Il trovatore - Biographien

Il trovatore: Krassimira Stoyanova, Jonas Kaufmann Il trovatore: Krassimira Stoyanova, Statisterie Il trovatore: Elena Manistina, Jonas Kaufmann

Il trovatore

Giuseppe Verdi
Libretto von Salvatore Cammarano

Oper in vier Akten (acht Bildern)

Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2013
Freitag, 05. Juli 2013

Musikalische Leitung


Paolo Carignani (c) Barbara Aumüller
Paolo Carignani
Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition, Orgel, Klavier und Orchesterdirektion. Nachdem er den Internationalen Wettbewerb Gino Marinuzzi in San Remo gewonnen und an der International Conductor Masterclass in Hilversum teilgenommen hatte, wurde er von zahlreichen Festspielen und Theatern Italiens und des Auslands eingeladen. Er dirigierte u.a. an den Opernhäusern von New York, Tokio, Barcelona, Paris, Berlin, London, Rom, Bologna, Neapel und Genua sowie beim Rossini Festival in Pesaro, dem Festival dei Due Mondi in Spoleto, dem Festival Sferisterio in Macerata und im Concertgebouw Amsterdam. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Zuletzt leitete er etwa Guillaume Tell im Muziektheater Amsterdam sowie Nabucco im New National Theatre Tokyo. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Il trovatore, La traviata, Macbeth, Il barbiere di Siviglia.

Inszenierung


Olivier Py
Olivier Py
Olivier Py, geboren in Grasse, studierte Theologie und Philosophie. Während seines Studiums entwickelte sich sein Interesse an Kunst, welches er am Conservatoire National Supérieur dʼArt Dramatique in Paris verfestigte. Er arbeitete als Schauspieler und Dramatiker sowie als Regisseur. 2005 entstand sein Roman Paradies der Traurigkeit. Zunächst Direktor des Centre Dramatique National dʼOrléans, wurde er 2007 Direktor des Théâtre de lʼOdéon in Paris. Seit September 2013 ist er Künstlerischer Leiter des Festival dʼAvignon. In den letzten Jahren fokussierte er seine Arbeit auf die Opernregie. Er inszenierte u.a. am Grand Théâtre de Genève, an der Opéra National de Paris, am Gran Teatro del Liceu Barcelona sowie bei den Festivals von Edinburgh und Avignon. Seine Inszenierung von Les Huguenots 2011 am Théâtre La Monnaie Brüssel wurde in der Zeitschrift Opernwelt zur Aufführung des Jahres gewählt. Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper 2013/2014: Il trovatore.

Bühne und Kostüme


 
Pierre-André Weitz
Pierre-André Weitz studierte zunächst Trompete und Saxophon, bevor er sich einem Architekturstudium sowie einer Gesangsausbildung am Konservatorium in Strasbourg zuwandte. Am Théâtre du Peuple in Bussang realisierte er mit Molières Georges Dandin seine erste Ausstattungsarbeit. Nach dem Abschluss seines Architekturstudiums begann seine künstlerische Zusammenarbeit mit Regisseur Olivier Py, die bis heute andauert. Die umfangreiche Liste der gemeinsam realisierten Theaterproduktionen beinhaltet u. a. Der Freischütz, La damnation de Faust, Tristan und Isolde und Tannhäuser für das Grand Théâtre de Genève, Pelléas et Mélisande in Moskau, The Rake’s progress und Mathis der Maler in Paris, Idomeneo in Aix-en-Provence, Roméo et Juliette in Amsterdam und Kopenhagen, Les Huguenots in Brüssel sowie die Uraufführung von Olivier Pys Schauspiel Die Sonne an der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz. An der Bayerischen Staatsoper zeichnet er für die Ausstattung von Il trovatore verantwortlich.

