Tannhäuser - Biographien

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Tannhäuser

Richard Wagner
Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2013
Samstag, 29. Juni 2013

Musikalische Leitung


Kent Nagano. © Benjamin Ealovega
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, war Musikdirektor des Berkeley Symphony Orchestra, der Opéra National de Lyon, des Hallé Orchestra und der Los Angeles Opera sowie künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, bevor er 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper wurde. In dieser Position, die er bis 2013 innehatte, leitete er zahlreiche Neuproduktionen, darunter Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Wolfgang Rihms Das Gehege, Unsuk Chins Alice in Wonderland, Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe und Jörg Widmanns Babylon. Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu Festivals wie denen von Grafenegg, Gent, Berlin und Baden-Baden. Seit 2006 ist Kent Nagano zudem Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal, seit 2013 auch Erster Gastdirigent der Göteborger Symphoniker. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Babylon.

Nach einer Inszenierung von


David Alden bei Proben zu 'La Calisto'
David Alden
David Alden wurde in New York geboren. Er debütierte 1979 an der Metropolitan Opera New York mit Wozzeck; es folgten am selben Haus Fidelio sowie Arbeiten am Los Angeles Music Center, an der Santa Fé Opera und an der Long Beach Opera. Er sorgte für aufsehenerregende Inszenierungen an der English National Oper, arbeitete aber auch an der Nederlandse Opera, der Scottish Opera, beim Edinburgh Festival, an der Wiener Volksoper, an der Komischen Oper Berlin und an der New Israeli Opera. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte er u.a. zahlreiche Werke Monteverdis, Händels und Wagners. Er verfilmte etwa Kurt Weills Die sieben Todsünden, erstellte eine Verdi-Dokumentation im Auftrag der BBC und gestaltete die Welttournee der Rockgruppe The Pet Shop Boys. 2001 wurde er mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. Im Repertoire der Bayerischen Staatsoper: La Calisto.

Bühne


Roni Toren
Roni Toren
Geboren in Jerusalem. Begann in Paris ein Kunst- und Theaterstudium, das er an der Universität von Tel-Aviv im Hauptfach Bühnenbild abschloß. Seither entwarf er Kostüme und Bühnenbilder für israelische Bühnen wie die Stadttheater in Tel-Aviv, Haifa und Beer-Sheba sowie für die New Israeli Opera; außerdem für internationale Bühnen, z. B. die Frankfurter Oper, das Buxton Festival in England, die Opernhäuser in Monte Carlo und Bologna sowie die Bayerische Staatsoper. Mehrfach arbeitete er mit David Alden zusammen und stattete u.a. dessen Inszenierungen von Les contes d’Hoffmann und La bohème aus. Desweiteren war er Bühnenbildner in den Produktionen Maria Stuarda, Anna Bolena, Roberto Devereux (alle an der Opéra de Monte-Carlo) von Jonathan Miller. Neben seinen Arbeiten im Bereich Musiktheater ist er auch im Schauspiel tätig. Außerdem arbeitet Roni Toren als Fernseh- und Radio-Moderator und lehrt an der Universität von Tel-Aviv.

Kostüme


Buki Shiff
Buki Shiff
Buki Shiff wurde in Israel geboren und studierte an der Universität von Tel-Aviv. Seit 1984 arbeitet sie als Bühnen- und Kostümbildnerin für Theater, Film, Fernsehen und Oper in Israel, Europa und in den USA. Dabei schuf sie Ausstattungen für Lohengrin, Der fliegende Holländer (Staatsoper Berlin), Boris Godunow (Wiener Volksoper), Tristan und Isolde (Teatro Real Madrid), Lulu (English National Opera), Wozzeck und Die Meistersinger von Nürnberg (Welsh National Opera, Cardiff) sowie für die Mailänder Scala und das Châtelet in Paris. Sie arbeitet regelmäßig mit Harry Kupfer, David Alden, Richard Jones und Robert Carsen zusammen. 2005 wurde sie in Tel-Aviv als Bühnen- und Kostümbildnerin des Jahres ausgezeichnet, 2008 erhielt sie den Rosenblum-Preis als Künstlerin des Jahres. Im Repertoire der Bayerischen Staatsoper: Les Contes d‘Hoffmann, La Calisto.

