Simon Boccanegra - Biographien

Simon Boccanegra: Tamar Iveri, Andrzej Dobber Simon Boccanegra: Vitalij Kowaljow, Andrzej Dobber Simon Boccanegra: Stefano Secco, Andrzej Dobber, Chor der Bayerischen Staatsoper

Simon Boccanegra

Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave (1857), Neufassung von Arrigo Boito (1881)

Oper in einem Prolog und drei Akten (fünf Bildern)



Nationaltheater

Montag, 03. Juni 2013

Musikalische Leitung


Bertrand de Billy (c) Marco Borggreve
Bertrand de Billy
Bertrand de Billy, geboren in Paris, studierte Musik in seiner Heimatstadt, wo er zunächst als Orchestermusiker arbeitete. Er begann als Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor in Dessau. 1994 debütierte er mit Carmen an der Wiener Volksoper, wo er von 1996 bis 1998 Erster Kapellmeister war. Von 1999 bis 2004 war er Chefdirigent des Teatro del Liceu in Barcelona. Beim Festival OsterKlang 1998 dirigierte er erstmals das RSO Wien; 2002 wurde er dort Chefdirigent. Er gastiert regelmäßig an internationalen Opernhäusern, darunter die von Berlin, Hamburg, Wien, London, Brüssel, Paris, Washington, Los Angeles und New York, ferner ist er alljährlich bei den Salzburger Festspielen engagiert. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Simon Boccanegra.

www.debilly.com

Inszenierung und Bühne


Dmitri Tcherniakov. © Roman Job
Dmitri Tcherniakov
Dmitri Tcherniakov, in Moskau geboren, schloss sein Studium an der Russischen Akademie für Theaterkunst 1993 ab. Seither inszenierte er zahlreiche Opern und Schauspiele sowohl in Russland als auch im Ausland. Die Bühnenbilder dazu entwirft er in der Regel selbst. Er hat viele russische Theaterpreise gewonnen, darunter die renommierte Goldene Maske. In den vergangenen Spielzeiten wurde er mehrfach zum Opernregisseur des Jahres gewählt. Zu seinen wichtigsten Operninszenierungen zählen u.a. Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch, Ein Leben für den Zaren, Tristan und Isolde im Mariinski-Theater Sankt Petersburg, Aida in Nowosibirsk, The Rake’s Progress, Eugen Onegin und Wozzeck im Bolschoi-Theater Moskau, Boris Godunow und Der Spieler an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Macbeth an der Opéra national de Paris, Lady Macbeth von Mzensk an der Deutschen Oper am Rhein und Don Giovanni in Aix-en-Provence. Er inszenierte auch am Opernhaus Zürich, an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Opera New York. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: Chowanschtschina, Dialogues des Carmélites, Simon Boccanegra.

Kostüme


Elena Zaytseva
Elena Zaytseva
Elena Zaytseva, geboren in St. Petersburg, studierte dort  an der Akademie für Theaterkunst. Sie begann ihre Laufbahn als Kostümbildnerin beim Film sowie als Produktionsleiterin Kostüm beim Theater. 1997 wurde sie Kostümdesignerin am Mariinski-Theater und zeichnete für die Produktionsleitung aller Neuproduktionen verantwortlich; bei Der Fliegende Holländer und Dornröschen entwarf sie die Kostüme. 2001 begann ihre Arbeit für die Moskauer Novaja Opera Company. Ab 2003 wird sie an das Bolschoi-Theater eingeladen, wo sie derzeit Direktorin der Kostümabteilung ist. Daneben ist sie als Kostümdesignerin für Ballett- und Opernproduktionen tätig. Mit Dmitri Tcherniakov verbindet sie eine enge Zusammenarbeit, u.a. bei der Münchner Chowanschtschina, Der Spieler an der Berliner Staatsoper und an der Mailänder Scala, Lady Macbeth von Mzensk an der Deutschen Oper am Rhein, Macbeth an der Opéra National de Paris, Wozzeck am Bolschoi-Theater und nun bei Dialogues des Carmélites an der Bayerischen Staatsoper.

