Die Bassariden - Biographien

Hans Werner Henze: Die Bassariden. Michael Volle, Gabriele Schnaut, Eir Inderhaug Hans Werner Henze: Die Bassariden Hans Werner Henze: Die Bassariden. Nikolai Schukoff
Die Bassariden
Hans Werner Henze
Wystan Hugh Auden, Chester Kallman nach Euripides

Nationaltheater

Mittwoch, 28. Mai 2008

 

Musikalische Leitung
Marc Albrecht
begann seine Karriere als persönlicher Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester in Wien. Es folgten Engagements als Kapellmeister in Hamburg und Dresden sowie als Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Als Gastdirigent arbeitete er mit den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Orchestre National de Lyon und der Staatskapelle Dresden. Darüberhinaus leitete er Aufführungen an den Opernhäusern von Paris (Aus einem Totenhaus), Dresden, Berlin und bei den Salzburger (Die Bacchantinnen) und Bayreuther Festspielen (Der fliegende Holländer). Seit Beginn der Spielzeit 06/07 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper: Die Zauberflöte, Idomeneo, La damnation de Faust, Die Bassariden.
Marc Albrecht (c) Harald Hoffmann

 


Inszenierung
Christof Loy
Christof Loy wurde in Essen geboren, studierte Musiktheaterregie an der Folkwang Hochschule sowie Philosophie, Kunstgeschichte und italienische Philologie in München. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Regisseur u.a. in Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Theater an der Wien, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Londoner Covent Garden, beim Glyndebourne Festival (Iphigénie en Aulide) sowie bei den Salzburger Festspielen (Haydns Armida und Händels Theodora). Für Münchner Inszenierungen wurde er von der Zeitschrift Opernwelt bereits dreimal zum Regisseur des Jahres gekürt: Saul (2003), Roberto Devereux (2004) und Die Bassariden (2008). Weitere Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: Alcina, Il turco in Italia, Lucrezia Borgia.
Christof Loy

 


Bühne und Kostüme
Johannes Leiacker
wurde in Landshut geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Es folgte ein Design-Studium in Wiesbaden, und er wurde zunächst Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt. Eigene Bühnenausstattungen am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater und am Münchner Residenztheater. Opernausstattungen in Essen, Wiesbaden, Leipzig, Brüssel, Antwerpen, an der Dresdner Semperoper, der English National Opera, am Münchner Gärtnerplatztheater und bei der Münchener Biennale. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Parsifal (1995) und Tristan und Isolde (1998), Der fliegende Holländer (2006). Seit 2004 ist er Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Johannes Leiacker

 


Licht
Olaf Winter
Olaf Winter, geboren 1958 in Hagen, studierte Musikwissenschaft, Publizistik und Germanistik in Münster. Seit 1983 war er als Beleuchter und Bühnentechniker am Wolfgang-Borchert-Theater in Münster tätig, wo er ab 1984 eigene Beleuchtungseinrichtungen erarbeitete. Von 1986 bis 1988 studierte er Lighting Design am Studio and Forum of Stage Design in New York. Ab 1989 wirkte er als Beleuchtungsdesigner für William Forsythe und das Ballett Frankfurt und übernahm freie Arbeiten als Beleuchtungsdesigner für das Bayerische Staatsschauspiel, die Pocket Opera Company in Nürnberg sowie für The Yellow Shark mit Frank Zappa und dem Ensemble Modern. Seit 1994 arbeitete er regelmäßig für die Oper Frankfurt und ist seit 2001 ihr Technischer Direktor. Darüber hinaus ist er regelmäßig an der Pariser Opéra Bastille und bei den Salzburger Festspielen engagiert.
Olaf Winter

 


Evita Galanou, Ueli Nüesch, Thomas Wollenberger

 


Evita Galanou, Ueli Nüesch, Thomas Wollenberger

 


Evita Galanou, Ueli Nüesch, Thomas Wollenberger

 


