Eugen Onegin - Biographien

Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle

Eugen Onegin
Peter I. Tschaikowsky
Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin

Nationaltheater

Dienstag, 03. November 2009

 

Musikalische Leitung
Dmitri Jurowski
Dmitri Jurowski wurde 1979 in Moskau geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violoncello-Studium am Tschaikowski-Konservatorium. Nach dem Umzug der Familie nach Berlin, studierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock sowie Dirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. In der Spielzeit 2006/07 dirigierte er Rimski-Korsakows Der goldene Hahn an der Komischen Oper Berlin, Peter und der Wolf sowie Die Liebe zu den drei Orangen am Teatro Carlo Felice in Genua. Beim Wexford Festival leitete er Rusalka und Rimski-Korsakows Schneeflöckchen, darüber hinaus Andrea Chénier an der Deutschen Oper Berlin, Tschaikowskis Mazeppa in Antwerpen, Pique Dame in Monte Carlo und Lady Macbeth von Mzensk in Santiago. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Eugen Onegin.
Dmitri Jurowski

 


Choreographie
Saar Magal
studierte u.a. Tanz an der Telma Yalin Art High School in Tel Aviv sowie am Laban Centre for Movement and Dance in London. Anschließend gewann sie den ersten Preis beim Choreagraphiewettbewerb „On the Way to London“. Seither arbeitete sie u.a. am Nationaltheater “Habima“, am Suzanne Dellal Center for Dance and Theater, bei der Beit Zvi School of Performing Arts, mit der Bat Sheva Ensemble Dance Company und der Koldmana Dance Company in Tel Aviv, beim Theater for a New Audience in New York, im Laban Centre for Movement and Dance in London und mit „Multifrazione Progetti & Fabbrica Europa“ in Florenz. Seit 1997 arbeitet Saar Magal regelmäßig mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Hamlet in Tel Aviv, Perikles am Piccolo Teatro in Mailand sowie weitere Produktionen in Warschau und Stuttgart. Darüberhinaus unterrichtet sie Bewegung, Tanz, Improvisation und Choreographie an diversern Tanzschulen in Israel. Choreographie an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Saar Magal

 


Inszenierung
Krzysztof Warlikowski
studierte Regie sowie Geschichte, Philosophie und Romanistik in Krakau und Paris. Sein Regiedebüt gab er 1992 mit Weiße Nächte (Dostojewski) und Die Blendung (Elias Canetti).Er assistierte Peter Brook, Krystian Lupa und Giorgio Strehler, inszenierte in Krakau, Stuttgart, Hannover, Nizza und Amsterdam. Am Warschauer Teatr Rozmaitości entstanden u.a. Der Sturm (Shakespeare), Gesäubert (Sarah Kane), Dibbuk (Szymon Anski und Hanna Krall), Krum (Hanoch Levin) und zuletzt Tony Kushners Angels in America 1&2. Diese Arbeiten riefen beachtliche Reaktionen beim polnischen Publikum hervor und wurden mehrfach auf internationale Festivals eingeladen (Festival d’Avignon,  Next Wave Festival New York, euro-scene Leipzig, Wiener Festwochen u.a.). 2008 erhielt Warlikowski den Europäischen Preis „Neue Realitäten im Theater“. An der polnischen Nationaloper inszenierte er Don Carlo, Ubu Rex und Wozzeck. Internationale Beachtung fand er mit den Glucks Iphigénie en Tauride, Janáčeks Vec Macropulos und Wagners Parsifal an der Opéra National de Paris sowie Cherubinis Médée am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Seit Januar 2008 ist er künstlerischer Direktor des neu entstandenen Nowy Teatr Warszawa. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Eugen Onegin.
Krzysztof Warlikowski

 


Bühne und Kostüme
Malgorzata Szczesniak
wurde in Krakau/Polen geboren und studierte zunächst Malerei an der Kunstakademie Krakau und Psychologie an der Krakauer Jagiellonen-Universität. Sie begann eine wissenschaftliche Laufbahn an der psychiatrischen Klinik Krakau, bevor sie 1989 bis 2003 ein Bühnenbildstudium an der Kunstakademie Krakow absolvierte. Seit Beginn ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin arbeitet sie eng mit Krzysztof Warlikowski zusammen. In Deutschland stattete sie Inszenierungen am Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Bonn, bei den Festivals Theater der Welt und theaterformen sowie an der Berliner Schaubühne aus. Sie schuf Bühnenbilder und Kostüme für die Warschauer Nationaloper, das Festival Warschauer Herbst und die Opera National de Paris, dort zuletzt Iphigénie en Tauride und Die Sache Makropulos. An der Bayerischen Staatsoper gestaltet sie Bühne und Kostüme von Eugen Onegin.
Malgorzata Szczesniak