Choreographie


Vivienne Newport
Vivienne Newport
Vivienne Newport, geboren in England, absolvierte ein Tanzstudium in London, ging 1972 zum Folkwang-Tanzstudio nach Essen und wechselte 1973 mit Pina Bausch nach Wuppertal, deren erste Protagonistin und enge Mitarbeiterin sie war. 1981 gründete sie ihre eigene Truppe am Theater am Turm in Frankfurt und gastierte mit ihr in ganz Deutschland und im Ausland. In den letzten Jahren hat sie auch viele Choreographien für Schauspielproduktionen erarbeitet, u.a. in Bonn, Bochum, Wiesbaden, Nürnberg, Rostock, Tübingen. Bei den Salzburger Festspielen choreographierte sie 1999 Rameaus Les Boréades. Choreographien an der Bayerischen Staatsoper für Tannhäuser, Die Fledermaus und Faust.

Licht


Pat Collins
Pat Collins
Pat Collins stammt aus New York und hat in ihrer Karriere für bereits über hundert Produktionen das Licht-Design geschaffen. Sie arbeitete für das Glyndebourne Festival, die Los Angeles Music Center Opera, die Washington Opera, die Houston Grand Opera, die English National Opera und die New Yorker Metropolitan Opera. Für die Brodway-Produktion von I`m not Rappaport gewann sie einen Tony Award und für Execution of Justice einen Drama Desk Award. Im Londoner West-End gestaltete sie das Licht u.a. für Into the Woods. Sie arbeitet häufig mit David Alden zusammen und kreierte das Licht in vielen seiner Inszenierungen für die Bayerische Staatsoper, u.a. für Tannhäuser und La Calisto.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Hermann


Christof Fischesser
Christof Fischesser
Christof Fischesser wurde in Wiesbaden geboren. Nach seinem Gesangsstudium in Frankfurt wurde er im Jahr 2000 Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, wo Partien wie Walter (Luisa Miller), Orest (Elektra), Figaro (Le nozze di Figaro), Fiesco (Simone Boccanegra) sowie Boitos Mefistofele zu seinem Repertoire gehörten. 2004 wechselte er an die Staatsoper Berlin und war dort u.a als Rocco (Fidelio), Sarastro (Die Zauberflöte), König Marke (Tristan und Isolde), Landgraf (Tannhäuser) und Escamillo (Carmen) zu erleben. Gastspiele führten ihn u.a. nach Wiesbaden, an die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House Covent Garden in London sowie zu den Salzburger Festspielen. An der Bayerischen Staatsoper war er als Banco (Macbeth), Il Conte di Walter (Luisa Miller) und König Heinrich (Lohengrin) zu erleben. Partie hier 2012/13: Hermann (Tannhäuser).

Tannhäuser


Robert Dean Smith (c) www.photopulse.ch
Robert Dean Smith
Robert Dean Smith wurde in Kansas/USA geboren und studierte Gesang und Saxophon an der Pittsburg State University und anschließend als Stipendiat an der New Yorker Juilliard School. Zu Beginn seiner Karriere sang er noch Bariton, wechselte aber 1988 ins Tenorfach. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1997, als er in Bayreuth als Walther von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg) kurzfristig einsprang. Seither sang er an den Opernhäusern von Berlin, Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Paris, London, Tokio, Dresden, Hamburg, Wien, Los Angeles und New York. Sein weitgefächertes Repertoire umfasst Partien wie Don José (Carmen), Kaiser (Die Frau ohne Schatten), Hermann (Pique Dame), Tristan, Parsifal und Florestan (Fidelio). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Titelpartie in Tannhäuser, Radamès (Aida).

www.robertdeansmith.com

Wolfram von Eschenbach


Matthias Goerne (© Marco Borgreve)
Matthias Goerne
Matthias Goerne aus Weimar studierte u.a. bei Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. Seit seinem Operndebüt als Papageno (Die Zauberflöte) bei den Salzburger Festspielen 1997 singt er an den großen Bühnen der Welt, darunter die Wiener Staatsoper, die Dresdner Semperoper, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra National de Paris, das Teatro Real in Madrid, das Opernhaus Zürich, die Metropolitan Opera in New York und das Opernhaus des Saito Kinen Festivals in Japan. Das Spektrum seiner Partien reicht von Amfortas (Parsifal), Kurwenal (Tristan und Isolde) und Orest (Elektra) bis zu den Titelpartien in Herzog Blaubarts Burg, Wozzeck, Mathis der Maler und Lear. Von 2001 bis 2005 war er Honorarprofessor für Liedgestaltung an der Robert Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Wolfram (Tannhäuser).

www.matthiasgoerne.de

Walther von der Vogelweide


Ulrich Reß
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Förster (Rusalka), Monostatos (Die Zauberflöte), Altoum (Turandot), Spalanzani (Les Contes d’Hoffmann), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Missail (Boris Godunow), Jude (Salome), Basilio (Le nozze di Figaro).

