Carmen - Biographien

Georges Bizet: Carmen. Jonas Kaufmann und Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča und Jonas Kaufmann
Carmen
Georges Bizet
Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Nationaltheater

Samstag, 10. Oktober 2009

 

Musikalische Leitung
Karel Mark Chichon
Karel Mark Chichon wurde in London geboren, studierte an der dortigen Royal Academy of Music und war Assistent von Giuseppe Sinopoli und Valery Gergiev. Seit 2003 ist er regelmäßiger Gastdirigent beim English Chamber Orchestra, 2004 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker. Von 2006 bis 2009 war er Chefdirigent des Grazer Sinfonieorchesters, seit 2009 ist er in gleicher Funktion beim Lettischen Nationalen Sinfonieorchester tätig. 2008 debütierte er mit Il barbiere di Siviglia an der Wiener Staatsoper. In dieser Spielzeit dirigiert er u.a. an der Deutschen Oper Berlin, Hamburgischen Staatsoper, am Teatro dell‘Opera di Roma und Teatro Real Madrid. Als Konzertdirigent trat er u.a. im Wiener Musikerverein, in der Royal Festival Hall London, Berliner Philharmonie und Münchner Philharmonie auf. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Carmen.
Karel Mark Chichon. © Oliver Jiszda

 


Nach einer Produktion von
Lina Wertmüller
Geboren in Rom; Studium an der dortigen Theaterakademie. Sie arbeitete als Schauspielerin, Regieassistentin, Inspizientin, Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern. 1962 war sie Regieassistentin bei Federico Fellinis Film Achteinhalb. Sie drehte über ein Dutzend Filme (Die Basilisken, Die Versuchungen des Mimi, Ein Sonntag im November, Camorra), arbeitete als Autorin (Zwei und Zwei ist nicht Vier, Liebe und Magie in Mammas Küche) und Regisseurin. Ihre Filme wurden mehrfach ausgezeichnet. 1984 widmete ihr das Münchner Filmfest eine Werkschau. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte sie Carmen.

 


Bühne und Kostüme
Enrico Job
Enrico Job studierte Bühnenbild und arbeitete zunächst vorwiegend für Sprechtheater und Film. Nach kurzer Zusammenarbeit mit Luciano Damiani 1962 debütierte er an der Mailänder Scala mit Semiramide (Regie: Margherita Walmann). Ferner arbeitete er auch mit Filippo Crivelli und Giorgio Strehler zusammen und ab 1968 vor allem mit Luca Ronconi. Von 1968 bis 1983 veranstaltete er konzeptionelle Ausstellungen. Weiterhin war er u.a. am Old Vic Theatre London, bei den Salzburger Festspielen und in München tätig. Auch als Regisseur für Sprechtheater und Oper trat er hervor. Parallel zu seiner Theaterarbeit war er kontinuierlich für den Film tätig und zeichnet für die Ausstattung bei fast allen Filmen von Lina Wertmüller verantwortlich. Im Jahr 2008 verstarb Enrico Job. An der Bayerischen Staatsoper entwarf er die Ausstattung zu Carmen.
Enrico Job

 


Licht
Franco Marri
wurde in Florenz geboren und studierte an der dortigen Kunstakademie. 1975 begann er seine Karriere als Lichtdesigner und arbeitete seitdem u.a. mit den Regisseuren Hugo de Ana, Lina Wertmüller und Luca Ronconi zusammen. Seit 1994 ist er Lichtdesigner der Compagnie Toula Limnaios. Er war an verschiedenen europäischen Theatern tätig, etwa am Teatro alla Scala di Milano, an der Opera de Lille, am Teatro La Fenice sowie bei verschiedenen Festivals: Cantiere Internazionale di Montepulciano, Festival di Castiglioncello, Operistico di Macerata und dem Rossini Opera Festival di Pesaro. Lichtdesign an der Bayerischen Staatsoper: Carmen.
 

