Aida - Biographien

Giuseppe Verdi: Aida. Kristin Lewis, Chor der Bayerischen Staatsoper Giuseppe Verdi: Aida. Marco Vratogna, Giacomo Prestia, Christian Van Horn, Kristin Lewis, Salvatore Giuseppe Verdi: Aida. Kristin Lewis
Aida
Giuseppe Verdi
Antonio Ghislanzoni nach Camille du Locle

Nationaltheater

Sonntag, 21. Juni 2009

 

Musikalische Leitung
Daniele Gatti
Daniele Gatti, geboren in Mailand, studierte Klavier, Violine, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt. Mit 27 Jahren dirigierte er erstmals an der Mailänder Scala. 1992 wurde er Musikdirektor des Orchesters der Accademia di Santa Cecilia in Rom und wirkte von 1994 bis 1997 als Principal Guest Conductor am Royal Opera House Covent Garden. 1996 übernahm er die Leitung des Royal Philharmonic Orchestra, im Folgejahr wurde er Musikdirektor am Teatro Comunale di Bologna und 2008 Chefdirigent des Orchestre National de France. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er in gleicher Funktion am Opernhaus Zürich tätig. Ferner führten ihn Gastverträge u.a. ans Teatro alla Scala in Mailand, an die Wiener Staatsoper und zu den Bayreuther Festspielen. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Fidelio.
Daniele Gatti. © Gnani Ultimo

 


Inszenierung
Christof Nel
Christof Nel begann seine Theaterlaufbahn als Schauspieler. Nach ersten Regiearbeiten in Köln folgten Inszenierungen in Frankfurt, bei Claus Peymann in Stuttgart und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit den 1980er Jahren inszeniert Nel auch in der Oper, darunter Die Meistersinger von Nürnberg und Salome an der Oper Frankfurt, Nonos Intolleranza und die Uraufführung von Rolf Riehms Das Schweigen der Sirenen an der Staatsoper Stuttgart sowie Azio Corghis Divara an der Nationaloper Lissabon. Es folgten Salome, Tristan und Isolde und Parsifal an der Oper Frankfurt, Der Freischütz an der Komischen Oper Berlin, Die Walküre und Hartmanns Simplicius Simplicissimus an der Staatsoper in Stuttgart, eine Produktion, die auch an der Bayerischen Staatsoper zu sehen war. In Düsseldorf inszenierte er La clemenza di Tito und Pelléas et Mélisande, an der Staatsoper Hannover Don Carlo und Der Rosenkavalier. Im letzen Jahr war seine szenische Interpretation von Händels Belshazzar an der Staatsoper Berlin und beim Festival Aix-en-Provence zu sehen. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Aida.
Christof Nel

 


Konzeptionelle Beratung
Martina Jochem
Martina Jochem arbeitet seit 1995 mit Regisseuren und Darstellern in Oper und Schauspiel zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sie die Methode der Szenischen Analyse. Durch die Untersuchung verschiedener szenischer Ebenen – literarischer und musikalischer Texte, Autor und Komponist, Werkgeschichte, Produktionsprozesse – und deren Verknüpfung entstehen Hypothesen für Konzeption und Inszenierung. In ihrer Beratungspraxis für Supervision und Coaching arbeitet sie mit Einzelpersonen, Teams und Gruppen und begleitet kreative Projekte. Ihre Ausbildung erhielt sie am Institut für Analytische Supervision der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf. Seit mehreren Jahren erarbeitet sie Inszenierungen gemeinsam mit Christof Nel im Schauspiel und in der Oper. Konzeptionelle Beratung an der Bayerischen Staatsoper: Aida.
Martina Jochem. © Eduard Straub

 


