Otello - Biographien

Otello: Anja Harteros, Raymond Very Giuseppe Verdi: Otello Otello: Claudio Sgura, Pavol Breslik

Otello

Giuseppe Verdi
Arrigo Boito

Nationaltheater

Samstag, 06. April 2013

Musikalische Leitung


Paolo Carignani (c) Barbara Aumüller
Paolo Carignani
Paolo Carignani, geboren in Mailand, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Komposition, Orgel, Klavier und Orchesterdirektion. Nachdem er den Internationalen Wettbewerb Gino Marinuzzi in San Remo gewonnen und an der International Conductor Masterclass in Hilversum teilgenommen hatte, wurde er von zahlreichen Festspielen und Theatern Italiens und des Auslands eingeladen. Er dirigierte u.a. an den Opernhäusern von New York, Tokio, Barcelona, Paris, Berlin, London, Rom, Bologna, Neapel und Genua sowie beim Rossini Festival in Pesaro, dem Festival dei Due Mondi in Spoleto, dem Festival Sferisterio in Macerata und im Concertgebouw Amsterdam. Von 1999 bis 2008 war er Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Zuletzt leitete er etwa Guillaume Tell im Muziektheater Amsterdam sowie Nabucco im New National Theatre Tokyo. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Il trovatore, La traviata, Macbeth, Il barbiere di Siviglia.

Inszenierung


Francesca Zambello
Francesca Zambello
Geboren in den USA; Studium an der Colgate University. Seit ihrem Regiedebüt an der Houston Grand Opera 1984 mit Beethovens Fidelio inszenierte sie an zahlreichen Theatern und Opernhäusern in Europa und Nordamerika, darunter Lucia di Lammermoor an der Metropolitan Opera in New York, die mit dem Olivier-Award ausgezeichnete Chowanschtschina und Boris Godunow an der English National Opera, Billy Budd und Die verkaufte Braut am Royal Opera House, Covent Garden, Die Meistersinger von Nürnberg in Kopenhagen, Turandot an der Pariser Opéra Bastille, Poulencs Dialogues de Carmelites beim Seito Kinen Festival in Japan und Weills Lady in the Dark am Londoner Royal National Theatre. Sechs Jahre leitete sie das Skylight Opera Theatre in Milwaukee. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte Francesca Zambello Otello.

Choreographie


Alphonse Poulin
Alphonse Poulin

Geboren in den USA. Stationen seiner Tänzerkarriere waren die Ballettcompagnie in Boston, das Municipal Theater in São Paulo, das Nationalballett Lissabon sowie das Theater des Westens in Berlin. 1981 Ballettmeister am Grand Théâtre in Genf; Gast an mehreren Opern- und Balletthäusern, u.a. in Madrid, Boston, São Paulo sowie in San Francisco, Chicago, Wien, Bordeaux und Paris; Choreographien für zahlreiche Opern wie zum Beispiel La Périchole, Eugen Onegin, Lulu, Le nozze di Figaro, Aida, La traviata, Rigoletto und Turandot. Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Otello.


Bühne und Kostüme


Alison Chitty
Alison Chitty
studierte an der St. Martin's School of Art in London; mehrere Jahre ständige Ausstatterin am Royal National Theatre, London. Neben etlichen Arbeiten am Schauspiel schuf sie die Entwürfe zahlreicher Film- und Opernproduktionen, u.a. am Londoner Royal Opera House, Covent Garden (Gawain von Birtwistle, Billy Budd), an der English National Opera (Chowanschtschina), der Dallas Opera (Jenufa) und der Opéra Bastille, Paris (Billy Budd, Turandot) sowie an den Opernhäusern in Kopenhagen (Die Meistersinger von Nürnberg), Seattle (Tristan und Isolde) und Bordeaux (Der fliegende Holländer). Ausstattungsdebüt 1999 an der Bayerischen Staatsoper mit der Neuinszenierung von Otello.

