Falstaff - Biographien

Giuseppe Verdi: Falstaff. Ambrogio Maestri Giuseppe Verdi: Falstaff. Anthony Mee, Simon Keenlyside, Anatoli Kotscherga Giuseppe Verdi: Falstaff. Anja Harteros, Marjana Lipovsek, Chen Reiss, Ann-Katrin Naidu
Falstaff
Giuseppe Verdi
Arrigo Boito

Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2009
Dienstag, 28. Juli 2009

 

Musikalische Leitung
Fabio Luisi
Fabio Luisi studierte Klavier sowie Dirigieren in Genua, Paris und Wien. Von 1995 bis 2000 war er Chefdirigent des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters in Wien, von 1997 bis 2002 Künstlerischer Direktor des Orchestre de la Suisse Romande in Genf und seit 1999 des Sinfonieorchesters des MDR Leipzig. Von 2005 bis 2007 hatte er die Position des Chefdirigenten der Wiener Symphoniker inne. Darüberhinaus gab er Konzerte u.a. mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, den Münchner Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, deren Generalmusikdirektor er bis Anfang 2010 war. 2012 wechselt er in gleicher Position an die Züricher Oper. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: 3. Akademiekonzert, Fidelio.
Fabio Luisi. © Barbara Luisi

 


Inszenierung
Eike Gramss
Geboren bei Bremen. Studierte zunächst Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 1985 Generalintendant in Krefeld/Mönchengladbach. Seit 1991 Direktor am Stadttheater Bern.
Regiearbeiten u.a. in Bonn, Graz, Basel, Leipzig, Hannover, Karlsruhe, Staatsoper Berlin, English National Opera London, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Dresden, Maggio Musicale Florenz, Megaron Athen. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper München: 1996 Schlachthof 5 (Uraufführung), 2001 Falstaff.
Eike Gramss

 


Bühne und Kostüme
Gottfried Pilz
wurde zunächst bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit John Dew. Das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts bilden einen Schwerpunkt, so war er an vielen Uraufführungen beteiligt. Er arbeitete an den bedeutendsten Opernhäusern Europas und in den USA. Zusammen mit Götz Friedrich erarbeitete er u.a. die erste Ring-Inszenierung in der Geschichte der Finnischen Nationaloper Helsinki. Für den Film-Regisseur William Friedkin (The Exorcist, French Connection) stattete er einen Doppelabend mit Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Puccinis Gianni Schicchi aus. Seit 1993 führt Gottfried Pilz auch Regie (deutsche Erstaufführung von Messiaens St. François d’Assise, Oper Leipzig; Tschaikowskys Pique Dame an der Oper Los Angeles). Weitere Engagements u.a. in Madrid, bei den Salzburger Festspielen und an der New Yorker Metropolitan Opera. Aufsehen erregte er mit seinem Todesprojekt, einer szenischen Realisation von In hora mortis (Musik: Hans-Jürgen von Bose nach Texten von Thomas Bernhard) und Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt. Gottfried Pilz entwarf außerdem Kinderbücher und trat mit zahlreichen Ausstellungen hervor. Bühnenbilder an der Bayerischen Staatsoper: Schlachthof 5, Der Prinz von Homburg, Falstaff, Die Meistersinger von Nürnberg.
Gottfried Pilz

 


Licht
Manfred Voss
Manfred Voss begann seine Laufbahn am Bremer Theater. Seinen Durchbruch als Lichtdesigner hatte er 1976, als er in Patrice Chéreaus Inszenierung von Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen das Licht gestaltete. Seither schuf er das Lichtdesign bei allen Bayreuther Neuinszenierungen. Von 1990 bis 1995 war er zudem an der Staatsoper Hamburg tätig. Von 1995 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtung an den Städtischen Bühnen Köln. Als Gast war er u.a. in Berlin, Leipzig, Wien, Athen, Rom, Catania, Paris, Barcelona, Bilbao, Tokio, Rio de Janeiro, Amsterdam, St. Petersburg, Montpellier, Venedig, San Francisco, Kopenhagen und Salzburg tätig. 2003 wurde er mit dem Deutschen Bühnenpreis OPUS geehrt. Lichtdesigns an der Bayerischen Staatsoper: Falstaff, Ariadne auf Naxos.
Manfred Voss

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Sir John Falstaff
Ambrogio Maestri
Ambrogio Maestri wurde in Pavia geboren und studierte dort Klavier und Gesang. Unmittelbar nach seinem Studium 1999 erhielt er Engagements an den Opern von Washington, Triest und Verona. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit seinem Debüt als Falstaff am Teatro Verdi in Busseto und an der Mailänder Scala. Seither sang er u.a. an der Deutschen Oper Berlin, am Teatro Real in Madrid, der Hamburgischen und Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London, in der Arena di Verona und an der Metropolitan Opera in New York. Sein Repertoire umfasst Partien wie Amonasro (Aida), Luna (Il trovatore), Enrico (Lucia di Lammermoor), Iago (Otello), Renato (Un ballo in maschera) sowie die Titelrollen in Simone Boccanegra, Rigoletto und Nabucco. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Dulcamara (L’elisir d’amore).
Ambrogio Maestri

 


Ford
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Alfonso (Così fan tutte), Besenbinder (Hänsel und Gretel), Sharpless (Madama Butterfly), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos), Kurwenal (Tristan und Isolde).
Michael Volle

 