Licht


 
Gleb Filshtinsky
Gleb Filshtinsky stammt aus St. Petersburg und studierte an der dortigen Akademie für Theaterkunst, wo er sich bereits auf Bühnenbild spezialisierte. Als Lichtdesigner gestaltete er neben zahlreichen Theaterproduktionen auch Showprogramme inklusive Pyrotechnik. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Estischen Nationalpreis für Theater. Seine Produktionen The Rake’s Progress und Eugen Onegin am Moskauer Bolschoi-Theater erhielt die Goldene Maske, der wichtigste russische Theaterpreis. Er gestaltete zahlreiche Produktionen für das Alexander- und Mariinski-Theater (u.a. Otello, Boris Godunov, Jenufa, Die Nase, Carmen, Der Ring des Nibelungen und Tristan und Isolde). Mit Dmitri Tcherniakov verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit, u.a. bei Der Spieler an der Berliner Staatsoper, Lady Macbeth von Mzensk an der Deutschen Oper am Rhein, Macbeth an der Opéra National de Paris sowie bei Chowanschtschina und Dialogues des Carmélites an der Bayerischen Staatsoper.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Simon Boccanegra


Zeljko Lucic
Zeljko Lucic
Zeljko Lucic stammt aus Serbien und studierte Gesang in Belgrad sowie in Novi Sad, wo er 1993 am Nationaltheater als Silvio (I Pagliacci) debütierte. 1997 gewann er den internationalen Francisco-Viñas-Gesangswettbewerb in Barcelona und wurde 1998 an die Oper Frankfurt engagiert, ein Haus, dem er noch heute verbunden ist. Sein Repertoire umfasst Partien wie Conte di Luna (Il trovatore), Amonasro (Aida), Jago (Otello), Germont (La traviata), Scarpia (Tosca) sowie die Titelpartien in Macbeth, Rigoletto und Nabucco. Gastengagements führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera New York, das Londoner Royal Opera House Covent Garden, die San Francisco Opera, die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper, die Oper Frankfurt, das Opernhaus Zürich sowie zum Festival von Aix-en-Provence. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Titelpartie in Simon Boccanegra, Baron Scarpia (Tosca).

Amelia Grimaldi


Kristīne Opolais. © Tatyana Vlasova
Kristine Opolais
Kristīne Opolais wurde in Lettland geboren und studierte Gesang u.a. an der dortigen Musikakademie. Von 2003 bis 2007 war sie Ensemblemitglied an der Lettischen Nationaloper in Riga. 2006 debütierte sie als Tosca an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Weitere Engagements führten sie etwa als Magda (La Rondine) an die Metropolitan Opera New York, als Pauline (Der Spieler) an die Mailänder Scala, als Mimì (La bohème) an die Wiener Staatsoper und als Cio-Cio-San (Madama Butterfly) an das Royal Opera House, Covent Garden, in London. Ihr Opernrepertoire umfasst zudem Partien wie Donna Elvira (Don Giovanni) und Amelia (Simon Boccanegra) sowie die Titelpartien in Aida und Jenůfa. Partien an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2013/14: Titelpartie in Rusalka, Tatjana (Eugen Onegin), Vitellia (La clemenza di Tito).

http://kristineopolais.com/

Jacopo Fiesco


Vitalij Kowaljow
Vitalij Kowaljow
Vitalij Kowaljow erhielt seine musikalische Ausbildung in Moskau, Bern und Biel. Gastengagements führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera in New York, die San Francisco Opera, die Lyric Opera of Chicago, das Royal Opera House Covent Garden, das Teatro alla Scala in Mailand, die Wiener Staatsoper, die Dresdner Semperoper sowie in die Arena di Verona. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Philipp II. (Don Carlo), Zaccaria (Nabucco), Giorgio (I puritani), Kaspar (Der Freischütz), Pimen (Boris Godunow), Ramfis (Aida), und Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen). 2008 war er in Robert Dornhelms Verfilmung von La bohème als Colline zu sehen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Marchese di Calatrava/Padre Guardiano (La forza del destino), Jacopo Fiesco (Simon Boccanegra).

Gabriele Adorno


Stefano Secco
Stefano Secco
Stefano Secco studierte Klavier und Gesang sowie Schlagwerk am Konservatorium von Mailand. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Rodolfo (La bohème), Alfredo (La traviata), Duca di Mantova (Rigoletto), Nemorino (L’elisir d’amore), Des Grieux (Manon), Don José (Carmen), Macduff (Macbeth), Edgardo (Lucia di Lammermoor) sowie die Titelpartien in Don Carlo, Faust und Les Contes d’Hoffmann. Er gastiert regelmäßig an großen Opernhäusern wie dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Teatro La Fenice in Venedig, der Wiener Staatsoper, der Opéra Bastille in Paris, der San Francisco Opera, dem Teatro Real in Madrid, dem Royal Opera House, Covent Garden, in London, dem Opernhaus Zürich, der Oper Frankfurt sowie in der Arena di Verona. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Gabriele Adorno (Simon Boccanegra).