Choreographische Mitarbeit
Thomas Wilhelm
Thomas Wilhelm wurde in Zwickau geboren und erhielt seine Ausbildung an der Palucca Schule in Dresden. Als Tänzer war er u.a. an der Dresdener Semperoper, der Oper Leipzig, in Hannover und an der Göteborgs Operan engagiert. Seit 1995 ist er auch als Choreograph tätig, ab 1998/99 in der Compagnie von Stephan Thoss. Seit 2006 ist er freischaffend, u.a. am Staatsschauspiel Hannover. 2006 arbeitete er erstmals mit Christof Loy bei Strauss’ Arabella in Göteborg, es folgten u.a. Haydns Armida bei den Salzburger Festspielen, Mozarts Lucio Silla am Königlichen Opernhaus in Kopenhagen, Charpentiers Louise an der Deutschen Oper am Rhein und Strauss’ Intermezzo am Theater an der Wien. Choreographische Mitarbeit an der Bayerischen Staatsoper: Die Bassariden, Lucrezia Borgia.
Thomas Wilhelm

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Dramaturgie
Peter Heilker
Peter Heilker, geboren in Mülheim/Ruhr. Studium der Theaterwissenschaft, der Neueren deutschen Literatur und Psycholinguistik in München. Dramaturgieassistent der Münchener Biennale für Neues Musiktheater 1994. 1997/98 Musikdramaturg am Theater St. Gallen/Schweiz. AB 1998 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper München, 2005 dort Referent der Operndirektion, von 2006 bis 2008 Leitender Dramaturg. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München (Studiengang Regie). Produktionsdramaturgie u.a. für Jürgen Rose und Christof Loy etwa beim Glyndebourne Festival, an der Deutschen Oper am Rhein und der Bayerischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Operndirektor am Theater St. Gallen (Schweiz).
Peter Heilker

 


Dionysos
Nikolai Schukoff
wurde in Graz geboren und absolvierte sein Studium am Mozarteum in Salzburg, wo er zum Abschluss mit der „Lilli Lehmann-Medaille“ ausgezeichnet wurde. Zunächst war er als Ensemblemitglied in Gelsenkirchen, Mannheim und Nürnberg engagiert. Während seiner Karriere erarbeitete er sich Partien wie Don Ottavio (Don Giovanni), Tamino (Die Zauberflöte), Canio (I pagliacci), Jean (Hérodiade), Don José (Carmen), Max (Der Freischütz), Siegmund (Die Walküre) sowie Siegfried (Götterdämmerung). Gastverpflichtungen führten ihn u.a. nach Salzburg, Lyon, Paris, Sydney, Lausanne, Wien, München, Kopenhagen, Rom, Madrid, Luzern und Leipzig. Als Konzertsänger arbeitete er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Orchestra dell’ Accademia di Santa Cecilia, dem Orchestre de Paris und dem Gewandhausorchester Leipzig. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Narraboth (Salome), Titelpartie (Parsifal).
Nikolai Schukoff

 


Pentheus
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Alfonso (Così fan tutte), Besenbinder (Hänsel und Gretel), Sharpless (Madama Butterfly), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos), Kurwenal (Tristan und Isolde).
Michael Volle

 


Kadmos
Sami Luttinen
wurde in Turku/ Finnland geboren und studierte Gesang an der Sibelius Akademie in Helsinki. 1993 gewann er den Mustakallio Gesangswettbewerb des Savonlinna Opernfestivals, bei dem er auch im selben Jahr debütierte. Seit 1997 ist er Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein. 2000 Debüt als Leporello (Don Giovanni) an der Nationaloper Finnland; seitdem Auftritte bei Festivals in Zürich, Montpellier, Granada, Schleswig Holstein sowie an der Opéra National du Rhin in Straßburg und der Mailänder Scala. Sein Repertoire umfasst Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Raimondo (Lucia di Lammermoor), Banco (Macbeth), Ramfis (Aida), Filippo II (Don Carlo), Colline (La bohème), Lindorf/ Coppelius/Miracle/Dappertutto (Les contes d'Hoffmann), Pimen (Boris Godunov), Titurel (Parsifal) und Hunding (Die Walküre). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Seneca (L'incoronazione di Poppea).
Sami Luttinen

 


