Jenufa - Biographien

Probe zu „Jenufa“: Eva-Maria Westbroek Leoš Janáček: Jenůfa. Deborah Polaski, Eva-Maria Westbroek, Stefan Margita Leoš Janáček: Jenůfa. Eva-Maria Westbroek, Deborah Polaski, Stefan Margita
Jenufa
Leoš Janáček
Leoš Janácek nach Gabriela Preissová

Nationaltheater

Mittwoch, 22. April 2009

 

Musikalische Leitung
Kirill Petrenko
Kirill Petrenko wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit 11 Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie (Vater Geiger, Mutter Musikwissenschaftlerin) nach Vorarlberg, wo der Vater eine Stelle als Orchestermusiker und Musiklehrer annahm. Petrenko studierte zuerst weiter in Feldkirch und dann Dirigieren in der Klasse von Uroš Lajovic an der Musikuniversität in Wien, wo er im Juni 1997 abschloss. Ein erstes Engagement führte ihn ab Herbst 1997 als Assistent und Kapellmeister an die Wiener Volksoper.

1999 bis 2002 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor am Theater in Meinigen. Er debütierte dort mit Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk und leitete Premieren von Der Rosenkavalier, Rigoletto, Die verkaufte Braut, Peter Grimes, Così fan tutte und La traviata. Vor allem aber erregte er 2001 mit dem Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Christine Mielitz und in der Ausstattung von Alfred Hrdlicka internationales Aufsehen.

Von 2002 bis 2007 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin. Zu den Produktionen in diesen fünf Jahren, die Petrenko entscheidend prägte, zählten: Die verkaufte Braut (Inszenierung: Andreas Homoki), Don Giovanni (Peter Konwitschny), Figaros Hochzeit (Barrie Kosky), Così fan tutte (Peter Konwitschny), Die Entführung aus dem Serail (Calixto Bieto), Jenůfa (Willi Decker), Der Rosenkavalier (Andreas Homoki), Peter Grimes (Katja Czellnik), Eugen Onegin (Andreas Homoki), Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Andreas Homoki), Das Land des Lächelns (Peter Konwitschny).

Parallel zu seinen Positionen in Meiningen und Berlin entwickelte sich bereits sehr rasch seine internationale Karriere. Wichtige Debüts waren unter anderem 2000: Maggio Musicale Fiorentino (Eugen Onegin), 2001: Wiener Staatsoper (Die Zauberflöte) und Semperoper Dresden (Lady Macbeth von Mzensk); 2003: Gran Teatre de Liceu (Pique Dame), Opéra National de Paris (Don Giovanni), Royal Opera House Covent Garden (Madama Butterfly), Bayerische Staatsoper (Pique Dame) und Metropolitan Opera New York (Die lustige Witwe); 2005: Oper Frankfurt (Chowanschtschina). Von 2006 bis 2008 schuf er gemeinsam mit Peter Stein den Zyklus der Puschkin-Opern in Lyon, der im Frühjahr 2010 erneut und im Gesamten gezeigt wurde.

Seit seinem Abschied von der Komischen Oper im Juli 2007 wirkt Kirill Petrenko als Gastdirgent. Zu den wichtigsten Stationen gehörten Auftritte an der Met in New York (Zauberflöte und Ariadne auf Naxos), im Royal Opera House Covent Garden (Herzog Blaubarts Burg / Erwartung, Der Rosenkavalier), an der Wiener Staatsoper (Rigoletto, Ariadne auf Naxos, Eugen Onegin) und am Theater an der Wien, wo er 2004 mit Smetanas Dalibor erstmals auftrat, 2007 mit Janáčeks Katja Kabanova (Regie Keith Warner) zurückkehrte und zuletzt 2008 Richard Strauss' Intermezzo dirigierte. 2009: Bayerische Staatsoper (Neuproduktion Jenůfa), Oper Frankfurt (Neuproduktion Palestrina).

Zu den wichtigsten Orchestern, die Kirill Petrenko bisher leitete, gehören die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das Orchester des WDR Köln, die Hamburger Philharmoniker und das NDR Sinfonieorchester Hamburg, das Museum Orchester Frankfurt, das Radio-Symphonieorchester Wien, die Wiener Symphoniker, das Cleveland Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und das Oslo Philharmonic Orchestra. Außerdem leitete Kirill Petrenko Konzerte bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen.