 


Licht
Felice Ross
Felice Ross wurde in New Jersey geboren und lebt in Israel. Sie studierte u.a. an der Rutgers University (New Jersey) und dem Polokov’s Studio of Design in New York. Seither arbeitete sie als Light Designerin weltweit für Schauspiel, Oper und Tanz u.a. in Tel Aviv (u.a. Habima National Theatre), Paris (Palais Garnier), Nizza, Washington, Berlin (Schaubühne), Hannover, Warschau und Amsterdam. Sie arbeitete an Stücken von Shakespeare, Kushner, Polanski, Brecht bis hin zu Donizetti, Britten, Verdi und Mozart. Sie arbeitet regelmäßig mit Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. für Iphigénie en Tauride in Paris. An der Bayerischen Staatsoper entwirft sie das Licht für Eugen Onegin.
Felice Ross

 


Dramaturgie
Peter Heilker
Peter Heilker, geboren in Mülheim/Ruhr. Studium der Theaterwissenschaft, der Neueren deutschen Literatur und Psycholinguistik in München. Dramaturgieassistent der Münchener Biennale für Neues Musiktheater 1994. 1997/98 Musikdramaturg am Theater St. Gallen/Schweiz. AB 1998 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper München, 2005 dort Referent der Operndirektion, von 2006 bis 2008 Leitender Dramaturg. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München (Studiengang Regie). Produktionsdramaturgie u.a. für Jürgen Rose und Christof Loy etwa beim Glyndebourne Festival, an der Deutschen Oper am Rhein und der Bayerischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Operndirektor am Theater St. Gallen (Schweiz).
Peter Heilker

 


Dramaturgie
Miron Hakenbeck
Geboren in Berlin, Studium der Musiktheaterregie und  –dramaturgie, es folgten Assistenzen an der Oper Chemnitz und bei den HypOp-Projekten der Berliner Staatsoper. Als Produktionsdramaturg intensive Zusammenarbeit mit Krzysztof Warlikowski für das Warschauer Teatr Rozmaitosci (jetzt TR Warszawa), das Warschauer Teatr Wielki (Wozzeck), die Opéra National de Paris (Iphigénie en Tauride, Die Sache Makropulos und Parsifal) sowie für das Theatre de la Monnaie Brüssel Médée. Daneben arbeitet er mit freien Gruppen, wie der Berliner Oper Dynamo West.
 

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Seit der Spielzeit 2003/04 ist er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Larina
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte Gesang an der Musikhochschule Köln. Nachdem sie 1996 mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, setzte sie ihre Studien u.a. bei Kurt Moll, Hanna Schwarz und Astrid Varnay fort. 1999 wurde sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster, 2005 der Bayerischen Staatsoper. Gastengagements führten sie u.a. nach Hagen, Kiel, Weimar, Enschede und Montepulciano. Sie sang Partien wie Hänsel (Hänsel und Gretel), Orlofsky (Die Fledermaus) und Frau Reich (Die lustigen Weiber von Windsor). Die Partie der Siegrune (Der Ring des Nibelungen) sang sie in Valencia sowie beim Festival d’Aix-en-Provence. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Mercédès (Carmen), Larina (Eugen Onegin), Hänsel (Hänsel und Gretel), Margret (Wozzeck), Die Rumata (Die Tragödie des Teufels), Mère Jeanne (Dialogues des Carmélites).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Tatjana
Irina Mataeva
Irina Mataeva stammt aus Tjumen und studierte Gesang am Staatlichen St. Petersburger Konservatorium. Seit 1998 war sie Solistin bei der Jungen Akademie des Mariinski-Theaters. Engagemants fand sie als Chloe (Pique Dame) in Washington und Los Angeles sowie als Micaëla (Carmen) in Washington. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Zerlina (Don Giovanni), Susanna (Le nozze di Figaro) sowie Lisa (La sonnambula). An der Metropolitan Opera New York sang sie Natasha (Krieg und Frieden) und Tatiana (Eugen Onegin). Konzerte gab sie auch in Biarritz, San Francisco und im Teatro Colón in Buenos Aires. Bei einer Tournee mit dem Mariinski-Theater trat sie in internationalen Häusern wie dem Royal Opera House Covent Garden und Teatro alla Scala di Milano auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Tatjana (Eugen Onegin).
Irina Mataeva