 


Chöre
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hält er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Sören Eckhoff

 


 

 


Zuniga
Christian Van Horn
Christian Van Horn wurde auf Long Island/USA geboren. Nach seiner Ausbildung an der Yale University und am Lyric Opera Center for American Artists gastierte er u.a. als Colline (La bohème) in Los Angeles, als Raimondo (Lucia di Lammermoor) an der Virginia Opera und als Timur (Turandot) an der Fort Worth Opera. Er gab ferner sein Debüt an der Santa Fé Opera (in Tan Duns Tea: A Mirror of the Soul) sowie in der Carnegie Hall. Von 2008 bis 2010 war er als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in Partien wie Angelotti (Tosca), König (Aida), Biterolf (Tannhäuser) und Colline zu erleben. Anschließend gastierte er u.a. an der Lyric Opera Chicago, der San Francisco Opera sowie in der Titelrolle von Le nozze di Figaro an der Staatsoper Stuttgart. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Colline, Angelotti.
Christian Van Horn. (c) Devon Cass

 


Moralès
Nikolay Borchev
Nikolay Borchev studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Herbst 2003 wurde er Mitglied des Jungen Ensembles, 2004 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg (Figaro in Il barbiere di Siviglia), Frankfurt und Brüssel (Dandini in La Cenerentola), Leipzig (Marcello in La bohème), Baden-Baden (Albert in Werther), Wien (Harlekin in Ariadne auf Naxos) sowie Basel und Düsseldorf (Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Die Standuhr/Der Kater (L’Enfant et les sortilèges), Moralès (Carmen), Guglielmo (Così fan tutte), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dandini (La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Un paggio/Un famigliare (Roberto Devereux).
Nikolay Borchev

 


Don José
José Cura
José Cura, geboren in Argentinien, studierte Komposition und Klavier, später Gesang und Dirigieren in Buenos Aires. In Verona debütierte er in Hans Werner Henzes Pollicino, seinen Durchbruch erlebte er 1993 in Triest. Als Turiddu in Cavalleria rusticana stand er 1999 erstmals auf der Bühne der Metropolitan Opera New York, wo er seitdem mehrmals zu Gast war. Besonders als Canio (I pagliacci) folgten Auftritte an weltweit renommierten Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden, Gran Teatre del Liceu sowie Opernhaus Zürich. Seit mehreren Jahren ist er zudem als Dirigent und Regisseur zahlreicher Opernproduktionen tätig. 2007 brachte er am Opernhaus Zürich sein eigenes Projekt La commedia è finita mit Ausschnitten aus I pagliacci und eigenen Kompositionen zur Aufführung. An der Kölner Oper inszenierte er Un ballo in maschera. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Don José (Carmen).
José Cura

 


Escamillo
Teddy Tahu Rhodes
Teddy Tahu Rhodes, geboren in Neuseeland, studierte u.a. an der Guildhall School of Music and Drama in London. 1998 debütierte er an der Opera Australia als Dandini (La Cenerentola), wo er auch als Almaviva (Le nozze di Figaro), Gugliemo (Così fan tutte), Belcore (L’elisir d’amore) und Harlekin (Ariadne auf Naxos) auftrat. Weitere Engagements führten ihn u.a. an die Opernhäuser in Neuseeland, Philadelphia, Dallas, Houston. Als Stanley in A streetcar named desire war er an der Austin Lyric Opera, Washington Opera und dem Theater an der Wien zu erleben. An der Hamburgischen Staatsoper trat er in Henzes L’Upupa und als Escamillo (Carmen) auf, eine Rolle, die er zudem im Pariser Théâtre du Châtelet und der Bayerischen Staatsoper verkörperte. In Peter Grimes debütierte er an der Metropolitan Opera New York. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Escamillo (Carmen).
Teddy Tahu Rhodes

 


Dancairo
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Remendado
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (L’enfant et les sortilèges), Pang (Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (Der fliegende Holländer), Andres (Wozzeck).
Kammersänger Kevin Conners