Licht


 
Bertrand Killy
Betrand Killy arbeitete als Lichtdesigner mit den Regisseuren Pierre Barrat, u.a. bei Le grand mystère de la passion, Die Zauberflöte, LʼOrestie, Il combattimento di Tancredi e Clorinda, sowie François Tanguy für dessen Théâtre du Radeau, u.a. bei Ricercar, La Bataille de Tagliamento, Choral und Chant du Bouc. Seit 2000 verbindet ihn sowohl im Schauspiel als auch in der Oper eine enge Zusammenarbeit mit Olivier Py und Pierre-André Weitz. Für deren Inszenierungen gestaltete er u.a. das Licht für Les Contes dʼHoffmann, La Damnation de Faust, Tristan und Isolde, Tannhäuser, Lulu am Grand Théâtre de Genève, The Rakeʼs Progress, Mathis der Maler an der Opéra National de Paris, Les Huguenots am Théâtre La Monnaie Brüssel, Hamlet am Theater an der Wien. Lichtkonzept an der Bayerischen Staatsoper: Il trovatore.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Conte di Luna


Alexey Markov
Alexey Markov
Alexey Markov stammt aus Vyborg/Russland. Er war Gewinner des Rimsky-Korsakow-Wettbewerbes 2004, des Elena-Obraztsova-Wettbewerbes 2005 und des Moniuszko-Wettbewerbes 2007. Derzeit gehört er zum Solistenensemble des Mariinsky-Theaters St. Petersburg. Hier singt er u.a. Don Carlo (La forza del destino), Rodrigo (Don Carlo), Robert (Iolanta), Leonel (Giovanna d’Arco) und Don Carlos in Dargomyzhskys Der steinerne Gast. Zu seinem Repertoire gehören zudem u.a. Jago (Otello), Tomsky (Pique Dame), Marcello (La bohème), Albiani (Simon Boccanegra), Renato (Un ballo in maschera), Giorgio Germont (La traviata) und Amfortas (Parsifal). 2007 gab er sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York als Prinz Andrej in Prokofiews Krieg und Frieden. Er tritt regelmäßig im Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden, an der Oper Frankfurt, am Teatro Real in Madrid sowie bei den Festivals in Salzburg und Baden-Baden auf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Graf von Luna (Il trovatore).

http://alexeymarkov.org

Leonora


Anja Harteros (c) Marco Borggreve
Anja Harteros
Anja Harteros begann ihre Karriere 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte: u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, das Royal Opera House, Covent Garden, die Staatsopern Wien und Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Amelia (Simon Boccanegra), Elisabeth (Tannhäuser), Mimì (La bohème), Marschallin (Der Rosenkavalier), Desdemona (Otello), Leonora (Il trovatore) sowie die Titelpartien in Arabella und Alcina. In Konzertauftritten sang sie mit Orchestern wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. In der Zeitschrift „Opernwelt“ wurde sie für ihr Münchner Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) zur „Sängerin des Jahres“ 2009 gewählt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Donna Leonora (La forza del destino), Titelpartie in Tosca, Liederabend bei den Opernfestspielen.

Azucena


Elena Manistina (Foto: Damir Yusupov)
Elena Manistina
Elena Manistina, geboren in Saratov/Russland, studierte an der dortigen Musikschule und später am Staatlichen Konservatorium Peter I. Tschaikowsky in Moskau. Sie gewann 2002 den ersten Preis des Operalia-Wettbewerbs. Zu ihrem Repetoire gehören Partien wie Marfa (Chowanschtschina), Ulrica (Un ballo in maschera), Amneris (Aida), Gräfin (Pique Dame), Martha (Iolanta) und Lyubasha (Die Zarenbraut). Sie trat u.a. an den Opernhäuser von Berlin, London, Barcelona, Bordeaux, Triest, Washington, Frankfurt, Paris sowie beim Festival in Glyndebourne auf. Zuletzt war sie als Marina (Boris Godunow) am Bolshoi Theater Moskau sowie als Azucena (Il trovatore) in Toronto und an der Metropolitan Opera New York zu erleben. Auf der Konzertbühne sang sie u.a. in Mahlers achter Symphonie und Verdis Requiem. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Azucena.

