Carmen - Biographien

Georges Bizet: Carmen. Jonas Kaufmann und Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča Georges Bizet: Carmen. Elīna Garanča und Jonas Kaufmann
Carmen
Georges Bizet
Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Nationaltheater

Mittwoch, 02. Februar 2011

 

Musikalische Leitung
Dan Ettinger
Dan Ettinger, in Israel geboren, begann seine Karriere 1999 an der New Israeli Opera in Tel Aviv. Nach zweijähriger Tätigkeit als Gastdirigent des Jerusalem Symphony Orchestra wurde er 2003 Kapellmeister und Assistent von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie 2005 Chefdirigent des Israel Symphony Orchestra. Es folgten Debüts u.a. an der Wiener Staatsoper (L’elisir d’amore), dem New National Theatre Tokio (Falstaff), der Los Angeles Opera (Aida), der New Yorker Metropolitan Opera (Le nozze di Figaro) sowie dem Royal Opera House Covent Garden in London (Rigoletto). Seit Herbst 2009 ist er Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim und Chefdirigent des New Tokyo Philharmonic Orchestra. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Carmen, L’elisir d’amore, La bohème und Turandot. Überdies wird er das 3. Akademiekonzert leiten.
Dan Ettinger. © Hans Jörg Michel

 


Nach einer Produktion von
Lina Wertmüller
Geboren in Rom; Studium an der dortigen Theaterakademie. Sie arbeitete als Schauspielerin, Regieassistentin, Inspizientin, Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern. 1962 war sie Regieassistentin bei Federico Fellinis Film Achteinhalb. Sie drehte über ein Dutzend Filme (Die Basilisken, Die Versuchungen des Mimi, Ein Sonntag im November, Camorra), arbeitete als Autorin (Zwei und Zwei ist nicht Vier, Liebe und Magie in Mammas Küche) und Regisseurin. Ihre Filme wurden mehrfach ausgezeichnet. 1984 widmete ihr das Münchner Filmfest eine Werkschau. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte sie Carmen.

 


Bühne und Kostüme
Enrico Job
Enrico Job studierte Bühnenbild und arbeitete zunächst vorwiegend für Sprechtheater und Film. Nach kurzer Zusammenarbeit mit Luciano Damiani 1962 debütierte er an der Mailänder Scala mit Semiramide (Regie: Margherita Walmann). Ferner arbeitete er auch mit Filippo Crivelli und Giorgio Strehler zusammen und ab 1968 vor allem mit Luca Ronconi. Von 1968 bis 1983 veranstaltete er konzeptionelle Ausstellungen. Weiterhin war er u.a. am Old Vic Theatre London, bei den Salzburger Festspielen und in München tätig. Auch als Regisseur für Sprechtheater und Oper trat er hervor. Parallel zu seiner Theaterarbeit war er kontinuierlich für den Film tätig und zeichnet für die Ausstattung bei fast allen Filmen von Lina Wertmüller verantwortlich. Im Jahr 2008 verstarb Enrico Job. An der Bayerischen Staatsoper entwarf er die Ausstattung zu Carmen.
Enrico Job

 


Licht
Franco Marri
wurde in Florenz geboren und studierte an der dortigen Kunstakademie. 1975 begann er seine Karriere als Lichtdesigner und arbeitete seitdem u.a. mit den Regisseuren Hugo de Ana, Lina Wertmüller und Luca Ronconi zusammen. Seit 1994 ist er Lichtdesigner der Compagnie Toula Limnaios. Er war an verschiedenen europäischen Theatern tätig, etwa am Teatro alla Scala di Milano, an der Opera de Lille, am Teatro La Fenice sowie bei verschiedenen Festivals: Cantiere Internazionale di Montepulciano, Festival di Castiglioncello, Operistico di Macerata und dem Rossini Opera Festival di Pesaro. Lichtdesign an der Bayerischen Staatsoper: Carmen.
 

