La traviata - Biographien

Giuseppe Verdi: La traviata Giuseppe Verdi: La traviata. Anja Harteros, Anthony Michaels-Moore Giuseppe Verdi: La traviata. Ramón Vargas, Anja Harteros
La traviata
Giuseppe Verdi
Francesco Maria Piave

Nationaltheater

Dienstag, 23. Dezember 2008

 

Musikalische Leitung
Peter Feranec
Peter Feranec, geboren in Bratislava, studierte am Konservatorium seiner Geburtsstadt sowie bei Peter Eötvös und Mariss Jansons. Nach Engagements in Bratislava und an der Kammeroper Wien debütierte er 1995 am Bolschoitheater in Moskau mit einer Produktion von Le nozze di Figaro, woraufhin er zum ersten ausländischen - und zugleich jüngsten - Chefdirigenten des Bolschoitheaters ernannt wurde. 1997 bis 2000 war er Erster Gastdirigent bei den St. Petersburger Philharmonikern, 2001 bis 2002 Chefdirigent des Slowakischen Nationaltheaters in Bratislava. Er dirigierte u.a. das SWR Sinfonieorchester, das Gürzenich Orchester Köln und die Oslo Philharmonic und leitete Opernvorstellungen in Prag, Berlin, Köln und Lissabon. Seit seinem Debüt am Zürcher Opernhaus 2004 dirigierte er dort u.a. Der Nussknacker, Cinderella, Schwanensee sowie Das schlaue Füchslein. Dirigate an der Bayerischen Staatsoper: La traviata, Macbeth.
Peter Feranec

 


Inszenierung
Günter Krämer
Geboren in Neustadt a.d. Weinstraße; Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Heidelberg und Freiburg. 1970 Beginn der Regietätigkeit. Erste Stationen: Wiesbaden, Köln, Hannover. 1975 bis 1979 Staatliche Schauspielbühnen Berlin; 1980 bis 1984 Oberspielleiter am Staatstheater Stuttgart; 1984 bis 1989 Leiter des Bremer Schauspiels. 1990 wurde er Intendant des Kölner Schauspiels, 1995 bis 2002 Generalintendant der Kölner Bühnen. Neben einer Vielzahl von Schauspielinszenierungen trat er auch als Opernregisseur hervor, vor allem an den Opernhäusern von Berlin (mit Inszenierungen von Janácek-Opern), Hamburg (mit Schreker und Wagners Ring des Nibelungen) und Düsseldorf. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte er La traviata und Der junge Lord.
Günter Krämer

 


Bühne
Andreas Reinhardt
Geboren in Meißen; Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und an der Deutschen Akademie der Künste Berlin. 1965 Bühnenbildner am Berliner Ensemble; 1977 Bühnenbildner an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin; seit 1978 freier Bühnenbildner in München. Ausstattungen an allen großen europäischen Opernhäusern - u.a. Der Ring des Nibelungen in Hamburg - sowie bei den Festspielen von Bayreuth, Salzburg und Spoleto. An der Bayerischen Staatsoper schuf er das Bühnenbild zu La traviata, die Gesamtausstattung zu Il barbiere di Siviglia (Inszenierung: Ruth Berghaus), zu Henzes Der junge Lord und zu Lohengrin.

 


Kostüme
Carlo Diappi
Carlo Diappi stammt aus Mailand und studierte Architektur an der Universität seiner Heimatstadt. Von 1976 bis 1983 war er Assistent von Pier Luigi Pizzi. 1977 gab er sein Debüt als Bühnen- und Kostümbildner in Montepulciano. Seither ist er als Austatter für Oper, Schauspiel, Fernsehen und Film tätig. Besonders intensiv arbeitete er mit den Regisseuren Luca Ronconi und Michael Hampe zusammen, u.a. am Pariser Châtelet, an den Opernhäusern von Zürich, Köln, Düsseldorf, Turin, Barcelona sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit 1989 arbeitet er mit Günter Krämer. An der Bayerischen Staatsoper schuf er die Kostüme zu La traviata.
Carlo Diappi

 


Licht
Wolfgang Göbbel
Geboren in Ulm. Zahlreiche Arbeiten an verschiedenen renommierten europäischen Bühnen wie z.B. an der English National Opera (Tristan und Isolde, Un ballo in maschera, Béatrice et Bénédict), am Châtelet Paris (King Arthur) oder bei den Salzburger Festspielen (Der Kirschgarten). An der Bayerischen Staatsoper entwarf er das Licht-Design zu Lucia di Lammermoor, Un ballo in maschera und La traviata.
Wolfgang Goebbel

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Violetta Valéry
Anja Harteros
Anja Harteros begann ihre Karriere 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs, der sie an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte: u.a. die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Staatsopern Wien, München, Berlin sowie zu den Salzburger Festspielen. Zu ihren Partien zählen Desdemona (Otello), Amelia (Simone Boccanegra), Leonora (Il trovatore), Elisabeth (Tannhäuser), Marschallin (Der Rosenkavalier), Arabella, Alcina. In Konzertauftritten sang sie mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner, Wiener und Münchner Philharmonikern. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt; in der Zeitschrift Opernwelt wurde sie für ihr Münchner Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) zur Sängerin des Jahres 2009 gewählt. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Elisabetta (Don Carlo), Violetta Valéry (La traviata).
Anja Harteros (c) Marco Borggreve