In der laufenden Saison wird Kirill Petrenko erstmals das Orchestra Santa Cecilia in Rom und das Israel Philharmonic Orchestra sowie erneut die Berliner Philharmoniker und die Wiener Symphoniker leiten.
An Opernproduktionen sind Tosca in Frankfurt, Fidelio am Royal Opera House Covent Garden und Tristan und Isolde in Lyon und bei der Ruhrtriennale vorgesehen.

Ab 1. September 2013 wird Kirill Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper.
Kirill Petrenko. © Wilfried Hösl

 


Inszenierung
Barbara Frey
Barbara Frey ist Schlagzeugerin und Regisseurin. Seit 1992 inszenierte sie in der freien Szene, am Theater Basel, am Neumarkttheater Zürich, dem Nationaltheater Mannheim, dem Schauspielhaus Hamburg, dem Schauspielhaus Zürich und am Wiener Burgtheater. Sie war von 1999 bis 2001 Hausregisseurin an der Schaubühne Berlin sowie von 2005 bis 2007 am Deutschen Theater Berlin. Am Bayerischen Staatsschauspiel inszenierte sie u.a. Onkel Wanja, womit sie 2004 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde, sowie 2005 Geschichten aus dem Wiener Wald in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen. Für die Salzburger Festspiele entstand 2007 auch Quartett von Heiner Müller. Seit Beginn der Spielzeit 2009/10 ist Barbara Frey Intendantin am Schauspielhaus Zürich. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Jenůfa.
Barbara Frey (c) Thomas Dashuber

 


Bühne
Bettina Meyer
Bettina Meyer, geboren 1968 in Hamburg, studierte Bühnenbild an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1994-1996 arbeitete sie als Assistentin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter der Ausstattungsleiterin Anna Viebrock. Seitdem ist sie freischaffend tätig sowohl für Opern- als auch Schauspielproduktionen u.a. am Nationaltheater Weimar, am Nationaltheater Mannheim, am Schauspielhaus Zürich, an der Staatsoper unter den Linden, an der Münchner Biennale, an den Zürcher und Salzburger Festspielen, an der Schaubühne am Lehniner Platz, am Theater Basel und zuletzt am Deutschen Theater Berlin, dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Wiener Burgtheater. Seit 1996 verbindet sie eine feste Zusammenarbeit mit der Regisseurin Barbara Frey (2004 wurden sie mit der Inszenierung Onkel Wanja am Bayerischen Staatsschauspiel zum Theatertreffen eingeladen.) Außerdem arbeitet sie u.a. mit Stefan Bachmann, Ruedi Häusermann und Christoph Marthaler zusammen.
Bettina Meyer

 


Kostüme
Bettina Walter
Bettina Walter, geboren in Ulm, studierte Bildhauerei in Nürtingen und danach Bühnenkostüm an der Hochschule der Künste in Berlin. Ihr erstes Engagement als Kostümbildnerin hatte sie am Stadttheater Basel. Seit 1990 lebt sie in Frankreich und ist als freischaffende Kostümbildnerin an zahlreichen Theatern und Opernhäusern tätig, u.a. am Aalto-Theater in Essen, dem Residenztheater in München, dem Hamburger Schauspielhaus, der Berliner Staatsoper, dem Royal Opera House London, dem Teatro La Fenice, der Glyndebourne Festival Opera und dem Théâtre du Châtelet in Paris. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Anselm Weber und Christof Loy, außerdem entwarf sie die Kostüme für Inszenierungen von Adolf Dresen, Nicolas Brieger, Martin Kusej und Philipp Himmelmann. Bettina Walter hat seit März 2004 einen Lehrauftrag für Kostüm in der Bühnenbildklasse der „École superieure des arts décoratifs“ in Strasbourg.
Bettina Walter

 


Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a. Tosca, Don Carlo, Die Fledermaus, Der fliegende Holländer, Lʼelisir dʼamore, Luisa Miller, Medea in Corinto, Mitridate, rè di Ponto.
Michael Bauer

 


