Tosca - Biographien

Tosca: Catherine Naglestad, Massimo Giordano Tosca: Catherine Naglestad, Bryn Terfel Tosca: Catherine Naglestad, Massimo Giordano

Tosca

Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama La Tosca (1887) von Victorien Sardou

Melodramma in drei Akten

Nationaltheater

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Musikalische Leitung


Carlo Montanaro
Carlo Montanaro
Carlo Montanaro begann seine musikalische Karriere 1991 als Geiger im Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, bevor er, gefördert durch Zubin Mehta, als Student an der Hochschule für Musik in Wien eine Laufbahn als Dirigent einschlug. Seit 2001 gastiert er mit Schwerpunkt auf den Werken des italienischen Repertoires u.a. an den Opernhäusern in Rom, Palermo, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Dresden, Florenz, Athen, Warschau und Venedig. Bedeutende Stationen waren Verdis Un ballo in maschera an der New Israeli Opera von Tel Aviv, sein US-Debüt in Colorado mit Lʼelisir dʼamore, La traviata am Teatro alla Scala Mailand, Madama Butterfly in Tokio sowie Gounods Roméo et Juliette in Verona. 2011 wurde er zum Musikdirektor des Teatr Wielki in Warschau berufen. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2013/2014: L’elisir d’amore, Carmen, Tosca.

Inszenierung


Luc Bondy. © David Baltzer
Luc Bondy
Luc Bondy, geboren in Zürich, absolvierte eine Ausbildung an der Schauspielschule von Jacques Lecoq in Paris. Von 1974 bis 1976 war er Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt, danach arbeitete er vorwiegend im Team von Peter Stein in Berlin und Köln. Von 1985 bis 1988 war er Mitglied der Dreier-Direktion der Berliner Schaubühne. Von 1998 bis 2002 war er Schauspieldirektor, anschließend bis 2013 Intendant der Wiener Festwochen. Seit 2012 leitet er das Pariser Théâtre de l’Odéon. Seine Arbeit als Regisseur führte ihn u.a. nach Göttingen, Nürnberg, Düsseldorf, Darmstadt, München, Paris, London, Wien, Brüssel, Mailand und New York. Er inszenierte zahlreiche Opern, darunter Lulu, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Don Carlo, Macbeth, Idomeneo sowie Philippe Boesmans Julie und Yvonne, princesse de Bourgogne, zwei Uraufführungen, für die er auch das Libretto schrieb. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper: Tosca.

Bühne


 
Richard Peduzzi
Richard Peduzzi arbeitete seit 1969 als Bühnenbildner regelmäßig mit dem Regisseur Patrice Chéreau zusammen, u.a. für den Bayreuther Ring des Nibelungen, Alban Bergs Lulu an der Opéra National de Paris, Tristan und Isolde an der Mailänder Scala, bei mehreren Inszenierungen von Werken des Autors Bernard-Marie Koltès, für Così fan tutte (Festival von Aix-en-Provence), Aus einem Totenhaus (Wiener Festwochen) sowie für die Filme Die Bartholomäusnacht (1994) und Ceux qui m’aiment prendront le train (1997). Bei der RuhrTriennale 2003 schuf er das Bühnenbild zu Phèdre. Er hat Ausstellungsräume für verschiedene Museen gestaltet und war von 2002 bis 2008 Leiter der Académie de France in Rom. Für Luc Bondys Inszenierung der Tosca an der Bayerischen Staatsoper entwarf er das Bühnenbild.

Kostüme


 
Milena Canonero
Milena Canonero ist vor allem durch ihre Arbeiten für den Film bekannt; die Kostümbildnerin, die achtmal für den Oscar nominiert wurde und ihn dreimal gewann, entwarf die Kostüme u.a. für Stanley Kubricks A Clockwork Orange, Barry Lyndon und The Shining, Hugh Hudsons Chariots of Fire, Francis Ford Coppolas The Cotton Club und The Godfather (Der Pate: Teil III), Julie Taymors Titus, Sofia Coppolas Marie Antoinette, Sydney Pollacks Jenseits von Afrika, Steven Soderberghs Solaris und Ocean’s Twelve sowie für die TV-Serie Miami Vice. Seit Ende der Siebziger Jahre arbeitet sie immer wieder auch für das Theater und die Oper; zuletzt für Luc Bondys Inszenierung von Philippe Boesmans Yvonne, princesse de Bourgogne an der Pariser Oper. An der Bayerischen Staatsoper entwarf sie die Kostüme für Tosca.

