Otello - Biographien
Otello
Giuseppe Verdi
Arrigo Boito
Nationaltheater
Münchner Opernfestspiele 2009
Donnerstag, 30. Juli 2009
Musikalische Leitung
Bertrand de Billy
Bertrand de Billy, geboren in Paris, studierte Musik in seiner Heimatstadt, wo er zunächst als Orchestermusiker arbeitete. Er begann als Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor in Dessau. 1994 debütierte er mit Carmen an der Wiener Volksoper, wo er von 1996 bis 1998 Erster Kapellmeister war. Von 1999 bis 2004 war er Chefdirigent des Teatro del Liceu in Barcelona. Beim Festival OsterKlang 1998 dirigierte er erstmals das RSO Wien; 2002 wurde er dort Chefdirigent. Er gastiert regelmäßig an internationalen Opernhäusern u.a. in Berlin, Hamburg, München, Wien, London, Brüssel, Paris, Washington, Los Angeles sowie New York und ist ferner alljährlich bei den Salzburger Festspielen engagiert. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2010/11:
Die Fledermaus,
Luisa Miller.
Inszenierung
Francesca Zambello
Geboren in den USA; Studium an der Colgate University. Seit ihrem Regiedebüt an der Houston Grand Opera 1984 mit Beethovens
Fidelio inszenierte sie an zahlreichen Theatern und Opernhäusern in Europa und Nordamerika, darunter
Lucia di Lammermoor an der Metropolitan Opera in New York, die mit dem Olivier-Award ausgezeichnete
Chowanschtschina und
Boris Godunow an der English National Opera,
Billy Budd und
Die verkaufte Braut am Royal Opera House, Covent Garden,
Die Meistersinger von Nürnberg in Kopenhagen,
Turandot an der Pariser Opéra Bastille, Poulencs
Dialogues de Carmelites beim Seito Kinen Festival in Japan und Weills
Lady in the Dark am Londoner Royal National Theatre. Sechs Jahre leitete sie das Skylight Opera Theatre in Milwaukee. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte Francesca Zambello
Otello.
Choreographie
Alphonse Poulin
Geboren in den USA. Stationen seiner Tänzerkarriere waren die Ballettcompagnie in Boston, das Municipal Theater in São Paulo, das Nationalballett Lissabon sowie das Theater des Westens in Berlin. 1981 Ballettmeister am Grand Théâtre in Genf; Gast an mehreren Opern- und Balletthäusern, u.a. in Madrid, Boston, São Paulo sowie in San Francisco, Chicago, Wien, Bordeaux und Paris; Choreographien für zahlreiche Opern wie zum Beispiel La Périchole, Eugen Onegin, Lulu, Le nozze di Figaro, Aida, La traviata, Rigoletto und Turandot. Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Otello.
Neueinstudierung
Nico Trees
Nicolas Trees, geboren in der Schweiz, studierte Musiktheater-Regie in Wien und begann als Assistent am Rossini Opera Festival in Pesaro Es folgten Inszenierungen von Rossinis
Le Comte Ory und Verdis
I masnadieri am Landestheater Linz. Ab 1993 war er Abendspielleiter an der Wiener Staatsoper als auch künstlerischer Leiter der Wiener Taschenoper, wo er u.a. Brittens
The Rape of Lucretia szenisch erarbeitete. 1995 wurde er als Spielleiter an die Bayerische Staatsoper in München verpflichtet. Er setzt sich konsequent für seltene Stücke und musikhistorische Recherchen ein, zuletzt für die zeitgenössische Wiederaufführung von Korngolds
Die stumme Serenade in München. An der Bayerischen Staatsoper übernimmt er in der Spielzeit 2008/09 die Neueinstudierung von
Otello.
Bühne und Kostüme
Alison Chitty
studierte an der St. Martin's School of Art in London; mehrere Jahre ständige Ausstatterin am Royal National Theatre, London. Neben etlichen Arbeiten am Schauspiel schuf sie die Entwürfe zahlreicher Film- und Opernproduktionen, u.a. am Londoner Royal Opera House, Covent Garden (
Gawain von Birtwistle,
Billy Budd), an der English National Opera (
Chowanschtschina), der Dallas Opera (
Jenufa) und der Opéra Bastille, Paris (
Billy Budd, Turandot) sowie an den Opernhäusern in Kopenhagen (
Die Meistersinger von Nürnberg), Seattle (
Tristan und Isolde) und Bordeaux (
Der fliegende Holländer). Ausstattungsdebüt 1999 an der Bayerischen Staatsoper mit der Neuinszenierung von
Otello.
