Falstaff - Biographien

Giuseppe Verdi: Falstaff. Ambrogio Maestri Giuseppe Verdi: Falstaff. Anthony Mee, Simon Keenlyside, Anatoli Kotscherga Giuseppe Verdi: Falstaff. Anja Harteros, Marjana Lipovsek, Chen Reiss, Ann-Katrin Naidu

Falstaff

Giuseppe Verdi
Arrigo Boito

Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2013
Samstag, 06. Juli 2013

Musikalische Leitung


Stefan Soltesz
Stefan Soltesz
Stefan Soltesz, geboren in Ungarn, studierte Dirigieren, Komposition und Klavier an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst bei Hans Swarowsky. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er ständiger Dirigent der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin sowie GMD am Staatstheater Braunschweig. Von 1992 bis 1997 hatte er die Position des Chefdirigenten der Flämischen Oper Antwerpen/Gent inne. Seit 1997 ist er GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Musiktheaters, das 2008 von der Zeitschrift Opernwelt zum Opernhaus des Jahres ernannt wurde. Gastdirigate führen ihn regelmäßig an alle großen Opernhäuser Deutschlands, nach Wien, Paris, Zürich, Amsterdam, London, zu den Festivals in Aix-en-Provence und Savonlinna sowie nach Buenos Aires, Japan und in die USA. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Falstaff.

Inszenierung


Eike Gramss
Eike Gramss
Geboren bei Bremen. Studierte zunächst Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 1985 Generalintendant in Krefeld/Mönchengladbach. Seit 1991 Direktor am Stadttheater Bern.
Regiearbeiten u.a. in Bonn, Graz, Basel, Leipzig, Hannover, Karlsruhe, Staatsoper Berlin, English National Opera London, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Dresden, Maggio Musicale Florenz, Megaron Athen. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper München: 1996 Schlachthof 5 (Uraufführung), 2001 Falstaff.

Bühne und Kostüme


Gottfried Pilz
Gottfried Pilz
wurde zunächst bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit John Dew. Das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts bilden einen Schwerpunkt, so war er an vielen Uraufführungen beteiligt. Er arbeitete an den bedeutendsten Opernhäusern Europas und in den USA. Zusammen mit Götz Friedrich erarbeitete er u.a. die erste Ring-Inszenierung in der Geschichte der Finnischen Nationaloper Helsinki. Für den Film-Regisseur William Friedkin (The Exorcist, French Connection) stattete er einen Doppelabend mit Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Puccinis Gianni Schicchi aus. Seit 1993 führt Gottfried Pilz auch Regie (deutsche Erstaufführung von Messiaens St. François d’Assise, Oper Leipzig; Tschaikowskys Pique Dame an der Oper Los Angeles). Weitere Engagements u.a. in Madrid, bei den Salzburger Festspielen und an der New Yorker Metropolitan Opera. Aufsehen erregte er mit seinem Todesprojekt, einer szenischen Realisation von In hora mortis (Musik: Hans-Jürgen von Bose nach Texten von Thomas Bernhard) und Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt. Gottfried Pilz entwarf außerdem Kinderbücher und trat mit zahlreichen Ausstellungen hervor. Bühnenbilder an der Bayerischen Staatsoper: Schlachthof 5, Der Prinz von Homburg, Falstaff, Die Meistersinger von Nürnberg.

Licht


Manfred Voss
Manfred Voss
Manfred Voss begann seine Laufbahn am Bremer Theater. Seinen Durchbruch als Lichtdesigner hatte er 1976, als er in Patrice Chéreaus Inszenierung von Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen das Licht gestaltete. Seither schuf er das Lichtdesign bei allen Bayreuther Neuinszenierungen. Von 1990 bis 1995 war er zudem an der Staatsoper Hamburg tätig. Von 1995 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtung an den Städtischen Bühnen Köln. Als Gast war er u.a. in Berlin, Leipzig, Wien, Athen, Rom, Catania, Paris, Barcelona, Bilbao, Tokio, Rio de Janeiro, Amsterdam, St. Petersburg, Montpellier, Venedig, San Francisco, Kopenhagen und Salzburg tätig. 2003 wurde er mit dem Deutschen Bühnenpreis OPUS geehrt. Lichtdesigns an der Bayerischen Staatsoper: Falstaff, Ariadne auf Naxos.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Sir John Falstaff