Licht


Michael Bauer
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung hier in der Spielzeit 2013/14: Lʼelisir dʼamore, Die Zauberflöte, Tosca, Hänsel und Gretel, Der fliegende Holländer, Boris Godunow, Guillaume Tell, L’Orfeo.

Chor


Stellario Fagone
Stellario Fagone
Stellario Fagone wurde in Turin geboren, studierte in seiner Heimatstadt und war zwischen 1998 und 2000 als Pianist und musikalischer Assistent des RAI-Symphonieorchesters in Turin tätig. Mit Donizettis Il Campanello debütierte er als Dirigent am Teatro Mancinelli in Orvieto. Von 2003 bis 2006 war er als Korrepetitor an der Bayerischen Staatsoper engagiert, seit 2006 ist er stellvertretender Chordirektor und Leiter des Kinderchores. Des Weiteren gastierte er als Dirigent von symphonischen Konzerten sowie als Liedbegleiter im In- und Ausland. Beim Chor des Bayerischen Rundfunks übernahm er die Einstudierungen von Walter Braunfels’ Mysterienspiel Verkündigung, von Peter Tschaikowskys Iolante und der Notte italiana. Als Dirigent leitete er u.a. Produktionen von La bohème, Così fan tutte, Hänsel und Gretel, Ariadne auf Naxos und Rosenkavalier

Floria Tosca


Tatiana Serjan
Tatiana Serjan, geboren in St. Petersburg, erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium ihrer Heimatstadt und in Turin. Ihr Operndebüt gab sie 1994 als Violetta (La traviata) im Opernstudio St. Petersburg, wo sie auch u.a. Musetta (La bohème) und Fiordiligi (Così fan tutte) sang. Als Lady Macbeth (Macbeth) debütierte sie 2002 am Teatro Regio in Turin. Ihr Repertoire umfasst weiters die Titelpartien in Norma, Tosca und Aida sowie Tatjana (Eugen Onegin), Leonora (Il trovatore), Lucrezia Contarini (I due Foscari), Odabella (Attila) und Maddalena (Andrea Chenier). Sie gastierte u.a. an der Deutschen Oper in Berlin, beim Festival in Ravenna, den Bregenzer Festspielen sowie in Athen, Palermo, Tokio, Ravenna, Madrid, Dallas, Montpellier, Bologna, Amsterdam, New York und Lissabon. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Floria Tosca.

Mario Cavaradossi


Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der hiesigen Hochschule für Musik. Seine Bühnenlaufbahn begann 1994 am Staatstheater Saarbrücken. Nach Engagements in Hamburg, Stuttgart und Mailand kam er 2001 an die Oper in Zürich, wo er mit deutschem, italienischem und französischem Repertoire zu erleben war. Es folgten Engagements etwa an der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris, der Metropolitan Opera in New York (u.a. Alfredo in La traviata, Titelpartie in Parsifal) und dem Royal Opera House, Covent Garden, in London sowie Auftritte bei den Festspielen von Salzburg (u.a. Belmonte in Die Entführung aus dem Serail) und Bayreuth (Titelpartie in Lohengrin). Partien hier 2013/14: Manrico (Il trovatore), Don Alvaro (La forza del destino), Mario Cavaradossi (Tosca). Zudem gibt er 2014 einen Liederabend im Rahmen der Münchner Opernfestspiele.

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Baron Scarpia


Scott Hendricks
Scott Hendricks
Scott Hendricks, geboren in San Antonio/Texas, sammelte seine ersten Bühnenerfahrungen im Opernstudio der Houston Grand Opera und wurde später Ensemblemitglied der Oper Köln. Das breit gefächerte Repertoire des Baritons umfasst sowohl bekannte Partien wie Conte di Almaviva (Le nozze di Figaro), Sharpless (Madama Butterfly), Escamillo (Carmen), Posa (Don Carlo), Germont (La traviata) und die Titelrollen in Król Roger und in Eugen Onegin, als auch Raritäten wie The traveller (Death in Venice), Tamare (Die Gezeichneten) oder Roderick (La chute de la maison Usher). Er gastierte u.a. an der San Francisco Opera, dem Teatro La Fenice in Venedig, der Opéra National de Paris, der English National Opera, dem Royal Opera House, Covent Garden, der Welsh National Opera, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel und immer wieder bei den Bregenzer Festspielen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Scarpia (Tosca).