Licht
Mimi Jordan Sherin
Mimi Jordan Sherin wurde in den USA geboren. Neben zahlreichen Arbeiten für amerikanische und englische Schauspielbühnen (New York Shakespeare Festival, Dallas Theatre Center u.a.) sowie für den Broadway (Our Country‘s Good) ist die Licht-Designerin auch im Bereich der Oper tätig: an der Houston Grand Opera beleuchtete sie u.a.
Street Scene, an der Dallas Opera
La traviata; weitere Arbeiten u.a. für die Boston Opera, die Portland Opera und das Royal Opera House, Covent Garen. Für die Bayerische Staatsoper entwarf sie das Licht-Design u.a. für
Giulio Cesare,
The Midsummer Marriage,
Otello,
Ariodante,
Moses und Aron,
Lohengrin.
Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Otello
Johan Botha
Johan Botha, in Südafrika geboren, studierte Gesang in Pretoria und gab 1989 als Max (
Der Freischütz) sein Bühnendebüt am Staatstheater Roodeport. Internationale Anerkennung bekam er in der Partie des Pinkerton (
Madama Butterfly) an der Pariser Opéra Bastille 1993. Seitdem gastiert er regelmäßig an allen weltweit bedeutenden Opernhäusern, u.a. in Mailand, London, Paris, Barcelona, New York, Chicago, Berlin und Hamburg sowie bei den Salzburger Festspielen. An der Wiener Staatsoper wurde er im Jahre 2003 zum Österreichischen Kammersänger ernannt. Sein Repertoire umfasst Partien wie Florestan (
Fidelio), Don Carlos, Radames (
Aida), Cavaradossi (
Tosca), Kalaf (
Turandot), Lohengrin, Stolzing (
Die Meistersinger von Nürnberg), Siegmund (
Die Walküre) und Parsifal. Partie an der Bayerischen Staatsoper: Otello.
Jago
Lucio Gallo
stammt aus Italien, studierte Gesang am Turiner Konservatorium "Giuseppe Verdi" und gewann zahlreiche internationale Musikwettbewerbe. Er gab Konzerte in ganz Europa und gastierte bald an allen internationalen Opernhäusern von der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich, der Royal Opera Covent Garden in London bis zur Metropolitan Opera New York. Wichtige Partien: Leporello und Don Giovanni (
Don Giovanni), Conte di Almaviva und Figaro (
Le nozze di Figaro), Dandini (
La Cenerentola), Figaro (
Il barbiere di Siviglia), Malatesta (
Don Pasquale), Eugen Onegin, Giorgio Germont (
La traviata), Rodrigo (
Don Carlo), Ford (
Falstaff), Scarpia (
Tosca). Inzwischen ist er auch als Macbeth, Amonasro (
Aida) oder Escamillo (
Carmen) zu hören. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Figaro, Conte di Almaviva, Leporello, Malatesta und Ford.
Cassio
Wookyung Kim
Wookyung Kim, in Seoul/Korea geboren, absolvierte sein Gesangsstudium an der Hanyang-Universität und in München. 2001/02 war er Mitglied im Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Von 2003 bis 2007 gehörte er dem Ensemble der Sächsischen Staatsoper Dresden an. 2004 gewann er den Ersten Preis beim Operalia-Gesangswettbewerb in Los Angeles. Daraufhin wurde er für 2007 als Alfredo (
La traviata) an die Metropolitan Opera New York engagiert. Zahlreiche Konzerte und Opernauftritte führten ihn u.a. nach Rom, Brüssel, Hong Kong, zu den Bregenzer Festspielen, an die Staatsoper Hamburg, ans Londoner Royal Opera House, Covent Garden und an die Deutsche Oper Berlin. Dabei sang er Rollen wie Duca (
Rigoletto), Cassio (
Otello), Tamino (
Die Zauberflöte) und Narraboth (
Salome). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Rodolfo (
La bohème).