Fenton
Daniil Shtoda
Daniil Shtoda ist Absolvent der Mariinsky-Akademie. Er interpretierte Fenton (Falstaff) mit den Berliner Philharmonikern und Lenski (Eugen Onegin) an der Metropolitan Opera, bei den Festspielen Maggio Musicale Fiorentino sowie in Aix-en-Provence, Alfredo Germont (La traviata) an der Oper Leipzig, Beppe (I pagliacci) am Royal Opera House Covent Garden und Laertes (Hamlet) am Gran Teatre del Liceu. Jüngst erweiterte er mit den Partien Don Ottavio (Don Giovanni), Ferrando (Così fan tutte) und Arbace (Idomeneo) sein Mozart-Repertoire. Auftritte als Liedsänger hatte er u.a. in der Wigmore Hall, auf dem Edinburgh Festival, im Concertgebouw, Auditorium du Louvre, im Théâtre de la Monnaie und in der Carnegie Hall. Debüt an der Bayerischen Staatsoper: Fenton (Falstaff).
Daniil Shtoda

 


Dr Cajus
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Spalanzani (Les contes dʼHoffmann), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), L'imperatore Altoum (Turandot),  Mime (Das Rheingold), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Dritter Knappe (Parsifal).
Ulrich Reß

 


Bardolfo
Kenneth Roberson
Kenneth Roberson, geboren in North Carolina, gab 1996 im Rahmen des Zyklus On Wings of Song der Marilyn Horne Foundation sein New Yorker Recital-Debüt und war Preisträger internationaler Wettbewerbe. 2000/01 wurde er Mitglied des Opernhauses Zürich, seit 2004 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien 2011/12: u.a. Ein Offizier (Ariadne auf Naxos), Brabantischer Edler (Lohengrin), 1. Geharnischter/2. Priester (Die Zauberflöte), Evandro (Medea in Corinto), Goro Nakodo (Madama Butterfly), Haushofmeister der Feldmarschallin (Der Rosenkavalier), Vierter Knappe (Parsifal), Der Narr (Wozzeck), Parpignol (La bohème).
Kenneth Roberson

 


Pistola
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Fürst Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Wurm (Luisa Miller), Don Fernando (Fidelio), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (Norma), Titurel (Parsifal), Colline (La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (Roberto Devereux), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Mönch (Don Carlo).
Steven Humes

 


Mrs Alice Ford
Anja Harteros
Anja Harteros begann ihre Karriere 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte: u.a. die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Staatsopern Wien, München, Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihren Partien zählen Desdemona (Otello), Amelia (Simone Boccanegra), Leonora (Il trovatore), Elisabeth (Tannhäuser), Marschallin (Der Rosenkavalier), Arabella, Alcina. In Konzertauftritten sang sie mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt; in der Zeitschrift Opernwelt wurde sie für ihr Münchner Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) zur Sängerin des Jahres 2009 gewählt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Elisabetta (Don Carlo), Violetta Valéry (La traviata).
Anja Harteros (c) Marco Borggreve

 


Nannetta
Elena Tsallagova
Elena Tsallagova, geboren in Vladikavkaz/Russland, studierte u.a. am Konservatorium in St. Petersburg und bei Ileana Cotrubas. Im Oktober 2006 wurde sie Mitglied im Young Artists Programme der Opéra national de Paris, wo sie in der Spielzeit 2007/08 Partien wie Despina (Così fan tutte), Stimme des Falken (Die Frau ohne Schatten) sowie die Titelrolle von Janáčeks Das schlaue Füchslein übernahm. 2007 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen als Zelmira in Haydns Armida. Zudem gab sie ihr Debüt in Großbritannien als Nannetta (Falstaff) in Glyndebourne und ihr Rollendebüt als Mélisande (Pelléas et Mélisande) an der Pariser Bastille. 2011 debütierte sie als Corinna (Il viaggio a Reims) bei den Rossini-Festspielen in Pesaro. Von 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: Donna Clara (Der Zwerg), Despina (Così fan tutte).
Elena Tsallagova

 


Mrs Quickly
Marie-Nicole Lemieux
Marie-Nicole Lemieux gewann den ersten Preis und den Sonderpreis für Liedinterpretation beim Internationalen Königin Elisabeth-Wettbewerb in Belgien. Dieser Erfolg öffnete ihr die Türen zu einer internationalen Karriere im Konzert- und Opernbereich. Sie tritt mit namhaften Orchestern wie dem Orchestre Nationale de France, den London Philharmonic Orchestra und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin auf. Ein Schwerpunkt ihres Opernrepertoires liegt im Bereich der Barockoper, insbesondere auf der Rolle des Giulio Cesare. Daneben ist sie auch in Partien wie Orfeo (Orfeo ed Euridice), Isaura (Tancredi), Flosshilde (Götterdämmerung), Anna (Les Troyens) und Geneviève (Pelléas et Mélisande) zu sehen. Debüt an der Bayerischen Staatsoper: Mrs. Quickly (Falstaff).

 


Mrs Meg Page
Gabriela Scherer
Gabriela Scherer stammt aus Zürich und studierte Gesang am Mozarteum in Salzburg. 2005 war sie Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg, wo sie auch als Hänsel (Hänsel und Gretel) debütierte. Diese Partie interpretierte sie seither u.a. am Hans-Otto-Theater Potsdam und an der Oper Leipzig, an der sie 2007/08 Ensemblemitglied war. Hier sang sie u.a. Miss Jessel (The Turn of the Screw), Annio (La clemenza di Tito) und Komponist (Ariadne auf Naxos). Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Dorabella (Così fan tutte), Hänsel (Hänsel und Gretel), Mércèdes (Carmen), Fenena (Nabucco), Sœur Mathilde (Dialogues des Carmélites), Klingsors Zaubermädchen (Parsifal).
Gabriela Scherer