Babylon - Biographien

Babylon: Willard White (Priesterkönig), Statisterie Babylon: Ensemble, Chor und Statisterie der Bayerischen Staatsoper Babylon: Anna Prohaska (Inanna), Tim Kuypers, Tareq Nazmi (Pförtner)

Babylon

Jörg Widmann
Libretto von Peter Sloterdijk

Oper in sieben Bildern

Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper

Nationaltheater

Dienstag, 06. November 2012

Musikalische Leitung


Kent Nagano. © Benjamin Ealovega
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, bevor er 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper wurde. In dieser Position, die er bis 2013 innehatte, leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu Festivals wie denen von Grafenegg, Gent, Berlin und Baden-Baden. Seit 2006 ist Kent Nagano zudem Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal, seit 2013 auch Erster Gastdirigent der Göteborger Symphoniker. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Babylon.

Musik


Jörg Widmann (© Felix Broede)
Jörg Widmann
Jörg Widmann, geboren in München, studierte Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater in München und an der Juilliard School in New York. Zusätzlich begann er im Alter von elf Jahren, Kompositionsunterricht bei Kay Westermann zu nehmen. Im Anschluss setzte er seine Studien bei Wilfried Hiller, Hans Werner Henze, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm fort. Er arbeitet für seine Urauführungen u.a. mit der Jungen Deutschen Philharmonie, den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Cleveland Orchestra zusammen. Seine Oper Das Gesicht im Spiegel (Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper) wurde von der Zeitschrift Opernwelt zur bedeutendsten Uraufführung der Spielzeit 2003/04 gewählt. Er ist Träger von zahlreichen Preisen wie u.a. des Schneider-Schott-Musikpreises (2002), des Paul-Hindemith-Preises (2002), der Ernst von Siemens Musikstiftung (2003) und der Münchner Opernfestspiele (2003). Für die Bayerische Staatsoper komponierte er Babylon.

Text


Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk wurde 1947 in Karlsruhe geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er Philosophie, Germanistik und Geschichte in München. Anschließend promovierte er mit einer Studie zur Philosophie und Geschichte moderner autobiographischer Literatur in Hamburg. Berufung als Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe; seit 2001 ist er dort Rektor. Von 1989 bis 2008 übernahm er die Leitung des Instituts für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Gastdozenturen führten ihn nach New York (Bard College), Paris (Collège International de Philosophie) und Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule). Als freier Schriftsteller veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten zu Fragen der Zeitdiagnostik, Kultur- und Religionsphilosophie, Kunsttheorie und Psychologie. Zudem leitet er gemeinsam mit Rüdiger Safranski seit 2002 die Sendung „Das Philosophische Quartett“ im ZDF. Für die Bayerische Staatsoper schrieb er das Libretto der Uraufführung Babylon.

Inszenierung


Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Carlus Padrissa wurde in Barcelona geboren und war einer der Mitbegründer von La Fura dels Baus, einer Theatergruppe, die weltweit inszeniert und auch diverse Großereignisse – u.a.  die Eröffnung der Olympischen Spiele in Barcelona – realisierte. Er ist künstlerischer Leiter des Schiffes Naumon, das in ein schwimmendes Kulturzentrum umgewandelt wurde. Er hat u.a. Der Ring des Nibelungen im Palau de les Arts in Valencia unter dem Dirigat von Zubin Mehta, Die Zauberflöte im Rahmen der Ruhrtriennale, La damnation de Faust von Hector Berlioz im Rahmen der Salzburger Festspiele, Turandot und Babylon an der Bayerischen Staatsoper, Herzog Blaubarts Burg und Tannhäuser an der Mailänder Scala, Aida in der Arena von Verona sowie Tagebuch eines Verschollenen und die Carmina Burana inszeniert. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Der kleine Harlekin.

Bühne


Roland Olbeter
Roland Olbeter
Roland Olbeter absolvierte zunächst Ausbildungen zum Konzertviolinisten und Schiffsbauer, bevor er sich der Arbeit an Theater und Oper sowie der Realisierung von Klang- und Bewegungsinstallationen zuwandte. Zusammen mit Franc Aleu und Pere Tantiñá war er Mitglied des Maat-Kollektivs. Gemeinsam mit anderen Künstlern realisierte er zahlreiche szenographische Projekte, z.B. im Rahmen der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona, und arbeitete u.a. mit Bigas Luna, Jaume Plensa, Alfred Arribas, Enric Miralles und Xavier Mariscal zusammen. Für La Fura dels Baus und Marcellí Antúnez entwarf er eine Reihe von Großprojekten. Bühnenbild an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Turandot.