Cesare Angelotti


Goran Jurić
Goran Jurić
Goran Jurić stammt aus Kroatien und absolvierte sein Studium an der Musikakademie Zagreb. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pluto/Charon (L’Orfeo), Sarastro (Die Zauberflöte), Colas (Bastien und Bastienne) und Pistola (Falstaff), sowie Oratorien von Barock bis zum 20. Jahrhundert. 2011 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und debütierte am Teatro dell’Opera in Rom unter der Leitung von Riccardo Muti als Oberpriester (Nabucco) sowie am Teatro La Fenice in Venedig als Komtur (Don Giovanni).  Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Komtur (Don Giovanni), Ferrando (Il trovatore), Cesare Angelotti (Tosca), Timur (Turandot), Pietro (Simon Boccanegra), Colline (La bohème), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Onkel Bonzo (Madama Butterfly), Walter Furst (Guillaume Tell), Gubetta (Lucrezia Borgia).

Der Mesner


Christoph Stephinger
Christoph Stephinger
Christoph Stephinger war bei den Regensburger Domspatzen, studierte anschließend Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München und war Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Fest engagiert wurde er u.a. an die Opernhäuser von Hannover und Wiesbaden sowie ans Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zahlreiche Gastspiele führten ihn u.a. nach Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Sein Repertoire umfasst Partien wie Osmin (Die Entführung aus dem Serail), König Heinrich (Lohengrin), Kaspar (Der Freischütz), Gremin (Eugen Onegin) und Großinquisitor (Don Carlo). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Geharnischter (Die Zauberflöte), Mesner (Tosca), Doktor Grenvil (La traviata), Polizeikommisar (Der Rosenkavalier), Soldat (Salome), Titurel (Parsifal), Wesener (Die Soldaten), Arzt (Macbeth), Melcthal (Guillaume Tell), Antonio (Le nozze di Figaro).

www.christoph-stephinger.de

Spoletta


Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt er auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Geharnischter/Priester (Die Zauberflöte), Spoletta (Tosca), Mastro Trabuco (La forza del destino), Gaston (La traviata), Il principe di Persia (Turandot), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Jude (Salome), Offizier (Ariadne auf Naxos).

Sciarrone


Christian Rieger
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: u.a. Il Conte di Ceprano (Rigoletto), Sessel, Baum (L’Enfant et les sortilèges), der Einarmige (Die Frau ohne Schatten), Sciarrone (Tosca), BenoÎt (La bohème), Un alcade (La forza del destino), Baron Douphol (La traviata), Schlémil (Les contes d’Hoffmann), Notar (Der Rosenkavalier), Onkel Bonzo (Madama Butterfly), Hauptmann der Streifenwache (Boris Godunow), Eisenhardt (Die Soldaten), Leuthold (Guillaume Tell), Don Apostolo Gazella (Lucrezia Borgia).

Ein Gefängniswärter


Tim Kuypers
Tim Kuypers
Tim Kuypers absolvierte sein Bachelorstudium am Konservatorium von Amsterdam und sein Master-Diplom an der Dutch National Opera Academy. Parallel dazu besuchte er diverse Meisterkurse und Coachings. Sein Repertoire umfasst Partien wie Belcore (L’elisir d’amore), Aeneas (Dido and Aeneas), Vater (Hänsel und Gretel), Yamadori/Der Kaiserliche Kommissär (Madama Butterfly) und Sid (Albert Herring). Sein Konzertrepertoire umfasst u.a. Werke wie Mendelssohn Bartholdys Elias, Orffs Carmina Burana, die Requiem-Messen von Mozart, Brahms, Fauré und Duruflé sowie die Passionen von Bach. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: u.a. 2. Gefangener (Fidelio), Septette/Pförtner 1 (Babylon), 2ième commissaire (Dialogues des Carmélites), Ein Jäger (Rusalka), Brabantischer Edler (Lohengrin), Marullo (Rigoletto).

www.timkuypers.com

Stimme eines Hirten