 


Olga
Elena Maximova
Elena Maximova schloss ihre Gesangsausbildung am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ab. Im Anschluss wurde sie 2000 ans Moskauer Stanislawski-Theater engagiert, wo sie in Partien wie Polina (Pique Dame), Siébel (Faust), Orlofsky (Die Fledermaus), Carmen, Despina (Così fan tutte) und Suzuki (Madama Butterfly) auftrat. Sie war Preisträgerin u.a. beim Michail-Glinka-Gesangswettbewerb und beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb. An der Bayerischen Staatsoper war sie in der vergangenen Spielzeit als Federica (Luisa Miller) sowie Olga (Eugen Onegin) zu erleben. Weitere Engagements führten sie an die Opéra National de Lyon sowie als Carmen an die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Auf dem Konzertpodium war sie u.a. in Verdis Requiem in Valencia und in Montréal zu hören. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Olga (Eugen Onegin).
Elena Maximova (c) Vadim Lapin

 


Filipjewna
Elena Zilio
Elena Zilio stammt aus Bozen. Sie studierte Gesang und Klavier am Monteverdi-Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie in Rom und Siena. Sie singt an zahlreichen italienischen Bühnen, aber auch u.a. in Dresden, Paris, Madrid, Mailand, Genf, Chicago, London, Zürich, beim Edinburgh Festival und den Bregenzer Festspielen. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Pierotto (Linda di Chamounix), Armando di Gondì (Maria di Rohan), Nutrice (L’incoronazione di Poppea), Ciesca (Gianni Schicchi), Pippo (La gazza ladra), Orsini (Lucrezia Borgia) und Mrs. Quickly (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Filipjewna (Eugen Onegin).

 


Eugen Onegin
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 2008 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt mit dem Titel „Sänger des Jahres“ ausgezeichnet. 2009 wurde dem Sänger der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Eugen Onegin, Besenbinder (Hänsel und Gretel), Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser), Il Conte di Almaviva (Le nozze di Figaro), Giovanni Morone (Palestrina), Wozzeck.
Michael Volle

 


Lenski
Marius Brenciu
Marius Brenciu, geboren in Rumänien, studierte an der Musikhochschule Bukarest und debütierte 1997 als Don Ottavio in Don Giovanni. Als erster Sänger in der Geschichte des Wettbewerbs BBC Singer of the World erhielt er 2001 sowohl den Preis für Lied als auch die Auszeichnung Singer of the World. Sein Repertoire umfasst neben den Titelpartien in Mozarts Idomeneo und La clemenza di Tito auch Nemorino (L’elisir d’amore), Rodolfo (La bohème) sowie die Titelpartie in Les contes d’Hoffmann. Weitere Engagements führten ihn als Alfredo (La traviata) an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin und in La Rondine an das Théâtre de Châtelet in Paris. Als Konzertsänger trat er u.a. in Berlioz’ Te Deum mit den Berliner Philharmonikern auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Lenski (Eugen Onegin).
Marius Brenciu. © Anne de Gelas

 


Fürst Gremin / Saretzki
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Seit Herbst 2003 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2009/10: u.a. Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Gubetta (Lucrezia Borgia), Gremin (Eugen Onegin), Ein Mönch (Don Carlo), Biterolf (Tannhäuser), Banco (Macbeth), Der Boris (Die Tragödie des Teufels), Ramfis (Aida), Farfallo (Die schweigsame Frau).
Steven Humes

 


Ein Hauptmann
Chorsolo

 

 


Triquet
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen Augsburg. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen und Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), Triquet (Eugen Onegin), Die Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Walther von der Vogelweide (Tannhäuser), Premier commissaire (Dialogues des Carmélites), Dr. Blind (Die Fledermaus), Bischof von Budoja (Palestrina).
Ulrich Reß

 
© Bayerische Staatsoper
 
zum Seitenanfang drucken