Kostüme


 
Chu Uroz
Chu Uroz studierte in Barcelona und an der Akademie Del Vallés Architektur, bevor er sich auf Industriedesign spezialisierte. 1985 begann er seine Tätigkeit als Modeschöpfer und arbeitete u.a. für Basi und Lacoste. 1992 war er an der Durchführung der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Barcelona beteiligt. Zudem wirkte er als Kostümberater für die Band U2 und zeichnet für die Ausstattung zahlreicher Filme (u.a. Huevos de oro und Jamón, jamón) verantwortlich. Seit 2000 arbeitet er regelmäßig mit La Fura dels Baus zusammen. Kostüme an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Turandot.

http://www.chuuroz.com/

Video


 
Tigrelab
Tigrelab ist ein Design- und Multimediakommunikationsstudio mit Sitz in Barcelona. Es wurde im Juni 2009 von dem Kolumbianer Javier Pinto und dem Franzosen Mathieu Felix gegründet. Weitere Mitglieder des Teams sind Federico Gonzalez und Javier Garay. Die Benutzung unterschiedlicher Techniken ermöglicht es ihnen, interaktive und audiovisuelle Inhalte unter Verwendung adäquater visueller Sprache zu kreieren. Sie vermischen gerne Techniken wie Grafikanimationen, 2D- und 3D-Animationen, oder Stop-Motion. Seit sie das Video-Mapping für die Gaudí Awards im Januar 2011 kreierten, entwickelten sie immer mehr Mappings und interaktive Projekte für Werbung, Rundfunk, Museen und darstellende Künste.

Video


 
welovecode
welovecode, bestehend aus Pelayo Méndez und Román Torre, ist ein Künstlerteam, das audiovisuelle Projekte umsetzt, in denen interaktive und visuelle Erfahrungen auf transmediale Art vermittelt werden. Dabei decken sie viele Felder ab, von szenischen Künsten oder Installationen bis hin zu Online- oder Offline-Informationssystemen. Ihre Arbeit beinhaltet auch das Kreieren von Stücken, die sich generativer visueller Algorithmen bedienen, angewandt auf Hard- und Software, wozu verschiedene Programmiersprachen benutzt werden. Das macht die Ergebnisse ihrer Arbeit unvorhersehbar und vom unmittelbaren Umfeld abhängig.

Licht


 
Urs Schönebaum
Urs Schönebaum schloss 1995 seine Ausbildung zum Fotografen ab und arbeitete danach bis 1998 als Beleuchter bei Max Keller an den Münchner Kammmerspielen. Danach folgten Assistenzen am Grand Théâtre de Genève, Lincoln Center New York und an den Münchner Kammerspielen. Seit 2000 ist er freiberuflich als Lichtdesigner für Theater, Oper, Ausstellungen, Performances und Installationen tätig. Urs Schönebaum arbeitete u.a. für Robert Wilson (Winterreise am Théâtre du Châtelet in Paris; Aida an der Opéra de la Monnaie in Brüssel und an der Royal Opera, Covent Garden, in London) und Jean-Paul Scarpitta (Sancta Susanna und Oidipus Rex am Le Corum in Montpellier). Lichtdesign an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Turandot.

Szenische Mitarbeit


 
Tine Buyse
Tine Buyse absolvierte 1972 die Theaterhochschule HRITCS in Brüssel. Sie arbeitete neun Jahre mit Maurice Béjart und seinem Ballet du XXme Siècle, anschließend wurde sie Assistentin an der Muntschouwburg/Theâtre Royal de La Monnaie, wo sie mit Regisseuren wie Karl-Ernst Hermann und Herbert Wernicke zusammenarbeitete. 1989 begann eine Zusammenarbeit mit Peter Mussbach. Tine Buyse wirkte bei Produktionen zahlreicher Opern zeitgenössischer Komponisten wie Wolfgang Rihm, Manfred Trojahn, Pascal Dusapin, Hans-Werner Henze und Mauricio Sotelo mit. Von 1995 bis 1998 sie war Produktionsleiterin an der Oper Frankfurt.
Sie ist Produktionsleiterin bei den Salzburger Festspielen und arbeitet weltweit an zahlreichen Opernhäusern mit den unterschiedlichsten Regisseuren. So realisierte sie auch die Wiederaufnahmen von Claus Guths Inszenierungen von Le nozze di Figaro in Japan sowie von Ariane et Barbe-Bleu am Teatro Liceu in Barcelona. Für La Fura dels Baus assistierte sie bei Die Zauberflöte (Ruhrtrienale und Opéra Bastille, Paris), Le grand Macabre (Brüssel, Rom, Adelaide, Buenos Aires), Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Teatro Real, Madrid) und Oedipe (De Munt/LaMonnaie, Brüssel).

