Falstaff - Biographien

Giuseppe Verdi: Falstaff. Ambrogio Maestri Giuseppe Verdi: Falstaff. Anthony Mee, Simon Keenlyside, Anatoli Kotscherga Giuseppe Verdi: Falstaff. Anja Harteros, Marjana Lipovsek, Chen Reiss, Ann-Katrin Naidu

Falstaff

Giuseppe Verdi
Arrigo Boito

Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2013
Samstag, 06. Juli 2013

Musikalische Leitung


Paolo Carignani (c) Barbara Aumüller
Paolo Carignani
Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition und Orchesterdirektion. Nachdem er den Internationalen Wettbewerb Gino Marinuzzi in San Remo gewonnen und an der International Conductor Masterclass in Hilversum teilgenommen hatte, wurde er von zahlreichen Festspielen und Theatern Italiens und des Auslands eingeladen. Er dirigierte u.a. an den Opernhäusern in New York, Tokio, Barcelona, Paris, Berlin, Köln, Rom, Bologna, Neapel und Genua sowie beim Rossini Festival in Pesaro, dem Festival dei Due Mondi in Spoleto, dem Festival Sferisterio in Macerata und im Concertgebouw Amsterdam. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: La bohème, Aida, Die Fledermaus, Otello, Il trovatore, Falstaff.

Inszenierung


Eike Gramss
Eike Gramss
Geboren bei Bremen. Studierte zunächst Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 1985 Generalintendant in Krefeld/Mönchengladbach. Seit 1991 Direktor am Stadttheater Bern.
Regiearbeiten u.a. in Bonn, Graz, Basel, Leipzig, Hannover, Karlsruhe, Staatsoper Berlin, English National Opera London, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Dresden, Maggio Musicale Florenz, Megaron Athen. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper München: 1996 Schlachthof 5 (Uraufführung), 2001 Falstaff.

Bühne und Kostüme


Gottfried Pilz
Gottfried Pilz
wurde zunächst bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit John Dew. Das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts bilden einen Schwerpunkt, so war er an vielen Uraufführungen beteiligt. Er arbeitete an den bedeutendsten Opernhäusern Europas und in den USA. Zusammen mit Götz Friedrich erarbeitete er u.a. die erste Ring-Inszenierung in der Geschichte der Finnischen Nationaloper Helsinki. Für den Film-Regisseur William Friedkin (The Exorcist, French Connection) stattete er einen Doppelabend mit Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Puccinis Gianni Schicchi aus. Seit 1993 führt Gottfried Pilz auch Regie (deutsche Erstaufführung von Messiaens St. François d’Assise, Oper Leipzig; Tschaikowskys Pique Dame an der Oper Los Angeles). Weitere Engagements u.a. in Madrid, bei den Salzburger Festspielen und an der New Yorker Metropolitan Opera. Aufsehen erregte er mit seinem Todesprojekt, einer szenischen Realisation von In hora mortis (Musik: Hans-Jürgen von Bose nach Texten von Thomas Bernhard) und Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt. Gottfried Pilz entwarf außerdem Kinderbücher und trat mit zahlreichen Ausstellungen hervor. Bühnenbilder an der Bayerischen Staatsoper: Schlachthof 5, Der Prinz von Homburg, Falstaff, Die Meistersinger von Nürnberg.

Licht


Manfred Voss
Manfred Voss
Manfred Voss begann seine Laufbahn am Bremer Theater. Seinen Durchbruch als Lichtdesigner hatte er 1976, als er in Patrice Chéreaus Inszenierung von Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen das Licht gestaltete. Seither schuf er das Lichtdesign bei allen Bayreuther Neuinszenierungen. Von 1990 bis 1995 war er zudem an der Staatsoper Hamburg tätig. Von 1995 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtung an den Städtischen Bühnen Köln. Als Gast war er u.a. in Berlin, Leipzig, Wien, Athen, Rom, Catania, Paris, Barcelona, Bilbao, Tokio, Rio de Janeiro, Amsterdam, St. Petersburg, Montpellier, Venedig, San Francisco, Kopenhagen und Salzburg tätig. 2003 wurde er mit dem Deutschen Bühnenpreis OPUS geehrt. Lichtdesigns an der Bayerischen Staatsoper: Falstaff, Ariadne auf Naxos.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hält er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Sir John Falstaff


