Lucrezia Borgia - Biographien

Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Pavol Breslik, Edita Gruberova, Steven Humes Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Emanuele D'Aguanno, Pavol Breslik, Franco Vassallo Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Edita Gruberova
Lucrezia Borgia
Gaetano Donizetti
Felice Romani nach Victor Hugo

Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2009
Mittwoch, 01. Juli 2009

 

Musikalische Leitung
Bertrand de Billy
Bertrand de Billy, geboren in Paris, studierte Musik in seiner Heimatstadt, wo er zunächst als Orchestermusiker arbeitete. Er begann als Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor in Dessau. 1994 debütierte er mit Carmen an der Wiener Volksoper, wo er von 1996 bis 1998 Erster Kapellmeister war. Von 1999 bis 2004 war er Chefdirigent des Teatro del Liceu in Barcelona. Beim Festival OsterKlang 1998 dirigierte er erstmals das RSO Wien; 2002 wurde er dort Chefdirigent. Er gastiert regelmäßig an internationalen Opernhäusern u.a. in Berlin, Hamburg, München, Wien, London, Brüssel, Paris, Washington, Los Angeles sowie New York und ist ferner alljährlich bei den Salzburger Festspielen engagiert. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Die Fledermaus, Luisa Miller.
Bertrand de Billy (c) Marco Borggreve

 


Regie
Christof Loy
Christof Loy wurde in Essen geboren, studierte Musiktheaterregie an der Folkwang Hochschule sowie Philosophie, Kunstgeschichte und italienische Philologie in München. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Regisseur u.a. in Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Theater an der Wien, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Londoner Covent Garden, beim Glyndebourne Festival (Iphigénie en Aulide) sowie bei den Salzburger Festspielen (Haydns Armida und Händels Theodora). Für Münchner Inszenierungen wurde er von der Zeitschrift Opernwelt bereits dreimal zum Regisseur des Jahres gekürt: Saul (2003), Roberto Devereux (2004) und Die Bassariden (2008). Weitere Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: Alcina, Il turco in Italia, Lucrezia Borgia.
Christof Loy

 


Bühne
Henrik Ahr
Henrik Ahr, 1968 in Bensberg geboren, war nach einer Ausbildung zum Koch als freier Künstler tätig und studierte von 1995 bis 2001 Architektur in Leipzig. Erste Bühnenbilder entwarf er 2000 für die Neue Szene in Leipzig und 2001 am Theaterhaus Jena für Palahniuks Fight Club. Seit 2005 lebt und arbeitet er als Bühnenbildner und Maler in Wien. Liebelei von Arthur Schnitzler am Thalia Theater Hamburg mit Regisseur Michael Thalheimer 2002 wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit ihm realisierte er weitere Projekte u.a. Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti in Hamburg und Schuberts Winterreise am Deutschen Theater Berlin. Mit Christof Loy arbeitete er 2008 erstmals am Theater an der Wien (Strauss’ Intermezzo). An der Bayerischen Staatsoper folgte Lucrezia Borgia.
Henrik Ahr

 


Kostüme
Barbara Drosihn
Barbara Drosihn ist 1965 in Hamburg geboren. Dort wurde sie zur Kostümschneiderin ausgebildet und studierte Kostümdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Kostümassistentin am Thalia Theater in Hamburg. In den vergangenen Spielzeiten entwarf sie Kostüme für Inszenierungen u.a. von Michael Thalheimer, Stephan Kimmig, Nicolas Stemann und Jorinde Dröse. Als freie Kostümbildnerin ist sie deutschlandweit an Theatern tätig, u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Deutschen Theater Berlin und am Münchner Volkstheater. 2006 entwarf sie die Kostüme zu Stephan Kimmigs Torquato Tasso am Wiener Burgtheater. Lucrezia Borgia ist ihre erste Arbeit an der Bayerischen Staatsoper.
Barbara Drosihn

 


Licht
Joachim Klein
Joachim Klein war nach seiner Ausbildung von 1985 bis 1994 an der Alten Oper Frankfurt beschäftigt. Dort qualifizierte er sich 1991 zum Beleuchtungsmeister und erarbeitete erste eigene Beleuchtungseinrichtungen. 1994 konnte er bei den Bayreuther Festspielen weitere Erfahrungen im Bereich der Theaterbeleuchtung sammeln. Seit 1994 ist er als Beleuchtungsmeister und Lichtdesigner an der Oper Frankfurt engagiert. Verschiedene Produktionen führten ihn u.a. nach Barcelona, Neapel und Sevilla. Zu seinen Lichtdesigns gehören die Uraufführung von Glanerts Caligula, Eine florentinische Tragödie/Der Zwerg von Zemlinsky sowie Die Ausflüge des Herrn Broucek von Janácek. Lucrezia Borgia ist seine erste Arbeit an der Bayerischen Staatsoper.
Joachim Klein