 


Flora Bervoix
Anaïk Morel
Anaïk Morel wurde in Lyon geboren und studierte bereits als Jugendliche Cello, bevor sie am Konservatorium ihrer Heimatstadt zum Gesang wechselte und mit Auszeichnung abschloss. Sie war an den Opernhäusern von Besançon und Lyon, beim Festival junger Talente in Paris sowie in zahlreichen Konzerten in und außerhalb Frankreichs zu hören. Ab September 2006 gehörte sie dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper an und war von 2008 bis 2010 im Ensemble des Hauses engagiert; hier stand sie u.a. als Mercédès (Carmen), Fenena (Nabucco), Meg Page (Falstaff), Hänsel (Hänsel und Gretel), Silla (Palestrina) und Carlotta (Die schweigsame Frau) auf der Bühne. 2010 debütierte sie als Schwertleite (Die Walküre) an der Mailänder Scala und war als Marguerite (La damnation de Faust) in Rennes, Nantes und Angers zu erleben. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Schäferin (Jenůfa), Lucy (Die Tragödie des Teufels), Fenena (Nabucco).
Anaik Morel

 


Annina
Angela Brower
Angela Brower, aus Phoenix, Arizona/USA stammend, studierte Gesang an der Indiana University und an der Arizona State University. Dort trat sie erstmalig als Opern- und Konzertsängerin auf und erarbeitete sich ein breites Repertoire der Opernliteratur: u.a. Cherubino (Le nozze di Figaro), Hänsel (Hänsel und Gretel), Mallika (Lakmé), Octavian (Der Rosenkavalier) sowie Cesare (Giulio Cesare in Egitto). 2008 wurde sie an der Glimmerglass Opera in das Young American Artists Programm aufgenommen. 2008/09 wurde sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, seit Beginn der Spielzeit 2010/11 ist sie Ensemblemitglied. Partien hier 2011/12: u.a. Zweite Dame (Die Zauberflöte), Nicklausse/La Muse (Les Contes d‘Hoffmann), Cherubino (Le nozze di Figaro), Wellgunde (Rheingold/Götterdämmerung), Dorabella (Così fan tutte).
Angela Brower

 


Alfredo Germont
Piotr Beczala
Piotr Beczala wurde in Polen geboren, war Ensemblemitglied des Linzer Landestheaters und der Oper Zürich und zählt heute zu den führenden Tenören des lyrischen Faches. Er singt regelmäßig am Royal Opera House Covent Garden, an der New Yorker Metropolitan Opera, in Zürich, Wien, Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Sein Repertoire umfasst  u.a. Duca (Rigoletto), Alfredo (La traviata), Riccardo (Un ballo in maschera), Rodolfo (La bohème), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Faust, Werther, Don Ottavio (Don Giovanni), Lenski (Eugen Onegin), Prinz (Rusalka) und  Pasterz (Król Roger). An der Bayerischen Staatsoper war er als Alfredo und Rodolfo zu erleben. In der Spielzeit 2010/11 singt er hier Der Prinz (Rusalka) sowie Ein Sänger (Der Rosenkavalier).
Piotr Beczala.  © Bettina Stöß

 


Giorgio Germont
Zeljko Lucic
Zeljko Lucic stammt aus Jugoslawien und studierte Gesang in Belgrad sowie in Novi Sad, wo er 1993 am Nationaltheater als Silvio (I Pagliacci) debütierte. 1997 gewann er den internationalen Francisco-Viñas-Gesangswettbewerb in Barcelona und wurde 1998 an die Oper Frankfurt engagiert, ein Haus, dem er noch heute verbunden ist. Sein Repertoire umfasst die großen dramatischen Bariton-Partien wie Conte di Luna (Il trovatore), Jago (Otello), Germont (La traviata) sowie die Titelpartien in Macbeth, Rigoletto und Nabucco. Gastspiele führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera New York, das Londoner Royal Opera House Covent Garden, die San Francisco Opera, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper sowie zum Festival von Aix-en-Provence. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Miller (Luisa Miller).
Zeljko Lucic

 


Gaston
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (L’enfant et les sortilèges), Pang (Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (Der fliegende Holländer), Andres (Wozzeck).
Kammersänger Kevin Conners

 


Baron Douphol
Christian Van Horn
Christian Van Horn wurde auf Long Island/USA geboren. Nach seiner Ausbildung an der Yale University und am Lyric Opera Center for American Artists gastierte er u.a. als Colline (La bohème) in Los Angeles, als Raimondo (Lucia di Lammermoor) an der Virginia Opera und als Timur (Turandot) an der Fort Worth Opera. Er gab ferner sein Debüt an der Santa Fé Opera (in Tan Duns Tea: A Mirror of the Soul) sowie in der Carnegie Hall. Von 2008 bis 2010 war er als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in Partien wie Angelotti (Tosca), König (Aida), Biterolf (Tannhäuser) und Colline zu erleben. Anschließend gastierte er u.a. an der Lyric Opera Chicago, der San Francisco Opera sowie in der Titelrolle von Le nozze di Figaro an der Staatsoper Stuttgart. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2010/11: Colline, Angelotti.
Christian Van Horn. (c) Devon Cass

