La bohème - Biographien

Giacomo Puccini: La bohème Giacomo Puccini: La bohème Giacomo Puccini: La bohème
La bohème
Giacomo Puccini
Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Nationaltheater

Sonntag, 31. Mai 2009

 

Musikalische Leitung
Daniele Callegari
Daniele Callegari, geboren in Mailand, begann seine musikalische Laufbahn als Mitglied des Orchesters der Mailänder Scala, wo er auch sein Debüt als Operndirigent mit Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny gab. Von 1998 bis 2001 war er Chefdirigent beim Wexford Opera Festival und anschließend bis 2008 beim Antwerpener Royal Flanders Philharmonic Orchestra. Als Gastdirigent ist er auf allen großen Opernbühnen und mit international renommierten Symphonieorchestern zu erleben, u.a. in den Opernhäusern von Wien (L’elisir d’amore), Berlin (La traviata), Dresden (La bohème), Brüssel (Oedipe sur la route), Rom, Venedig (Tosca), Barcelona (Aida), Toronto (La traviata), New York (La gioconda) und Tokio (Rigoletto). An der Bayerischen Staatsoper debütierte Daniele Callegari in der Spielzeit 2001/02 als Dirigent von La bohème. Dirigat hier 2009/10: Aida.
Daniele Callegari

 


Inszenierung
Otto Schenk
Geboren in Wien; Studium am Max-Reinhardt-Seminar seiner Heimatstadt; begann seine Laufbahn als Schauspieler am Wiener Volkstheater und am Theater in der Josefstadt. 1953 erste Schauspielinszenierungen an Wiener Kellertheatern; Debüt als Opernregisseur 1957 am Salzburger Landestheater. Seit 1966 ständiger Regisseur an der Wiener Staatsoper; Inszenierungen an führenden Opernhäusern wie Mailand, London, New York, München, Hamburg, Berlin. Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Von 1988 bis 1996 Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt. Als Schauspieler und Rezitator weltweit erfolgreich. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: La bohème (1969), Simon Boccanegra (1971), Der Rosenkavalier (1972), Die Fledermaus (1974), La traviata (1975), Don Carlo (1975).
Otto Schenk. Foto: Sabine Toepffer

 


Bühne und Kostüme
Rudolf Heinrich
Geboren in Halle; Studium der Malerei an der Kunstschule Burg Giebichenstein. Von 1950 bis 1954 Bühnenbildner in Halle; 1953 Engagement an die Komische Oper Berlin durch Walter Felsenstein; 1954 bis 1961 dort Ausstattungsleiter. 1960 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (Ost); 1961 bis 1964 freischaffender Bühnenbildner vor allem in München. 1964 Professor der Bühnenbildklasse der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Gasttätigkeit an vielen internationalen Opernhäusern; seit 1967 regelmäßige Zusammenarbeit mit Günther Rennert bei den Salzburger Festspielen und in München. Heinrich verstarb 1975. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Le nozze di Figaro (1968), Ariadne auf Naxos (1969), La bohème (1969), Don Carlo (1975), Antigonae (1975), Tosca (1976).
Rudolf Heinrich

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Mimi
Anna Netrebko
wurde in Krasnodar/Russland geboren, studierte Gesang am Konservatorium von St. Petersburg und gewann 1993 den Nationalen Glinka Wettbewerb in Moskau. Ein Jahr später debütierte sie als Susanna (Le nozze di Figaro) am Kirov Theater und sang dort seither Rollen wie Lucia di Lammermoor, Pamina (Die Zauberflöte) oder Antonia (Les contes d’Hoffmann). Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr mit einer Neuproduktion von Glinkas Ruslan und Lyudmila an der San Francisco Opera im Jahre 1995. Seither ist sie sowohl als Konzert- als auch als Opernsängerin an allen wichtigen Opernhäusern der Welt aufgetreten, u.a. an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House, Covent Garden, in London, an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper und den Häusern von Washington, Philadelphia und Madrid. Bei den Salzburger Festspielen sang sie zunächst Donna Anna (Don Giovanni) und 2005 die Violetta (La traviata). 2003 wurde Anna Netrebko von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Sängerin des Jahres gewählt und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Violetta, Gilda (Rigoletto) sowie das Gala-Konzert bei den Opernfestspielen 2003.
Anna Netrebko (c) Kasskara DG

 


Musetta
Jessica Muirhead
Jessica Muirhead, geboren in England, erhielt 2005 ihren Masterabschluss im Hauptfach Sologesang an der McGill University in Montreal und gewann den Elora Festival Wettbewerb in Ontario. Als Mitglied der Opera McGill war sie als Donna Anna (Don Giovanni), Ilia (Idomeneo) und Amor/Giunone (Il ritorno d’Ulisse in patria) zu erleben. In der Spielzeit 2005/06 war sie Mitglied des Canadian Opera Company Ensemble Studios und debütierte an der Wiener Volksoper und dem Opernhaus Graz als Pamina (Die Zauberflöte). Weitere Auftritte als Micaëla (Carmen), Agathe (Der Freischütz), Antonia (Les Contes d’Hoffmann), Contessa (Le nozze di Figaro) und Alice (Falstaff) u.a. in Glyndebourne und Toronto folgten. 2010 feierte sie ihr Rollendebüt als Mimì (La bohème) in Maribor. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Musetta (La bohème).
Jessica Muirhead

 


