Tosca - Biographien
Tosca
Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama
La Tosca (1887) von Victorien Sardou
Melodramma in drei Akten
Neuinszenierung
Nationaltheater
Münchner Opernfestspiele 2010
Montag, 28. Juni 2010
Musikalische Leitung
Fabio Luisi
Fabio Luisi, geboren in Genua, studierte Klavier am Konservatorium in Genua und bei Aldo Ciccolini in Paris sowie Dirigieren bei Milan Horvat in Wien. Seine internationale Karriere begann an der Bayerischen Staatsoper, der er seither eng verbunden ist. Ab 1988 war er als freischaffender Dirigent tätig, mit Verpflichtungen u.a. in Wien, München, Berlin, Hamburg, Paris, Genua, Florenz, Genf, Leipzig, Rom, New York und Chicago. Von 1995 bis 2000 war er Chefdirigent des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters in Wien, von 1997 bis 2002 außerdem Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande in Genf und seit 1999 des Sinfonieorchesters des MDR Leipzig. Von 2005 bis 2007 hatte er die Position des Chefdirigenten der Wiener Symphoniker inne. Darüber hinaus gab er Konzerte u.a. mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, den Münchner Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Orchestre de Paris und der Sächsische Staatskapelle Dresden, deren Generalmusikdirektor er seit 2007 ist. An der Bayerischen Staatsoper dirigiert er in der Spielzeit 2008/09
Falstaff und 2009/10
Tosca.
Inszenierung
Luc Bondy
Luc Bondy, geboren in Zürich, absolvierte eine Ausbildung an der Schauspielschule von Jacques Lecoq in Paris. Sein Deutschland-Debüt als Regisseur gab er 1971 mit einer Inszenierung von Stanislaw Witkiewiczs
Narr und Nonne am Jungen Theater Göttingen. Danach folgten Arbeiten in Nürnberg, Düsseldorf, Wuppertal, Darmstadt und München. Von 1974 bis 1976 war er Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt, danach arbeitete er vorwiegend im Team von Peter Stein in Berlin und Köln. 1977 inszenierte er seine erste Oper,
Lulu, an der Staatsoper Hamburg. Von 1985 bis 1988 war er Mitglied der Dreier-Direktion an der Berliner Schaubühne. Seither inszenierte er zahlreiche Opern, darunter
Don Giovanni (Wiener Staatsoper),
Le nozze di Figaro (Salzburger Festspiele),
Don Carlos (Paris),
Macbeth (Edinburgh Festival)
Idomeneo (Teatro alla Scala Mailand) sowie Philippe Boesmans
Julie (Théâtre La Monnaie Brüssel), wofür er auch das Libretto schrieb. 1997 wurde er Schauspieldirektor der Wiener Festwochen und ist seit 2002 Intendant des Festivals. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper:
Tosca.
Bühne
Richard Peduzzi
Richard Peduzzi arbeitet seit 1969 als Bühnenbildner regelmäßig mit Patrice Chéreau für Theater- und Operproduktionen zusammen, u.a. für den Bayreuther
Ring unter der Leitung von Pierre Boulez, Alban Bergs
Lulu an der Opéra National de Paris,
Tristan und Isolde an der Mailänder Scala sowie zu mehreren Werken des französischen Autors Bernard-Marie Koltès. Zu Eröffnung der Jahrhunderthalle in Bochum als Festspielhaus der RuhrTriennale 2003 schuf er das Bühnenbild zu
Phèdre. Er hat Ausstellungsräume für verschiedene internationale Museen gestaltet und war von 2002 bis 2008 Leiter der Académie de France in Rom. Richard Peduzzi hat bereits mehrfach mit Luc Bondy gearbeitet, für dessen Inszenierung der
Tosca an der Bayerischen Staatsoper er in der Spielzeit 2009/10 das Bühnenbild entwirft.
Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2009/10: u.a.
L’elisir d’amore,
Die Tragödie des Teufels,
Palestrina,
Jenufa,
Die Fledermaus,
Der fliegende Holländer.
Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Seit der Spielzeit 2003/04 ist er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Floria Tosca
Karita Mattila
Karita Mattila stammt aus Finnland und studierte Gesang u.a. an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Seit ihrem Londoner Royal Opera Debüt als Fiordiligi (
Così fan tutte) hat sie sich ein Repertoire erarbeitet, das sowohl Mozart, Verdi, Beethoven, Tschaikowsky, Puccini, Wagner und Strauss, aber auch die wichtigen Rollen Janáceks umfasst. Gastspiele führten sie an alle großen Opernhäuser weltweit, u.a. an die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die New Yorker Metropolitan Opera, die Opernhäuser von Paris, Helsinki, San Francisco, Los Angeles, Chicago sowie die Salzburger Festspiele. Auch als Konzertsängerin ist sie weltweit aufgetreten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2005 war sie in London als Amelia (
Un ballo in maschera) zu sehen, 2006 gab sie ihr Debüt als Tosca in Helsinki. 2007 und 2008 feierte sie Erfolge vor allem in den USA und London. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Tosca.