Dramaturgie


 
Moritz Gagern
Moritz Gagern, geboren 1973 in München, lebt als freischaffender Komponist in Berlin. Nach einer Jazzausbildung studierte er Philosophie in Freiburg, Paris und Berlin, sowie Komposition bei Carlo Inderhees. Für "großes Ensemble und rotierendes Publikum" schrieb er im Auftrag des Festivals MaerzMusik die Babylonische Schleife (Kammerensemble Neue Musik, 2007). Ebenfalls abendfüllend war sein Konzert für sechs Musiker und 50 Windgongs, entstanden 2009/10 im Auftrag von TonLagen Festival Hellerau. Die Kammeroper Lovesick (2010) schrieb er gemeinsam mit der Choreographin Sommer Ulrickson im Auftrag der Neuköllner Oper, als Uraufführung des Jahres genannt in der Opernwelt. Im März 2012 wurde in Venedig seine Komposition Fenster uraufgeführt (Laboratorio Novamusica). Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2012 entstand im Westflügel des Haus der Kunst Hacking Wagner in Zusammenarbeit mit der Choreographin Saar Magal und dem Raumkünstler Amit Drori.

Dramaturgie


 
Miron Hakenbeck
Miron Hakenbeck, geboren in Berlin, wechselte von der Medizin zum Musiktheater und ging nach seinem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ als Assistent ans TR Warszawa. Als Dr. Szebojgan in Hanoch Levins Krum gastierte er mit dessen Ensemble u.a. beim Festival d’Avignon, der Brooklyn Academy of Music, dem Moskauer Meyerhold-Zentrum, dem Théâtre Odeon und beim Athens Festival. Als Produktionsdramaturg arbeitete er eng mit Krzysztof Warlikowski bei dessen Operninszenierungen zusammen, so beim Münchner Eugen Onegin, am Teatr Wielki (Wozzeck), der Opéra National de Paris (Iphigénie en Tauride, Die Sache Makropoulos, Parsifal und Król Roger) und dem Théâtre de la Monnaie (Médée). Seit Beginn der Spielzeit 2008/09 ist er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper. In der Spielzeit 2013/14 inszeniert er hier außerdem Zeisl Hiob.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Seele


Claron McFadden (© Sacha de Boer)
Claron McFadden
Claron McFadden studierte Gesang an der Eastman School of Music in Rochester/New York. Zu ihrem breit gefächerten Repertoire gehören Partien wie Susanna (Le nozze di Figaro), Musetta (La bohème), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Sœur Constance (Dialogues des Carmélites), Donna Elvira (Don Giovanni), Valletto (L'incoronazione di Poppea) und die Titelpartie in Alban Bergs Lulu. Sie gastierte u.a. an den großen Opernbühnen in Venedig, London und Amsterdam, beim Glyndebourne Festival, den Salzburger Festspielen und dem Festival von Aix-en-Provence. Darüber hinaus verfügt sie über ein breites Konzertrepertoire und arbeitete mit Jazzmusikern zusammen. Sie gewann viele Preise wie den Amsterdam Prize for the Arts. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Die Seele (Babylon).

www.claronmcfadden.com

Inanna


Anna Prohaska
Anna Prohaska
Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und wurde 2006 Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo sie mit Partien wie Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Oscar (Un ballo in maschera), Tebaldo (Don Carlo) und Frasquita (Carmen) auf der Bühne stand. Gastengagements führten sie u.a. zu den Innsbrucker Festtagen für Alte Musik, nach Cleveland und Tokio. Bei den Salzburger Festspielen war sie seit 2008 als Erste Waldnymphe (Rusalka), Zerlina (Don Giovanni) und ferner in Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore zu erleben. Sie konzertierte u.a. mit dem Cleveland Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern. Ferner ist sie als Liedsängerin international tätig. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Inanna (Babylon).