Ambrogio Maestri
Ambrogio Maestri
Ambrogio Maestri wurde in Pavia geboren und studierte dort Klavier und Gesang. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit seinem Debüt als Falstaff am Teatro Verdi in Busseto und am Teatro alla Scala in Mailand. Seither sang er u.a. an der Deutschen Oper Berlin, an der Opéra de Paris, am Teatro Real in Madrid, am Opernhaus Zürich, der Hamburgischen und Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, in der Arena di Verona und an der Metropolitan Opera in New York. Sein Repertoire umfasst Partien wie Amonasro (Aida), Luna (Il trovatore), Enrico (Lucia di Lammermoor), Iago (Otello), Renato (Un ballo in maschera), Scarpia (Tosca), Giorgio Germont (La traviata) sowie die Titelpartien in Simone Boccanegra, Rigoletto und Nabucco. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Dulcamara (L’elisir d’amore).

http://www.ambrogiomaestri.com/

Ford


Massimo Cavalletti (© Giacomo Belluomini)
Massimo Cavalletti
Massimo Cavalletti begann sein Studium in seiner Heimatstadt Lucca bei Graziano Polidori und setzte seine Ausbildung an der Accademia della Scala bei Luciana Serra fort. In Mailand absolvierte er zudem Kurse bei Leyla Gencer und Leo Nucci. Sein Bühnendebüt gab er 2004 am Teatro Donizetti in Bergamo. Seit 2005 singt er regelmäßig am Teatro alla Scala in Mailand, wo er als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Schaunard (La bohème), Enrico (Lucia di Lammermoor), Paolo Albiani (Simon Boccanegra) und Don Parmenione (L’occasione fa il ladro) zu erleben war. Weitere Gastengagements führten ihn an die Opernhäuser von Turin, Genua, Bologna, Tokio, Peking, Dublin, New York, Zürich, Brüssel, Dresden und Hamburg sowie zu den Festspielen von Salzburg und Glyndebourne. Zu seinem Repertoire gehören weiterhin u.a. Rodrigo (Don Carlo), Ruggiero (La Juive), Escamillo (Carmen) und Ford (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Marcello (La bohème).

www.massimocavalletti.com

Fenton


Javier Camarena
Javier Camarena
Javier Camarena wurde in Veracruz/Mexiko geboren und studierte Gesang an der Universität von Guanajuato. Er ist Preisträger internationaler Gesangswettbwerbe wie des Carlo-Morelli-Wettbewerbs in Mexiko. 2004 debütierte er in Mexiko-Stadt als Tonio (La Fille du régiment), sang dort Partien wie Nemorino (L’elisir d’amore) und Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) und wurde Mitglied des Zürcher Opernstudios. 2007 wurde er Ensemblemitglied in Zürich und übernahm Partien wie Lindoro (L’italiana in Algeri), Belfiore (La finta giardiniera) und Ferrando (Così fan tutte). Zudem folgten Auftritte an den Opernhäusern von New York, Wien, Paris, Dresden, Barcelona und San Francisco. Konzerte gab er u.a. mit dem Cleveland Orchestra. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Fenton (Falstaff).

Dr Cajus


Ulrich Reß
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Förster (Rusalka), Monostatos (Die Zauberflöte), Altoum (Turandot), Spalanzani (Les Contes d’Hoffmann), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Missail (Boris Godunow), Jude (Salome), Basilio (Le nozze di Figaro), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos).

Bardolfo


Riccardo Botta
Riccardo Botta
Riccardo Botta stammt aus Triest und studierte Gesang bei seinem Vater Giuseppe Botta. Er gastierte an den Opernhäusern von Amsterdam, Zürich, Mailand, Dresden, Stuttgart, Leipzig, Berlin und Rom sowie beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Sein Repertoire umfasst Partien wie Conte Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Nemorino (L’elisir d’amore), Rinuccio (Gianni Schicchi) und Fenton (Falstaff). Seit 2008/09 ist er Ensemblemitglied des Theaters St. Gallen. Hier war er zuletzt als Monostatos (Die Zauberflöte), Hauptmann (Wozzeck), Borsa (Rigoletto), Caramello (Eine Nacht in Venedig), Mastro Trabuco (La forza del destino) und Tanzmeister/Scaramuccio (Ariadne auf Naxos) zu erleben. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Bardolfo (Falstaff).