Teiresias / Kalliope
Reiner Goldberg
Geboren in Crostau/Oberlausitz; studierte bei Arno Schellenberger an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden. An den Landesbühnen Sachsen in Radebeul erhielt er 1967 sein erstes Engagement. 1973 wechselte er an die Semperoper Dresden. Dort wurde Reiner Goldberg 1977 zum Kammersänger ernannt. Seit 1981 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Zahlreiche Gastverpflichtungen führten ihn an nahezu alle großen Opernhäuser u.a. nach Paris, New York, London, Mailand, Wien, Zürich und Hamburg sowie zu den Bayreuther Festspielen. Sein Repertoire umfasst Partien wie Siegfried (Der Ring des Nibelungen), Aron (Moses und Aron), Bacchus (Ariande auf Naxos), Florestan (Fidelio), Max (Der Freischütz) und Tambourmajor (Wozzeck). Konzertauftritte führten ihn u.a. nach Berlin, Luzern, New York, Chicago und Tokio. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Erik (Der fliegende Holländer), Tannhäuser (Tannhäuser), Herodes (Salome), Teiresias (Die Bassariden).
Reiner Goldberg (c) Bayreuther Festspiele / Jörg Schulze

 


Hauptmann
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Agaue
Gabriele Schnaut
Gabriele Schnaut, geboren in Mannheim, studierte an der Frankfurter Musikhochschule und in Darmstadt. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1976 an der Staatsoper Stuttgart, 1978 wechselte sie ans Staatstheater Darmstadt. Von 1980 bis 1988 war sie Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim, von 1988 bis 1991 der Deutschen Oper am Rhein. 1977 gab sie ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Waltraute und 2. Norne in Patrice Chéreaus Der Ring des Nibelungen. Neben Wagner-Partien sang sie auch Tosca, Turandot und Färberin (Die Frau ohne Schatten). Gastspiele führten sie u.a. nach New York, San Francisco, Wien, London, Mailand, Amsterdam und Chicago. 2003 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Die Küsterin Buryja (Jenůfa).
Gabriele Schnaut (c) Anne Kirchbach

 


Autonoe
Eir Inderhaug
Geboren in Bergen/Norwegen, begann ihre musikalische Ausbildung am Rogaland Conservatory in Stavanger. Von 1997 bis 2003 studierte sie an der Königlich Dänischen Musikakademie in Kopenhagen. Ihr Debüt gab sie am dortigen Königlichen Opernhaus im Jahr 1999 als Barbarina (Le nozze di Figaro). Engagements führten sie u.a. an die Deutsche Oper am Rhein und an die Komische Oper Berlin. Ihr Repertoire umfasst u.a. Partien wie Giulia (La scala di seta), Despina (Così fan tutte), Olympia (Les contes d’Hoffmann), Anna (Die lustigen Weiber von Windsor), Frasquita (Carmen), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Ännchen (Der Freischütz) und Adele (Die Fledermaus). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Autonoe (Die Bassariden).
Eir Inderhaug

 


Beroe, eine alte Sklavin
Hanna Schwarz
studierte Gesang an der Musikhochschule Hannover. Nach ihrem Debüt als Sigrune (Die Walküre) am dortigen Opernhaus wurde sie an die Staatsoper Hamburg verpflichtet. Bei den Bayreuther Festspielen debütierte Hanna Schwarz 1975, wo sie u.a. Brangäne (Tristan und Isolde) sang. Internationale Gastspiele führten sie u. a. an die Opernhäuser von San Francisco, New York und London. Bei den Salzburger Festspielen sang sie u. a. die Partie der Gräfin Geschwitz (Lulu) und der Amme (Die Frau ohne Schatten). Für die Partie der Klytämnestra (Elektra) wurde sie 1997 zur „Sängerin des Jahres“ gekürt. In letzter Zeit war sie u. a. zu sehen als Erda (Rheingold) in Rom, als Mrs. de Rocher in der Dresdner Neuproduktion von Dead Man Walking und bei der RuhrTriennale als Weseners Mutter (Die Soldaten). Partien an der Bayerischen Staatsoper: Principessa (Adriana Lecouvreur), Erda, Waltraute, Beroe, eine alte Sklavin (Die Bassariden).
Hanna Schwarz