Die Tragödie des Teufels - Biographien

Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Cora Burggraaf, Topi Lehtipuu, Ursula Hesse von den Steinen Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Elena Tsallagova, Heike Grötzinger, Annamária Kovács, Statis Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Georg Nigl
Die Tragödie des Teufels
Peter Eötvös (Musik)
Albert Ostermaier (Text)
Komisch-utopische Oper in zwölf Bildern

Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper

Nationaltheater

Sonntag, 28. Februar 2010

 

Musikalische Leitung
Peter Eötvös
Peter Eötvös, geboren in Transsylvanien, studierte Komposition an der Budapester Musikakademie und Dirigieren an der Hochschule für Musik in Köln. Von 1978 bis 1991 leitete er das Ensemble InterContemporain, seit 2009 ist er Erster Gastdirigent des Radio-Symphonieorchesters Wien. Als Dirigent folgte er Einladungen u.a. der Berliner und Münchner Philharmoniker, der London Sinfonietta, des Royal Concertgebouworkest, BBC Symphony Orchestras und der Los Angeles Philharmonic. Er dirigierte an der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Théâtre du Châtelet Paris sowie beim Glyndebourne Festival. Seine Kompositionen werden weltweit aufgeführt, darunter die Opern Drei Schwestern, Le balcon, Angels in America und Love and Other Demons. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper: Die Tragödie des Teufels.
Peter Eötvös. © Priska Ketterer

 


Musikalische Leitung
Christopher Ward
Christopher Ward, geboren in London, studierte Musikwissenschaft an der Oxford University und Dirigieren u.a. bei John Carewe und Colin Metters. Er arbeitete als Dirigent und Repetitor an der Guildhall School of Music and Drama in London, außerdem mit der Oxford University Philharmonia, den Arcadian Singers, der Oxford Chamber Opera, dem Pierrot Ensemble und der New Chamber Opera. 2003 wirkte er als Stipendiat an der Scottish Opera und an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow. Nach seiner Tätigkeit am Internationalen Opernstudio Zürich wechselte er 2005 als Kapellmeister ans Staatstheater Kassel, seit der Spielzeit 2009/10 ist er an der Bayerischen Staatsoper engagiert, seit dieser Spielzeit als Erster Kapellmeister. Dirigate hier 2011/12: Prima la musica, poi le parole, Sigurd der Drachentöter, Das schlaue Füchslein.
Christopher Ward

 


Inszenierung
Balázs Kovalik
Balázs Kovalik, geboren in Budapest, studierte Regie an der Bayerischen Theaterakademie in München, wo er u.a. im Prinzregententheater inszenierte; Herzog Blaubarts Burg war auch am Opernhaus Kairo zu sehen. Am Nationaltheater in Szeged, an der Ungarischen Staatsoper sowie am Opernhaus Bergen führte er Regie bei Turandot, am Staatstheater Schwerin bei Eugen Onegin. Dieses Werk brachte er auch beim Miskolc Opernfestival und an der Ungarischen Staatsoper zur Aufführung. In Budapest waren außerdem Le grand macabre, Peter Grimes und The Turn of the Screw zu sehen. Beim Budapest Spring Festival inszenierte er einen Mozart-Marathon mit den Da Ponte-Opern. Zwischen 2007 und 2010 hatte er die Künstlerische Leitung der Ungarischen Staatsoper inne und machte mit Inszenierungen von Elektra, Fidelio, Xerxes und Jozsef Saris Sonnenfinsternis auf sich aufmerksam. An der Bayerischen Theaterakademie brachte er 2009 La bohème auf die Bühne, am Theater Bonn Katja Kabanowa und an der Staatsoper Hannover Die Liebe zu den drei Orangen. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Die Tragödie des Teufels.
Balázs Kovalik. © Éder Vera

 


Installation
Ilya und Emilia Kabakov
Ilya Kabakov, geboren im ukrainischen Dnepropetrovsk, studierte an der Kunstakademie Leningrad und der Kunsthochschule Moskau. Von 1951 bis 1957 studierte er Grafik an der Staatlichen Universität für Kunst Surikov in Moskau. Danach arbeitete er zunächst als Illustrator von Kinderbüchern. Durch seine Verbindung aus Literatur und Kunst in seinen Albums avancierte er zur führenden Person des Moskauer Konzeptualismus. 1985 folgten erste Einzelausstellungen in Paris und Bern, seit 1987 verließ er regelmäßig die Sowjetunion und widmet sich bis heute vermehrt installativen Arbeiten. Kabakov wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Arthur-Köpcke-Preis in Kopenhagen und dem Ehrendiplom der Biennale von Venedig. 2003 wurde Saint François d’Assise in seiner Installation bei der Ruhrtriennale aufgeführt. Installation an der Bayerischen Staatsoper: Die Tragödie des Teufels.
Ilya Kabakov. © Raimund Stecker

