La bohème - Biographien

Giacomo Puccini: La bohème

La bohème
Giacomo Puccini
Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Nationaltheater

Dienstag, 21. November 2006

 

Musikalische Leitung
Marco Armiliato
Marco Armiliato studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua und begann seine Dirigententätigkeit 1989 mit L’elisir d’amore in Lima, Peru. 1992 begann eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Teatro Arriaga in Bilbao, wo er u.a. La bohème, Carmen, La traviata, Tosca und Les Contes d’Hoffmann dirigierte. 1996 debütierte er an der Wiener Staatsoper mit Andrea Chénier, 1998/99 an der Metropolitan Opera New York mit La bohème, wo er seitdem regelmäßig zu Gast ist und die Neuproduktion von Wolf-Ferraris Sly leitete. Weitere Engagements führten ihn an die Opernhäuser von San Francisco, Hamburg, Berlin, London, Helsinki, Rom und Venedig. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Don Carlo.
Marco Armiliato

 


Inszenierung
Otto Schenk
Geboren in Wien; Studium am Max-Reinhardt-Seminar seiner Heimatstadt; begann seine Laufbahn als Schauspieler am Wiener Volkstheater und am Theater in der Josefstadt. 1953 erste Schauspielinszenierungen an Wiener Kellertheatern; Debüt als Opernregisseur 1957 am Salzburger Landestheater. Seit 1966 ständiger Regisseur an der Wiener Staatsoper; Inszenierungen an führenden Opernhäusern wie Mailand, London, New York, München, Hamburg, Berlin. Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Von 1988 bis 1996 Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt. Als Schauspieler und Rezitator weltweit erfolgreich. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: La bohème (1969), Simon Boccanegra (1971), Der Rosenkavalier (1972), Die Fledermaus (1974), La traviata (1975), Don Carlo (1975).
Otto Schenk. Foto: Sabine Toepffer

 


Bühne und Kostüme
Rudolf Heinrich
Geboren in Halle; Studium der Malerei an der Kunstschule Burg Giebichenstein. Von 1950 bis 1954 Bühnenbildner in Halle; 1953 Engagement an die Komische Oper Berlin durch Walter Felsenstein; 1954 bis 1961 dort Ausstattungsleiter. 1960 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (Ost); 1961 bis 1964 freischaffender Bühnenbildner vor allem in München. 1964 Professor der Bühnenbildklasse der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Gasttätigkeit an vielen internationalen Opernhäusern; seit 1967 regelmäßige Zusammenarbeit mit Günther Rennert bei den Salzburger Festspielen und in München. Heinrich verstarb 1975. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Le nozze di Figaro (1968), Ariadne auf Naxos (1969), La bohème (1969), Don Carlo (1975), Antigonae (1975), Tosca (1976).
Rudolf Heinrich

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Seit der Spielzeit 2003/04 ist er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Mimi
Marina Mescheriakova
 wurde in Volgograd/ Russland geboren, studierte Gesang zunächst am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und darüberhinaus bei Renata Scotto und Licia Albanese in New York. Nach ihrem Debüt am Moskauer Bolschoi-Theater gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe (u.a. den Belvedere-Wettbewerb in Wien). Seit ihrem Debüt 1997 bei den Salzburger Festspielen als Elisabetta (Don Carlo) erhielt sie Engagements vor allem mit den großen italienischen Sopranpartien des 19. Jahrhunderts an allen großen Opernhäusern der Welt. So trat sie an den Opernhäusern in Stockholm, Berlin, London, Paris, Mailand, Wien, San Francisco und New York auf. Inzwischen hat sie u.a. die Titelpartien von Madama Butterfly, Norma, Francesca da Rimini und Luisa Miller sowie Alice (Falstaff), Mimì (La bohème) und Desdemona (Otello) gesungen. Auch als Konzertsängerin ist sie weltweit gefragt. An der Bayerischen Staatsoper debütierte Marina Mescheriakova bei den Festspielen 1998 als Amelia (Simon Boccanegra). Weitere Partien: Elisabetta (Don Carlo), Cio-Cio-San (Madama Butterfly).
 

 


Musetta
Margarita De Arellano
geboren in den USA, beschloss ihr Studium an der Juilliard School of Music in New York. Sie gab ihr Europa-Debüt als Gilda (Rigoletto) an der Staatsoper in Prag. Sie ist Gewinnerin mehrerer Wettbewerbe, u.a. Metropolitan Opera Regional Competition. Internationale Opern- und Konzertgastspiele. Engagements u.a. an der Wiener Volksoper, der New Israeli Opera; 2000 Anne Trulove in Strawinskys The Rake's Progress am Gärtnerplatztheater München. In Stuttgart gastierte sie als Violetta (La traviata), eine Rolle, die sie 2001 zur Einweihung des neuen Staatstheaters Megaron in Thessaloniki sang. Außerdem gab sie Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra und den Berliner Philharmonikern. 1997/98 war sie festes Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper; Partien hier: u.a. Musetta (La bohème), Adele (Die Fledermaus), Waldvogel (Siegfried), Najade (Ariadne auf Naxos),  Stimme vom Himmel (Don Carlo), Woglinde (Der Ring des Nibelungen), Anne Trulove (The Rake's Progress), Titelpartie Lulu, Atalanta (Xerxes).
Margarita De Arellano

 


