Carmen - Biographien

Georges Bizet: Carmen. Jonas Kaufmann und Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča und Jonas Kaufmann
Carmen
Georges Bizet
Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Nationaltheater

Donnerstag, 22. November 2007

 

Musikalische Leitung
John Fiore
John Fiore ist seit 2009 musikalischer Direktor der Norske Opera og Ballett in Oslo. Aus New York stammend, erhielt er seine Ausbildung an der Eastman School of Music in Rochester und war in Folge als musikalischer Assistent u.a. an der Metropolitan Opera New York sowie bei den Bayreuther Festspielen tätig. Am Pult debütierte er 1989 in San Francisco mit Gounods Faust und gastierte seither an bedeutenden Häusern, darunter die Metropolitan Opera, die Dresdner Semperoper, die Oper Köln, das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro Carlo Felice in Genua sowie regelmäßig die Bayerische Staatsoper. Von 1998 bis 2009 war er Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg, zudem ab 2000 Generalmusikdirektor der Düsseldorfer Symphoniker. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Aida.
John Fiore.

 


Nach einer Produktion von
Lina Wertmüller
Geboren in Rom; Studium an der dortigen Theaterakademie. Sie arbeitete als Schauspielerin, Regieassistentin, Inspizientin, Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern. 1962 war sie Regieassistentin bei Federico Fellinis Film Achteinhalb. Sie drehte über ein Dutzend Filme (Die Basilisken, Die Versuchungen des Mimi, Ein Sonntag im November, Camorra), arbeitete als Autorin (Zwei und Zwei ist nicht Vier, Liebe und Magie in Mammas Küche) und Regisseurin. Ihre Filme wurden mehrfach ausgezeichnet. 1984 widmete ihr das Münchner Filmfest eine Werkschau. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte sie Carmen.

 


Bühne und Kostüme
Enrico Job
Enrico Job studierte Bühnenbild und arbeitete zunächst vorwiegend für Sprechtheater und Film. Nach kurzer Zusammenarbeit mit Luciano Damiani 1962 debütierte er an der Mailänder Scala mit Semiramide (Regie: Margherita Walmann). Ferner arbeitete er auch mit Filippo Crivelli und Giorgio Strehler zusammen und ab 1968 vor allem mit Luca Ronconi. Von 1968 bis 1983 veranstaltete er konzeptionelle Ausstellungen. Weiterhin war er u.a. am Old Vic Theatre London, bei den Salzburger Festspielen und in München tätig. Auch als Regisseur für Sprechtheater und Oper trat er hervor. Parallel zu seiner Theaterarbeit war er kontinuierlich für den Film tätig und zeichnet für die Ausstattung bei fast allen Filmen von Lina Wertmüller verantwortlich. Im Jahr 2008 verstarb Enrico Job. An der Bayerischen Staatsoper entwarf er die Ausstattung zu Carmen.
Enrico Job

 


Licht
Franco Marri
wurde in Florenz geboren und studierte an der dortigen Kunstakademie. 1975 begann er seine Karriere als Lichtdesigner und arbeitete seitdem u.a. mit den Regisseuren Hugo de Ana, Lina Wertmüller und Luca Ronconi zusammen. Seit 1994 ist er Lichtdesigner der Compagnie Toula Limnaios. Er war an verschiedenen europäischen Theatern tätig, etwa am Teatro alla Scala di Milano, an der Opera de Lille, am Teatro La Fenice sowie bei verschiedenen Festivals: Cantiere Internazionale di Montepulciano, Festival di Castiglioncello, Operistico di Macerata und dem Rossini Opera Festival di Pesaro. Lichtdesign an der Bayerischen Staatsoper: Carmen.
 

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Zuniga
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Wurm (Luisa Miller), Don Fernando (Fidelio), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (Norma), Titurel (Parsifal), Colline (La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (Roberto Devereux), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Mönch (Don Carlo).
Steven Humes

 


Moralès
Nikolay Borchev
Nikolay Borchev studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Herbst 2003 wurde er Mitglied des Jungen Ensembles, 2004 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg (Figaro in Il barbiere di Siviglia), Frankfurt und Brüssel (Dandini in La Cenerentola), Leipzig (Marcello in La bohème), Baden-Baden (Albert in Werther), Wien (Harlekin in Ariadne auf Naxos) sowie Basel und Düsseldorf (Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Die Standuhr/Der Kater (L’Enfant et les sortilèges), Moralès (Carmen), Guglielmo (Così fan tutte), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dandini (La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Un paggio/Un famigliare (Roberto Devereux).
Nikolay Borchev

 