 


Choreographische Mitarbeit
Thomas Wilhelm
Thomas Wilhelm wurde in Zwickau geboren und erhielt seine Ausbildung an der Palucca Schule in Dresden. Als Tänzer war er u.a. an der Dresdener Semperoper, der Oper Leipzig, in Hannover und an der Göteborgs Operan engagiert. Seit 1995 ist er auch als Choreograph tätig, ab 1998/99 in der Compagnie von Stephan Thoss. Seit 2006 ist er freischaffend, u.a. am Staatsschauspiel Hannover. 2006 arbeitete er erstmals mit Christof Loy bei Strauss’ Arabella in Göteborg, es folgten u.a. Haydns Armida bei den Salzburger Festspielen, Mozarts Lucio Silla am Königlichen Opernhaus in Kopenhagen, Charpentiers Louise an der Deutschen Oper am Rhein und Strauss’ Intermezzo am Theater an der Wien. Choreographische Mitarbeit an der Bayerischen Staatsoper: Die Bassariden, Lucrezia Borgia.
Thomas Wilhelm

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Don Alfonso
Franco Vassallo
Franco Vassallo wurde in Mailand geboren und ist Preisträger mehrerer Gesangswettbewerbe. Sein professionelles Debüt gab er 1997 am Teatro La Fenice in Venedig in der Titelpartie von Rossinis Il barbiere di Siviglia. Seither trat er an zahlreichen Opernhäusern Italiens auf, etwa in Parma, Bologna, Florenz, Neapel, Genua und Mailand. Darüber hinaus sang er u.a. an der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich und der Metropolitan Opera in New York sowie am Royal Opera House Covent Garden in London. Zu seinen Partien gehören alle wichtigen italienischen Partien seines Fachs, u.a. Germont (La traviata), Rodrigo (Don Carlo), Renato (Un ballo in maschera), Ezio (Attila), Belcore (L’elisir d’amore), Jago (Otello) sowie die Titelpartien in Rigoletto und Macbeth. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Sharpless (Madama Butterfly), Macbeth.
Franco Vassallo

 


Donna Lucrezia Borgia
Edita Gruberova
Edita Gruberova wurde in Bratislava geboren, studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt und debütierte am dortigen Nationaltheater als Rosina (Il barbiere di Siviglia). 1970 wurde sie an die Wiener Staatsoper engagiert und startete von dort ihre internationale Karriere als die führende Koloratursopranistin unserer Zeit. Vor allem als Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Lucia di Lammermoor und mit weiteren Partien Donizettis hat sie Maßstäbe gesetzt. Gastspiele führten sie an alle großen Opernhäuser und Festivals der Welt. Sie ist Bayerische und Österreichische Kammersängerin und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Auch als Konzertsängerin und Liedinterpretin ist sie international geschätzt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Elisabetta (Roberto Devereux).
Edita Gruberova

 


Gennaro
Pavol Breslik
Pavol Breslik, geboren in der Slowakei, studierte Gesang in Bratislava und Marseille. 2005 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt zum Nachwuchssänger des Jahres gewählt. Von 2003 bis 2006 war er an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin engagiert. Gastengagements führten ihn u.a. nach Berlin, Brüssel, Paris, London und New York sowie zu den Festivals in Glyndebourne, Aix-en-Provence und Salzburg. Sein Repertoire reicht von Mozart, Händel, Donizetti bis hin zu Tschaikowsky und Janáček. 2011 sang er u.a. Macduff (Macbeth) an der Deutschen Oper Berlin und Narraboth (Salome) in Berlin und Salzburg. Als Konzertsänger arbeitete er u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestre National de France zusammen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Alfred (Die Fledermaus), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Nemorino (Lʼelisir dʼamore), Lenski (Eugen Onegin), Cassio (Otello).
Pavol Breslik (c) Juraj Novak

 


Maffio Orsini
Alice Coote
Alice Coote studierte in London und war Mitglied des National Opera Studios. In Folge gastierte die britische Mezzosopranistin an international führenden Häusern, darunter am Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York, der Opéra national de Paris, San Francisco Opera, Lyric Opera Chicago, sowie bei den Festspielen von Glyndebourne und Salzburg. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Orfeo (Orfeo ed Euridice), Sesto (La clemenza di Tito, Giulio Cesare in Egitto), Idamante (Idomeneo), Octavian (Der Rosenkavalier), Charlotte (Werther), Carmen sowie Marguerite (La Damnation de Faust). Als gefragte Liedsängerin tritt sie mit ihrem Partner Julius Drake regelmäßig an der Londoner Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam und der New Yorker Carnegie Hall auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Komponist (Ariadne auf Naxos).
Alice Coote