Rodolfo
Roberto Aronica
stammt aus Civitavecchia und studierte Gesang bei Carlo Bergonzi und an der Accademia Chigiana in Siena. 1992 debütierte der Tenor in Verdis Rigoletto am Teatro Municipal in Santiago. Vor allem im italienischen Fach wurde er rasch an die großen Opernhäuser der Welt engagiert. So gastierte er mit Partien wie Rodolfo (La bohème), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Nemorino (L’elisir d’amore), Roberto Devereux, Macduff (Macbeth) und Rinuccio (Gianni Schicchi) in Toulouse, Florenz, Amsterdam, Bologna, Venedig, Houston, San Francisco, Chicago, an der Oper Zürich, der Metropolitan Opera in New York, am Londoner Royal Opera House Covent Garden und an der Pariser Opéra Bastille. Auch als Konzertsänger, vor allem in Verdis Requiem, gastierte er weltweit. Partie an der Bayerischen Staatsoper: Alfredo (La traviata), Pinkerton (Madama Butterfly), Titelpartie Roberto Devereux.
Roberto Aronica

 


Marcello
Christopher Maltman
studierte an der Royal Academy of Music in London. 1997 gewann er den Liederpreis beim Singer of the World-Wettbewerb in Cardiff, 1998 wurde er Ensemblemitglied der English National Opera. Darüberhinaus Auftritte u.a. am Royal Opera House, Covent Garden, in London und den Opernhäusern von Brüssel, Berlin, San Diego, Seattle und beim Glyndebourne-Festival. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Tarquinius (The Rape of Lucretia), Dandini (La Cenerentola), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Almaviva (Le nozze di Figaro) und die Titelrolle in Billy Budd. Er gab zahlreiche Liederabende unter anderem im Konzerthaus Wien, im Concertgebouw Amsterdam, im Salzburger Mozarteum, in der New Yorker Carnegie Hall und bei den Festivals in Edinburgh und Hohenems. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Valentin (Faust), Tarquinius, Guglielmo (Così fan tutte).
Christopher Maltman (c) Levon Biss

 


Schaunard
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Ein Lakai (Ariadne auf Naxos), Don Aposto Gazella (Lucrezia Borgia), Yamadori (Madama Butterfly), Dancaïro (Carmen), Der Arkanar (Die Tragödie des Teufels), L’officier (Dialogues des Carmélites), Peter (Hänsel und Gretel).
Christian Rieger

 


Colline
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Seit Herbst 2003 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2009/10: u.a. Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Gubetta (Lucrezia Borgia), Gremin (Eugen Onegin), Ein Mönch (Don Carlo), Biterolf (Tannhäuser), Banco (Macbeth), Der Boris (Die Tragödie des Teufels), Ramfis (Aida), Farfallo (Die schweigsame Frau).
Steven Humes

 


Parpignol
Michael McBride
stammt aus Kanada und studierte u.a. in Toronto und an der Royal Academy of Music in London und trat bereits als Romeo (Romeo et Juliette) bei der British Youth Opera und als Tamino (Die Zauberflöte) bei der Royal Academy Opera auf. Darüberhinaus hatte er Auftritte u.a. in Stuttgart, Urbania und Banff/Kanada. Seit 2006 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Michael McBride

 


Benoît
Alfred Kuhn
Alfred Kuhn, geboren in Ober-Roden/Hessen, studierte an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Sein erstes Engagement führte ihn 1963 nach Darmstadt, wo er 15 Jahre Ensemblemitglied blieb. Ab 1978 war er fünf Jahre an der Deutschen Oper am Rhein, seit 1983 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1991 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: 5. Jude (Salome), Benoît (La bohème), 1. Priester (Die Zauberflöte), Frank (Die Fledermaus), Avosmediano (Palestrina), Antonio (Le nozze di Figaro).
Alfred Kuhn (c) Anne Kirchbach

 


Alcindoro
Gerhard Auer
Geboren in Moosburg; studierte an der Musikhochschule München Klavier, Schulmusik und Gesang. 1969 wurde er in das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper aufgenommen; seit 1971 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1991 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Zu seinen wichtigsten Rollen, die er an der Bayerischen Staatsoper im Laufe der Jahre gesungen hat, gehören u.a. Ferrando (Il trovatore), Pietro (Simon Boccanegra), Mönch (Don Carlo), Antonio (Le nozze di Figaro), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Reinmar von Zweter (Tannhäuser), Haly (L’italiana in Algeri), König (Aida), Mercurio und Littore (L’incoronazione di Poppea)
Gerhard Auer

 


Ein Zöllner
Rüdiger Trebes
Rüdiger Trebes, geboren im Saarland, studierte in München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Sein erstes Engagement führte ihn an das Staatstheater am Gärtnerplatz München. Seit 1991 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Er gab zahlreiche Liederabende im In- und Ausland sowie Gastspiele an anderen deutschen Bühnen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: u.a. Diener (Macbeth), Cappadocier (Salome), Sciarrone (Tosca), Alcindoro (La bohème), Bischof von Feltre (Palestrina), Yakusidé (Madama Butterfly), Thierry (Dialogues des Carmélites).
Rüdiger Trebes

 


Sergeant der Zollwache
Woo-Sung An
wurde in Seoul/Südkorea geboren und studierte Operngesang an den Musikhochschulen in Seoul und Freiburg. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe und hatte erste Auftritte u.a. bei den Internationalen Musikfestspielen des Saarländischen Rundfunkorchesters. Seit Herbst 2006 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
 

 


 
© Bayerische Staatsoper
 
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