Choreographische Mitarbeit
Zenta Haerter
Zenta Haerter lebt in ihrem Geburtsort Zürich. Mit 15 Jahren ging sie nach New York und machte ihre Tanzausbildung an der dortigen Juilliard School, an der sie mit Persönlichkeiten wie Martha Graham und Betty Jones arbeiten konnte. Zurück in Europa tanzte sie in Arbeiten von Choreographen wie Ismael Ivo, Birgit Trommler und Paula Lansley. Seit 1998 wirkte sie regelmäßig als Darstellerin in Inszenierungen von Andreas Kriegenburg in Zürich mit. Zeitgleich begann sie, als Choreographin mit Regisseuren wie Schorsch Kamerun, David Bösch und Igor Bauersima zu arbeiten. Zur Oper kam sie 2006/07, als Choreographin für Glucks Orpheus und Eurydike (Regie: Andreas Kriegenburg) und Wagners Tannhäuser (Regie: Holger Pototzki) am Theater Magdeburg. An der Bayerischen Staatsoper wirkte sie als Choreographin bereits bei den Inszenierungen von Wozzeck und Jenůfa mit.
Zenta Haerter

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Die alte Buryja
Helga Dernesch
Helga Dernesch stammt aus Wien. Seit 1961 gastierte sie an den Opernhäusern von Zürich, Amsterdam, Edin­burgh, Glyndebourne, London, Paris, San Fran­cisco, New York und Chicago mit allen großen Par­tien des hochdramatischen Fachs, darunter Leo­nore (Fidelio), Sieglinde und Brünnhilde (Der Ring des Nibelungen), Isolde und Fär­berin (Die Frau ohne Schatten). Sie war Ensemblemitglied der Bayreuther Festspiele und der Osterfestspiele in Salzburg. 1979 wechselte sie ins Mezzo-Fach und sang Partien wie Bran­gäne (Tristan und Isolde), Klytämnestra (Elektra), Herodias (Salome), Kabanicha (Katja Kabanova), Gräfin (Pique Dame) und Larina (Eugen Onegin). An der Bayerischen Staatsoper war sie u.a. als Hexe (Rusalka), Hekabe (Troades), Feldmarschallin (Der Rosenkavalier), Herodias (Salome), Amme (Die Frau ohne Schatten), in der Uraufführung von Aribert Reimanns Lear sowie als Bernarda Alba in Reimanns Bernarda Albas Haus zu erleben. Partie in der Spielzeit 2009/10: Die alte Buryja (Jenufa).
Helga Dernesch

 


Laca Klemen
Stefan Margita
Margita, Stefan machte sich vor allem als Laca Klemeň (Jenůfa) einen Namen. Diese Partie gab er u.a. in Florenz, Tel Aviv, Antwerpen, Berlin, Lyon, Paris, Houston, bei den Festivals von Glyndebourne und Saito Kinen sowie konzertant mit den Berliner Philharmonikern. Weitere wichtige Partien sind Grigorij (Boris Godunow), Kudrjasch (Katia Kabanová) sowie Luka (Aus einem Totenhaus), den er in Palermo sowie in Wien, Amsterdam und Aix-en-Provence gesungen hat. Darüber hinaus sang er den Tambourmajor (Wozzeck) in Paris, Rom und Lissabon, Walther (Tannhäuser) in Mailand und San Francisco, Froh (Das Rheingold) in Lissabon und Loge (Das Rheingold) in San Francisco. Sein umfangreiches Konzertrepertoire beinhaltet Werke von Mozart, Beethoven, Dvořák, Mahler und Bartók. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Loge.
Stefan Margita. © Jakub Ludvik

 


Stewa Buryja
Joseph Kaiser
Joseph Kaiser sang bereits als Mitglied des Ryan Opera Centers und der Lyric Opera of Chicago wichtige Partien in Neuproduktionen von Die Fledermaus, Salome, Aida und Das Rheingold. Bei den Salzburger Festspielen war er als Lenski (Eugen Onegin), beim Festival-d’Aix-en-Provence in Das Rheingold unter Sir Simon Rattle zu erleben. Am Chicago Opera Theatre sang er die Titelpartie in Béatrice et Bénédict. In der Spielzeit 2007/08 debütierte Joseph Kaiser an der Metropolitan Opera in der Titelrolle von Roméo et Juliette neben Anna Netrebko sowie am Royal Opera House Covent Garden in Salome. Der Tenor wirkte er an der Amerikanischen Erstaufführung von Kaija Saariahos Adriana Mater in der Santa Fé Opera mit. Joseph Kaiser konzertierte u.a. mit dem Philadelphia Orchester, mit dem Atlanta Symphony Orchester und den Berliner Philharmonikern. Als Tamino in Kenneth Branaghs Verfilmung der Zauberflöte wurde Joseph Kaiser einem breiten Publikum bekannt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Števa Buryja (Jenůfa), Don Ottavio (Don Giovanni).
Joseph Kaiser. © Dario Acosta