 


Jeppo Liverotto
Bruno Ribeiro
Bruno Ribeiro, geboren in Portugal, studierte am Musikkonservatorium in Lissabon sowie in Pretoria und Johannesburg. Während seiner Studienzeit trat er als Belmonte (Die Entfürung aus dem Serail), Alfredo (La traviata) und Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia) auf. Sein offizielles Operndebüt gab er als Don Ottavio (Don Giovanni) im Michigan Opera House, Detroit. Zu seinem Repertoire zählen weiterhin u.a. Nemorino (L’elisir d’amore), Arlecchino (I pagliacci), Ismaele (Nabucco) und Narraboth (Salome). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Jeppo Liverotto (Lucrezia Borgia).
Bruno Ribeiro

 


Don Aposto Gazella
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Ascanio Petrucci
Christopher Magiera
erhielt seine Ausbildung an der Wake Forest University, dem Peabody Conservatory of Music sowie der Yale University. Er sammelte seine ersten Erfahrungen als Opernsänger in Partien wie Ford (Falstaff), Figaro (Le nozze di Figaro) und Lindorf und Dr. Miracle (Les Contes d’Hoffmann). Gleichzeitig war er als Konzertsolist tätig, unter anderem in konzertanten Aufführungen der Carmina burana, als Marcello in La bohème sowie als Silvio in Pagliacci. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, zuletzt war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions sowie bei Placido Domingos Gesangswettbwerb Operalia. Seit Herbst 2008 gehört er dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an.
Christopher Magiera

 


Oloferno Vitellozzo
Erik Årman
Erik Årman, geboren in Stockholm, studierte in Wien Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst bei Prof. Sebastian Vittucci und besuchte die Opernschule am dortigen Konservatorium. Sein Repertoire umfasst über 70 Rollen von Barock bis in die Moderne. In den letzten Jahren war er u. a. am Salzburger Landestheater, beim Klangbogen Wien, am Theater an der Wien, am Stadttheater Klagenfurt, an der Komischen Oper Berlin, am Gärtnerplatztheater München und bei den Bregenzer Festspielen engagiert. Im Rahmen seiner konzertanten Tätigkeit sang er mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Norrköping Symphonieorchester sowie dem Schwedischen Rundfunkorchester. Rolle an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Vitellozzo (Lucrezia Borgia).
Erik Arman. © Ida Zenna

 


Gubetta
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Wurm (Luisa Miller), Don Fernando (Fidelio), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (Norma), Titurel (Parsifal), Colline (La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (Roberto Devereux), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Mönch (Don Carlo).
Steven Humes

 


Rustighello
Emanuele D'Aguanno
Emanuele D’Aguanno studierte am Konservatorium in Vicenza und nahm Unterricht bei William Matteuzzi und Ramón Vargas. Nach seinem Debüt im Jahr 2002 als Riccardo in Paisiellos Il fanatico di Berlina am Teatro Bibiena in Mantua war er an zahlreichen italienischen Opernhäusern zu Gast, u.a. in Genua, Pisa, Bologna, Venedig und Mailand. Es folgten Debüts u.a. in Frankfurt und Tokio. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Aeneas (Dido and Aeneas), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Cavalier Belfiore (Il viaggio a Reims), Basilio (Le nozze di Figaro), Don Ottavio (Don Giovanni), Contino Belfiore (La finta giardiniera), Nemorino (L’elisir d’amore), Ernesto (Don Pasquale) und Lysander (A Midsummer Night’s Dream). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Ein Sänger (Der Rosenkavalier), Pong (Turandot), Egeo (Medea in Corinto).
Emanuele D'Aguanno

 


Astolfo
Christian Van Horn
Christian Van Horn wurde auf Long Island/USA geboren. Nach seiner Ausbildung an der Yale University und am Lyric Opera Center for American Artists gastierte er u.a. als Colline (La bohème) in Los Angeles, als Raimondo (Lucia di Lammermoor) an der Virginia Opera und als Timur (Turandot) an der Fort Worth Opera. Er gab ferner sein Debüt an der Santa Fé Opera (in Tan Duns Tea: A Mirror of the Soul) sowie in der Carnegie Hall. Von 2008 bis 2010 war er als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in Partien wie Angelotti (Tosca), König (Aida), Biterolf (Tannhäuser) und Colline zu erleben. Anschließend gastierte er u.a. an der Lyric Opera Chicago, der San Francisco Opera sowie in der Titelrolle von Le nozze di Figaro an der Staatsoper Stuttgart. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Colline, Angelotti.
Christian Van Horn. (c) Devon Cass