Rodolfo
Joseph Calleja
Joseph Calleja, geboren auf Malta, absolvierte dort seine Gesangsausbildung. Sein Debüt gab er 1997 auf Malta als Macduff (Macbeth) und sang im selben Jahr Leicester (Maria Stuarda) mit der Nationale Reisopera in Holland. Anschließend debütierte er mit großem Erfolg an den bedeutenden Opernhäusern der Welt, u.a. an der New Yorker Metropolitan Opera, San Francisco Opera, Deutschen Oper Berlin, Hamburgischen und Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London sowie bei den Festspielen von Pesaro, Bregenz und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Duca di Mantova (Rigoletto), Roberto Devereux, Don Ottavio (Don Giovanni), Rodolfo (La bohème), Nemorino (L’elisir d’amore) und Alfredo (La traviata). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Roberto Devereux, Rodolfo.
Joseph Calleja

 


Marcello
Nikolay Borchev
Nikolay Borchev studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Herbst 2003 wurde er Mitglied des Jungen Ensembles, 2004 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg (Figaro in Il barbiere di Siviglia), Frankfurt und Brüssel (Dandini in La Cenerentola), Leipzig (Marcello in La bohème), Baden-Baden (Albert in Werther), Wien (Harlekin in Ariadne auf Naxos) sowie Basel und Düsseldorf (Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Die Standuhr/Der Kater (L’Enfant et les sortilèges), Moralès (Carmen), Guglielmo (Così fan tutte), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dandini (La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Un paggio/Un famigliare (Roberto Devereux).
Nikolay Borchev

 


Schaunard
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Colline
John Relyea
John Relyea studierte Gesang bei seinem Vater, dem Kanadischen Bass-Bariton Gary Rel­yea, und später bei Jerome Hines. 1995 gewann er das Merola Grand Final der Oper in San Fran­cis­co und debütierte im Sommer 1996 dort als Colline in La bohème. Daraufhin sang er beim Fes­tival in Santa Fé und an der Metropolitan Opera in New York. 1999 gab er sein Europadebüt beim Edinburgh Festival in Brittens The Rape of Lucretia. Es folgten Auftritte u.a. an den Opernhäusern von London, Wien und Paris. Sein Repertoire umfasst so unterschiedliche Partien wie u.a.  Nick Shadow (The Rake’s Progress), Méphistophélès (La Damnation de Faust), Figaro (Le nozze di Figaro) und die Titelpartie in Enescus Oedipe. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Lindorf/Coppélius/Dapertutto/Miracle (Les Contes d’Hoffmann).
John Relyea. © Dario Acosta

 


Parpignol
Ho-Chul Lee
Ho-Chul Lee wurde in Seoul/Südkorea geboren und absolvierte sein Gesangstudium an der Seoul National University. Seit Oktober 2005 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg im Fach Oper. Er wurde als „Leading Musician for the 21st Century“ sowie als Tenor des Jahres vom „Korean Broadcasting System“ ausgezeichnet. Auftritte hatte er bereits als Tamino (Die Zauberflöte) und Turiddu (Cavalleria rusticana) im Korean National Theater und als Ferrando (Così fan tutte) in Hamburg. Seit Herbst 2007 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Ho-Chul Lee

 


Benoît
Alfred Kuhn
Alfred Kuhn, geboren in Ober-Roden/Hessen, studierte an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Sein erstes Engagement führte ihn 1963 nach Darmstadt, wo er 15 Jahre Ensemblemitglied blieb. Ab 1978 war er fünf Jahre an der Deutschen Oper am Rhein, seit 1983 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1991 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Benoît (La bohème), 1. Priester (Die Zauberflöte), Frank (Die Fledermaus), Antonio (Le nozze di Figaro), Fafner (Sigurd der Drachentöter).
Alfred Kuhn (c) Anne Kirchbach

 


Alcindoro
Rüdiger Trebes
Rüdiger Trebes, geboren im Saarland, studierte Gesang in München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Sein erstes Engagement führte ihn ans Staatstheater am Gärtnerplatz München. Seit 1991 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Er gab zahlreiche Liederabende im In- und Ausland sowie Gastspiele an anderen deutschen Bühnen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Sciarrone (Tosca), Alcindoro (La bohème), 4. Priester (Die Zauberflöte), 6. Deputierter (Don Carlo), Ambrogio (Il barbiere di Siviglia), Diener (Macbeth).
Rüdiger Trebes

 


Ein Zöllner
Christopher Magiera
erhielt seine Ausbildung an der Wake Forest University, dem Peabody Conservatory of Music sowie der Yale University. Er sammelte seine ersten Erfahrungen als Opernsänger in Partien wie Ford (Falstaff), Figaro (Le nozze di Figaro) und Lindorf und Dr. Miracle (Les Contes d’Hoffmann). Gleichzeitig war er als Konzertsolist tätig, unter anderem in konzertanten Aufführungen der Carmina burana, als Marcello in La bohème sowie als Silvio in Pagliacci. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, zuletzt war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions sowie bei Placido Domingos Gesangswettbwerb Operalia. Seit Herbst 2008 gehört er dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an.
Christopher Magiera

 


Sergeant der Zollwache
Igor Bakan
stammt aus Litauen und studierte an der Hochschule seiner Heimatstadt Klaipeda. 2007 nahm er an der Oper Schloss Laubach an mehreren Meisterkursen teil.  An der Oper Klaipeda sang er u.a. Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Gremin (Eugen Onegin) sowie die Basspartie in Verdis Requiem. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Erste Erscheinung (Macbeth), Sergeant (La bohème), Gärtner (La traviata), Kapellsänger/ Meister (Palestrina), Herold (Otello). Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teil und erhielt 2008 den 2. Preis beim Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Igor Bakan