 


Frasquita
Lana Kos
Lana Kos debütierte 2002 mit der Partie der Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und sang diese Rolle kurz danach am Nationaltheater Ljubljana. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und bereits bei mehreren Festivals aufgetreten. Bei Galakonzerten u.a. in Liège, Moskau, Samara und Odessa stand sie auf der Bühne. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Najade (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen), Karolka (Jenufa), Gretel (Hänsel und Gretel), Papagena (Die Zauberflöte), Tebaldo (Don Carlo), Dama di Lady Macbeth (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Priesterin (Aida).
Lana Kos. © Kos

 


Mercédès
Heike Grötzinger
Heike Grötzinger studierte an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Von 1999 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Münster. 2002 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Ring-Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, im gleichen Jahr gastierte sie in Berlin in der Ring-Inszenierung von Götz Friedrich unter der Leitung von Christian Thielemann. Seither arbeitet sie mit Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Stéphane de Braunschweig, Barbara Frey und Andreas Kriegenburg zusammen. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort u.a. Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg), 2. Norn (Götterdämmerung), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madama Butterfly), Fenena (Nabucco), Annina (Der Rosenkavalier), Fremde Fürstin (Rusalka). Zu ihren weiteren Partien gehören Brangäne (Tristan und Isolde) und Eboli (Don Carlo). 2007 gastierte sie in Valencia in der Ring-Inszenierung von La fura dels baus unter der Leitung von Zubin Mehta. Bei den Salzburger Festspielen und dem Festival in Aix-en-Provence wirkte sie unter Simon Rattle ebenfalls an einer Ring-Neuproduktion mit. 2011 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala in Mozarts Die Zauberflöte. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Marcellina (Le nozze di Figaro), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Waltraute (Die Walküre), Annina (Der Rosenkavalier), Lied von der Erde (in Steps & Times).
Heike Grötzinger (c) Michael Hörnschemeyer

 


Carmen
Julia Gertseva
Julia Gertseva, geboren in Leningrad, studierte Gesang, Klavier und Chordirigieren am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg. 2002 debütierte sie in Venedig in Katja Kabanova. Weitere Engagements führten sie als Ulrica (Un ballo in maschera) an die Deutsche Oper Berlin, in der Titelrolle von Tschaikowskis Die Jungfrau von Orléans nach Palermo, als Charlotte (Werther) und Fenena (Nabucco) an die Wiener Staatsoper, als Marina (Boris Godunow) nach Venedig, als Preziosilla (La forza del destino) nach Florenz sowie als Eboli (Don Carlos) nach Tel Aviv. Die Partie der Carmen sang sie bereits an der Mailänder Scala sowie den Opernhäusern in Rom, Hamburg, Dresden, Valencia, Tokio, Florenz und Turin. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Carmen.
Julia Gertseva

 


Micaela
Maija Kovalevska
Maija Kovalevska, geboren in Riga, ist Schülerin von Mirella Freni. Die Gewinnerin des Domingo Operalia Wettbewerbs 2006 gab im selben Jahr ihr Debüt an der Metropolitan Opera als Mimì (La bohème), eine Partie, mit der sie in Folge in München, San Francisco, Los Angeles und Torre del Lago gastierte. Ferner trat sie in Glucks Orfeo ed Euridice an der Met sowie als Teresa (Benvenuto Cellini) bei den Salzburger Festspielen auf und debütierte 2010 als Micaëla (Carmen) am Londoner Royal Opera House Covent Garden. Unter weiteren Rollendebüts sind Tatjana (Eugen Onegin) beim Glyndebourne Festival, Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro) am Théâtre des Champs-Elysées und Liù (Turandot) an der Washington National Opera zu nennen. Als Liù debütierte sie 2011 auch am Teatro alla Scala in Mailand. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Mimì (La bohème).
Maija Kovalevska