 Leitender Dramaturg. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München (Studiengang Regie). Produktionsdramaturgie u.a. für Jürgen Rose und Christof Loy etwa beim Glyndebourne Festival, an der Deutschen Oper am Rhein und der Bayerischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Operndirektor am Theater St. Gallen (Schweiz).
Peter Heilker

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Larina
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Tatjana
Irina Mataeva
Irina Mataeva stammt aus Tjumen und studierte Gesang am Staatlichen St. Petersburger Konservatorium. Seit 1998 war sie Solistin bei der Jungen Akademie des Mariinski-Theaters. Engagemants fand sie als Chloe (Pique Dame) in Washington und Los Angeles sowie als Micaëla (Carmen) in Washington. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Zerlina (Don Giovanni), Susanna (Le nozze di Figaro) sowie Lisa (La sonnambula). An der Metropolitan Opera New York sang sie Natasha (Krieg und Frieden) und Tatiana (Eugen Onegin). Konzerte gab sie auch in Biarritz, San Francisco und im Teatro Colón in Buenos Aires. Bei einer Tournee mit dem Mariinski-Theater trat sie in internationalen Häusern wie dem Royal Opera House Covent Garden und Teatro alla Scala di Milano auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Tatjana (Eugen Onegin).
Irina Mataeva

 


Olga
Elena Maximova
Elena Maximova schloss ihre Gesangsausbildung am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ab. Im Anschluss wurde sie 2000 ans Moskauer Stanislawski-Theater engagiert, wo sie in Partien wie Polina (Pique Dame), Siébel (Faust), Orlofsky (Die Fledermaus), Carmen, Despina (Così fan tutte) und Suzuki (Madama Butterfly) auftrat. Sie war Preisträgerin u.a. beim Michail-Glinka-Gesangswettbewerb und beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb. An der Bayerischen Staatsoper war sie in der vergangenen Spielzeit als Federica (Luisa Miller) sowie Olga (Eugen Onegin) zu erleben. Weitere Engagements führten sie an die Opéra National de Lyon sowie als Carmen an die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Auf dem Konzertpodium war sie u.a. in Verdis Requiem in Valencia und in Montréal zu hören. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Olga (Eugen Onegin).
Elena Maximova (c) Vadim Lapin

 


Filipjewna
Elena Zilio
Elena Zilio stammt aus Bozen. Sie studierte Gesang und Klavier am Monteverdi-Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie in Rom und Siena. Sie singt an zahlreichen italienischen Bühnen, aber auch u.a. in Dresden, Paris, Madrid, Mailand, Genf, Chicago, London, Zürich, beim Edinburgh Festival und den Bregenzer Festspielen. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Pierotto (Linda di Chamounix), Armando di Gondì (Maria di Rohan), Nutrice (L’incoronazione di Poppea), Ciesca (Gianni Schicchi), Pippo (La gazza ladra), Orsini (Lucrezia Borgia) und Mrs. Quickly (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Filipjewna (Eugen Onegin).

 


Eugen Onegin
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Alfonso (Così fan tutte), Besenbinder (Hänsel und Gretel), Sharpless (Madama Butterfly), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos), Kurwenal (Tristan und Isolde).
Michael Volle

 


Lenski
Marius Brenciu
Marius Brenciu, geboren in Rumänien, studierte an der Musikhochschule Bukarest und debütierte 1997 als Don Ottavio in Don Giovanni. Als erster Sänger in der Geschichte des Wettbewerbs BBC Singer of the World erhielt er 2001 sowohl den Preis für Lied als auch die Auszeichnung Singer of the World. Sein Repertoire umfasst neben den Titelpartien in Mozarts Idomeneo und La clemenza di Tito auch Nemorino (L’elisir d’amore), Rodolfo (La bohème) sowie die Titelpartie in Les contes d’Hoffmann. Weitere Engagements führten ihn als Alfredo (La traviata) an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin und in La Rondine an das Théâtre de Châtelet in Paris. Als Konzertsänger trat er u.a. in Berlioz’ Te Deum mit den Berliner Philharmonikern auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Lenski (Eugen Onegin).
Marius Brenciu. © Anne de Gelas

 


Fürst Gremin / Saretzki
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Wurm (Luisa Miller), Don Fernando (Fidelio), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (Norma), Titurel (Parsifal), Colline (La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (Roberto Devereux), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Mönch (Don Carlo).
Steven Humes

 


Triquet
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Spalanzani (Les contes dʼHoffmann), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), L'imperatore Altoum (Turandot),  Mime (Das Rheingold), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Dritter Knappe (Parsifal).
Ulrich Reß

 


Ein Hauptmann
Chorsolo