Licht


Mimi Jordan Sherin
Mimi Jordan Sherin
Mimi Jordan Sherin wurde in den USA geboren. Neben zahlreichen Arbeiten für amerikanische und englische Schauspielbühnen (New York Shakespeare Festival, Dallas Theatre Center u.a.) sowie für den Broadway (Our Country‘s Good) ist die Licht-Designerin auch im Bereich der Oper tätig: an der Houston Grand Opera beleuchtete sie u.a. Street Scene, an der Dallas Opera La traviata; weitere Arbeiten u.a. für die Boston Opera, die Portland Opera und das Royal Opera House, Covent Garen. Für die Bayerische Staatsoper entwarf sie das Licht-Design u.a. für Giulio Cesare, The Midsummer Marriage, Otello, Ariodante, Moses und Aron, Lohengrin.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Otello


Kristian Benedikt
Kristian Benedikt
Kristian Benedikt wurde in Litauen geboren und gab sein Operndebüt 1994 an der Nationaloper in Vilnius, wo er nach seinem Studium Ensemblemitglied wurde und sich ein Repertoire aus Partien wie Cassio (Otello), Lenski (Eugen Onegin), Nemorino (L’elisir d’amore), Alfredo (La traviata) und Tito (La clemenza di Tito) erarbeitete. 2002 war er mit dem Münchner Rundfunkorchester in Ponchiellis La Gioconda zu hören. Zwei Jahre später debütierte er an der Nederlandse Opera in Amsterdam als Graf von Lerma (Don Carlo). Es folgten zahlreiche Auftritte an den Opernhäusern von Helsinki, Kopenhagen, Rom und St. Petersburg. 2013 gab er in Vilnius sein Rollendebüt als Siegmund (Die Walküre) und Werther. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Otello.

Jago


Claudio Sgura
Claudio Sgura
Claudio Sgura, geboren in Brindisi/Italien, studierte in Lecce bei der Sopranistin Maria Mazzotta. Sein Operndebüt gab er im Theater von Lecce als Germont (La traviata). Zu seinem Repertoire gehören u.a. Escamillo (Carmen), Dulcamara (L’elisir d’amore), Sharpless (Madama Butterfly), Luna (Il trovatore), Ezio (Attila), Jack Rance (La fanciulla del West), Marcello (La bohème), Alfio (Cavalleria rusticana), Scarpia (Tosca) und Francesco Foscari (I due Foscari). Er singt an allen großen italienischen Opernhäusern, etwa am Teatro Lirico in Cagliari und an der Mailänder Scala sowie am Royal Opera House in London und den Opernhäusern von Zürich, Oslo und Hamburg. Zudem gewann er 2005 den Gesangswettbewerb von Viterbo und 2006 den zweiten Preis beim Verdi-Wettbewerb von Busseto. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Jago (Otello).

Cassio


Pavol Breslik (c) Juraj Novak
Pavol Breslik
Pavol Breslik, geboren in der Slowakei, studierte Gesang in Bratislava und Marseille. 2005 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt zum Nachwuchssänger des Jahres gewählt. Von 2003 bis 2006 war er an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin engagiert. Gastengagements führten ihn u.a. nach Brüssel, Paris, Wien, Zürich, London, Barcelona und New York sowie zu den Festivals in Glyndebourne, Aix-en-Provence und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Don Ottavio (Don Giovanni), Lenski (Eugen Onegin), Alfred (Die Fledermaus), Tamino (Die Zauberflöte), Ferrando (Così fan tutte), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Alfredo (La traviata), Cassio (Otello), Macduff (Macbeth) und die Titelpartie in Faust. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Nemorino (L’elisir d’amore), Gennaro (Lucrezia Borgia).

Rodrigo


Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt er auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Geharnischter/Priester (Die Zauberflöte), Spoletta (Tosca), Mastro Trabuco (La forza del destino), Gaston (La traviata), Il principe di Persia (Turandot), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Jude (Salome), Offizier (Ariadne auf Naxos).

Lodovico


Tareq Nazmi
Tareq Nazmi
Tareq Nazmi, geboren in Kuwait, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Edith Wiens sowie in der Meisterklasse von Christian Gerhaher. Im Prinzregententheater sang er u.a. Colline (La bohème) und Sarastro (Die Zauberflöte), am Stadttheater Augsburg Lord Sindham (Zar und Zimmermann). Zudem wirkte er in den konzertanten Opernaufführungen des Мünchner Rundfunkorchesters von Macbeth, Silvana und Orpheus in der Unterwelt mit; im Konzert sang er u.a. Beethovens 9. Sinfonie. 2008 war er Preisträger beim Вundeswettbewerb Gesang und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied im Opernstudio, seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Colline, Marquis d’Obigny (La traviata), Silvano (La Calisto), Publio (La clemenza di Tito), Mitjucha (Boris Godunow), Nazarener (Salome), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Obrist (Die Soldaten), Astolfo (Lucrezia Borgia).