Biterolf


Goran Jurić
Goran Jurić
Goran Jurić stammt aus Kroatien und absolvierte sein Studium an der Musikakademie Zagreb. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pluto/Charon (L’Orfeo), Sarastro (Die Zauberflöte), Colas (Bastien und Bastienne) und Pistola (Falstaff), sowie Oratorien von Barock bis zum 20. Jahrhundert. 2011 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und debütierte am Teatro dell’Opera in Rom unter der Leitung von Riccardo Muti als Oberpriester (Nabucco) sowie am Teatro La Fenice in Venedig als Komtur (Don Giovanni).  Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2013/14: Komtur (Don Giovanni), Ferrando (Il trovatore), Cesare Angelotti (Tosca), Timur (Turandot), Pietro (Simon Boccanegra), Colline (La bohème), Capellio (I Capuleti e i Montecchi), Onkel Bonzo (Madama Butterfly), Walter Furst (Guillaume Tell), Gubetta (Lucrezia Borgia).

Heinrich der Schreiber


Kenneth Roberson
Kenneth Roberson
Kenneth Roberson, geboren in North Carolina, gab 1996 im Rahmen des Zyklus On Wings of Song der Marilyn Horne Foundation sein New Yorker Recital-Debüt und war Preisträger internationaler Wettbewerbe. 2000/01 wurde er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, von 2004 bis 2013 war er dies an der Bayerischen Staatsoper und sang hier u.a. Heinrich der Schreiber (Tannhäuser), Vierter Knappe (Parsifal) und Bardolfo (Falstaff). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2013/14: Septett V (Babylon).

Reinmar von Zweter


 

Elisabeth


Anne Schwanewilms (Foto: Javier del Real)
Anne Schwanewilms
Anne Schwanewilms ist besonders mit Partien von Richard Strauss und Richard Wagner wie die Titelrollen in Arabella, Daphne, Ariadne auf Naxos, Marschallin (Der Rosenkavalier), Elsa (Lohengrin) zu Gast an Opernhäusern weltweit, darunter die Wiener Staatsoper, Royal Opera House Covent Garden in London, Teatro alla Scala Mailand, Lyric Opera Chicago sowie bei den Salzburger Festspielen (Carlotta in Die Gezeichneten, Kaiserin in Die Frau ohne Schatten). Auf dem Konzertpodium trat sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Royal Concertgebouworkest Amsterdam, dem London Symphony Orchestra auf. 2002 wurde sie in der Zeitschrift Opernwelt zur „Sängerin des Jahres“ gewählt. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Elisabeth (Tannhäuser).

www.anneschwanewilms.com

Venus


Daniela Sindram (c) J. Thomas
Daniela Sindram
Daniela Sindram, geboren in Nürnberg, studierte Gesang in Berlin und Hamburg. Erste Engagements führten sie 1996 nach Bremen, 2001 an das Nationaltheater Mannheim sowie ab 2002 zu den Bayreuther Festpielen. Von 2003 bis 2009 war sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Hier gehörten u.a. Hänsel (Hänsel und Gretel), Dorabella (Così fan tutte), Charlotte (Werther), Brangäne (Tristan und Isolde), Komponist (Ariadne auf Naxos) sowie Octavian (Der Rosenkavalier) zu ihrem Repertoire; mit letzterer Partie debütierte sie in Folge an der Wiener Staatsoper und an der Opéra national de Paris. Weitere Engagements führten sie mit Partien wie Muse (Les Contes d‘Hoffmann) und Adriano (Rienzi) u.a. an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin, ans Teatro Real in Madrid sowie an die Mailänder Scala. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Komponist (Ariadne auf Naxos), Venus (Tannhäuser).

Ein junger Hirt / Vier Edelknaben