Rodrigo
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (
Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (
Fidelio). Seit 1997 singt Francesco Petrozzi auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (
Carmen), Enzo Grimaldo (
La Gioconda), Radamès (
Aida) und Cavaradossi (
Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Il principe di Persia (
Turandot), Tideo (
Medea in Corinto), Gaston (
La traviata), Brabantischer Edler (
Lohengrin), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (
Der Rosenkavalier), Spoletta (
Tosca), Lord Cecil (
Roberto Devereux), 2. Handwerksbursche (
Wozzeck).
Lodovico
Steven Humes
Steven Humes studierte am Musikkonservatorium von New England und an der Boston University. Seine ersten Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte der Bassist u.a. an den Opern von St. Louis und Chicago sowie der Wolf Trap Opera. 2003 war er Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions. Von der Spielzeit 2003/04 bis 2010/11 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und gestaltete Partien wie u.a. Sarastro (
Die Zauberflöte), Ramfis (
Aida), Fürst Gremin (
Eugen Onegin), Eremit (
Der Freischütz), Wurm (
Luisa Miller), Don Fernando (
Fidelio), Capellio (
I Capuleti e i Montecchi), Oroveso (
Norma), Titurel (
Parsifal), Colline (
La bohème). Partien hier 2011/12: Sir Gualtiero Raleigh (
Roberto Devereux), Truffaldin (
Ariadne auf Naxos), Mönch (
Don Carlo).
Montano
Christoph Stephinger
Christoph Stephinger war bei den Regensburger Domspatzen, studierte anschließend Gesang an der Münchner Musikhochschule und war Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Fest engagiert wurde er u.a. an die Opernhäuser von Hannover und Wiesbaden sowie ans Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zahlreiche Gastspiele führten ihn u.a. nach Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Sein Repertoire umfasst Partien wie Osmin (
Die Entführung aus dem Serail), König Heinrich (
Lohengrin), Kaspar (
Der Freischütz), Gremin (
Eugen Onegin) und Großinquisitor (
Don Carlo). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien 2011/12: u.a. Crespel/Luther (
Les contes dʼHoffmann), Ein Polizeikommissar (
Der Rosenkavalier), Der Mesner (
Tosca), Zweiter Geharnischter/Dritter Priester (
Die Zauberflöte), Doktor Grenvil (
La traviata) und Bartolo (
Le nozze di Figaro).
Ein Herold
Igor Bakan
stammt aus Litauen und studierte an der Hochschule seiner Heimatstadt Klaipeda. 2007 nahm er an der Oper Schloss Laubach an mehreren Meisterkursen teil. An der Oper Klaipeda sang er u.a. Don Basilio (
Il barbiere di Siviglia), Gremin (
Eugen Onegin) sowie die Basspartie in Verdis Requiem. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Erste Erscheinung (
Macbeth), Sergeant (
La bohème), Gärtner (
La traviata), Kapellsänger/ Meister (
Palestrina), Herold (
Otello). Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teil und erhielt 2008 den 2. Preis beim Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Desdemona
Adrianne Pieczonka
Adrianne Pieczonka stammt aus Burlington/Kanada und studierte an den Hochschulen von Western Ontario und Toronto. Ihren internationalen Durchbruch erzielte sie 1991 als Tatjana (
Eugen Onegin) an der Wiener Volksoper. Mit Rollen wie Donna Anna (
Don Giovanni), Elisabetta (
Don Carlo), Leonore (
Fidelio), Senta (Der
fliegende Holländer), Marschallin (
Der Rosenkavalier) sowie den Titelpartien in
Tosca,
Katja Kabanova und
Arabella gastierte sie an den international führenden Opernhäusern, darunter das Teatro alla Scala in Mailand, die Metropolitan Opera New York, die Opéra national de Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper sowie die Festivals von Glyndebourne, Salzburg und Bayreuth. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Ariadne/Primadonna (
Ariadne auf Naxos), Elsa (
Lohengrin).
Emilia
Enkelejda Shkosa
Enkelejda Shkosa stammt aus Tirana und studierte am Konservatorium und der Kunstakademie ihrer Heimatstadt, bevor sie 1995 am Mailänder Konservatorium ihren Abschluss erwarb. Kurz darauf sang sie zahlreiche Rollen beim Rossini Festival in Pesaro und an den Opernhäusern in Turin, Bergamo und Bologna. Es folgten Einladungen an die Opéra Bastille und das Théâtre du Châtelet Paris, das Royal Opera House Covent Garden London, die Wiener Staatsoper u.a. Partie an der Bayerischen Staatsoper: Emilia (
Otello).