 


Die Küsterin Buryja
Deborah Polaski
Deborah Polaski stammt aus den Vereinigten Staaten und feierte mit den dramatischen Wagner- und Strauss-Partien ihren internationalen Durchbruch. Sie trat u.a. an den Opernhäusern von Amsterdam, Barcelona, Berlin, Dresden, London, Mailand, München, New York, Paris, San Francisco, Tokio, Wien und Zürich sowie bei den Salzburger Festspielen auf und war von 1991 bis 1998 alljährlich bei den Bayreuther Festspielen zu erleben. Sie ist mit ihrem Repertoire, darunter Marschallin (Der Rosenkavalier), Titelpartie in Ariadne auf Naxos, Färberin (Die Frau ohne Schatten), Leonore (Fidelio), Marie (Wozzeck), Venus (Tannhäuser), Isolde (Tristan und Isolde) und Cassandre (Les Troyens) weltweit auf allen großen Opern- und Konzertbühnen mit allen bedeutenden Dirigenten und Orchestern unserer Zeit zu Gast. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Küsterin (Jenufa).
Deborah Polaski.  Foto: Monika Rittershaus

 


Jenufa
Eva-Maria Westbroek

Eva-Maria Westbroek stammt aus den Niederlanden und studierte Gesang am Konservatorium in Den Haag. Sie war Preisträgerin u.a. des 1. Internationalen Wettbewerbs der Stadt Rom. Zunächst gastierte sie beim Aldeburgh Festival, in Novi Sad, Skopje, Riga und am Teatro Manzoni in Rom sowie an der Komischen Oper Berlin. Von 2001 bis 2006 war sie an der Staatsoper Stuttgart engagiert, wo sie u.a. als Tosca und als Carlotta in Schrekers Die Gezeichneten sowie als Desdemona (Otello) auftrat und im August 2006 zur Kammersängerin ernannt wurde. Weitere Gastspiele führten sie u.a. an die Opernhäuser von Paris, Amsterdam, London und zu den Festspielen in Aix-en-Provence und Salzburg. Ihr Repertoire umfasst inzischen auch Partien wie Sieglinde (Die Walküre), die Titelpartie in Lady Macbeth von Mzensk, Elisabeth (Tannhäuser) und Kaiserin (Die Frau ohne Schatten). Partie an der Bayerischen Staatsoper: Jenufa.

Eva-Maria Westbroek

 


Altgesell
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Dorfrichter
Christoph Stephinger
Christoph Stephinger war bei den Regensburger Domspatzen, studierte anschließend Gesang an der Münchner Musikhochschule und war Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Fest engagiert wurde er u.a. an die Opernhäuser von Hannover und Wiesbaden sowie ans Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zahlreiche Gastspiele führten ihn u.a. nach Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Sein Repertoire umfasst Partien wie Osmin (Die Entführung aus dem Serail), König Heinrich (Lohengrin), Kaspar (Der Freischütz), Gremin (Eugen Onegin) und Großinquisitor (Don Carlo). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien 2011/12: u.a. Crespel/Luther (Les contes dʼHoffmann), Ein Polizeikommissar (Der Rosenkavalier), Der Mesner (Tosca), Zweiter Geharnischter/Dritter Priester (Die Zauberflöte), Doktor Grenvil (La traviata) und Bartolo (Le nozze di Figaro).
Christoph Stephinger

 


Frau des Dorfrichters
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Karolka
Lana Kos
Lana Kos debütierte 2002 mit der Partie der Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und sang diese Rolle kurz danach am Nationaltheater Ljubljana. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und bereits bei mehreren Festivals aufgetreten. Bei Galakonzerten u.a. in Liège, Moskau, Samara und Odessa stand sie auf der Bühne. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Najade (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen), Karolka (Jenufa), Gretel (Hänsel und Gretel), Papagena (Die Zauberflöte), Tebaldo (Don Carlo), Dama di Lady Macbeth (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Priesterin (Aida).
Lana Kos. © Kos

 