www.tareq-nazmi.com

Montano


Goran Jurić
Goran Jurić
Goran Jurić stammt aus Kroatien und absolvierte sein Studium an der Musikakademie Zagreb. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pluto/Charon (L’Orfeo), Sarastro (Die Zauberflöte), Colas (Bastien und Bastienne) und Pistola (Falstaff) sowie Oratorien von Barock bis zum 20. Jahrhundert. 2011 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und debütierte am Teatro dell’Opera in Rom als Oberpriester (Nabucco) sowie am Teatro La Fenice in Venedig als Komtur (Don Giovanni). Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Komtur (Don Giovanni), Ferrando (Il trovatore), Cesare Angelotti (Tosca), Timur (Turandot), Pietro (Simon Boccanegra), Colline (La bohème), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Onkel Bonzo (Madama Butterfly), Walter Furst (Guillaume Tell), Gubetta (Lucrezia Borgia).

Ein Herold


Andrea Borghini
Andrea Borghini
Andrea Borghini wurde in Siena geboren. Er studierte zunächst Klavier und Violoncello, bevor er ein Gesangsstudium in Lucca aufnahm. 2011 trat er beim Festival Erl in Tirol als Wolfram und Biterolf (Tannhäuser) auf und sang Ford (Falstaff) im Teatro Filarmonico in Verona. Er gewann 2012 den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Giulio Neri in Italien sowie den Spezialpreis Mietta Sighele beim Zandonai Gesangswettbewerb. Im Juli 2012 erfolgte sein Debüt als Figaro (Il barbiere di Siviglia) beim Opera Festival Firenze. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er als Stipendiat der Stiftung Vera und Volker Doppelfeld Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: u.a. Marullo (Rigoletto), Jäger (Rusalka), Schaunard (La bohème), Moralès (Carmen), Cavaliere (Mirandolina), Fiorello (Il barbiere di Siviglia), Lorenzo (I Capuleti e i Montecchi), Diener/Mörder (Macbeth), Ascanio Petrucci (Lucrezia Borgia).

Desdemona


Anja Harteros (c) Marco Borggreve
Anja Harteros
Anja Harteros begann ihre Karriere 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte: u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, das Royal Opera House, Covent Garden, die Staatsopern Wien und Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Amelia (Simon Boccanegra), Elisabeth (Tannhäuser), Mimì (La bohème), Marschallin (Der Rosenkavalier), Desdemona (Otello), Leonora (Il trovatore) sowie die Titelpartien in Arabella und Alcina. In Konzertauftritten sang sie mit Orchestern wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. In der Zeitschrift „Opernwelt“ wurde sie für ihr Münchner Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) zur „Sängerin des Jahres“ 2009 gewählt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Donna Leonora (La forza del destino), Titelpartie in Tosca, Liederabend bei den Opernfestspielen.

Emilia


Okka von der Damerau
Okka von der Damerau
Okka von der Damerau, geboren in Hamburg, begann ihr Gesangsstudium in Rostock und schloss es an der Hochschule für Musik Freiburg ab. Erste Engagements führten sie parallel zum Studium an die Theater in Rostock (2000 bis 2002) und Freiburg (2003 bis 2005). Von 2006 bis 2010 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und wirkte u.a. in der Uraufführung von Edward Rushtons Die fromme Helene mit, sang Erda (Das Rheingold), Maddalena (Rigoletto) und Dritte Dame (Die Zauberflöte). 2008/09 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper als Erste Magd (Elektra), seit der Spielzeit 2010/11 ist sie Ensemblemitglied. Partien hier 2013/2014: Mutter/chinesische Tasse/Libelle/Zofe (L’Enfant et les sortilèges/Der Zwerg), Waldnymphe (Rusalka), Dame (Die Zauberflöte), Stimme von oben/Stimme der Ungeborenen/Dienerin/Kinderstimme (Die Frau ohne Schatten), Altpartie im 3. Akademiekonzert, Mary (Der fliegende Holländer), Suzuki (Madama Butterfly), Schenkwirtin (Boris Godunow), Page der Herodias (Salome), Klingsors Zaubermädchen (Parsifal), Charlotte (Die Soldaten).