Don José
Mario Malagnini
Geboren in Salò/Brescia; Studium als Orchestermusiker, dann Gesangsstudium am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand. Debüt mit der Titelrolle in Verdis Il Corsaro in Mailand; Gastauftritte bei den Festspielen in Glyndebourne und Verona, in Rom, Zürich, Wien, London, Hamburg, Berlin, München. Schwerpunkte seines Repertoires bilden neben Cavaradossi (Tosca) und Don José (Carmen) die großen Verdi-Rollen wie Radamès (Aida), Gustavo (Un ballo in maschera), Don Carlo, Alvaro (La forza del destino), aber auch Tenor-Partien in weniger bekannten Verdi-Opern wie Attila oder Giovanna d‘Arco. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Don José, Cavaradossi, Rodolfo (La bohème), Gustavo, Gabriele Adorno (Simon Boccanegra), Pinkerton (Madama Butterfly).
Mario Malagnini

 


Escamillo
Lucio Gallo
stammt aus Italien, studierte Gesang am Turiner Konservatorium "Giuseppe Verdi" und gewann zahlreiche internationale Musikwettbewerbe. Er gab Konzerte in ganz Europa und gastierte bald an allen internationalen Opernhäusern von der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich, der Royal Opera Covent Garden in London bis zur Metropolitan Opera New York. Wichtige Partien: Leporello und Don Giovanni (Don Giovanni), Conte di Almaviva und Figaro (Le nozze di Figaro), Dandini (La Cenerentola), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Malatesta (Don Pasquale), Eugen Onegin, Giorgio Germont (La traviata), Rodrigo (Don Carlo), Ford (Falstaff), Scarpia (Tosca). Inzwischen ist er auch als Macbeth, Amonasro (Aida) oder Escamillo (Carmen) zu hören. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Figaro, Conte di Almaviva, Leporello, Malatesta und Ford.
Lucio Gallo

 


Dancairo
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Remendado
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Spalanzani (Les contes dʼHoffmann), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), L'imperatore Altoum (Turandot),  Mime (Das Rheingold), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Dritter Knappe (Parsifal).
Ulrich Reß

 


Frasquita
Lana Kos
Lana Kos debütierte 2002 mit der Partie der Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und sang diese Rolle kurz danach am Nationaltheater Ljubljana. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und bereits bei mehreren Festivals aufgetreten. Bei Galakonzerten u.a. in Liège, Moskau, Samara und Odessa stand sie auf der Bühne. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Najade (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen), Karolka (Jenufa), Gretel (Hänsel und Gretel), Papagena (Die Zauberflöte), Tebaldo (Don Carlo), Dama di Lady Macbeth (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Priesterin (Aida).
Lana Kos. © Kos

 


Mercédès
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Carmen
Elena Maximova
Elena Maximova schloss ihre Gesangsausbildung am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ab. Im Anschluss wurde sie 2000 ans Moskauer Stanislawski-Theater engagiert, wo sie in Partien wie Polina (Pique Dame), Siébel (Faust), Orlofsky (Die Fledermaus), Carmen, Despina (Così fan tutte) und Suzuki (Madama Butterfly) auftrat. Sie war Preisträgerin u.a. beim Michail-Glinka-Gesangswettbewerb und beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb. An der Bayerischen Staatsoper war sie in der vergangenen Spielzeit als Federica (Luisa Miller) sowie Olga (Eugen Onegin) zu erleben. Weitere Engagements führten sie an die Opéra National de Lyon sowie als Carmen an die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Auf dem Konzertpodium war sie u.a. in Verdis Requiem in Valencia und in Montréal zu hören. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Olga (Eugen Onegin).
Elena Maximova (c) Vadim Lapin

 


Micaela
Aga Mikolaj
Aga Mikolaj, aus Polen stammend, studierte in Posen sowie in Wien. Erste Engagements führten sie u.a. an die Opernhäuser von Posen, Breslau und Warschau, bevor sie von 2002 bis 2007 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper wurde, wo Rollen wie Pamina (Die Zauberflöte), Gretel (Hänsel und Gretel), Eurydice (Orphée et Eurydice) und Donna Elvira (Don Giovanni) zu ihrem Repertoire gehörten. Mit letzterer Partie gastierte sie in Wiesbaden, Berlin, Prag, Budapest, Monte Carlo sowie in Tokio. Ferner sang sie auch die Erste Dame (Die Zauberflöte) an der Opéra national de Paris, Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) am Aalto Theater in Essen, Micaëla (Carmen) an der Wiener Volksoper und Woglinde (Das Rheingold) am Teatro alla Scala in Mailand. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Micaëla, Freia (Das Rheingold).
Aga Mikolaj