Festspiel-Konzert "Oper für alle" 2013 - Biographien

Oper für alle 2009 Zubin Mehta Giuseppe Verdi

Festspiel-Konzert "Oper für alle" 2013

Max-Joseph-Platz

Münchner Opernfestspiele 2013
Samstag, 27. Juli 2013

Musikalische Leitung


Zubin Mehta
Zubin Mehta
Zubin Mehta wurde 1936 in Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger der Akademie in Tanglewood. Bereits 1961 hatte er bereits die Wiener und die Berliner Philharmoniker sowie das Israel Philharmonic Orchestra dirigiert; allen drei Orchestern ist er bis heute verbunden.

Zubin Mehta war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Mit diesem außerordentlichen Ensemble hat Zubin Mehta annähernd 2000 Konzerte auf fünf Kontinenten gegeben. 1978 wurde er Music Director des New York Philharmonic Orchestra; seine Ära dort dauerte dreizehn Jahre und war damit die längste in der Geschichte dieses Orchesters. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

1964 gab Zubin Mehta sein Debüt als Operndirigent in Montreal mit Tosca; seitdem stand er am Pult der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper, des Londoner Royal Opera House, Covent Garden, der Mailänder Scala, der Opernhäuser in Chicago und Florenz sowie bei den Salzburger Festspielen.

Zwischen 1998 und 2006 war Zubin Mehta Bayerischer Generalmusikdirektor und damit musikalischer Leiter der Bayerischen Staatsoper. Hier hat er über 400 Vorstellungen geleitet und mit der ganzen Companie zwei Tourneen nach Japan sowie zwei Europatourneen mit dem Staatsorchester unternommen.

Die Liste von Zubin Mehtas Ehrungen und Auszeichnungen ist lang; u.a. trägt er den „Nikisch-Ring“, der ihm von Karl Böhm vererbt wurde. Er ist Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv. 1997 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. 1999 erhielt Zubin Mehta den neugeschaffenen Preis für Frieden und Toleranz der Vereinten Nationen. 2001 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Philharmonikern verliehen, 2004 ernannten ihn die Münchner Philharmoniker zum ersten Ehrendirigent, und 2006 wurde Zubin Mehta Ehrendirigent Los Angeles Philharmonic. Das Bayerische Staatsorchester ehrte ihn zu seinem Ausscheiden als Generalmusikdirektor 2006 mit dem gleichen Titel, außerdem wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Staatsoper ernannt. Darüberhinaus wurde er mit der Kennedy Center Honors 2006 für seine lebenslangen Verdienste um die Künste und die amerikanische Kultur ausgezeichnet. 2011 erhielt er außerdem als erster klassischer Musiker einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2006 eröffnete er mit einer Produktion von Beethovens Fidelio den Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, gefolgt von einer Neuproduktion von Richard Wagners Ring des Nibelungen mit der Fura del Baus aus Barcelona in Valencia und Florenz, sowie die Eröffnung des New National Opera House in Oslo im September 2008. In der Saison 2011/12 wird er an der Bayerischen Staatsoper die Neuproduktion von Puccinis Turandot, Beethovens Fidelio sowie ein Akademiekonzert dirigieren.

www.zubinmehta.net

Sopran


Sondra Radvanovsky (© Pavel Antonov)
Sondra Radvanovsky
Sondra Radvanovsky wurde bei Chicago/Illinois geboren. Ab 1995 trat sie regelmäßig an der Metropolitan Opera New York auf und gastierte u.a. in Paris, Mailand, London, Wien, Chicago und San Francisco. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Amelia (Un ballo in maschera), Leonora (Il trovatore), Antonia (Les Contes d’Hoffmann), Elisabeth von Valois (Don Carlo), Elvira (Ernani) sowie die Titelpartien in Tosca und Lucrezia Borgia. Darüber hinaus ist sie als Konzertsängerin tätig und trat u.a. mit dem Boston Symphony Orchestra und der San Francisco Symphony auf. Ihre letzten Erfolge waren ihr Rollendebüt als Anna Bolena an der Washington National Opera sowie als Roxane (Cyrano de Bergerac) in Madrid. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Titelpartie in Aida.

www.sondraradvanovsky.com

Mezzosopran


Ekatarina Gubanova
Ekaterina Gubanova
Ekaterina Gubanova studierte in ihrer Heimatstadt Moskau und wurde 2002 in das Young Artists Programme des Londoner Royal Opera House Covent Garden aufgenommen, wo sie seither mehrfach gastierte. Darüber hinaus trat sie an der Wiener Staatsoper, am Teatro Real in Madrid und am Gran Teatro del Liceu in Barcelona sowie bei den Festspielen in Salzburg und Baden-Baden auf. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Giulietta (Les Contes dʼHoffmann), Olga (Eugen Onegin) und Amneris (Aida). Jüngere Engagements waren Fricka (Die Walküre) an der Mailänder Scala und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, wo sie auch Eboli (Don Carlo) sang, sowie Giovanna Seymour (Anna Bolena) an der Metropolitan Opera New York. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Brangäne (Tristan und Isolde), Solistin in Verdis Messa da Requiem, Prinzessin Eboli (Don Carlo).

Tenor


Joseph Calleja
Joseph Calleja
Joseph Calleja, geboren auf Malta, absolvierte dort seine Gesangsausbildung. Sein Debüt gab er 1997 auf Malta als Macduff (Macbeth) und sang im selben Jahr Leicester (Maria Stuarda) mit der Nationale Reisopera in Holland. Anschließend trat er mit großem Erfolg an den bedeutenden Opernhäusern der Welt auf, u.a. an der New Yorker Metropolitan Opera, der San Francisco Opera, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen und der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House, Covent Garden, in London, der Semperoper in Dresden sowie bei den Festspielen von Pesaro, Bregenz und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Don Ottavio (Don Giovanni), Tebaldo (I Capuleti e i Montecchi), Rodolfo (La bohème), Nemorino (L’elisir d’amore) und Edgardo (Lucia di Lammermoor). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Il Duca di Mantova (Rigoletto), Hoffmann (Les Contes d’Hoffmann), Pinkerton (Madama Butterfly), Macduff (Macbeth), Alfredo (La traviata).

Bass


René Pape (© Mathias Bothor)
René Pape
René Pape geboren in Dresden, wurde beim Dresdner Kreuzchor sowie an der Musikhochschule Carl Maria von Weber seiner Heimatstadt ausgebildet. Seit 1988 ist er im Ensemble der Deutschen Staatsoper Berlin, wo er auch zum Kammersänger ernannt wurde. Er singt zahlreiche große Rollen seines Fachs wie Rocco (Fidelio), Méphistophélès (Faust), König Heinrich (Lohengrin), Wotan (Das Rheingold und Die Walküre), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Figaro (Le nozze di Figaro), Sarastro (Die Zauberflöte) und die Titelpartien in Don Giovanni und Boris Godunow. Gastspiele führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Opéra National de Paris, die Chicago Lyric Opera, das Royal Opera House Covent Garden, an die Wiener Staatsoper sowie zu den Festpielen von Bayreuth und Salzburg. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: König Marke (Tristan und Isolde), Philipp II (Don Carlo).

www.renepape.com