Mario Cavaradossi
Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der dortigen Hochschule für Musik. Bereits während seines Studiums gastierte er in kleinen Rollen an der Bayerischen Staatsoper. 1994 wurde er Mitglied des Staatstheaters Saarbrücken; 2001 kam er ans Züricher Opernhaus. Dort sang er u.a. Tamino (
Die Zauberflöte), Titus (
La clemenza di Tito), Florestan (
Fidelio) und die Titelpartie in Gounods Faust. Seither ist er regelmäßig an Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich, der Opéra Paris, der Metropolitan Opera, im Covent Garden und bei den Salzburger Festspielen vertreten. Kürzlich trat er als Alfredo (
La traviata), Cavaradossi (
Tosca), Rodolfo (
La bohème), Faust (
La damnation de Faust) und Florestan (
Fidelio) auf. Auf dem Konzertpodium sang er mit den Münchner, Berliner und Wiener Philharmonikern, in Luzern, Zürich und der Carnegie Hall. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2008/09 u.a. Alfredo (
La traviata), Lohengrin, in der Spielzeit 2009/10 Cavaradossi (
Tosca).
Baron Scarpia
Juha Uusitalo
Juha Uusitalo aus Finnland war zunächst auch als Flötist tätig, bevor er sich nach seinem Erfolg 1997 als Falstaff beim Alexander Theater in Helsinki endgültig aufs Singen verlegte. Hier interpretierte er auch die Titelpartie in
Der fliegende Holländer, eine Rolle, mit der er inzwischen u.a. an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und der Oper in San Francisco zu erleben war. 1999 sang er erstmals den Wanderer (
Siegfried) beim Tirol Festival. Von 2000 bis 2008 war er fest an der Finnischen Nationaloper engagiert, wo er u.a. als Amfortas (
Parsifal) und Scarpia (
Tosca) debütierte. Gastengagements führten ihn u.a nach Sao Paolo und Stockholm, zu den Festivals von Edinburgh, Luzern und Savonlinna sowie zum Concertgebouw in Amsterdam. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/2010: Titelpartie
Der fliegende Holländer, Scarpia (
Tosca).
Cesare Angelotti
Christian Van Horn
Christian Van Horn wurde auf Long Island/USA geboren. Seiner Ausbildung an der Yale University und am Lyric Opera Center for American Artists folgten Auftritte an verschiedenen amerikanischen Opernhäusern. In der Spielzeit 2007/08 gastierte er etwa als Colline (
La bohème) in Los Angeles, als Raimondo (
Lucia di Lammermoor) an der Virginia Opera und als Timur (
Turandot) an der Ft. Worth Opera. Er gab außerdem sein Debüt an der Santa Fe Opera in Tan Duns Oper
Tea: A Mirror of the Soul und in der Carnegie Hall in einem Konzert mit dem Emerson String Quartet. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2009/10: u.a. Astolfo (
Lucrezia Borgia), Zuniga (
Carmen), König (
Aida), Cesare Angelotti (
Tosca), Ein Mönch (
Don Carlo), Biterolf (
Tannhäuser).
Spoletta
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er fest ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Zahlreiche Gastverpflichtungen führten ihn ins In- und Ausland. 1995 debütierte er an der Mailänder Scala als Monostatos (
Die Zauberflöte). Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Brighella (
Ariadne auf Naxos), Remendado (
Carmen), Die Knusperhexe (
Hänsel und Gretel), Steuermann (
Der fliegende Holländer), Pedrillo (
Die Entführung aus dem Serail), Narraboth (
Salome), Der Skelton (
Die Tragödie des Teufels), L’aumônier (
Dialogues des Carmélites), Andres (
Wozzeck).
Sciarrone
Rüdiger Trebes
Rüdiger Trebes, geboren im Saarland, studierte in München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Sein erstes Engagement führte ihn an das Staatstheater am Gärtnerplatz München. Seit 1991 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Er gab zahlreiche Liederabende im In- und Ausland sowie Gastspiele an anderen deutschen Bühnen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Diener (
Macbeth), Cappadocier (
Salome), Sciarrone (
Tosca), Alcindoro (
La bohème), Bischof von Feltre (
Palestrina), Yakusidé (
Madama Butterfly), Thierry (
Dialogues des Carmélites).
Ein Gefängniswärter
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Ein Lakai (
Ariadne auf Naxos), Don Aposto Gazella (
Lucrezia Borgia), Yamadori (
Madama Butterfly), Dancaïro (
Carmen), Der Arkanar (
Die Tragödie des Teufels), L’officier (
Dialogues des Carmélites), Peter (
Hänsel und Gretel).