Bühne
Jens Kilian
Jens Kilian wurde in Dresden geboren und studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Darauf folgte ein Jahr als Szenenbildner bei der DEFA Babelsberg. Von 1986 bis 1990 war er Bühnenbildassistent an der Deutschen Oper Berlin, von 1990 bis 1992 Ausstattungsleiter an den Bühnen der Stadt Köln. Seit 1987 arbeitet er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Oper, Schauspiel und Tanz. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseuren wie Joachim Schlömer (u.a. Das Rheingold an der Staatsoper Stuttgart, Pelléas et Mélisande in Basel), Christof Nel (u.a. Salome, Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt, Der Freischütz an der Komischen Oper Berlin), Jossi Wieler (Alkestis an den Münchner Kammerspielen), Martin Kušej (La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen), Johan Simons (Elementarteilchen am Schauspielhaus Zürich). In dieser Spielzeit begann mit Das Rheingold die Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt, inszeniert von Vera Nemirova.
Jens Kilian

 


Kostüme
Ilse Welter-Fuchs
Ilse Welter-Fuchs studierte an der Werkkunstschule Köln und begann ihre Kostümarbeit in Frankfurt am Mitbestimmten Theater. Seitdem stattete sie zahlreiche Produktionen im Schauspiel und im Film aus. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Christof Nel, für dessen Inszenierungen wie Die Meistersinger, Salome, Die Frau ohne Schatten, Parsifal an der Oper Frankfurt, Der Freischütz und Fidelio in Berlin, La clemenza di Tito und Pelléas et Mélisande an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, Idomeneo an der Oper Köln sie die Kostüme schuf. Kostüme an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Aida.
Ilse Welter-Fuchs. © Christine Woidich

 


Choreographische Arbeit
Valentí Rocamora i Torà
Valentí Rocamora i Torà wurde in Barcelona und im französischen Caen zum Tänzer ausgebildet. Nach Engagements in Barcelona arbeitete er u.a. mit Johann Kresnik an der Volksbühne Berlin und für das choreographische Theater an der Oper Bonn, mit Konstantinos Rigos in Griechenland sowie mit Irina Pauls am Theater Heidelberg. Seit 1998 entwickelt er zudem eigene Choreographien, u.a. in Barcelona, für die Volksbühne Berlin und das Theater Bonn. Er erarbeitete Choreographien für Karin Beiers Inszenierungen von Das goldene Vlies und Peer Gynt am Schauspiel Köln sowie Das Leben ein Traum am Wiener Burgtheater. Choreographie an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Aida.
Valenti Rocamora i Torà

 


Licht
Olaf Winter
Olaf Winter, geboren 1958 in Hagen, studierte Musikwissenschaft, Publizistik und Germanistik in Münster. Seit 1983 war er als Beleuchter und Bühnentechniker am Wolfgang-Borchert-Theater in Münster tätig, wo er ab 1984 eigene Beleuchtungseinrichtungen erarbeitete. Von 1986 bis 1988 studierte er Lighting Design am Studio and Forum of Stage Design in New York. Ab 1989 wirkte er als Beleuchtungsdesigner für William Forsythe und das Ballett Frankfurt und übernahm freie Arbeiten als Beleuchtungsdesigner für das Bayerische Staatsschauspiel, die Pocket Opera Company in Nürnberg sowie für The Yellow Shark mit Frank Zappa und dem Ensemble Modern. Seit 1994 arbeitete er regelmäßig für die Oper Frankfurt und ist seit 2001 ihr Technischer Direktor. Darüber hinaus ist er regelmäßig an der Pariser Opéra Bastille und bei den Salzburger Festspielen engagiert.
Olaf Winter

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Dramaturgie
Olaf A. Schmitt.
Olaf A. Schmitt ist seit der Spielzeit 2008/09 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper, wo er u. a. mit den Regisseuren Martin Kušej und Barrie Kosky sowie dem Komponisten Peter Eötvös und dem Autor Albert Ostermaier zusammenarbeitete. Zuvor war er drei Jahre als Musikdramaturg am Theater Heidelberg engagiert. Er unterrichtete an den Universitäten Frankfurt am Main und Zürich und ist Dozent an der Bayerischen Theaterakademie. Er studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Musikwissenschaft in Frankfurt am Main und sammelte währenddessen Erfahrungen an der Staatsoper Stuttgart, bei den Salzburger Festspielen und am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Er war Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung sowie der Richard Wagner-Stipendienstiftung. Er publizierte zu Heiner Müller und Heiner Goebbels sowie in zahlreichen Programmheften und ist Mitherausgeber von AufBrüche. Theaterarbeit zwischen Text und Situation, Berlin: Theater der Zeit, 2004.
 