Tammu


Jussi Myllys
Jussi Myllys
Jussi Myllys studierte in Helsinki und debütierte 2005 als Don Ottavio (Don Giovanni) an der Komischen Oper Berlin. Von 2006 bis 2009 war er Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo er Partien wie Belfiore (La finta giardiniera), Don Ottavio und Rinuccio (Gianni Schicchi) sang. Er gastierte u.a. als Tamino (Die Zauberflöte) an der Sächsischen Staatsoper Dresden, als Steuermann (Der fliegende Holländer) in Savonlinna, als Fenton (Falstaff) an der Finnischen Nationaloper, als Narraboth (Salome) in Genf und als Ferrando (Così fan tutte) in Paris. 2010 gestaltete er an der Bayerischen Staatsoper den Adam in der Uraufführung von Peter Eötvös’ Tragödie des Teufels. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er an der Deutschen Oper am Rhein engagiert, wo er in Rollen wie Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Ferrando und Hippolyt in Henzes Phaedra zu erleben ist. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Tammu (Babylon).

Priesterkönig / Tod


Willard White
Willard White
Willard White, geboren in Jamaica, studierte an der Jamaican School of Music und an der Juilliard School in New York. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Nick Shadow (The Rakeʼs Progress), Klingsor (Parsifal), Ferrando (Il trovatore), Boris Godunow, Kutuzov (Krieg und Frieden) Golaud (Pelléas et Mélisande) sowie Wassermann (Rusalka). Er tritt an den größten Opernhäusern auf, u.a. am Royal Opera House, Covent Garden, in London, an der Metropolitan Opera in New York, der English National Opera, der San Francisco Opera und den Häusern von Amsterdam, Berlin, Brüssel, Genf, Hamburg, Los Angeles, Madrid, Barcelona, Paris sowie bei den Festivals in Glyndebourne, Aix-en-Provence und Salzburg. Als Konzertsänger arbeitete er mit den wichtigsten Orchestern (u.a. Berliner Philharmoniker, San Francisco Symphony Orchestra, New York Philharmonic Orchestra, Cleveland Orchestra und London Symphony Orchestra). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Priesterkönig (Babylon).

Euphrat


Gabriele Schnaut (c) Anne Kirchbach
Gabriele Schnaut
Gabriele Schnaut, geboren in Mannheim, studierte an der Frankfurter Musikhochschule. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1976 an der Staatsoper Stuttgart, 1978 wechselte sie ans Staatstheater Darmstadt. Von 1980 bis 1988 war sie Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim, von 1988 bis 1991 der Deutschen Oper am Rhein. Bereits 1977 debütierte sie bei den Bayreuther Festspielen als Waltraute und 2. Norne in Patrice Chéreaus Der Ring des Nibelungen. Neben Wagner-Partien sang sie auch Tosca, Turandot und Färberin (Die Frau ohne Schatten). Gastspiele führten sie u.a. nach New York, San Francisco, Wien, London, Mailand, Amsterdam, Tokio, Hamburg, Berlin, Zürich und Chicago. Seit 2006 erarbeitet sie sich ein neues Repertoire, u.a. Emilia Marty (Věc Makropulos) und Klytämnestra (Elektra). Weiterhin ist sie als Professorin für Gesang an der Universität der Künste in Berlin tätig. Sie ist Bayerische Kammersängerin sowie Kammersängerin der Freien und Hansestadt Hamburg. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Euphrat (Babylon), Heroidas (Salome).

Skorpionmensch


Kai Wessel
Kai Wessel
Kai Wessel, geboren in Hamburg, studierte Musiktheorie (R. Ploeger), Komposition (F. Döhl) und Gesang (U. v. Garczynski) in Lübeck und barocke Aufführungspraxis in Basel. Er erhielt diverse Preise und Stipendien (Studienstiftung, DAAD). Operngastspiele führten ihn u.a. nach Barcelona, Madrid, Hannover, Stuttgart, Berlin, Dresden, Karlsruhe, Halle, Göttingen, Wien, Salzburg, Amsterdam und Basel. Neben Partien des barocken Repertoires wie der Titelpartie in Händels Giulio Cesare, Bertarido in Rodelinda und Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice sang er auch in Opernuraufführungen von Klaus Huber, Isabel Mundry, Salvatore Sciarrino, Georg Friedrich Haas u.a. Er ist Professor für Gesang und Historische Aufführungspraxis in Köln und lehrte 2006-2012 an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Der Skorpionmensch (Babylon).