Ambrogio Maestri
Ambrogio Maestri
Ambrogio Maestri wurde in Pavia geboren und studierte dort Klavier und Gesang. Unmittelbar nach seinem Studium 1999 erhielt er Engagements an den Opern von Washington, Triest und Verona. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit seinem Debüt als Falstaff am Teatro Verdi in Busseto und an der Mailänder Scala. Seither sang er u.a. an der Deutschen Oper Berlin, am Teatro Real in Madrid, der Hamburgischen und Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, in der Arena di Verona und an der Metropolitan Opera in New York. Sein Repertoire umfasst Partien wie Amonasro (Aida), Luna (Il trovatore), Enrico (Lucia di Lammermoor), Iago (Otello), Renato (Un ballo in maschera) sowie die Titelrollen in Simone Boccanegra, Rigoletto und Nabucco. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Dulcamara (L’elisir d’amore).

http://www.ambrogiomaestri.com/

Ford


Levente Molnár
Levente Molnár
Levente Molnár, geboren 1983 in Transsylvanien, wuchs in Ungarn auf. Mit 14 Jahren begann er sein Gesangsstudium. Ab 2003 war er Mitglied des Opernstudios der Ungarischen Staatsoper Budapest und debütierte dort 2006 als Don Giovanni. Als Ensemblemitglied der Staatsoper sang er Partien wie Guglielmo (Così fan tutte), Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Malatesta (Don Pasquale) und die Titelpartie in Eugen Onegin. Am Royal Opera House Covent Garden gastierte er als Masetto (Don Giovanni) und Figaro (Il barbiere di Siviglia). Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: Marcello (La bohème), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Donner (Das Rheingold), Sharpless (Madama Butterfly), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Peter, Besenbinder (Hänsel und Gretel).

Fenton


Javier Camarena
Javier Camarena
Javier Camarena wurde in Veracruz/Mexiko geboren und studierte Gesang an der Universität von Guanajuato. Er ist Preisträger internationaler Gesangswettbwerbe wie des Carlo-Morelli-Wettbewerbs in Mexiko. 2004 debütierte er in Mexiko-Stadt als Tonio (La Fille du régiment), sang dort Partien wie Nemorino (L’elisir d’amore) und Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) und wurde Mitglied des Zürcher Opernstudios. 2007 wurde er Ensemblemitglied in Zürich und übernahm Partien wie Lindoro (L’italiana in Algeri), Belfiore (La finta giardiniera) und Ferrando (Così fan tutte). Zudem folgten Auftritte an den Opernhäusern von New York, Wien, Paris, Dresden, Barcelona und San Francisco. Konzerte gab er u.a. mit dem Cleveland Orchestra. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Fenton (Falstaff).

Dr Cajus


Ulrich Reß
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Walther von der Vogelweide (Tannhäuser), 1er commissaire (Dialogues des Carmélites), Der Förster (Rusalka), Monostatos (Die Zauberflöte), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Spalanzani (Les Contes dʼHoffmann), Mime (Das Rheingold), Missail (Boris Godunow), Ein junger Seemann (Tristan und Isolde), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), Altoum (Turandot), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Dr. Cajus (Falstaff).

Bardolfo


Kammersänger Kevin Conners
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an der Staatsoper Unter den Linden. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: u.a. Schwachsinniger (Boris Godunow), Remendado (Carmen), Frantz/Cochenille/Pitichinaccio (Les Contes d’Hoffmann), Gaston (La traviata), Brighella (Ariadne auf Naxos), Erster Gralsritter (Parsifal), Steuermann (Der fliegende Holländer).

Pistola


Tareq Nazmi
Tareq Nazmi
Tareq Nazmi, geboren in Kuwait, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Edith Wiens sowie in der Meisterklasse von Christian Gerhaher. Im Prinzregententheater sang er u.a. Colline (La bohème) und den Sarastro (Die Zauberflöte), am Stadttheater Augsburg Lord Sindham (Zar und Zimmermann). Zudem wirkte er in den konzertanten Opernaufführungen des Мünchner Rundfunkorchesters von Macbeth, Silvana und Orpheus in der Unterwelt mit; im Konzert sang er u.a. Beethovens 9. Sinfonie. 2008 war er Preisträger beim Вundeswettbewerb Gesang und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied im Opernstudio, seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: u.a. Don Fernando (Fidelio), Septett VII/Der Schreiber (Babylon), Astolfo (Lucrezia Borgia), Zuniga (Carmen), Mitjuch (Boris Godunow), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Zweiter Gralsritter (Parsifal), Masetto (Don Giovanni), Marquis dʼObigny (La traviata), Lorenzo (I Capuleti e i Montecchi).