 


Kostüme
Amélie Haas
Amélie Haas studierte Kunst- und Kostümgeschichte sowie Architektur des 20. Jahrhunderts an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und Innsbruck. Sie war Kostümmitarbeiterin bei Produktionen von Robert Wilson, Luc Bondy, Jürgen Flimm, Peter Stein und Peter Sellars bei den Salzburger Festspielen, Wiener Festwochen, am Opernhaus Zürich, Théâtre du Châtelet, an der Oper Amsterdam u.a. 2004 entwarf sie die Kostüme für Jan van de Puttes Wet Snow beim Holland Festival, 2007 für Tannhäuser an der Oper Erfurt und Fidelio an der Opéra National de Bordeaux sowie 2008 für die Uraufführung von Pascal Dusapins Passion beim Festival Aix-en-Provence. 2009 war sie Mitarbeiterin von Viktor&Rolf bei Robert Wilsons Freischütz-Inszenierung in Baden-Baden. In dieser Spielzeit gestaltet sie die Kostüme für Elektra in der Inszenierung von Rebecca Horn am Staatstheater Wiesbaden. Kostümgestaltung an der Bayerischen Staatsoper: Die Tragödie des Teufels.
 

 


Video
Silke Holzach
Silke Holzach, geboren in Deutschland, studierte Architektur. Seit 2006 ist sie Leiterin der Videoabteilung der Bayerischen Staatsoper. Lichtprojektionen u.a. für Alice in Wonderland, Der fliegende Holländer, Le Corsaire, liebe.nur liebe, Così fan tutte, Zugvögel und 100 Jahre Ballets Russes. Im Teatro Romano in Verona realisierte sie das 3D-Videobühnenbild für Sturm, zudem Kamera- und Postproduction-Arbeiten für diverse Dokumentarfilme des Bayerischen Fernsehens und für die Akademie der Wissenschaften.
Silke Holzach

 


Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a. Tosca, Don Carlo, Die Fledermaus, Der fliegende Holländer, Lʼelisir dʼamore, Luisa Miller, Medea in Corinto, Mitridate, rè di Ponto.
Michael Bauer

 


Produktionsdramaturgie
Olaf A. Schmitt.
Olaf A. Schmitt ist seit der Spielzeit 2008/09 Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper, wo er u. a. mit den Regisseuren Martin Kušej und Barrie Kosky sowie dem Komponisten Peter Eötvös und dem Autor Albert Ostermaier zusammenarbeitete. Zuvor war er drei Jahre als Musikdramaturg am Theater Heidelberg engagiert. Er unterrichtete an den Universitäten Frankfurt am Main und Zürich und ist Dozent an der Bayerischen Theaterakademie. Er studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Musikwissenschaft in Frankfurt am Main und sammelte währenddessen Erfahrungen an der Staatsoper Stuttgart, bei den Salzburger Festspielen und am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Er war Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung sowie der Richard Wagner-Stipendienstiftung. Er publizierte zu Heiner Müller und Heiner Goebbels sowie in zahlreichen Programmheften und ist Mitherausgeber von AufBrüche. Theaterarbeit zwischen Text und Situation, Berlin: Theater der Zeit, 2004.
 

 


Eva
Cora Burggraaf
Cora Burggraaf studierte in Den Haag sowie in London. Sie trat u.a. am Royal Opera House Covent Garden (Bella in A Midsummer Marriage), der San Franciso Opera (Susanna in Le nozze die Figaro) sowie der Nederlandse Opera Amsterdam (Zerlina in Don Giovanni) auf, zudem bei den Salzburger Festspielen 2008 als Stéphano (Roméo et Juliette) und 2010 als Garderobiere/Gymnasiast (Lulu). Außerdem war sie bei den Operadagen in Rotterdam in einer Inszenierung von Poulencs La Voix Humaine zu erleben. Auf dem Kozertpodium wurde sie neben Auftritten in Amsterdam, London, New York, Barcelona und Montreal von der European Concert Hall Organisation als „Rising Star“ für die gleichnamige Konzertserie 2009/10 ausgewählt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Eva (Die Tragödie des Teufels).
Cora Burggraaf. © Marco Borggrefe