 


Marquis d'Obigny
Rüdiger Trebes
Rüdiger Trebes, geboren im Saarland, studierte Gesang in München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Sein erstes Engagement führte ihn ans Staatstheater am Gärtnerplatz München. Seit 1991 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Er gab zahlreiche Liederabende im In- und Ausland sowie Gastspiele an anderen deutschen Bühnen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Sciarrone (Tosca), Alcindoro (La bohème), 4. Priester (Die Zauberflöte), 6. Deputierter (Don Carlo), Ambrogio (Il barbiere di Siviglia), Diener (Macbeth).
Rüdiger Trebes

 


Doktor Grenvil
Christoph Stephinger
Christoph Stephinger war bei den Regensburger Domspatzen, studierte anschließend Gesang an der Münchner Musikhochschule und war Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Fest engagiert wurde er u.a. an die Opernhäuser von Hannover und Wiesbaden sowie ans Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zahlreiche Gastspiele führten ihn u.a. nach Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Sein Repertoire umfasst Partien wie Osmin (Die Entführung aus dem Serail), König Heinrich (Lohengrin), Kaspar (Der Freischütz), Gremin (Eugen Onegin) und Großinquisitor (Don Carlo). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien 2011/12: u.a. Crespel/Luther (Les contes dʼHoffmann), Ein Polizeikommissar (Der Rosenkavalier), Der Mesner (Tosca), Zweiter Geharnischter/Dritter Priester (Die Zauberflöte), Doktor Grenvil (La traviata) und Bartolo (Le nozze di Figaro).
Christoph Stephinger

 


Giuseppe
Ho-Chul Lee
Ho-Chul Lee wurde in Seoul/Südkorea geboren und absolvierte sein Gesangstudium an der Seoul National University. Seit Oktober 2005 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg im Fach Oper. Er wurde als „Leading Musician for the 21st Century“ sowie als Tenor des Jahres vom „Korean Broadcasting System“ ausgezeichnet. Auftritte hatte er bereits als Tamino (Die Zauberflöte) und Turiddu (Cavalleria rusticana) im Korean National Theater und als Ferrando (Così fan tutte) in Hamburg. Seit Herbst 2007 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Ho-Chul Lee

 


Ein Diener Floras
Todd Boyce
Todd Boyce studierte am Oberlin Conservatory of Music. Er war Mitglied der Förderprogramme für junge Künstler der Opernhäuser Saint Louis und Glimmerglass. Dort und in Cleveland, Madison und Toledo verkörperte er u.a. Top (The Tender Land von Aaron Copland), Masetto (Don Giovanni), Guglielmo (Così fan tutte), den Grafen Almaviva (Le nozze di Figaro) und Marullo (Rigoletto). Außerdem ist er Preisträger diverser Wettbewerbe, u.a. der Metropolitan Opera National Council Auditions. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien 2009/10: Petrucci (Lucrezia Borgia), Kaiserlicher Kommissär (Madama Butterfly), Deputierter  (Don Carlo), 2. Stimme (Jenůfa), Perückenmacher (Ariadne auf Naxos), Brabantischer Edler (Lohengrin).
Todd Boyce

 


Ein Gärtner
Igor Bakan
stammt aus Litauen und studierte an der Hochschule seiner Heimatstadt Klaipeda. 2007 nahm er an der Oper Schloss Laubach an mehreren Meisterkursen teil.  An der Oper Klaipeda sang er u.a. Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Gremin (Eugen Onegin) sowie die Basspartie in Verdis Requiem. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Erste Erscheinung (Macbeth), Sergeant (La bohème), Gärtner (La traviata), Kapellsänger/ Meister (Palestrina), Herold (Otello). Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teil und erhielt 2008 den 2. Preis beim Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien. Seit Herbst 2008 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
Igor Bakan

 


Alfredos Schwester
Demet Gül
Demet Gül wurde in Stuttgart geboren und studierte Schauspiel an der Münchner Otto Falckenberg Schule. Bisher war sie u.a. an der Bayerischen Theaterakademie August Everding (Ein Traumspiel, Reigen) und den Münchner Kammerspielen (u.a. unter der Regie von Schorsch Kamerun) zu sehen. Zudem wirkte sie in Kinofilmen mit, u.a. als Hauptdarstellerin in Yasemin Samderelis Almanya (2009) sowie in Samira Radsis Anduni (2010) und hatte diverse Fernsehauftritte, zuletzt in der Mordkommission Istanbul (Folge Transit). Für Almanya wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Rollen an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Alfredos Schwester (La traviata), Erzählerin (Die Entführung aus dem Serail).
Demet Gül