 


Chor
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hält er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Sören Eckhoff

 


Zuniga
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Wurm (Luisa Miller), Don Fernando (Fidelio), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (Norma), Titurel (Parsifal), Colline (La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (Roberto Devereux), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Mönch (Don Carlo).
Steven Humes

 


Moralès
Nikolay Borchev
Nikolay Borchev studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Herbst 2003 wurde er Mitglied des Jungen Ensembles, 2004 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg (Figaro in Il barbiere di Siviglia), Frankfurt und Brüssel (Dandini in La Cenerentola), Leipzig (Marcello in La bohème), Baden-Baden (Albert in Werther), Wien (Harlekin in Ariadne auf Naxos) sowie Basel und Düsseldorf (Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Die Standuhr/Der Kater (L’Enfant et les sortilèges), Moralès (Carmen), Guglielmo (Così fan tutte), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dandini (La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Un paggio/Un famigliare (Roberto Devereux).
Nikolay Borchev

 


Don José
Jonas Kaufmann
Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der hiesigen Hochschule für Musik. Seine Bühnen-Laufbahn begann 1994 am Staatstheater Saarbrücken. Nach Engagements in Hamburg, Stuttgart und Mailand kam er 2001 an die Oper in Zürich, wo er etliche Fachpartien des deutschen, italienischen und französischen Repertoires sang. Von dort aus begann die internationale Karriere: Engagements an der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris, der Metropolitan Opera in New York und dem Royal Opera House Covent Garden in London sowie Auftritte bei den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. An der Bayerischen Staatsoper hat er u. a. Tamino (Die Zauberflöte), Lohengrin, Florestan (Fidelio), Alfredo (La traviata) und Cavaradossi (Tosca) gesungen. In der Spielzeit 2011/12 ist er als Don Carlo und mit einem Festspiel-Liederabend zu erleben.
Jonas Kaufmann

 


Escamillo
Kyle Ketelsen
Kyle Ketelsen wurde in Clinton/Iowa geboren und studierte an den Universitäten von Iowa und Indiana. Er debütierte an zahlreichen Häusern der USA und konzertierte u.a. mit dem Chigago Symphony Orchestra. Gastverträge führten ihn an bedeutende Opernbühnen, darunter die Metropolitan Opera New York (Angelotti in Tosca), das Londoner Royal Opera House Covent Garden (Nick Shadow in The Rakeʼs Progress), das Gran Teatre de Liceu in Barcelona (Titelrolle in Le nozze di Figaro), die Hamburgische Staatsoper (die vier Antagonisten in Les Contes dʼHoffmann), sowie zum Festival dʼAix-en-Provence (Leporello in Don Giovanni). Beachtung fand seine Interpretation des Escamillo (Carmen), mit der er u.a. in London, Washington, Orlando, Madrid und Amsterdam zu erleben war. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Escamillo.
Kyle Ketelsen

 


Dancairo
Dominik Köninger
Dominik Köninger wurde in Heidelberg geboren, studierte in Karlsruhe und debütierte als Teodoro (Paisiello/Henzes Il re Teodoro in Venezia) bei den Schwetzinger Festspielen sowie als Moralès (Carmen) am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 2006/07 war er im Ensemble des Tiroler Landestheaters Innsbruck u.a. als Guglielmo (Così fan tutte) zu erleben und wechselte 2007 in das Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper, wo Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Schaunard (La bohème) und Marullo (Rigoletto) zu seinem Repertoire gehörten. 2009 wirkte er als Jesus in Robert Wilsons Inszenierung der Johannes-Passion mit. Ferner gastierte er u.a. als Kilian (Der Freischütz) am Theater an der Wien sowie als Dr. Falke (Die Fledermaus) an der Staatsoper Stuttgart. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Dancairo (Carmen).
Dominik Köninger

 


Remendado
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (L’enfant et les sortilèges), Pang (Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (Der fliegende Holländer), Andres (Wozzeck).
Kammersänger Kevin Conners

 