 


Lucy
Ursula Hesse von den Steinen
Ursula Hesse von den Steinen wurde in Köln geboren und absolvierte ihr Studium in Berlin. Als Mitglied des Ensembles der Sächsischen Staatsoper Dresden war sie bis 2002 in verschiedenen Mozart- und Rossini-Partien zu hören. Als Anna in Kurt Weills Die sieben Todsünden debütierte sie an der Opéra Bastille in Paris und war als Fricka (Der Ring des Nibelungen) in Karlsruhe und Nürnberg zu erleben. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Carmen, Dalila (Samson und Dalila), Donna Elvira (Don Giovanni), Eboli (Don Carlo), Giulietta (Hoffmanns Erzählungen) und Marie (Wozzeck). In den vergangenen Spielzeiten war sie in Glyndebourne, Köln, Tokio, Paris, Lille, London und Wien verpflichtet. Auf dem Konzertpodium singt sie u.a. zahlreiche Werke zeitgenössischer Musik. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Lucy (Die Tragödie des Teufels).
Ursula Hesse von den Steinen. © Jan Piccard

 


Adam
Topi Lehtipuu
Topi Lehtipuu wurde in Australien geboren und studierte Klavier und Violine an der Sibelius Akademie in Helsinki, später Chorleitung und Gesang. Sein Bühnendebüt gab er als Albert Herring an der Vantaa Opera, gefolgt von der Interpretation des Tamino (Die Zauberflöte) am Théâtre des Champs-Elysées Paris. Neben den Hauptrollen in den Opern Mozarts trat er u.a. in Händels Jephta an der Opéra du Rhin, in Iphigénie en Tauride am Théâtre de La Monnaie Brüssel, als Orfeo (Orfeo ed Euridice) in Paris sowie an den Opernhäusern in Los Angeles, Berlin, Dresden, Zürich, London, Madrid, beim Glyndebourne Festival und den Salzburger Festspielen auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Adam (Die Tragödie des Teufels).
Topi Lehtipuu

 


Lucifer
Georg Nigl
Georg Nigl wurde in Wien geboren, war als Kind Sopransolist der Wiener Sängerknaben und erhielt eine Gesangsausbildung in seiner Heimatstadt. In der Spielzeit 2005/06 war er in der Titelpartie von Pascal Dusapins Oper Faustus, the last night an der Berliner Staatsoper zu erleben, gefolgt von seinem Debüt bei den Salzburger Festspielen als Saretzki (Eugen Onegin). 2007/08 debütierte er am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel mit einem Liederabend sowie an der Mailänder Scala als Wozzeck. Bei den Wiener Festwochen übernahm er die Titelpartie in Jacob Lenz von Wolfgang Rihm sowie die Rolle des Lui in der Uraufführung Passione von Pascal Dusapin beim Festival d’Aix-en-Provence. 2010 war er u.a. in Rihms Dionysos an der Nederlandse Opera zu sehen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Lucifer (Die Tragödie des Teufels).
Georg Nigl. © Bernd Ulig

 


Die Jeriko
Julie Kaufmann
Julie Kaufmann, geboren in Iowa/USA, erhielt ihre Ausbildung an der Universität ihrer Heimatstadt sowie in Zürich und Hamburg. Erste Engagements führten sie nach Hagen und Frankfurt am Main. Von 1983 bis 1996 war sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, wo sie Partien wie Susanna (Le nozze di Figaro), Zdenka (Arabella), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Luise (Der junge Lord), Atalanta (Xerxes) und Musetta (La bohème) sang. Als Gast war sie u.a. am Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. 1991 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Seit 1999 ist sie Professorin an der HdK Berlin für Gesang und Operndarstellung; 2000 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Die Jeriko (Die Tragödie des Teufels).
Julie Kaufmann

 


Die Rumata
Elena Tsallagova
Elena Tsallagova, geboren in Vladikavkaz/Russland, studierte u.a. am Konservatorium in St. Petersburg und bei Ileana Cotrubas. Im Oktober 2006 wurde sie Mitglied im Young Artists Programme der Opéra national de Paris, wo sie in der Spielzeit 2007/08 Partien wie Despina (Così fan tutte), Stimme des Falken (Die Frau ohne Schatten) sowie die Titelrolle von Janáčeks Das schlaue Füchslein übernahm. 2007 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen als Zelmira in Haydns Armida. Zudem gab sie ihr Debüt in Großbritannien als Nannetta (Falstaff) in Glyndebourne und ihr Rollendebüt als Mélisande (Pelléas et Mélisande) an der Pariser Bastille. 2011 debütierte sie als Corinna (Il viaggio a Reims) bei den Rossini-Festspielen in Pesaro. Von 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: Donna Clara (Der Zwerg), Despina (Così fan tutte).
Elena Tsallagova