Pistola


Tareq Nazmi
Tareq Nazmi
Tareq Nazmi, geboren in Kuwait, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Edith Wiens sowie in der Meisterklasse von Christian Gerhaher. Im Prinzregententheater sang er u.a. Colline (La bohème) und Sarastro (Die Zauberflöte), am Stadttheater Augsburg Lord Sindham (Zar und Zimmermann). Zudem wirkte er in den konzertanten Opernaufführungen des Мünchner Rundfunkorchesters von Macbeth, Silvana und Orpheus in der Unterwelt mit; im Konzert sang er u.a. Beethovens 9. Sinfonie. 2008 war er Preisträger beim Вundeswettbewerb Gesang und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied im Opernstudio, seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Colline, Marquis d’Obigny (La traviata), Silvano (La Calisto), Publio (La clemenza di Tito), Mitjucha (Boris Godunow), Nazarener (Salome), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Obrist (Die Soldaten), Astolfo (Lucrezia Borgia).

www.tareq-nazmi.com

Mrs Alice Ford


Véronique Gens Foto: A. Weinberger
Véronique Gens
Véronique Gens, aus Orléans stammend, zählt zu den international führenden Barock- und Mozartinterpretinnen. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. Donna Elvira (Don Giovanni), Fiordiligi (Così fan tutte), Pamina (Die Zauberflöte), Vitellia (La clemenza di Tito), Gräfin (Le nozze di Figaro) und Mélisande (Pelléas et Mélisande). Sie sang u.a. an den Opernhäusern von Dresden, Amsterdam, Barcelona, Madrid, Wien, München, Paris, London, Berlin, Hamburg und Tokio sowie bei den Festspielen von Glyndebourne, Aix-en-Provence und Salzburg. 2006 wurde sie vom französischen L’Ordre des Arts et des Lettres zum Chevalier ernannt und 2011 wurde ihr der gleiche Rang in der Légion d’honneur verliehen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Donna Elvira.

Nannetta


Elena Tsallagova
Elena Tsallagova
Elena Tsallagova, geboren in Vladikavkaz/Russland, studierte u.a. am Konservatorium in St. Petersburg. Im Oktober 2006 wurde sie Mitglied im Young Artists Programme der Opéra National de Paris, wo sie Partien wie Despina (Così fan tutte) oder die Titelrolle in Das schlaue Füchslein übernahm. 2007 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen als Zelmira in Haydns Armida. Zudem gab sie ihr Debüt als Nannetta (Falstaff) beim Festival in Glyndebourne und als Mélisande (Pelléas et Mélisande) an der Pariser Opéra National. 2011 debütierte sie als Corinna (Il viaggio a Reims) bei den Rossini-Festspielen in Pesaro und kürzlich sang sie Fortuna/Dama (L’incoronazione di Poppea) am Teatro Real in Madrid. Von 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper. Partie hier 2012/13: Nannetta. 

Mrs Quickly


Ewa Podleś
Ewa Podleś
Ewa Podleś wurde in Warschau geboren. Nach ihrem Gesangstudium bei Alina Bolechowska an der Chopin Musikakademie ihrer Heimtstadt gab sie ihr Operndebüt als Rosina (Il barbiere di Siviglia) am Teatr Wielki. Rasch folgten Gastauftritte an großen Opernhäusern weltweit wie der Metropolitan Opera New York, dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Gran Teatre Liceu in Barcelona und der San Francisco Opera. Zu ihrem breit gefächerten Repertoire zählen Partien wie Klytemnästra (Elektra), Erda (Der Ring des Nibelungen), Isabella (L’italiana in Algeri), Azucena (Il trovatore), Marquise de Birkenfeld (La fille du régiment) sowie die Titelpartien in Rossinis Tancredi und in Händels Rinaldo und Giulio Cesare in Egitto. Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Diapason d’or und dem Grand Prix de l’Academie Francaise. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Mrs Quickly (Falstaff).

Mrs Meg Page


Anaik Morel
Anaïk Morel
Anaïk Morel wurde in Lyon geboren und studierte bereits als Jugendliche Cello, bevor sie am Konservatorium ihrer Heimatstadt zum Gesang wechselte und mit Auszeichnung abschloss. Sie war an den Opernhäusern von Besançon und Lyon, beim Festival junger Talente in Paris sowie in zahlreichen Konzerten in und außerhalb Frankreichs zu hören. Ab September 2006 gehörte sie dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an und war von 2008 bis 2010 im Ensemble des Hauses engagiert; hier stand sie u.a. als Mercédès (Carmen), Fenena (Nabucco), Meg Page (Falstaff), Hänsel (Hänsel und Gretel), Silla (Palestrina) und Carlotta (Die schweigsame Frau) auf der Bühne. 2010 debütierte sie als Schwertleite (Die Walküre) an der Mailänder Scala und war als Marguerite (La damnation de Faust) in Rennes, Nantes und Angers zu erleben. 2010/11 sang sie an der Bayerischen Staatsoper die Schäferin (Jenůfa), Lucy (Die Tragödie des Teufels) und Fenena (Nabucco).
Partie 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper: Meg Page (Falstaff).