Frasquita
Eri Nakamura
Eri Nakamura stammt aus Japan und studierte Gesang am Konservatorium von Osaka sowie in Tokio und Amsterdam. 2009 war sie Finalistin der Cardiff Singer of the World Competition. Am New National Theatre in Tokio sang sie Partien wie Susanna (Le nozze di Figaro), Waldvogel (Siegfried), Ilia (Idomeneo), Marzelline (Fidelio) und Nannetta (Falstaff). Sie war Mitglied des Jette Parker Young Artist Programme des Royal Opera House, Covent Garden in London, wo sie bereits Partien wie Musetta (La bohème), Giannetta (L’elisir d’amore) und Susanna sang. Seit der Spielzeit 2010/11 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, wo sie u.a. Pamina (Die Zauberflöte) und Susanna (Le nozze di Figaro) sang. Partien hier 2011/12: u.a. Najade (Ariadne auf Naxos), Liù (Turandot), Woglinde (Das Rheingold, Götterdämmerung) Blumenmädchen (Parsifal), Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Clorinda (La Cenerentola), Arbate (Mitridate, rè di Ponto).
Eri Nakamura

 


Mercédès
Julia Faylenbogen
Julia Faylenbogen wurde in Krivoj Rog/Ukraine geboren und studierte in Odessa sowie in Berlin. Sie debütierte als Alisa (Lucia di Lammermoor) in Braunschweig und als Rosina (Il barbiere di Siviglia) in Frankfurt a.d. Oder. Als Mitglied des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf war sie u.a. als Octavian (Der Rosenkavalier) zu erleben. Seit der Spielzeit 2006/07 ist sie an der Staatsoper Hannover engagiert, wo Partien wie Hänsel (Hänsel und Gretel), Nicklausse (Les Contes dʼHoffmann), Idamante (Idomeneo) und Carmen zu ihrem Repertoire gehören. Ferner gastierte sie u.a. in Halle (Erda in Das Rheingold), im Amsterdamer Concertgebouw (Krobyle in Straussʼ Des Esels Schatten) sowie bei den Salzburger Festspielen in Wolfgang Rihms Dionysos. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Mercédès (Carmen).
Julia Faylenbogen

 


Carmen
Anita Rachvelishvili
Anita Rachvelishvili wurde in Tiflis, Georgien, geboren und studierte Klavier und Gesang in ihrem Heimatland. Die Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe war von 2006 bis 2007 Ensemblemitglied an der Oper von Tiflis, anschließend wurde sie Mitglied des Opernstudios vom Teatro alla Scala in Mailand. Ebendort machte sich die Mezzosopranistin als Interpretin der Titelrolle von George Bizets Carmen einen Namen, ihre erste Hauptrolle, mit der sie 2009 die Inaugurazione der Spielzeit bestritt; in Folge gastierte sie mit dieser Partie bei der Canadian Opera Company in Toronto, an der Staatsoper Berlin sowie in der Arena di Verona. Am Teatro Massimo in Palermo sang sie die Rolle der Fenena in Verdis Nabucco. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Carmen.   
Anita Rachvelishvili

 


Micaela
Aga Mikolaj
Aga Mikolaj, aus Polen stammend, studierte in Posen sowie in Wien. Erste Engagements führten sie u.a. an die Opernhäuser von Posen, Breslau und Warschau, bevor sie von 2002 bis 2007 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper wurde, wo Rollen wie Pamina (Die Zauberflöte), Gretel (Hänsel und Gretel), Eurydice (Orphée et Eurydice) und Donna Elvira (Don Giovanni) zu ihrem Repertoire gehörten. Mit letzterer Partie gastierte sie in Wiesbaden, Berlin, Prag, Budapest, Monte Carlo sowie in Tokio. Ferner sang sie auch die Erste Dame (Die Zauberflöte) an der Opéra national de Paris, Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) am Aalto Theater in Essen, Micaëla (Carmen) an der Wiener Volksoper und Woglinde (Das Rheingold) am Teatro alla Scala in Mailand. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Micaëla, Freia (Das Rheingold).
Aga Mikolaj