Nabucco - Biographien
Nabucco
Giuseppe Verdi
Temistocle Solera
Nationaltheater
Sonntag, 20. April 2008
Musikalische Leitung
Paolo Carignani
Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition und Orchesterdirektion. Nachdem er den Internationalen Wettbewerb Gino Marinuzzi in San Remo gewonnen und an der International Conductor Masterclass in Hilversum teilgenommen hatte, wurde er von zahlreichen Festspielen und Theatern Italiens und des Auslands eingeladen. Er dirigiert u.a. an der Wiener Staatsoper, am Opernhaus Zürich, den Opernhäusern in Barcelona, Paris, Berlin, Köln, Rom, Bologna, Neapel, Genua, beim Rossini Festival in Pesaro, dem Festival dei Due Mondi in Spoleto, dem Festival Sferisterio in Macerata und im Concertgebouw Amsterdam. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2011/12:
Die Fledermaus,
Luisa Miller.
Inszenierung, Bühne und Kostüme
Yannis Kokkos
Geboren in Athen, studierte Bühnenbild an der École Superieure d’Art Dramatique in Strasbourg. Er arbeitete zunächst als Bühnen- und Kostümbildner, u.a. in Paris, Mailand, Wien und London und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1987 begann seine Tätigkeit als Regisseur. Operniszenierungen u.a. an den Theatern von Nancy, Bologna, Paris, Nizza, Orange, Palermo, Venedig, Cardiff, Pesaro und Lyon. An der Mailänder Scala inszenierte er u.a.
Die Götterdämmerung, Der fliegende Holländer und
Iphigénie en Aulide. Zudem erarbeitete er
Tristan und Isolde in Brüssel und
Giulio Cesare in Egitto in Cardiff. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper:
Nabucco.
Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a.
Tosca,
Don Carlo,
Die Fledermaus,
Der fliegende Holländer,
Lʼelisir dʼamore,
Luisa Miller,
Medea in Corinto,
Mitridate, rè di Ponto.
Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Nabucco
Paolo Gavanelli
Paolo Gavanelli ist in Padua geboren. Der promovierte Jurist studierte privat Gesang und debütierte 1985 als Leporello (
Don Giovanni). Er gastierte regelmäßig an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt, so der Mailänder Scala, in Rom, Wien, München, Berlin, San Francisco, Paris und London, an der New Yorker Metropolitan Opera und in der Arena di Verona. Trotz seines breitgefächerten Repertoires von über 50 Partien gilt er besonders als herausragender Interpret der großen Baritonpartien Verdis von Nabucco, Macbeth, Simon Boccanegra bis Jago (
Otello) und Falstaff - den Rigoletto etwa sang er unlängst an der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, am Opera House Covent Garden in London, an der Metropolitan Opera und an der Wiener Staatsoper. 2005 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Herzog von Nottingham (
Roberto Devereux)
Ismaele
Aleksandrs Antonenko
studierte an der Lettischen Musikakademie und wurde bereits als Student an die Lettische Nationaloper engagiert. Nachdem er 2002 mit dem Paul Sakss Musikpreis in seiner Heimat Lettland ausgezeichnet wurde, begann seine internationale Karriere, die ihn bereits u.a. an die Königliche Oper in Stockholm, die Opern von Monte-Carlo und Triest sowie die Opernhäuser von Graz, Berlin, Frankfurt, Baden-Baden und Wien führte. Sein Repertoire umfasst Partien wie Tito (
La clemenza di Tito), Des Grieux (
Manon Lescaut), Cavaradossi (
Tosca), Don José (
Carmen), Turiddu (
Cavalleria rusticana) und Radames (
Aida). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Ismaele (
Nabucco).
Zaccaria
Vitalij Kowaljow
Vitalij Kowaljow stammt aus der Ukraine, erhielt seine Ausbildung in Moskau, Bern sowie in Biel und debütierte als Ensemblemitglied in St. Gallen. Der Preisträger des Operalia-Wettbewerbes 1999 sang in Folge an den bedeutenden internationalen Opernhäusern, u.a. Philipp II. (
Don Carlo) am New National Theatre Tokyo, Ramfis (
Aida) in der Arena di Verona, Padre Guardiano (
La forza del destino) an der Metropolitan Opera New York, Kaspar (
Der Freischütz) in der New Yorker Carnegie Hall, Giorgio (
I puritani) an der Wiener Staatsoper und Pimen (
Boris Godunow) an der San Francisco Opera. 2008 war er in Robert Dornhelms Verfilmung von
La bohème als Colline zu sehen und debütierte 2009 als Wotan/Wanderer (
Der Ring des Nibelungen) an der Los Angeles Opera. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Zaccaria (
Nabucco).
Abigaille
Maria Guleghina
geboren in Odessa/Russland. Nach langjährigem Engagement an der Staatsoper in Minsk debütierte sie 1987 an der Mailänder Scala als Amelia (
Un ballo in maschera). Seitdem regelmäßiger Gast an den großen Opernhäusern der Welt, u.a. am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York, an den Staatsopern von Hamburg und Wien, in Zürich, Berlin, San Francisco und Chicago sowie in Orange, an der Pariser Opéra Bastille und beim Maggio Musicale in Florenz. Zu ihren wichtigsten Partien gehören die Titelfiguren in Norma, Tosca, Aida und Manon Lescaut sowie Abigaille (
Nabucco), Lady Macbeth (
Macbeth), Amelia in
Un ballo in maschera und in
Simon Boccanegra, Leonora (
Il trovatore) und Desdemona (
Otello). Partien an der Bayerischen Staatsoper: Amelia (
Un ballo in maschera), Titelpartie
Aida, Leonora (
Il trovatore).
Fenena
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der
Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der
Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (
Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (
Götterdämmerung), Hänsel (
Hänsel und Gretel), Suzuki (
Madama Butterfly), Fenena (
Nabucco), Annina (
Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (
Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (
Tristan und Isolde) und Eboli (
Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der
Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer
Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts
Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (
Le nozze di Figaro), Knusperhexe (
Hänsel und Gretel), Waltraute (
Die Walküre), Annina (
Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in
Steps & Times).
Il Gran Sacerdote
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (
Die Zauberflöte), Ramfis (
Aida), Fürst Gremin (
Eugen Onegin), Eremit (
Der Freischütz), Wurm (
Luisa Miller), Don Fernando (
Fidelio), Capellio (
I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (
Norma), Titurel (
Parsifal), Colline (
La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (
Roberto Devereux), Truffaldin (
Ariadne auf Naxos), Mönch (
Don Carlo).
Abdallo
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (
Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (
Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (
Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (
Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (
L’enfant et les sortilèges), Pang (
Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (
Der fliegende Holländer), Andres (
Wozzeck).
Anna
Lana Kos
Lana Kos debütierte 2002 mit der Partie der Königin der Nacht (
Die Zauberflöte) am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und sang diese Rolle kurz danach am Nationaltheater Ljubljana. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und bereits bei mehreren Festivals aufgetreten. Bei Galakonzerten u.a. in Liège, Moskau, Samara und Odessa stand sie auf der Bühne. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Najade (
Ariadne auf Naxos), Frasquita (
Carmen), Karolka (
Jenufa), Gretel (
Hänsel und Gretel), Papagena (
Die Zauberflöte), Tebaldo (
Don Carlo), Dama di Lady Macbeth (
Macbeth), Berta (
Il barbiere di Siviglia), Priesterin (
Aida).