www.tareq-nazmi.com

Mrs Alice Ford


Véronique Gens Foto: A. Weinberger
Véronique Gens
Véronique Gens, aus Orléans stammend, zählt zu den international führenden Barock- und Mozartinterpretinnen. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. Donna Elvira (Don Giovanni), Fiordiligi (Così fan tutte), Pamina (Die Zauberflöte), Vitellia (La clemenza di Tito), Gräfin (Le nozze di Figaro) und Mélisande (Pelléas et Mélisande). Sie sang u.a. an den Opernhäusern von Dresden, Amsterdam, Barcelona, Madrid, Wien, München, Paris, London, Berlin, Hamburg und Tokio sowie bei den Festspielen von Glyndebourne, Aix-en-Provence und Salzburg. 2006 wurde sie vom französischen L’Ordre des Arts et des Lettres zum Chevalier ernannt und 2011 wurde ihr der gleiche Rang in der Légion d’honneur verliehen. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Donna Elvira.

Nannetta


Anna Virovlansky
Anna Virovlansky
Anna Virovlansky, geboren in St. Petersburg, absolvierte ihr Gesangsstudium in Jerusalem. 2003 trat sie in das israelische Opernstudio ein und wurde im Folgejahr an die Oper Bonn engagiert. Gastengagements führten sie u.a. als Pamina (Die Zauberflöte) und Susanna (Le nozze di Figaro) an das Aalto-Theater Essen sowie als Zerlina (Don Giovanni) zu den Festspielen in Glyndebourne. 2009 wechselte sie an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo sie u.a. als Gilda (Rigoletto) und Blanche (Dialogues des Carmélites) zu erleben war. Seit 2011 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: u.a. Musetta (La bohème), Marzelline (Fidelio), Sœur Constance (Dialogues des Carmélites), Pamina (Die Zauberflöte), Adele (Die Fledermaus), Waldvogel (Siegfried), Stimme vom Himmel (Don Carlo), Xenia (Boris Godunow).

http://www.annaviro.com/

Mrs Quickly


Ewa Podleś
Ewa Podles
Ewa Podleś wurde in Warschau geboren. Nach ihrem Gesangstudium bei Alina Bolechowska an der Chopin Musikakademie ihrer Heimtstadt gab sie ihr Operndebüt als Rosina (Il barbiere di Siviglia) am Teatr Wielki. Rasch folgten Gastauftritte an großen Opernhäusern weltweit wie der Metropolitan Opera New York, dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Gran Teatre Liceu in Barcelona und der San Francisco Opera. Zu ihrem breit gefächerten Repertoire zählen Partien wie Klytemnästra (Elektra), Erda (Der Ring des Nibelungen), Isabella (L’italiana in Algeri), Azucena (Il trovatore), Marquise de Birkenfeld (La fille du régiment) sowie die Titelpartien in Rossinis Tancredi und in Händels Rinaldo und Giulio Cesare in Egitto. Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Diapason d’or und dem Grand Prix de l’Academie Francaise. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Mrs Quickly (Falstaff).

Mrs Meg Page


Anaik Morel
Anaïk Morel
Anaïk Morel wurde in Lyon geboren und studierte bereits als Jugendliche Cello, bevor sie am Konservatorium ihrer Heimatstadt zum Gesang wechselte und mit Auszeichnung abschloss. Sie war an den Opernhäusern von Besançon und Lyon, beim Festival junger Talente in Paris sowie in zahlreichen Konzerten in und außerhalb Frankreichs zu hören. Ab September 2006 gehörte sie dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an und war von 2008 bis 2010 im Ensemble des Hauses engagiert; hier stand sie u.a. als Mercédès (Carmen), Fenena (Nabucco), Meg Page (Falstaff), Hänsel (Hänsel und Gretel), Silla (Palestrina) und Carlotta (Die schweigsame Frau) auf der Bühne. 2010 debütierte sie als Schwertleite (Die Walküre) an der Mailänder Scala und war als Marguerite (La damnation de Faust) in Rennes, Nantes und Angers zu erleben. 2010/11 sang sie an der Bayerischen Staatsoper die Schäferin (Jenůfa), Lucy (Die Tragödie des Teufels) und Fenena (Nabucco).
Partie 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper: Meg Page (Falstaff).