www.kaiwessel.com

Ezechiel


August Zirner (© Julian Baumann/Residenztheater)
August Zirner
August Zirner, geboren in Illinois/USA, besuchte das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Er erhielt Engagements in Wien, Hannover und Wiesbaden und war Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Er spielte in Die Ähnlichen (Regie Peter Stein), in Auf dem Lande (Regie Luc Bondy) sowie in Wesele (Regie Andrzej Wajda). Am Münchner Volkstheater war er in Die Ziege von Edward Albee beteiligt. Er wirkte in vielen Filmen wie Stadtgespräch von Rainer Kaufmann mit. In Tara Road spielte er an der Seite von Andy McDowell. Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky, an dem er beteiligt war, erhielt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Für Wut erhielt er den Grimme-Preis als bester Schauspieler. Seit der Spielzeit 2011/12 steht er auf der Bühne des Münchner Residenztheaters. Rolle an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Ezechiel (Babylon).

Septette


Iulia Maria Dan
Iulia Maria Dan
Iulia Maria Dan studierte an der Nationalen Universität für Musik in Bukarest und ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe. Zuletzt erhielt sie den Sonderpreis als jüngste Finalistin beim Belvedere Wettbewerb 2011 in Wien. Sie übernahm Rollen wie Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Mademoiselle Silberklang (Der Schauspieldirektor) und Adina (Lʼelisir dʼamore). Ihr Debüt als Gilda (Rigoletto) erfolgte an der Rumänischen Nationaloper in Bukarest. Auch als Liedinterpretin konnte die junge Sopranistin bereits Erfahrungen sammeln. Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied im Opernstudio, seit der Spielzeit 2013/14 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Giannetta (L’elisir d’amore), Contessa di Ceprano (Rigoletto), Eule/Schäferin/Mädchen (L’Enfant et les sortilèges/Der Zwerg), Stimme der Ungeborenen/Dienerin (Die Frau ohne Schatten), Septette (Babylon), Frasquita (Carmen), Dienerin der Amelia (Simon Boccanegra), Klingsors Zaubermädchen (Parsifal), Dama di Lady Macbeth (Macbeth).

Septette


Golda Schultz
Golda Schultz
Golda Schultz, geboren in Südafrika, studierte Gesang an der University of Cape Town und an der Juilliard School in New York. Daneben besuchte sie Meisterklassen bei Johan Botha, Kiri Te Kanawa und Michelle Breedt. Ihr Repertoire umfasst Partien wie La fortuna/Valletto (Lʼincoronazione di Poppea), Donna Elvira (Don Giovanni), Dido (Dido and Aeneas), Alice Ford (Falstaff) und Magda (La rondine). Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo sie etwa als Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), Ortlinde (Die Walküre), Priesterin (Aida), Dama di Lady Macbeth (Macbeth), Elisabeth Zimmer (Elegie für junge Liebende) und Ines (Il trovatore) zu erleben war. In der Spielzeit 2013/14 ist sie Ensemblemitglied am Stadttheater Klagenfurt. Zudem tritt sie an der Bayerischen Staatsoper als Solistin beim Festkonzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss sowie als Sophie in Der Rosenkavalier auf.

http://goldaschultz.com/

Septette


Silvia Hauer
Silvia Hauer
Silvia Hauer stammt aus Kehl am Rhein und absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Freiburg sowie an der Universität für Musik in Wien. Sie ist Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ und mehrfache Stipendiatin, z.B. des Richard-Wagner-Verbandes und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2011 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Meistersingerwettbewerb Neustadt und beim Bundeswettbewerb für Gesang. In der Saison 2010/11 war sie als Dritte Waldnymphe (Rusalka) an der Komischen Oper Berlin und als Bolette (Vom Meer) am Theater Heidelberg zu hören. Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und hier in Partien wie Annina (La traviata), Kate Pinkerton (Madama Butterfly), Sandmännchen (Hänsel und Gretel) und Carolina (Elegie für junge Liebende) zu erleben. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Septett III (Babylon).