 


Die Rumata
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Die Rumata
Annamária Kovács
Annamária Kovács, geboren 1962 in Ungarn, schloss ihr Gesangsstudium an der Budapester Franz-Liszt-Musikakademie ab. 1990 kam sie ins Ensemble der Ungarischen Staatsoper, wo sie die großen Alt-Partien verkörpert. Zu ihrem Repertoire gehören u.a. Judit (Herzog Blaubarts Burg), Carmen, Mutter in Sándor Szokolays Bluthochzeit, Klytämnestra (Elektra), Ulrica (Un ballo in maschera), Erda (Das Rheingold, Siegfried) und Waltraute (Götterdämmerung). Häufig tritt sie in zeitgenössischen Opern auf. Großen Erfolg feierte sie in György Ligetis Le grand macabre, an der Bayerischen Staatsoper war sie als Rumata (Die Tragödie des Teufels) zu erleben. Partie hier im Rahmen der Opernfestspiele 2011: Lilla Gát (Undankbare Biester).
Annamária Kovács

 


Der Skelton
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (L’enfant et les sortilèges), Pang (Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (Der fliegende Holländer), Andres (Wozzeck).
Kammersänger Kevin Conners

 


Der Strugatzi
Christoph Pohl
Christoph Pohl, geboren in Hannover, studierte an der Hochschule für Musik und Theater seiner Heimatstadt. Nach ersten Auftritten bei den Erfurter Domstufenfestspielen, an der Kammeroper Schloss Rheinsberg und bei den Göttinger Händelfestspielen wurde er 2003 Mitglied des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2005/06 ist er Ensemblemitglied der Semperoper Dresden, wo er Partien wie Guglielmo (Così fan tutte), Papageno (Die Zauberflöte), Figaro (Le nozze di Figaro) und Wolfram (Tannhäuser) interpretierte. 2006 debütierte er bei den Salzburger Festspielen, 2008 war er als Ottokar (Der Freischütz) an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Im Konzertbereich gehören u.a. die bedeutenden romantischen Liederzyklen zu seinem Repertoire. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Moralès (Carmen).
Christoph Pohl (c) Matthias Creutziger

 


Der L
Nikolay Borchev
Nikolay Borchev studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Herbst 2003 wurde er Mitglied des Jungen Ensembles, 2004 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg (Figaro in Il barbiere di Siviglia), Frankfurt und Brüssel (Dandini in La Cenerentola), Leipzig (Marcello in La bohème), Baden-Baden (Albert in Werther), Wien (Harlekin in Ariadne auf Naxos) sowie Basel und Düsseldorf (Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Die Standuhr/Der Kater (L’Enfant et les sortilèges), Moralès (Carmen), Guglielmo (Così fan tutte), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dandini (La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Un paggio/Un famigliare (Roberto Devereux).
Nikolay Borchev

 


Der Arkanar
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Der Boris
Wolfgang Bankl
Wolfgang Bankl wurde in Wien geboren, erhielt eine Violinausbildung und studierte Technische Physik, bevor er zum Gesang an das Wiener Konservatorium wechselte. Erste Engagements führten ihn an die Kammeroper Wien; von 1989 bis 1993 sang er im Ensemble des Opernhauses Kiel. 1992 war er als Tierbändiger und Athlet (Lulu) am Tiroler Landestheater zu erleben. Seit 1993 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er neben Mozart-Rollen mit Partien wie Großinquisitor (Don Carlo), Baron Ochs auf Lerchenau (Der Rosenkavalier) und Zirkusdirektor (Friedrich Cerhas Der Riese vom Steinfeld) auftrat. Gastengagements führten ihn u.a. an die Opern- und Festspielhäuser in Mailand, Zürich, Hamburg, Barcelona, Salzburg, Bregenz, Tokio, Tel Aviv und Paris. 2000 gründete das fahrende Kammermusikfestival Giro d‘arte, das sich in erster Linie Zeitgenössischem widmet. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Der Boris (Die Tragödie des Teufels).
Wolfgang Bankl