Lohengrin - Biographien

Lohengrin: Anja Harteros, Klaus Florian Vogt Lohengrin: Michaela Schuster, Evgeny Nikitin Lohengrin: Klaus Florian Vogt, Anja Harteros

Lohengrin

Richard Wagner
Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2009
Sonntag, 05. Juli 2009

Musikalische Leitung


Kent Nagano. © Benjamin Ealovega
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, bevor er 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper wurde. In dieser Position, die er bis 2013 innehatte, leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu Festivals wie denen von Grafenegg, Gent, Berlin und Baden-Baden. Seit 2006 ist Kent Nagano zudem Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal, seit 2013 auch Erster Gastdirigent der Göteborger Symphoniker. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Babylon.

Inszenierung


Richard Jones
Richard Jones
Richard Jones, geboren in London, erarbeitete zahlreiche Schauspiel- und Musical-Inszenierungen u.a. am Phoenix Theatre (West End) und am Eugene O’Neill Theatre (Broadway, New York). Regelmäßig arbeitet er auch am Old Vic in London. Seit 1984 inszeniert er Opern u.a. bei den Bregenzer Festspielen, an der English National Opera, der Nederlandse Opera Amsterdam, an der New Yorker Metropolitan Opera, am Royal Opera House Covent Garden, London (u.a. Der Ring des Nibelungen, Der Spieler, Il trittico), an der Oper Frankfurt (u.a. Billy Budd, Die Sache Makropulos) sowie beim Glyndebourne Festival (Falstaff, Macbeth). An der Bayerischen Staatsoper gab er 1994 sein Debüt mit Giulio Cesare in Egitto (von der Zeitschrift Opernwelt als „Produktion des Jahres“ ausgezeichnet); es folgten The Midsummer Marriage, Pelléas et Mélisande, Lohengrin, Les Contes d’Hoffmann und Hänsel und Gretel.

Bühne und Kostüme


Ultz
Ultz
Ultz arbeitete bei mehreren Produktionen mit Richard Jones zusammen, inszenierte aber auch selbst u.a. Shakespeares The Taming of the Shrew und A Midsummer Night’s Dream. Er schuf Ausstattungen für Produktionen in Stockholm, für die Royal Shakespeare Company, für das Stratford Festival in Kanada, die Opera North, die English National Opera und das Royal Opera House Covent Garden in London. Zu seinen Arbeiten zählen Inszenierung und Ausstattung von Jesus Christ Superstar am Aarhus Theatre in Dänemark und des Musicals Summer Holiday in Großbritannien und Südafrika. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Xerxes, La clemenza di Tito, The Rake’s Progress, Die Entführung aus dem Serail, Lohengrin.

Licht


Mimi Jordan Sherin
Mimi Jordan Sherin
Mimi Jordan Sherin wurde in den USA geboren. Neben zahlreichen Arbeiten für amerikanische und englische Schauspielbühnen (New York Shakespeare Festival, Dallas Theatre Center u.a.) sowie für den Broadway (Our Country‘s Good) ist die Licht-Designerin auch im Bereich der Oper tätig: an der Houston Grand Opera beleuchtete sie u.a. Street Scene, an der Dallas Opera La traviata; weitere Arbeiten u.a. für die Boston Opera, die Portland Opera und das Royal Opera House, Covent Garen. Für die Bayerische Staatsoper entwarf sie das Licht-Design u.a. für Giulio Cesare, The Midsummer Marriage, Otello, Ariodante, Moses und Aron, Lohengrin.

Chor


Andrés Máspero
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Heinrich der Vogler


Christof Fischesser
Christof Fischesser
Christof Fischesser wurde in Wiesbaden geboren. Nach seinem Gesangsstudium in Frankfurt wurde er im Jahr 2000 Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, wo Partien wie Walter (Luisa Miller), Orest (Elektra), Figaro (Le nozze di Figaro), Fiesco (Simone Boccanegra) sowie Boitos Mefistofele zu seinem Repertoire gehörten. 2004 wechselte er an die Staatsoper Berlin und war dort u.a als Rocco (Fidelio), Sarastro (Die Zauberflöte), König Marke (Tristan und Isolde), Landgraf (Tannhäuser) und Escamillo (Carmen) zu erleben. Gastspiele führten ihn u.a. nach Wiesbaden, an die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House Covent Garden in London sowie zu den Salzburger Festspielen. An der Bayerischen Staatsoper war er als Banco (Macbeth), Il Conte di Walter (Luisa Miller) und König Heinrich (Lohengrin) zu erleben. Partie hier 2012/13: Hermann (Tannhäuser).

Lohengrin


Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der hiesigen Hochschule für Musik. Seine Bühnenlaufbahn begann 1994 am Staatstheater Saarbrücken. Nach Engagements in Hamburg, Stuttgart und Mailand kam er 2001 an die Oper in Zürich, wo er mit deutschem, italienischem und französischem Repertoire zu erleben war. Es folgten Engagements etwa an der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris, der Metropolitan Opera in New York (u.a. Alfredo in La traviata, Titelpartie in Parsifal) und dem Royal Opera House, Covent Garden, in London sowie Auftritte bei den Festspielen von Salzburg (u.a. Belmonte in Die Entführung aus dem Serail) und Bayreuth (Titelpartie in Lohengrin). Partien hier 2013/14: Manrico (Il trovatore), Don Alvaro (La forza del destino), Mario Cavaradossi (Tosca). Zudem gibt er 2014 einen Liederabend im Rahmen der Münchner Opernfestspiele.

www.jonaskaufmann.com

Elsa von Brabant


Anja Harteros (c) Marco Borggreve
Anja Harteros
Anja Harteros begann ihre Karriere 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte: u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, das Royal Opera House, Covent Garden, die Staatsopern Wien und Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Amelia (Simon Boccanegra), Elisabeth (Tannhäuser), Mimì (La bohème), Marschallin (Der Rosenkavalier), Desdemona (Otello), Leonora (Il trovatore) sowie die Titelpartien in Arabella und Alcina. In Konzertauftritten sang sie mit Orchestern wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. In der Zeitschrift „Opernwelt“ wurde sie für ihr Münchner Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) zur „Sängerin des Jahres“ 2009 gewählt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Donna Leonora (La forza del destino), Titelpartie in Tosca, Liederabend bei den Opernfestspielen.