Paolo Albiani


Levente Molnár
Levente Molnár
Levente Molnár, geboren 1983 in Transsylvanien, wuchs in Ungarn auf. Mit 14 Jahren begann er sein Gesangsstudium. Ab 2003 war er Mitglied des Opernstudios der Ungarischen Staatsoper Budapest und debütierte dort 2006 als Don Giovanni. Als Ensemblemitglied der Staatsoper sang er Partien wie Guglielmo (Così fan tutte), Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Malatesta (Don Pasquale) und die Titelpartie in Eugen Onegin. Am Royal Opera House Covent Garden gastierte er als Masetto (Don Giovanni) und Figaro (Il barbiere di Siviglia), weitere Gastengagements führten ihn an die Opéra National de Paris, an die Wiener Staatsoper, an die Staatsoper Stuttgart und an das Teatro Real in Madrid. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Belcore (L’elisir d’amore), Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), Sharpless (Madama Butterfly), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Amfortas (Parsifal), Marcello (La bohème).

Pietro


Goran Jurić
Goran Jurić
Goran Jurić stammt aus Kroatien und absolvierte sein Studium an der Musikakademie Zagreb. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pluto/Charon (L’Orfeo), Sarastro (Die Zauberflöte), Colas (Bastien und Bastienne) und Pistola (Falstaff) sowie Oratorien von Barock bis zum 20. Jahrhundert. 2011 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und debütierte am Teatro dell’Opera in Rom als Oberpriester (Nabucco) sowie am Teatro La Fenice in Venedig als Komtur (Don Giovanni). Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Komtur (Don Giovanni), Ferrando (Il trovatore), Cesare Angelotti (Tosca), Timur (Turandot), Pietro (Simon Boccanegra), Colline (La bohème), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Onkel Bonzo (Madama Butterfly), Walter Furst (Guillaume Tell), Gubetta (Lucrezia Borgia).

Capitano


Joshua Stewart
Joshua Stewart
Joshua Stewart wurde in New Orleans geboren. Nachdem er Erfahrungen als Jazz-Sänger gesammelt hatte, studierte er Operngesang am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Don Ottavio (Don Giovanni), Nemorino (Lʼelisir dʼamore), Prunier (La rondine) und Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia). Auf der Konzertbühne sang er darüber hinaus die Solopartien in Händels Messiah und Mozarts Requiem. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe, wie die Mario Lanza Competition und die Marylin Horne Song Competition. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Bote (Il trovatore), Ein Priester (Babylon), Wilhelm (Les Contes d’Hoffmann), Albazar (Il turco in Italia), Capitano (Simon Boccanegra), Conte (Mirandolina), Jeppo Liverotto (Lucrezia Borgia).

Dienerin der Amelia


Iulia Maria Dan
Iulia Maria Dan
Iulia Maria Dan studierte an der Nationalen Universität für Musik in Bukarest und ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe. Zuletzt erhielt sie den Sonderpreis als jüngste Finalistin beim Belvedere Wettbewerb 2011 in Wien. Sie übernahm Rollen wie Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Mademoiselle Silberklang (Der Schauspieldirektor) und Adina (Lʼelisir dʼamore). Ihr Debüt als Gilda (Rigoletto) erfolgte an der Rumänischen Nationaloper in Bukarest. Auch als Liedinterpretin konnte die junge Sopranistin bereits Erfahrungen sammeln. Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied im Opernstudio, seit der Spielzeit 2013/14 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Giannetta (L’elisir d’amore), Contessa di Ceprano (Rigoletto), Eule/Schäferin/Mädchen (L’Enfant et les sortilèges/Der Zwerg), Stimme der Ungeborenen/Dienerin (Die Frau ohne Schatten), Septette (Babylon), Frasquita (Carmen), Dienerin der Amelia (Simon Boccanegra), Klingsors Zaubermädchen (Parsifal), Dama di Lady Macbeth (Macbeth).