Septette


Dean Power
Dean Power
Dean Power stammt aus Irland und studierte an der Royal Irish Academy of Music. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u.a. der Veronica Dunne International Singing Competition. Sein Repertoire umfasst u.a. Belfiore (La finta giardiniera), Ferrando (Così fan tutte), Acis (Acis and Galatea), Bastien (Bastien und Bastienne) sowie Oratorienliteratur von Bach, Händel, Haydn, Schubert und Schumann. Kürzlich war er als Don Ottavio (Don Giovanni) an der Lyric Opera Dublin zu erleben. Nach zwei Jahren im Opernstudio ist er seit Beginn der Spielzeit 2012/13 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Narr (Wozzeck), Borsa (Rigoletto), Ruiz (Il trovatore), Erscheinung eines Jünglings (Die Frau ohne Schatten), Septett IV (Babylon), Nathanaël (Les Contes d'Hoffmann), Leibbojar (Boris Godunow), Nazarener (Salome), Remendado (Carmen), Knappe (Parsifal), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), Offizier (Il barbiere di Siviglia), 3. Offizier (Die Soldaten), Malcolm (Macbeth), Rustighello (Lucrezia Borgia), Haushofmeister bei der Feldmarschallin (Der Rosenkavalier).

Septette


Kenneth Roberson
Kenneth Roberson
Kenneth Roberson, geboren in North Carolina, gab 1996 im Rahmen des Zyklus On Wings of Song der Marilyn Horne Foundation sein New Yorker Recital-Debüt und war Preisträger internationaler Wettbewerbe. 2000/01 wurde er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, von 2004 bis 2013 war er dies an der Bayerischen Staatsoper und sang hier u.a. Heinrich der Schreiber (Tannhäuser), Vierter Knappe (Parsifal) und Bardolfo (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Septett V (Babylon).

Septette / Pförtner 1


Tim Kuypers
Tim Kuypers
Tim Kuypers absolvierte sein Bachelorstudium am Konservatorium von Amsterdam und sein Master-Diplom an der Dutch National Opera Academy. Parallel dazu besuchte er diverse Meisterkurse und Coachings. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Belcore (L’elisir d’amore), Aeneas (Dido and Aeneas), Vater (Hänsel und Gretel), Yamadori/der Kaiserliche Kommissär (Madama Butterfly) und Sid (Albert Herring). Sein Konzertrepertoire umfasst Werke wie Mendelssohn Bartholdys Elias, Orffs Carmina Burana, die Requiem-Messen von Mozart, Brahms, Fauré und Duruflé sowie die Passionen von Bach. Von 2011 bis 2013 war er Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: der Einäugige (Die Frau ohne Schatten), Septette/Pförtner 1 (Babylon), Haudy (Die Soldaten).

www.timkuypers.com

Septette / Der Schreiber / Pförtner 2


Tareq Nazmi
Tareq Nazmi
Tareq Nazmi, geboren in Kuwait, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Edith Wiens sowie in der Meisterklasse von Christian Gerhaher. Im Prinzregententheater sang er u.a. Colline (La bohème) und Sarastro (Die Zauberflöte), am Stadttheater Augsburg Lord Sindham (Zar und Zimmermann). Zudem wirkte er in den konzertanten Opernaufführungen des Мünchner Rundfunkorchesters von Macbeth, Silvana und Orpheus in der Unterwelt mit; im Konzert sang er u.a. Beethovens 9. Sinfonie. 2008 war er Preisträger beim Вundeswettbewerb Gesang und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied im Opernstudio, seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Colline, Marquis d’Obigny (La traviata), Silvano (La Calisto), Publio (La clemenza di Tito), Mitjucha (Boris Godunow), Nazarener (Salome), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Obrist (Die Soldaten), Astolfo (Lucrezia Borgia).

www.tareq-nazmi.com

Ein Bote / Das Kind


 

Priester


Joshua Stewart
Joshua Stewart
Joshua Stewart wurde in New Orleans geboren. Nachdem er Erfahrungen als Jazz-Sänger gesammelt hatte, studierte er Operngesang am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Don Ottavio (Don Giovanni), Nemorino (Lʼelisir dʼamore), Prunier (La rondine) und Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia). Auf der Konzertbühne sang er darüber hinaus die Solopartien in Händels Messiah und Mozarts Requiem. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe, wie die Mario Lanza Competition und die Marylin Horne Song Competition. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Bote (Il trovatore), Ein Priester (Babylon), Wilhelm (Les Contes d’Hoffmann), Albazar (Il turco in Italia), Capitano (Simon Boccanegra), Conte (Mirandolina), Jeppo Liverotto (Lucrezia Borgia).