Friedrich von Telramund


Wolfgang Koch
Wolfgang Koch
Wolfgang Koch studierte Gesang in München und gehörte nach einem ersten Engagement am Stadttheater Bern ab 1993 dem Ensemble des Staatstheaters Stuttgart an. Er gastierte u.a. an den Opernhäusern von Hamburg, Berlin, Frankfurt, Mannheim, Zürich, am Teatro alla Scala in Mailand, der Staatsoper Wien und am Théâtre du Châtelet Paris; weiterhin war er Gast bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen sowie beim KlangBogen Festival in Wien. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Kurwenal (Tristan und Isolde), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg), Alberich und Wotan (Der Ring des Nibelungen), Almaviva (Le nozze di Figaro) und die Titelpartie in Aribert Reimanns Lear. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Don Pizarro (Fidelio in der Saison 2010/11), Alberich (Der Ring des Nibelungen, Saison 2011/12).

Ortrud


Michaela Schuster
Michaela Schuster
Michaela Schuster stammt aus Fürth. Sie studierte zunächst Oboe und später Gesang am Mozarteum Salzburg sowie an der Hochschule der Künste Berlin. Sie war u.a. Gewinnerin der internationalen Gesangswettbewerbe für Wagnerstimmen in Bayreuth. Zahlreiche Gastspiele führten sie an die Opernhäuser u.a. in Hamburg, Frankfurt, Oslo, Chicago, Barcelona, Berlin, Amsterdam, London, Wien und Dresden sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Fricka (Das Rheingold), Brangäne (Tristan und Isolde), Sieglinde (Die Walküre), Kundry (Parsifal), Marie (Wozzeck), Eboli (Don Carlo), Amneris (Aida), Herodias (Salome) und Venus (Tannhäuser). Darüber hinaus ist sie als Konzertsängerin tätig und trat u.a. in der Berliner Philharmonie und der Mailänder Scala auf. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Waltraute (Götterdämmerung), Ortrud (Lohengrin).

Heerrufer des Königs


Evgeny Nikitin
Evgeny Nikitin
Evgeny Nikitin wurde in Murmansk geboren und trat noch während seines Gesangsstudiums in St. Petersburg am Mariinsky Theater auf, wo er u.a. die Titelpartien in Boris Godunow, Prinz Igor und Der fliegende Holländer interpretierte. Er gastierte seitdem u.a. an den Opernhäusern von New York, Paris, Tokio, Valencia, Berlin, Leipzig, Barcelona und Madrid sowie bei den Festspielen von Salzburg, Verbier und Aix-en-Provence. Sein Repertoire umfasst Partien wie Tomski (Pique Dame), Don Pizarro (Fidelio), Colline (La bohème), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Wotan, Fasolt, Wanderer (Der Ring des Nibelungen), Klingsor (Parsifal), Jochanaan (Salome) und die Titelpartie in Don Giovanni. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Titelpartie in Der fliegende Holländer.

Edler 1 / Brabantischer Edle


Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt er auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Geharnischter/Priester (Die Zauberflöte), Spoletta (Tosca), Mastro Trabuco (La forza del destino), Gaston (La traviata), Il principe di Persia (Turandot), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Jude (Salome), Offizier (Ariadne auf Naxos).

Edler 2 / Brabantischer Edle


Kenneth Roberson
Kenneth Roberson
Kenneth Roberson, geboren in North Carolina, gab 1996 im Rahmen des Zyklus On Wings of Song der Marilyn Horne Foundation sein New Yorker Recital-Debüt und war Preisträger internationaler Wettbewerbe. 2000/01 wurde er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, von 2004 bis 2013 war er dies an der Bayerischen Staatsoper und sang hier u.a. Heinrich der Schreiber (Tannhäuser), Vierter Knappe (Parsifal) und Bardolfo (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Septett V (Babylon).

Edler 3 / Brabantischer Edle


Christopher Magiera
Christopher Magiera
erhielt seine Ausbildung an der Wake Forest University, dem Peabody Conservatory of Music sowie der Yale University. Er sammelte seine ersten Erfahrungen als Opernsänger in Partien wie Ford (Falstaff), Figaro (Le nozze di Figaro) und Lindorf und Dr. Miracle (Les Contes d’Hoffmann). Gleichzeitig war er als Konzertsolist tätig, unter anderem in konzertanten Aufführungen der Carmina burana, als Marcello in La bohème sowie als Silvio in Pagliacci. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, zuletzt war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions sowie bei Placido Domingos Gesangswettbwerb Operalia. Seit Herbst 2008 gehört er dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an.

Edler 4 / Brabantischer Edle


Igor Bakan
Igor Bakan
stammt aus Litauen und studierte an der Hochschule seiner Heimatstadt Klaipeda. 2007 nahm er an der Oper Schloss Laubach an mehreren Meisterkursen teil.  An der Oper Klaipeda sang er u.a. Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Gremin (Eugen Onegin) sowie die Basspartie in Verdis Requiem. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Erste Erscheinung (Macbeth), Sergeant (La bohème), Gärtner (La traviata), Kapellsänger/ Meister (Palestrina), Herold (Otello). Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teil und erhielt 2008 den 2. Preis beim Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.

4 Edelknaben