Eine Magd
Anaïk Morel
Anaïk Morel wurde in Lyon geboren und studierte bereits als Jugendliche Cello, bevor sie am Konservatorium ihrer Heimatstadt zum Gesang wechselte und mit Auszeichnung abschloss. Sie war an den Opernhäusern von Besançon und Lyon, beim Festival junger Talente in Paris sowie in zahlreichen Konzerten in und außerhalb Frankreichs zu hören. Ab September 2006 gehörte sie dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an und war von 2008 bis 2010 im Ensemble des Hauses engagiert; hier stand sie u.a. als Mercédès (Carmen), Fenena (Nabucco), Meg Page (Falstaff), Hänsel (Hänsel und Gretel), Silla (Palestrina) und Carlotta (Die schweigsame Frau) auf der Bühne. 2010 debütierte sie als Schwertleite (Die Walküre) an der Mailänder Scala und war als Marguerite (La damnation de Faust) in Rennes, Nantes und Angers zu erleben. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Schäferin (Jenůfa), Lucy (Die Tragödie des Teufels), Fenena (Nabucco).
Anaik Morel

 


Barena
Tara Erraught
Tara Erraught absolvierte ihr Gesangsstudium an der Royal Irish Academy of Music in Dublin. Aus mehreren nationalen Gesangswettbewerben ging sie als Preisträgerin hervor. Neben zahlreichen Auftritten an der Academy in Dublin, wo sie u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Olga (Eugen Onegin), Meg Page (Falstaff), Rosina (Il barbiere di Siviglia) und Zerlina (Don Giovanni) darstellte, führten sie erste Engagements nach Italien. Ab Herbst 2008 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, seit 2010 gehört sie zum Ensemble. 2011 konnte sie hier als Romeo (I Capuleti e i Montecchi) einen weltweit beachteten Erfolg feiern. Partien hier 2011/12: Das Kind (Lʼenfant et les sortilèges), Dorabella (Così fan tutte), Giannetta (Lʼelisir dʼamore), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Blumenmädchen (Parsifal), Sifare (Mitridate), Annina (La traviata).
Tara Erraught

 


Jano
Laura Nicorescu
Laura Nicorescu stammt aus Rumänien und studierte Gesang an der Universität in Bukarest sowie am Salzburger Mozarteum. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und gewann im Jahre 2006 den Sonderpreis für junge talentierte Sänger beim Francisco-Viñas-Wettbewerb in Barcelona. Ihre bisherige Tätigkeit als Opernsängerin führte sie u.a. nach Salzburg, Bukarest und an die Murten Festspiele, wo sie Partien wie Pamina (Die Zauberflöte), Mimì (La bohème), Adina (L’elisir d’amore) und Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) interpretierte. Von 2008 bis 2010 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Ismene (Medea in Corinto).
Laura Nicorescu

 


1. Stimme
Mirela Bunoaica
wurde in Slobozia/Rumänien geboren und absolvierte eine erste Ausbildung mit dem Hauptinstrument Violine an der Kunsthochschule „Ionel Perlea“. Anschließend studierte sie Operngesang an der Musikhochschule in Bukarest. Neben einer regen Tätigkeit als Konzertsängerin war sie Teilnehmerin und Preisträgerin mehrerer Gesangswettbewerbe, unter anderem des internationalen Jeunesses Musicales Wettbewerbs 2008 und des nationalen Wettbewerbes für darstellende Künste „Mihail Jora“. Sie ist seit Herbst 2008 Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.

 


2. Stimme
Todd Boyce
Todd Boyce studierte am Oberlin Conservatory of Music. Er war Mitglied der Förderprogramme für junge Künstler der Opernhäuser Saint Louis und Glimmerglass. Dort und in Cleveland, Madison und Toledo verkörperte er u.a. Top (The Tender Land von Aaron Copland), Masetto (Don Giovanni), Guglielmo (Così fan tutte), den Grafen Almaviva (Le nozze di Figaro) und Marullo (Rigoletto). Außerdem ist er Preisträger diverser Wettbewerbe, u.a. der Metropolitan Opera National Council Auditions. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien 2009/10: Petrucci (Lucrezia Borgia), Kaiserlicher Kommissär (Madama Butterfly), Deputierter  (Don Carlo), 2. Stimme (Jenůfa), Perückenmacher (Ariadne auf Naxos), Brabantischer Edler (Lohengrin).
Todd Boyce