 


Amneris
Ekaterina Gubanova
Ekaterina Gubanova studierte in ihrer Heimatstadt Moskau und wurde 2002 in das Young Artists Programme des Londoner Royal Opera House Covent Garden aufgenommen. Erfolge feierte sie als Brangäne (Tristan und Isolde) an der Opéra national de Paris, am Festspielhaus Baden-Baden und an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. In Folge gastierte sie u.a. als Giulietta (Les Contes dʼHoffmann) an der New Yorker Metropolitan Opera sowie als Olga (Eugen Onegin), Dritte Dame (Die Zauberflöte) und Floßhilde (Das Rheingold) bei den Salzburger Festspielen. Weitere Engagements waren Eboli (Don Carlo) an der Nederlandse Opera in Amsterdam, Fricka (Die Walküre) am Mailänder Teatro alla Scala und Cassandre (Les Troyens) in der New Yorker Carnegie Hall. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Brangäne.
Ekatarina Gubanova. © Dario Acosta

 


Aida
Kristin Lewis
Kristin Lewis wurde in Little Rock/Arkansas geboren und studierte an den Universitäten in Tennessee und Central Arkansas sowie in Wien bei Carol Byers. Sie gewann zahlreiche Wettbewerbe und war Mitglied des Opernstudios der Knoxville Opera. 2005 debütierte sie an der Sächsischen Staatsoper Dresden in der europäischen Erstaufführung von Jake Heggies Dead Man Walking. In Dresden war sie auch als Liù (Turandot) zu hören. Als Aida trat sie u.a. am Opernhaus in Kairo, an den Städtischen Bühnen Münster, beim Festival in Savonlinna und am Teatro di Roma auf. Weitere Engagements führten sie als Mimì (La bohème) nach Birmingham, als Leonora (Il trovatore) an das Teatro Carlo Fenice nach Genua sowie als Micaëla (Carmen) an die Oper Bilbao. Debüt an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Aida.
Kristin Lewis

 


Radamès
Salvatore Licitra
Salvatore Licitra wurde in Bern geboren. Er studierte an der Accademia Verdiana in Parma und debütierte 1998 am dortigen Teatro Regio als Gustavo (Un ballo in maschera). Diese Partie sang er im selben Jahr in der Arena di Verona. Hier verköperte er u.a. Pinkerton (Madama Butterfly), Radamès (Aida) und Manrico (Il trovatore). 1999 trat er erstmals als Don Alvaro (La forza del destino) an der Mailänder Scala auf und sang hier u.a. Manrico zur Spielzeiteröffnung 2000. Im Frühjahr 2002 debütierte er an der Metropolitan Opera als Cavaradossi (Tosca). Weitere Engagements führten ihn seither u.a. nach Madrid, Rom, Wien, Berlin, Paris, Mailand, Turin, Zürich, London, Chicago und Washington. 2008 sang er beim Northshire Performing Arts Festival in Vermont, an der Los Angeles Opera (Luigi in Il tabarro) sowie Radamès in Zürich und Rom. Am 5. September 2011 verstarb er an den Folgen eines Verkehrsunfalls auf Sizilien.
Salvatore Licitra. © Olivier Wilkins

 