Manrico


Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der hiesigen Hochschule für Musik. Seine Bühnenlaufbahn begann 1994 am Staatstheater Saarbrücken. Nach Engagements in Hamburg, Stuttgart und Mailand kam er 2001 an die Oper in Zürich, wo er mit deutschem, italienischem und französischem Repertoire zu erleben war. Es folgten Engagements etwa an der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris, der Metropolitan Opera in New York (u.a. Alfredo in La traviata, Titelpartie in Parsifal) und dem Royal Opera House, Covent Garden, in London sowie Auftritte bei den Festspielen von Salzburg (u.a. Belmonte in Die Entführung aus dem Serail) und Bayreuth (Titelpartie in Lohengrin). Partien hier 2013/14: Manrico (Il trovatore), Don Alvaro (La forza del destino), Mario Cavaradossi (Tosca). Zudem gibt er 2014 einen Liederabend im Rahmen der Münchner Opernfestspiele.

www.jonaskaufmann.com

Ferrando


Kwangchul Youn (c) Monika Rittershaus
Kwangchul Youn
Kwangchul Youn absolvierte ein erstes Gesangsstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt Chungju in Südkorea und debütierte 1988 an der Staatsoper in Seoul. 1990 ging er nach Europa und setzte seine Ausbildung fort. Von 1993 bis 2004 war er Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Sein Repertoire umfasst u.a. Marke (Tristan und Isolde), Bertram (Robert le Diable), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Fasolt (Das Rheingold), Hermann (Tannhäuser),  Ramfis (Aida) und Lodovico (Otello). Engagements führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Paris, Wien, London, New York, Madrid, Dresden und Barcelona sowie zu den Festspielen in Bayreuth, Salzburg und Ludwigsburg. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Daland (Der fliegende Holländer), Gurnemanz (Parsifal).

Ines


Golda Schultz
Golda Schultz
Golda Schultz, geboren in Südafrika, studierte Gesang an der University of Cape Town und an der Juilliard School in New York. Daneben besuchte sie Meisterklassen bei Johan Botha, Kiri Te Kanawa und Michelle Breedt. Ihr Repertoire umfasst Partien wie La fortuna/Valletto (Lʼincoronazione di Poppea), Donna Elvira (Don Giovanni), Dido (Dido and Aeneas), Alice Ford (Falstaff), Magda (La rondine), Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto) und Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen). Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo sie beispielsweise als Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), Ortlinde (Die Walküre), Elisabeth Zimmer (Elegie für junge Liebende) und Ines (Il trovatore) zu erleben war. In der Spielzeit 2013/14 ist sie Ensemblemitglied am Stadttheater Klagenfurt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Sophie (Der Rosenkavalier).

http://goldaschultz.com/

Ruiz


Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt er auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Geharnischter/Priester (Die Zauberflöte), Spoletta (Tosca), Mastro Trabuco (La forza del destino), Gaston (La traviata), Il principe di Persia (Turandot), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Jude (Salome), Offizier (Ariadne auf Naxos).

Ein Zigeuner


Rafał Pawnuk
Rafał Pawnuk
Rafał Pawnuk, in Stettin geboren, studierte Gesang in Bydgoszcz und in Krakau. Erste Engagements führten ihn an die Opernhäuser von Stettin und Krakau. In der Spielzeit 2011/12 war er Mitglied des Ensembles der Staatsoper in Brünn. Als Konzertsänger trat er in Mozarts Requiem, in Händels Messias sowie in Purcells Fairy Queen auf. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, so erhielt er u.a. den ersten Preis beim Wettbewerb Iuventus Canti in Vrable oder den zweiten Preis bei der Golden Voice Competition in Warschau. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: u.a. Marchese (Il trovatore), Sergeant der Zollwache (La bohème), Un chirurgo (La forza del destino), Kaiserlicher Kommissär (Madama Butterfly), Jude (Salome), Erscheinung (Macbeth), Marchese (Mirandolina).

Ein Bote


Joshua Stewart
Joshua Stewart
Joshua Stewart wurde in New Orleans geboren. Nachdem er Erfahrungen als Jazz-Sänger gesammelt hatte, studierte er Operngesang am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Don Ottavio (Don Giovanni), Nemorino (Lʼelisir dʼamore), Prunier (La rondine) und Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia). Auf der Konzertbühne sang er darüber hinaus die Solopartien in Händels Messiah und Mozarts Requiem. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe, wie die Mario Lanza Competition und die Marylin Horne Song Competition. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Bote (Il trovatore), Ein Priester (Babylon), Wilhelm (Les Contes d’Hoffmann), Albazar (Il turco in Italia), Capitano (Simon Boccanegra), Conte (Mirandolina), Jeppo Liverotto (Lucrezia Borgia).