Ramphis
Giacomo Prestia
Giacomo Prestia, geboren in Florenz, studierte bei Sergio Catoni. 1991 debütierte er in Verdis Alzira in Fidenza. Gastengagements führten ihn seither u.a. an die Opernhäuser von Mailand, Madrid, Rom, Paris, Wien, Berlin, Buenos Aires, Tokio, Peking sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Rollen wie Méphistophélès (La damnation de Faust), Banco (Macbeth), Rodolfo (La sonnambula), Filippo II (Don Carlo), Oroveso (Norma), Raimondo (Lucia di Lammermoor), Fiesco (Simon Boccanegra), Tirésias (Oedipus Rex), Walter (Luisa Miller), Timur (Turandot) sowie die Titelpartien in Massenets Don Quixote und Verdis Attila. In den letzten Spielzeiten war er u.a. an der Deutschen Oper Berlin als Raimondo sowie an der Wiener Staatsoper als Fiesco zu sehen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Ramfis (Aida).
Giacomo Prestia

 


Amonasro
Marco Vratogna
Marco Vratogna wurde in La Spezia geboren und studierte dort am Puccini Konservatorium. Sein Operndebüt gab er 2000 als Stankar in Verdis Stiffelio am Teatro Verdi in Trieste. Seither sang er u.a. am Teatro La Fenice in Venedig, in Sevilla, Modena, Florenz, an der Oper Frankfurt, der Staatsoper Stuttgart, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, in Amsterdam und Leipzig. Zu seinem Repertoire gehören Rollen in Il trovatore, La traviata, Nabucco, Simon Boccanegra, Un ballo in maschera, Macbeth, Otello und Madama Butterfly. Zuletzt führten ihn Gastengagement nach Hamburg (Otello, Tosca), in die Arena di Verona (Nabucco, Aida), ans Royal Opera House Covent Garden, ans Teatro Real Madrid (Un ballo in maschera) sowie nach Barcelona (Simone Boccanegra). Partie an der Staatsoper 2008/09: Amonasro (Aida).
Marco Vratogna

 


Der König
Christian Van Horn
Christian Van Horn wurde auf Long Island/USA geboren. Nach seiner Ausbildung an der Yale University und am Lyric Opera Center for American Artists gastierte er u.a. als Colline (La bohème) in Los Angeles, als Raimondo (Lucia di Lammermoor) an der Virginia Opera und als Timur (Turandot) an der Fort Worth Opera. Er gab ferner sein Debüt an der Santa Fé Opera (in Tan Duns Tea: A Mirror of the Soul) sowie in der Carnegie Hall. Von 2008 bis 2010 war er als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in Partien wie Angelotti (Tosca), König (Aida), Biterolf (Tannhäuser) und Colline zu erleben. Anschließend gastierte er u.a. an der Lyric Opera Chicago, der San Francisco Opera sowie in der Titelrolle von Le nozze di Figaro an der Staatsoper Stuttgart. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Colline, Angelotti.
Christian Van Horn. (c) Devon Cass

 


Ein Bote
Kenneth Roberson
Kenneth Roberson, geboren in North Carolina, gab 1996 im Rahmen des Zyklus On Wings of Song der Marilyn Horne Foundation sein New Yorker Recital-Debüt und war Preisträger internationaler Wettbewerbe. 2000/01 wurde er Mitglied des Opernhauses Zürich, seit 2004 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien 2011/12: u.a. Ein Offizier (Ariadne auf Naxos), Brabantischer Edler (Lohengrin), 1. Geharnischter/2. Priester (Die Zauberflöte), Evandro (Medea in Corinto), Goro Nakodo (Madama Butterfly), Haushofmeister der Feldmarschallin (Der Rosenkavalier), Vierter Knappe (Parsifal), Der Narr (Wozzeck), Parpignol (La bohème).
Kenneth Roberson

 


Eine Priesterin
Lana Kos
Lana Kos debütierte 2002 mit der Partie der Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und sang diese Rolle kurz danach am Nationaltheater Ljubljana. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und bereits bei mehreren Festivals aufgetreten. Bei Galakonzerten u.a. in Liège, Moskau, Samara und Odessa stand sie auf der Bühne. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Najade (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen), Karolka (Jenufa), Gretel (Hänsel und Gretel), Papagena (Die Zauberflöte), Tebaldo (Don Carlo), Dama di Lady Macbeth (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Priesterin (Aida).
Lana Kos. © Kos